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landw. Genossenschaften), durch die Hochschulgesellschaft ein Belrag von 1500.— RM. zur Durchführung von Unter- suchungen über die land wirtschaftlichen Absatzverhältnisse im rhein-mainischen Wirtschaftsgebiet zur Verfügung gestellt.
Dem Institut für Leibesübungen ist von Seiten der Gießener Hochschulgesellschaft eine Stiftung von 500.— Reichsmark zwecks Gründung einer wissenschaftlichen Bücherei für Turnlehrer-Studenten zugegangen.
Frau Dr. Emma Bindewald zu Köln-Mülheim errichtete zum Andenken an ihren gefallenen Sohn, der an unserer Uni- versität studierte, eine Dr. A. E. Karl Bindewald- Stif- tung in Höhe von 4500.— RM.
Vieles Gute und Nötige ist in diesem Notjahr für die Ludwigsuniversität getan worden. Aber eine graue Wolke hängt noch über dem Land und wir wissen nicht, wann sie sich ent- laden, noch ob sie uns Blitz und Hagel oder fruchtbaren Regen bringen wird. Doch wir fragen, ob es ein richtiges Sparen wäre, wenn man einem fruchtbringenden Baum die Nahrung für die Wurzeln entziehen oder gesunde fruchtver— heißende Aste abhauen wollte. Jede Wachstumsstockung be- deutet einen Rückschritt, und Deutschland darf gerade an seinen geistigen Kräften nicht verkümmert werden, wenn es wieder aufsteigen will.
Jetzt sind es vor allem die Geistes- und Naturwissen- schaften, denen der für ihre Entwicklung dringend nötige Raum schon lange zu knapp geworden ist. Wir hoffen und wünschen, daß trotz der Not der Zeit Regierung und Landes- vertretung, Staat und Stadt, Verbände und Freunde die Uni- versität nicht im Stiche lassen, wenn wir das für den Kampf ums Dasein dringend Notwendige erbitten, um den Pflichten der Forschung und des Unterrichts gegenüber dem Staat und dem Vaterland genügen zu können.
Auf die(im Auszug vorgetragene) Chronik folgte die Akademische Rede des Rektors über Die Stellung der Philologie an der Universität, (Schriften der Hessischen Hochschulen, Universität Gießen, Jahrgang 1929, Heft 2), hierauf die Preisverteilung mit Folgender Ansprache:


