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Die Regierung hat genehmigt, daß die chemische Abteilung des physiologischen Instituts zunächst für die Dauer der Lei- tung durch Professor Dr. Feulgen in ein selbständigesPhy- siologisch- chemisches Institut umgewandelt wird, sowie weiter, daß das vom Fürsorgeverein errichtete Institut kür Krüppelfürsorge die Bezeichnung, orthopädische Univer- silätsklinik führen darf.

Gelegentlich der 37. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Hannover wurde demUni- versitäts-Versuchsgut Unterer Hardthof für seine dort ausgestellte Qualitätsmilch in der Klasse 1(Rohmilch) ein erster Preis und Sieger-Ehrenpreis zuerkannt.

Am 17. Januar fand die Reichsgründungsfeier statt. Die FestredeVolk und Geschichte hielt nach einer Ansprache des Rektors der ordentliche Professor für systematische Theologie D. Dr. phil. Friedrich Karl Schumann.

Das bedeutendste Ereignis in der Entwicklung der Giebener Studentenhilfe e. V. war die Inbetriebnahme des neuen Stu- dentenhauses, die in aller Stille Anfang Oktober 1930 statt- Fand. Wohl birgt das Haus die Fürsorgeeinrichtungen des Wirt- schaftskörpers, es soll aber auch in erweitertem Sinn einen Zentralpunkt des geistigen und geselligen Lebens der Gesamt- studentenschaft bilden. Unter Mithilfe des Reichs, des Landes Hessen, der Kirchen, der Provinzen, Kreise und Gemeinden, öffentlichen und privaten Körperschaften, der Industrie, des Handels und Gewerbes, sowie privater Freunde, und nicht zu- letzt durch die Beiträge der Studentenschaft selbst ist hier eine Stätte bereitet worden, die das Trennende überbrücken und das Gemeinsame zu lebendiger Kraft verbinden soll. Möge es trotz aller entgegenstehenden Schwierigkeiten bald gelingen, die zur vollständigen Fertigstellung noch erforderlichen Beträge auf- zubringen.

Ein sehr erschwerendes Moment in der Tätigkeit des Ver- eins bildete der stete Rückgang der zentralen und sonstigen Mittel bei dauernd steigender Beanspruchung sämtlicher Für- sorgeeinrichtungen. Dies hat zu schärfster Auslese Anlaß ge- geben, so daß mancher an sich Würdige und Bedürftige nicht, wie es nötig gewesen wäre, berücksichtigt werden konnte. Die Zahl derjenigen Studierenden, die in irgendeiner Weise auf