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Landrecht von 1755(Entstehung und Geltung) nicht, da sie nur die Entstehungsgeschichte des Landrechts behandelt. Indem sie auch diese nicht bis in ihre letzten Wurzeln verfolgt, läßt sie noch mehrfach Zweifeln Raum, die bei einer vertiefenden Be- handlung des Stoffes als behebbar erscheinen. Immerhin stellt sie sich in der Heranziehung von bisher nicht benutztem archi— valischem Material, in dem Versuch einer selbständigen Aus— wertung desselben und in der Erschließung einer Anzahl neuer, die weitere Forschung befruchtender Gesichtspunkte als eine Lei— stung dar, die trotz der hervorgehobenen Mängel Anerkennung verdient. Wenn der Arbeit daher auch nicht der volle Preis zu— gesprochen werden kann, so hält die Fakultät sie doch für würdig, mit dem halben Preise ausgezeichnet zu werden.“
Der Verfasser der Arbeit ist Referendar Hans Faust, Mainz.
Für den Diezpreis ist eine Arbeit von Fräulein Dr. phil. Anna Krautwurst: Die französische Literatur in G. B. Deppings Pariser Korrespondenznachrichten des Morgenblatts für gebildete Stände von 1830 bis 1850 eingegangen. Sie ist von der Philo— sophischen Fakultät, I. Abteilung, wie folgt beurteilt worden: Bewerberin hat sich die Aufgabe gestellt, Georg Bernhard Deppings zerstreute Mitteilungen über zeitgenössische fran— z6sische Literatur, die er in den Pariser Korrespondenznach— richten der Jahrgänge 1830 bis 1850 des Morgenblatts für ge— bildete Stände niedergelegt hat, in übersichtlicher Darstellung möglichst getreu widerzugeben und so für literaturgeschichtliche Forschung zugänglicher zu machen. Die Aufgabe kann als gelöst bezeichnet und die vorgelegte Arbeit als fleißige, umsichtige, von gutem eigenem Urteil zeugende Leistung, die interessante und wissenschaftlich wertvolle Ergebnisse enthält, gewertet werden. Sie ist als des Diezpreises würdig zu bezeichnen.“
Für die Osann-Beulwitz-Stiftung ist folgende Arbeit Studien zur Geschichte des Wortspiels im Französischen? unter dem Kennwort: Einem Wortspiel werde ich nie widerstehen können, sagt der Verfasser der Briefe eines Unbekannten“ de Villers, und kostet's mich mein Leben, eingegangen und entsprechend dem Gutachten der Fakultät mit dem Preise bedacht worden. Ver— fasser ist Dr. phil. Elisabeth Kredel.
Wir haben die Ergebnisse der Preisarbeiten gehört; so sehr Wir uns darüber freuen dürfen, daß die weiblichen Kommilitonen sich in so hervorragender Weise an dem Wettbewerb beteiligt


