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Herr Staatspräsident! EW. Magnifizenz! Hochgeehrte Gäste!

Liebe Kollegen und Kommilitonen!

Nicht mit sorgloser Freude können wir heute den Tag be- gehen, der der Erinnerung daran gewidmet ist, daß sich die Gründung unserer alma mater Ludoviciana zum 32g. Male jährt.

Wie könnten wir, wenn auch nur in dieser Stunde, den furchtbaren Ernst unserer Lage und das schwere, auf unserem Volk lastende Schicksal völlig vergessen?

Aber wenn wir auch dessen eingedenk sind, so dürfen und können wir uns doch zu einer Feier vereinigen, die uns hinaus- hebt über die quälendsten Sorgen und den zermürbenden Streit des Alltags, da sie getragen ist von dem Gefühl des Dankes für die Erhaltung der Universität und zum anderen von dem Gefühl der Verbundenheit in dem gemeinsamen Wunsch und Streben nach weiterer Förderung dieser Stätte deutschen wissen- schaftlichen Lebens.

Sie alle, die Sie heute hierhergekommen sind, um mit uns die Jahresfeier der Landesuniversität in diesem Geiste zu be- gehen, heiße ich in deren Namen herzlich willkommen.

Mit besonderer Freude begrüße ich den Herrn Staatspräsi- denten. Gibt mir seine Anwesenheit doch die Möglichkeit, ihm öffentlich den Dank abzustatten für sein tatkräftiges Eintreten für die Landesuniversität wie stets, so auch im vergangenen Jahr. Wir wissen, wie wertvoll diese treue Fürsorge für die Erhaltung und das Gedeihen der Universität ist und wir hegen auch die feste Zuversicht, daß sie in Zukunft nicht geringer sein wird. Bildet sie ja doch einen wesentlichen Teil der Pflege von Wissenschaft und Kunst in unserem Hessenland, die Sie, Herr Staatspräsident, sich aus innerster Uberzeugung angelegen sein lassen.