19) Brunner sagt(Rede, S. 20) ganz mit Recht:„Es gibt nichts Kreatürliches, das irgendwie göttlicher Anbetung würdig wäre.“ Dazu heißt es in der Anmerkung:„Es dürfte wohl zur Verdeutlichung des hier Gemeinten dienen, wenn ich daran erinnere, daß das vielzitierte Wort Goethes über die göttliche Hoheit Jesu bei Eckermann[II. März 1832. Biedermann 8, 148] folgende Fortsetzung hat, die man begreiflicherweise weniger anführt. Fragt man mich, ob es in meiner Natur sei, die Sonne zu verehren, so sage ich abermals: Durchaus! Denn sie ist gleichfalls eine Offenbarung des Höchsten, und zwar die mächtigste, die uns Erdenkindern wahrzunehmen vergönnt... Darf man schon hier fragen, ob es berechtigt ist, Goethe die Aufforderung zur„göttlichen Anbetung! von etwas„Kreatürlichem' schuld zu geben, so muß man nun hinzufügen, daß auch Brunner die Stelle nicht bis zum Schluß gelesen hat, denn Goethe fährt fort:„ich anbete in ihr das Licht und die zeugende Kraft Gottes, wodurch allein wir leben, weben und sind und alle Pflanzen und Tiere mit uns.,“ Deutlicher kann man die Kreaturvergötterung doch wohl nicht abweisen.
20) Brunner, Rede, S. 22.
21) Angesichts der jüngsten Nachrichten über Bibelvergötterung, die uns aus Amerika zugekommen sind(„Af fenprozesb“), fühlt man sich doch versucht, die Gespenster ernst zu nehmen.
22) Uber den Beweis des Geistes und der Kraft. Lachmann 3. Aufl. 13. 8 5
23) Von meinem Artikel über„Die unkirchliche Theologie“ in der Christlichen Welt 14(1900), Sp. 804807, habe ich noch heute nichts zurückzunehmen. Die Entwicklung hat dem, was ich dort mehr ange- deutet als ausgeführt habe, in vollem Umfang Recht gegeben.
24) Briefwechsel zwischen Wilhelm Dilthey und dem Grafen Paul Lorck v. Wartenburg 18771897, hrsg. von Sigrid von der Schulenburg(Philosophie und Geistes wissenschaften, hrsg. von Erich Rothacker 1), Halle(Niemeyer), 1923, S. 235. Inhaltlich deckt sich das Wort Diltheys mit der geflügelten Zeile Justins(Apol. 2, 13, 4) G νονν πνοννν ,es Sον, Iανονν⁰ σονντ ⁰ ꝙνννν jj Sgr.


