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System wirkt hemmend und regulierend auf die motorischen Gang- lienzellen im Vorderhorn des Rückenmarks, deren Neuriten den motorischen Impuls zu den Muskeln hinbringen.
zu einer anderen Auffassung bezüglich der Funktion der psychomotorischen Region ist neuerdings J. Paw ILO W ö auf Grund eingehender Versuche gelangt, er hält die Region für ein rezep- torisches Gebiet und die bei Reizung des Gebiets beobachteten Bewegungen für reflektorische, bedingt durch Einwirkung auf tiefer gelegene effektorische Bahnen. Nach Paw IO w ist also die Rinde ein durch und durch rezeptorischer Apparat.
Ein zweites derartiges Bremssystem ist das neuerdings im Anschluß an das Studium der Kopfgrippe bekannt gewordene extrapyramidale. Unterhalb der grauen Rinde des Großhirns, durch weißes Mark davon getrennt, sind die sogenannten Stamm- ganglien gelegen, der Streifenhügel(Corpus striatum), bestehend aus dem Linsenkern und dem Schwanzkern. Der mediale Teil des Linsenkerns, der bleiche Kern oder Globus pallidus, ist ent- wWicklungsgeschichtlich älteren Datums und wird daher Palaeostria- tum genannt. Der laterale Teil des Linsenkerns, die Schale oder das Putamen, und der Schwanzkern, Nucleus caudatus, dagegen sind jüngeren Datums und heißen daher Neostriatum, das funk- tionell dem Palaeostriatum übergeordnet ist. Diese Stammgang- lien haben keine direkte Verbindung mit dem Großbhirn, wohl aber eine innige mit dem Thalamus.
Der Globus pallidus gewinnt nun durch ein von ihm aus— gehendes Fasersystem, die Linsenkernschlinge, Einfluß auf den unter den Vierhügeln gelegenen roten Kern, Nucleus ruber, der seinerseits vom Kleinhirn Impulse empfängt und diese auf dem Wege eines Faserbündels, des Tractus rubrospinalis, an die mo- torischen Ganglienzellen im Vorderhorn des Rückenmarks weiter- gibt. Das Kleinhirn aber wird durch Sinnesapparate, die in der Muskulatur gelegen sind, die Sehnen- oder Muskelnervenkörper— chen, von dem Grade der Spannung der Muskeln unterrichtet und gibt seinerseits Impulse an den roten Kern ab, welche die Muskeln in einer gewissen Spannung erhalten.
Auf dieses extrapyramidale System wirkt nun der Globus pallidus via Linsenkernschlinge dämpfend. Wird diese Dämpfung aufgehoben, so kommt es zu Musxkelrigidität, zu Stei- figkeit durch Einwirkung des Nleinhirntonus auf die Muskulatr.


