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Der Pflege der Leibesübungen ist auch im vergangenen jahr besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die Teilnehmer- ahl verdoppelte sich fast gegen das Vorjahr und stieg im Sommer 1025 auf annähernd 1000 in der Woche, eine Zahl, die ungefähr dem Besuch des ganzen Sommersemesters 1920 entspricht. uch die Nichtinkorporierten sind bedeutend stärker vertreten als krüher.
Ermöglicht wurde dieser Besuch durch den ununterbrochenen Ausbau der Organisation auf allen Gebieten der körperlichen Er- viehung: Furnen, Leichtathletik, Gymnastik, Sport und Spiel, Wan- dern und Schwimmen. Vier Hilfslehrer helfen zurzeit dem Uni— versitäts-Turnlehrer beim Unterricht. Das Schwimmen ist un— entgeltlich gemacht worden, und zu seiner Erlernung finden stän— dig Kurse statt. Für Gymnastik steht ein besonderer Saal zur Verfügung. Mit auswärtigen Hochschulen werden regelmähig Wettspiele ausgetragen. Durch Ferienkurse— im vergangenen jahr wurden sechs abgehalten ist auch in den Ferien die Mög- lichkeit gegeben, sich längere Leit intensiv körperlich zu bilden. Diese Kurse werden aus allen Teilen Deutschlands besucht. Einen großen Schritt vorwärts bedeutete der weitere Ausbau des aka- demischen Turn- und Spielplatzes, der in absehbarer Zeit voll- ständig eingefriedigt sein und in seiner inneren Einrichtung voll- endet sein wird. Der Bau eines auch im Winter benutzbaren Sporthäuschens konnte bisher nicht erreicht werden. Aber der Fortschritt ist unverkennbar. Für eine große Anzahl von Stu— dierenden sind Spielplat? und Schwimmbad auch auberhalb der Ebungszeiten der Aufenthaltsort für die arbeitsfreien Stunden ge— worden. Die Tätigkeit des akademischen Ausschusses für Leibes— übungen bildet somit die Grundlage, auf der allmählich eine nèue Art des Studententums entsteht.
Von den gestellten Preisaufgaben sind die der juristischen und drei aus der ersten Abteilung der philosophischen Fakultät bearbeitet worden.
Die Aufgabe der juristischen Fakultät lautete:
„Die Reichsexekution nach der Weimarer eichverkassung, insbesondere an der Reichsexekution gegen Sachsen erklärt.“ Die Fakultät urteilt über die unter dem Kennwort:„Ran!“ eingereichte Arbeit wie folgt:„Das gestellte Thema hat der Verfasser er— schöpfend behandelt. Zwar hätte er bei der Erörterung des Nesens der Exekution tiefer dringen dürfen; auch hätte er der


