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wenn kein Feind mehr über unsere Straßen geht, wenn die Freiheit nicht auch unser persönliches Gut geworden, wenn die Deutschen nicht für sich und ihr Volk im Denken und Handeln echte Freiheit gefunden haben. Und er sagt weiter: Es will mir scheinen, als wolle das deutsche Volk durch seinen inneren Zwiespalt wieder verlieren, was es an äußerer Freiheit gefunden hat. a

Meine Damen und Herren, passen diese Worte nicht auf die heutige Zeit, als wenn sie dafür geschrieben wären. Die Freude über die Befreiung unseres Vaterlandes darf uns die Sorge, von der Ernst Moritz Arndt auch damals erfüllt war, nicht vergessen lassen; im Gegenteil, sie soll uns anspornen, jetzt mit umso größerer Hingabe an der Einigung unseres deutschen Volkes selbst mitzuarbeiten. Keine Nation wird groß, die nicht den Weg mühsamer Arbeit, treuer Pflichterfüllung und entsagungsbereiter Gemeinschaft gegangen ist.

Schwere Jahre liegen noch vor uns. Unerhörte Lasten hat unter Volk nach den Verträgen auf sich genommen. Möge die Befreiung unseres Vaterlandes von feindlicher Besatzung dazu führen, daß unser Volk auch in seinem Denken und Handeln bald wieder die Freiheit finden wird, die es zu seinem Auf- stiege braucht. In diesem Sinne wollen wir jetzt das Deutsch- landlied singen.