Ausgabe 
27.6.1914
 
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Hüe obgebtldeten modelle können

Ifidit l» Haufe gcfdineldert werde»

mit Hilfe von faooritlchnittm.

Zu beziehen durch die hietlge Verhaufsffelle:

niex. daJomon & Co., SduilffralJ«.

Huher der Modell-Nummer gebe man bei

Bestellung von Sdinittmuftern

als JTlaf» an: für Taillen die Hüllftc der Oberweite, für RflAe die ganze Hüftweite, die, vie die nebenstehende Abbildung zeigt zu nehmen lind.

Modebericht.

Beschreibung der Bilder.

Nr. 461 *. Türkisblauer (Chiffon, fcronjefarbene tibertyfeide und kräftiger cremefarbener Spitzcnstoff bildeten das Material zu diesem einfachen, aber vor­nehm wirkenden Hleid. Uebcr das ei­förmig geschnitten« Unterkleid fällt die vorn auseinandertretend«, abgerundete, ebenfalls eiförmig gehaltene Tunika. Die rund ausgeschnittene, aus dem Spitzcnstoff geformte paffe ist mit dem Oberärmel im Zusammenhang ge­schnitten und der blauen, mit kurzem Puffärmel gearbeiteten (Chiffonbluse auf. gearbeitet. Die bronzesarbene, seiden« Unterbluse schimmert eigenartig unter dem türkisblauen Samt hervor. (Cm mit dem Unterkleid übereinstimmender, seidener Kürtet »mschlieht die Taille. Schnitt zur Bluse unter llr. 4 dz» in 40. 42, 44. 4S, 48. so. 62 cm halber Oberweite 60 Pf., zum Rock unter Nr. 333 , in 96, 100, 108, 116 cm küst- weite 80 Pf.

Nr. 370 *. Dieses hochelegante Ge­sellschaftskleid besteht aus einem malven- farbencn, seidene» Unterkleid, dem ein« kleine Schleppe angeschnitten ist, und einem Ucberkleid aus scegrünem Seiden- volle. Uebcr die anliegende malven- saibcnc Taille fallen die losen Htmono- tcile aus dem Scidenvoile, deren tiefer, spitzer Ausschnitt mit einer dekorativ wirkende» Silberborte umrandet ist, die sich an den kurzen 44imonoLrmeln wiederholt. Die vorn und hinten in sehr spitzen Zipfel» auslaufende Tunika ist ebenfalls mit breiter Silberborte ein­gefaßt und am äußersten Lnde mit einer schweren Silberguast« belastet. Der originelle Gürtel tritt vorn und im Rücken seitlich mit einer Ecke auf die spitz zugeschnittcnen Blusenteile. Lin schwarzer Samtumhang. mit Silber-

Ivenn uns nicht alles täuscht, wird Mt Damengarderobe in der kommenden fkrifon ein recht wechselvolles Bild »Uten. Aus all dem Wirrwarr der Mannigfaltigen versuche namhafter Klodekünstler sind endlich einige trag- Bar« und deshalb brauchbare Modelle hervorgegangen, die zahlreiche Varia, tionen zulasten und fich vorausfichttich auf die Dauer behaupten werden. Da find vor allem di« Tuniken, die in den verschiedensten Sormen und Stoffen dem neuesten Geschmack angepaßt sind und sowohl in geradem Schnitt als auch panierartig, eiersörmig, spitz zulausend und abgerundet, genug: aus alle mög­liche Art den Röcken aufgeordnet werden. Die gerade Linie scheint jetzt endgültig einer etwas gerundeten Platz zu machen, immerhin aber scheinen die Srauen absolut keine Neigung zu haben, zur .Ventre-Mode" überzugehen, sür di« in Paris ausgiebigste Propaganda ge­macht wurde.

was nun den geschlitzten Rock an- betrifft, so ist dabei gegen einen kleinen Schlitz am unteren Rande nichts einzu­wenden, ja er wird fich bei Röcken, die oben etwas bauschig gehalten, unten jedoch wieder enger werden, oft sogar als nötig erweisen. Geschlitzte Röcke jedoch, die die unteren Extremitäten bis an, ^ni« und oft noch darüber hinaus sichtbar werden lasten, sollten von jeder anständigen Dame gemieden werden, vor allem erfreut sich der Staffelrock, auch Stufen- oder Ltagenrock genannt, wegen der zwei oder drei übereinander- fallenden Teile, aus denen er zusammen­gesetzt ist, großer Beliebtheit, Jn Ver­bindung mit einer Russen, oder Schoß- bluse bildet der Schoß oft eine (Cr- gänzung zu den Staffeln des Rockes.

Nr. 4öj*.

Ll-id iiiil ci,8rniijer Tunika.

Nr. 670*. vestlllchaststleid Mit ziplltger Tunika.

Zu den glatten und den plisseerocken werden Schoß-, Lrack- und Russen­blusen ebenfalls »och gern ge. nommcn,

wie die Röcke, so sind auch die Blusen und Taillen gewisser­maßenvölliger' geivorden. Zwar ist die Arnckugel meist »och angc. schnitten, doch wird ihr der untere Aermelteil glatt oder gebauscht, rund oder eckig angcsetzt.

Sür die Straße wird zum kerbst das Jackenkleid eine bevor- zugte Stellung cinnehmen und der Mantel wohl nur für die Kalle Witterung in Einspruch genommen werden. Der pelz ist beliebter, denn je zuvor, und wird nicht nur für die Straße an Jacken und Mänteln benutzt, auch die duslig­sten Spitzen-, (Chiffon-, Tüll- und andere derartige Gewebe, die wir zu Ball- und Gesellschaftskleidern zu verwenden pflegen, werden mit schmalen pclzröllchen garniert und mit den zartesten Blumen zu­sammen verarbeitet, da der pelz, der früher nur im Winter lei vor­geholt wurde, jetzt an keine Zeit gebunden ist. Lr wird sogar im Sommer von den Damen getragen, die ihn, besonders an Kühlen Abenden, als Stola oder breiten Pelzkragen gern um die Schulter schlagen. warum auch nicht? Bekleiden wir UNS Loch im

kältesten Winter mit den leichtesten und klarsten Blusen I Sei der Mode ist eben kein Ding un­

möglich, und besonders in unseren Tagen ist sie von einer taunen- Ha-Iigkeit, daß wir oft nicht

wiffcn, woran wir eigentlich

sind, und stets auf neue, sonder­bare Ucbcrraschungen gefaßt sein müssen.

Selene Grube.

tte. 4*14.

Dlei* mit abllechender Schoßtoitle.

Itr. ; Modernes

075.

fatfenfleib.

Briefpapiere, Briefumschläge, Korresfpondenzkarten, Siegellacke

in allen färben ung Qualitäten empfiehl»

fllbin Kilein, Piwrbaitdlung, Giessen. SeHer weg sr.