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weil es sie mit der Wärme umhüllt, die für ihr Ge- deihen unentbehrlich ist, und weil es ihr die Gewißheit gibt, daß ihre Arbeit Rückhalt und Verständnis im ganzen Hessenlande und darüber hinaus findet.
Ich komme nunmehr zu dem dritten und letzten Teile meiner heutigen Aufgabe, zu der Verkündung des Ergebnisses der Preisaufgaben, und damit zu den Leistungen der Giebener Studentenschaft. Ich darf dazu eine all- gemeine Bemerkung vorausschicken, zu der ich zu meiner großen Freude Anlaß habe.
Die Organisation der Gießener Studenten- schaft ist gut und gesund. Ihr Vorstand und ihr Ausschuß, der sogenannte Asta, und jedes einzelne der vielen studen— lischen Amter haben auch im Berichtsjahr eine große Arbeit in vorbildlicher Weise geleistet. Kein persönlicher Ehrgeiz hat sich breit gemacht, kein Zwiespalt und kein Mitzton die sachliche Arbeit gehindert, reibungslos und in vollem gegen- seitigen Vertrauen haben Rektorat und Studentenschaft zu- sammenwirken können. Kommilitonen, Ihr könnt stolz sein auf die Männer, die Ihr zur Verwaltung Eurer Ehrenämter gewählt habt, Ihr schuldet Ihnen Dank für die uneigennützige und ersprießbliche Arbeit, die sie für die Studentenschaft und damit für die Gesamtuniversität geleistet haben, und auch ich bezeuge ihnen gern meinen Dank in dieser feierlichen Stunde.
Im Vorstand und im Ausschuß der Gielzener Studenten- schaft aber spiegelt sich nur der Geist, der in der Gießener Studentenschaft überhaupt lebendig ist. Gegenüber manchen! kalschen Bild, das man sich von dem heutigen deutschen Stu— denten noch immer macht, gegenüber manchem Vorurteil, das noch von früher her über ihn im Umlauf ist, mache ich mich gern zum Zeugen für den guten, auf Sachlichkeit und positive Arbeit gerichteten Geist des Giebener Stu- denten, der darin einen unwiderleglichen Ausdruck findet, daß ich in meinem, in wenigen Wochen zu Ende gehenden Rektorat auch nicht ein, nicht ein einziges Disziplinarverfahren habe zu eröffnen brauchen. Disziplinierungswürdige Vergehen in einer Studentenschaft von 1700 Köpfen im Winter und von über 1800 im Sommer würden gewiß nicht notwendig ein schlechtes Zeichen bedeuten, aber daß bisher überhaupt


