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8 20 Wo sind die Papiere?

7, 8); Schubart S. 146; 173. Zeilenschluß trotz gelegentlicher Anwendung ausgezogener Striche bei e und o(Z. 19, 28, 33) unregelmäßig. Jota mutum bei den deklinierten Formen gesetzt(Ausnahme Z. 34 er qfανο), bei den konjugierten Formen weggelassen. Trema(Wilcken, Grdz. S. XLVII)) bei iv,, outydücog, S. d. Anm. Schlußgruß und Datum vom Absender eigen händig geschrieben in flüssiger Kursive, aber mit einem groben ortho graphischen Fehler(Z. 40). Die Abfassungszeit des Briefes fällt in die erste Hälfte des 2. Jahrh. n. Chr.(s. Z. 4 Anm.).

Der Satzbau ist einfach, entbehrt aber nicht einer gewissen sachlichen Schönheit. Die Verknüpfung der Gedanken innerhalb desselben Gefüges ist gewahrt.

Schon aus der bei der Abfassung des Briefes beobachteten Sorgfalt dürfen wir schlieben, daß der Absender den höheren Ständen angehört. Dies wird bestätigt durch seine Beziehungen zum Epistrategen(Z. I) und zum gachut h Tpauugrébs(Z. 25), an die seine Empfehlungen gehen. Sind Wir deshalb geneigt, den Absender unter den höheren Verwaltungsbeamten zu suchen, so dürfte doch mehr dafür sprechen, in ihm einen Offizier zu sehen. Denn neben der Tatsache, daß er eine Zeitlang mit dem Soldaten Antoninus zusammen war(Z. 4), läßt die leicht spöttische Bemerkung, er verstehe nichts vonAktenwälzen und Federfuchserei(Z. 12/13), schwerlich an einen Verwaltungsbeamten, wohl aber an einen Offizier denken. Als Aufenthaltsort des Absenders läßt sich wohl Alexandria ansehen, da doch die wiederholten Versprechungen des bei dem Dikaiodotes zugelassenen Anwaltes mündlich erfolgt sein werden; dazu stimmt auch car«(Z. 35).

Den Hauptinhalt des uns erhaltenen Briefstückes macht das Suchen nach den Besitzurkunden über Sklaven aus. Die wohl durch eine Nachlaß regelung(Z. 10) verursachte Notwendigkeit, über die Sklaven einwandfreie Nachweise zu erbringen, ist mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft (S. Z. 7-29 Anm.); diese lassen sich nur beheben durch Herbeischaffen der Papiere oder durch persönliches Eingreifen des Absenders(Z. 28/29), der dann wohl durch seinen Einfluß eine Lösung herbeizuführen hofft. Ob bei dem zu Anfang des erhaltenen Stückes erwähnten Auftrag an Antoninus (Z. 1-7)in der ganzen Angelegenheit(Z. 5/) der Adressatin beizustehen, auch diese Sklavensache gemeint ist, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen; jedenfalls kann sie aber in dem Auftrag an ihn einbegriffen sein, um so eher, da die Auseinandersetzung über die Sklaven wohl nur einen Teil der ganzen Erbschaftsregelung bildete. Was es mit dem Brief über Sarapion für eine Bewandtnis hat(Z. 20- 34), läßt sich nicht mehr feststellen. Mit einem besonderen Wunsch(Z. 3438) und den vom Absender eigenhändig geschriebenen Grüßen(Z. 3041) schließt der Brief.

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