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Wenden wir uns im einzelnen der Chronik der Universität zu, so habe ich zuerst unserer Heimgegangenen zu gedenken.

Es sind verstorben die Ehrensenatoren unserer Universität Adolf Göbel in Brooklyn und Oberbürgermeister Heinrich Köhler in Worms; weiter sind von uns gegangen der Geheime Kanzleirat Univ.-Sekretär i. R. Friedrich Schäffer, der Kanzlei- und Registra- turbeamte i. R. Kanzleirat Karl Klees, der Konservator i. R. Georg Zinser, stud. rer. pol. Ewald Meesmann, stud. med. Ladislaus Bodnar und stud. philos. Hermann Moormann.

Die Besucherziffer der Landesuniversität stellte sich im Wintersemester 1923/24 einschl. Hospitantinnen, Hörer und rerinnen auf insgesamt 2092 Personen. In diesem Semester be trägt die Gesamtzahl der Studierenden 1772.

Mannigfache Veränderungen habe ich für das abgelaufene jahr im Lehrkörper und in der Verwaltung der Universität zu verzeichnen:

In der Theologischen Fakultät hat Professor Dr. theol. et phil. Martin Schian einen Ruf als Generalsuperintendent für Schlesien erhalten und angenommen.

Zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor wurde Lic. theol. Dr. Heinrich Frick ernannt. Vom 1. Oktober 1923 ab er- hielt er einen Lehrauftrag für allgemeine Religionsgeschichte.

In der juristischen Fakultät hat uns der ordentliche Professor für Deutsches Recht, Handelsrecht, Bürgerliches Recht und Kir- chenrecht Dr. Adolf Zycha am I. Oktober 1023 verlassen, um einem Ruf an die Universität Bonn zu folgen. An seine Stelle trat Land- gerichtsrat Professor Dr. Karl Frölich aus Braunschweig. Der planmäßige außerordentliche Professor Dr. Rudolf Henle ist einem Ruf nach Rostock gefolgt, zu seinem Nachfolger wurde der bis herige Privatdozent an der Landesuniversität Dr. jur. Wilhelm Groh ernannt. Prof. Dr. Rosenberg, der einen Ruf an die Uni versität Bonn erhalten hatte, ist zu unserer besonderen Freude der Landesuniversität erhalten geblieben. Der außerplanmäßige, außerordentliche Professor Dr. jur. et phil. C. August Emge ist für das Sommersemester 1924 beurlaubt.

In der Medizinischen Fakultät konnte am 1. Oktober 1923 der Geh. Medizinalrat Dr. med. et med. vet Eugen Bostroem auf eine 40 jährige Tätigkeit als ordentlicher Professor in Gießen zurück- blicken. Am 1. April 1024 wurde der Geh. Medizinalrat Dr. Adolf Vossius nach langer, segensreicher Tätigkeit im Dienste der