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Ein neues deutsches Evangelienbruchstück des vierzehnten Jahrhunderts. 25

Zu diesem Zweck hat sich der Bearbeiter von M. B. einer weiteren Hilfe bedient. Bechstein! hatte ja seinerzeit geglaubt, das sogen. Beheimsche Evangelienbuch sei ein Original; aber diese Ansicht hatte bereits W. Walther: bezweifelt, durch unsere Dar- legung ist sie völlig widerlegt. Es ist nun besonders interessant, in diesem Zusammenhang auf eine weitere Hypothese Walthers zurück- zukommen: danach sollte Beheims Evangelienbuch sich zum Teil auf eine Münchener Hs. stützen;' ich bin in der Lage, diese Be- hauptung zur bewiesenen Tatsache zu erheben. Ich habe die Münchener Hs., C. g. m. 532, eine Evangelienharmonie, eingesehen und die für uns in Betracht kommenden Stücke herausgezogen. Eine Nebeneinanderstellung von F., M. B. und Münchener Codex ergab, dab M. B. ohne Zweifel sehr oft an den Stellen, wo er von F. abweicht, sich aus der Münchener Hs. die bessere Ubersetzung geholt hat. i

Ich lasse die in Betracht kommenden Stellen folgen:

Fragment Beheim Münch. Ev.-Harmonie

Kap. XIV. Vs. 3 zu generende gesund zu machin gesund machen 5 weliches uwers weliches under uch wer auzzer euch

8 zu brutluften zu der brutlouft zu der brautleufe

9 minneste stat letzte stat nyderste stat

10... geheischen.. geladen wirst, so... geladen, wirst werdest und und sitze an der So sitze zu der nider- widersitze an letzten stat sten stat der jungesten Stat frunt uf frunt ge uf baz freunt gank her auf hGher ba Z Sitzen

12 er saide aber her sprach zu deme, da sprach Jesus Zzu Ine, der de FBFBHCRACV deme, der du solt nit hei- so saltu nicht S0 soltu nicht schen laden laden noch di richen noch dine riche noch dein nachge- noch die nach- nakebũre bauren, die reiche geburen Sein

Ausgabe S. XIII.

Die Bibelübersetzung des Mittelalters S. 505 unten. Die Bibelübersetzung des Mittelalters S. 408 ff.