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Hochansehnliche Festversammlung, hochverehrte Kollegen, liebe Kommilitonen,

Wenn heut ein Geist herniederstiege, ein Geist aus jener grossen ruhmreichen Zeit der Reichsgründung, deren Andenken wir heute feiern, wie würden wir vor ihm bestehen? Das deutsche Volk nach verlorenem Kriege in seinem Selbstbestimmungsrecht vergewaltigt, urdeutscher wertvollster Teile seines Gebietes be- raubt, in seinem wirtschaftlichen Leben durch tausend Fesseln geknebelt und dabei mit untragbaren Lasten eines grausamen, in Widerspruch mit feierlichen Versprechungen erlassenen Diktates beladen, ja mehr noch, in widerrechtlicher, von einigen unserer Gegner als solcher selbst anerkannter Uberschreitung der Bestim- mungen dieses Diktates lebenswichtige Gebiete des Reiches von fremden Truppen besetzt und die schwergeprüfte Bevölkerung an Rhein und Ruhr zu einem Zustand vollendeter Rechtlosigkeit verurteilt. Aber alles das ist àussere Vergewaltigung, die uns in unserer Ehre nicht berühren kann und die wir haben auf uns nehmen müssen, nachdem wir uns auf das Programm Wilsons hin waffenlos in die Hände der Feinde gegeben haben. Selbst das im Diktat von Versailles uns abgepresste unwahre Anerkenntnis unserer vermeintlichen Schuld, vor einem Tribunal, in dem Kläger und Richter ein und dieselbe Person waren, auch diese Lüge von unserer Schuld, die uns vor den Völkern der Erde mit dem Kains zeichen immerwährender Schmach behaften sollte, richtet uns nicht vor unserem Gewissen. Anderes ist es, was wir zu be reuen haben und dessen Bewusstsein uns heute niederdrückt im Gedenken an den getreuen Eckart unseres Volkes, an die gewaltige Persönlichkeit Bismarcks und an al'' die Helden, die mit Kaiser Wilhelm J. und seinen Paladinen in den jahren 1870/71 die Einigung aller deutschen Stämme zu einem machtvollen Deutschen

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