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Nt. 51» kelep hon: Nr. 362.
Expedition: -eltersweg 8S.
Samstag, den 27. Juni 1914.
Dich euer r,ge»l««)
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Telephon Nr. » 12 . 26. Jahlft.
Der sterrog von Meiningen f.
Herzog Georg II. von Sachsen - Mei - ingen ist am Donnerstag nacht 2.25 Uhr in Bad- vildungen im Wler von 89 Jahren gestorben.
Georg II. war der Sohn des im Jahre 1882 ver- orbenen Herzogs Bernhard und einer Prinzessin von U )essen-lKass«i. Ms im Jahre 1866 Herzog Bernhard ie Regierung niederlegte, folgte er ihm auf dem Thron, -eine erste Tal war die Bereinigung Sachsen-Meinin- ens mit dem Norddeutschen Bund. Für Meiningen at er während seiner langen Negierungszeit Großes gern, so durch die Beseitigung des Streites über die her- oglichen Domänen. Die Hauptstadt des Landes ver- ankt ihm ihren Ausbau und vor allem den unerhör- J :n Aufschwung ihres Kunftlebens. Die „Meininger" - oben vom Hoftheater in Meiningen aus in ganz 5i Deutschland eine Reform des Bühnenstils durchgeführt, < nd Herzog Georg, der Regisseur auf dem Throne war ,r Lehrer und Leiter. Seit 38 Jahren stand an der -eite dos kunstsinnigen Fürsten eine frühere berühmte lünfllerin. Helene Franz, die er als Freifrau v. Held- | urg zu seiner morganatischen Gemahlin erwählte. Der ' , lteste Sohn aUs erster Che, Erbprinz Bernhard, ist er Gemahl der Schwester Kaiser Wilhelms II.
Dreimal war der Herzog verheiratet. Zuerst mit l charlotte, Prinzessin von Preußen (f 1855), dann mit f feodore Prinzessin zu Hohenlohe-Langenburg sh 1872) md zuletzt mit Helene Franz (geb. 1839). Sein Rach- ll »lger ist Erbprinz Bernhard (geb. am 1. April 1851), § epnählt mit Charlotte Prinzessin von Preußen. Dieser LH« ist nur ein« Tochter (Fedora) entsprossen, die mit Irinz Heinrich Reuh j. L. oerheiratet ist.
vom albanlfcben flulltand.
DUrazzo. Die Hoffnung auf geordnete Zustände t wieder einigermaßen erwacht, um so mehr, als die v lerhandlungen mit den Aufständischen in den letzten Ta- > en begonnen haben. Die Rebellen verlangen in erster p time die Demission des Ministeriums Turkhan Pascha, , ann die Abschaffung der Kontrolllommission und ver- K hiedener Rogierungsangehöriger. Der Fürst beschwich- >gt sie, so gut es in feiner Macht steht. Alle ihre Wün- =1 he kann er selbstverständlich mcht erfüllen. Bon ihrem verlangen, einen muselmanischen Vorgesetzten aus dem 'hron von Mbanien zu sehen, kommen die Aufständi-
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hen immer mehr ab.
Der Bruder der Fürstin, Prinz Günther v. Schön- Urg-Waldcnburg ist hier «ingetroffen. Ein allgemeiner lrtiklerieangriff ist geplant, während die Stadtbatterien i« feindlichen Stellungen am Räsbul bombardieren :llrn. Auch soll die „Herzegowina" die Stellungen in er Richtung aus Kavaja Und bei Sasso Bianca be- hießen. ^
Für «in Freiwilligenkorps f ür A lba - > i e n, zu dessen Blldung von Privatleuten in Wien in Aufruf erlaffen ist, haben sich im Lause des Tages 200 Personen gemeldet. Insgesamt sollen 600 Mann zusammengebracht werden. Eine große Analst Freiwilliger sind ehemalige Offiziere sowie Studen- m und Aerzt«. Am MoMag ftüh soll eine Kolonne och Durazzo ab gehen.
Anknüpsend an die Wiener Meldung über die Schaffung eines albanefifchen Armeeftam- t e s bemerkt die italienische „Tribuna", daß stalien diese Gedanken, dem auch andere Mächte im roßen und ganzen nicht Unsympathisch gegenüberstän- en, begrüßt und unterstützt. Danach sollen 3000 Mann infanterie und Artillerie unter Oberst Philipps und an- eren europäischen Offizieren in etwa 8 Wochen aus - «bildet werden, doch sei vorauszusetzen, daß der alte elstcr, die Christen gegen die Mohammedaner auszu- nelen, vermieden werde, weil sonst kein Ergebnis zu roarten sei.
Ismail Kemal soll in B a l o n a und in den süd- chcn" Gebieten, wo er Einfluß besitzt, eifrig bemüht sein, n Freiwilligenkorps zu sammeln, um den orrückenden Aufständischen entgegen zu treten.
Durazzo. Der deutsche Gesandte hat in Erwartung eines größeren Angriffes eine Lchnellfeuer-Kg- one von der „Breslau^ landen lassen.
Es bestätigt sich, daß P r e n k B i b D o d a's puppen in der Stärke von 4000 Mann von den lebellen teils vernichtet, teils gefangen ge
nommen worden sind. Auch sonst sind die Aus - ständischen allenthalben siegreich. Fast ganz Mittelalbanien ist in ihren Händen. Nach Elbassan und Fieri ist nunmehr auch Luschini gefallen, wobei auch einige deutsche Offiziere getötet wurden.
Ismail Kemal B e y hat sich entschlossen, wegen der Balona drohenden Gefahr, mit den Aufständischen zu verhandeln.
Politifcbc Rundfcbau.
Deutschland.
* Der Kaiser empfing an Bord der „Hohen - zcllern" den englischen Admiral und Kommandanten der englischen Schiffe zur Meldung und stattete später dem Admiral Scheer, dem Flottenchef, und dem Staatssekretär! v. Tirpitz auf ihren Flaggschiffen Besuche ab.
* Der. Kaiser wird die Leipziger Buchgewerbe- Ausstellung am 4. oder 5» Juli besuchen.
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Montenegro.
* Der König und der Kronprinz von Montenegro sind zu längerem Aufenthalt in München angekommen und im Kontinentalhotel abgcstiegen.
Xus Stadt ußd Land.
* Die Großherzogin begab sich am Donnerstag nachmittag 3 Uhr mit Gefolge im Auto nach Bad-Nauheim, wohnte daselbst im Kurhaus dem Konzert zum Besten des Alice-Frauen-Vereins an und kehrte 8 l / 2 Uhr nach Jagdschloß Wolfsqarten zurück.
* Verliehen wurde vom Groß Herzog dem Kabinettssekretär Dr. Wilhelm Wehner in Darm- stadt das Ritterkreuz 1. Klasse des Sterns von Brabant und dem Postsekretär Louis Dahmer in Gießen das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen.
n Gießen, 26. Juni. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde der neue besoldete Beigeordnete, Herr EüntherJIrenzien durch Herrn Oberbürgermeister Keller in sein AMI eingeführt.
r, Gießen. Nächsten SonMag besucht der D a r m- städter Gewerbeverein die Ausstellung. Er trifft gegen 10 Uhr ein. Um 1 Uhr findet «in gemeinsames Mittagessen in der Festhalle statt und danach Besichtigung der Stadt.
n Gießen. Bei dem am 23. und 24. JuNi ab- gehaltenen Viehmarkt waren ausgetrieben 1496 Stück Rindvieh und 153 Schweine. Der nächste Viehmarkt findet am 7. und 8. Juli d. Is. statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt (Kirschenmarkt).
o Lollar, 27. Juni. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten gestern die Eheleute Schmidt, die Eltern des jetzt amtierenden Bürgermeisters Schmidt, in geistig und körperlicher Frische. Der Vater Schmidt war viele Jahre Polizeidiener unserer Gemeinde.
! H o f h e i m> Die förmliche UMersuchung gegen den wegen Raubmord angeklagten Bäckergehilsen Flörsch ist nun von der Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Die Vernehmung der beiden schwerverletzten Mbdchen wird erst in einigen Wcchen möglich sein, da sich ihr Befinden immerfort, aber nur langsam bessert. Das Befinden der ältesten Tochter ist noch sehr ernst und ist dieselbe meist bewußpos, während die jüngere sich viel wohler fühlt, aber das «ine Auge verlieren wird.
Handelskammer Gießen.
(Schluß.)
5. Eisenbah n°A ngelegenheiten. a) Das Kgl. Eisenbahn-Zentralamt Berlin als geschästsführende Verwaltung des Deutschen Staatsbahn-Wagenverbandes hat der Kammer «ine Bekanntmachung für die Verkehrs- treibenden übersandt, in der auf die im Herbst zu erwartende starke Inanspruchnahme des Wagenparks hingewiesen und gebeten wird, die rechtzeitige Befriedigung des Bedarfs an Güterwagen den Eisenbahnverwaltungen zu erleichtern. Demgemäß richtet die Handelskammer auch ihrerseits an die Verkehrstreibenden die Bitte,
| zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Gesamtheit sich den frühzeitigen Bezug ihres Herbst- und Winter- bedarss angelegen sein zu lassen, das Ladegewicht der Wagen möglichst autzzunutzen und die Wagen möglichst schnell zu behandeln. Hierbei sei noch besonders darauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen von 15 und mehr Tonnen Ladegewicht in einer Reihe von Fällen ein Frachtnachlaß gewährt wird.
b) Bon Seiten mehrerer Mitglieder der Kammer wurde Klage darüber geführt, daß in dem Personen- Zuge 530 (ab Fulda 6,49 Uhe N., an Gießen 9,51 N.), welcher 7.19 Uhr N. in Salzschlirf abgeht, an Sonn- und Feiertagen großer Platzmangel herrscht. Die Kammer hat sich deshalb in einer Eingabe an die König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. mit der Bitte gewendet, für die Beseitigung dieses Mihftandes durch Einstellen eines oder mehrerer Wagen Sorge zu tragen.
c) Auf Anregung der Kammer ist der Anschluß in Köln vom Zuge D 248 von Holland an den Zug 82 nach Gießen zum 1. Mai d. Is. hergestellt worden. Der Zug D 248 trifft um 6,03 Uhr N. in Köln ein, D 82 fährt um 6,13 N. daselbst ab.
d) Zur Verbesserung der Zügverbindung zwischen Gießm und den Orten der Strecke bis Nieder-Walgern nach den Orten der Linie Nieder-Walgern-HerbvrN hat die Kgl. Eisenbahndirektton Frankfurt a. M. auf eine entsprechende Eingabe der Kammer den Personenzug 795 zum Anschluß an den Personenzug 703 von Frankfurt a. M. früher gelegt und bis Nieder-Walgern durch- geführt (an 1,40 Uhr, N.), wo er unmittelbaren Anschluß' an den 1,50 Uhr N. abgehenden Personenzug 3376 hat.
e) Die Herstellung einer späteren Abendverbindung von Kassel nach Frankfurt m M., um welche sich die Kammer schon sett Jahren bemüht, muß wegen dringender Bedürfnisse auf anderen Strecken zunächst noch zurückgestellt werden.
f) Ebenso war die Kgl. Eisenbahndirekticn Frankfurt a» M. nicht in der Lage, dem dringenden Ersuchen der Kammer, betr. Wiedereinschaltung des Aufenthalts des Ei lz Uh es 2 2 7 Gießen-Fulda (Gießen ab 2,16 Uhr N.) in Mücke zu entsprechen. Der Aufenthalt mußte aufgehoben werden, um die Kreuzung in Alsfeld mit dem Eilzuge 228 Fukda-Eießen (Alsfeld ab 3,26—3,28 Uhr N.) und die pünktliche Durchführung beider Eil- züge sicherzuftellen. Indessen! dürsten hierdurch allgemeine Verkehrsinteressen mcht geschädigt werden, weil den Beteiligten die Personenzüge 525 und 527 (Gießen ab 12,08 und 3,33 Uhr N.) zur Verfügung stehen und der Zug 5,27 Uhr N. unmittelbaren Anschluß an den Zug 4274 nach Hungen (Mücke ab 4,27 Uhr N.) erreicht.
g) Die von der Kammer beantragte Weiter- f ü h r U n g des P e r f o n e n z u g e s 4 21 auf der Strecke Weilburg — Wetzlar (Weilburg ab '4,57 Uhk V., Wetzlar an 5,37 Uhr V.) bis Gießen, konnte die Kgl. Eifenbahndireftion Frankfurt a. M. nicht in Frage ziehen, da die Besetzung vorausschtlich «ine viel zui geringe wäre. Die Weiterführung dieses Zuges würde seine FrüherleguNg auf der Strecke Weilburg^— Wetzlar um 20 Minuten erfordern, weil sein Material für den Zug 422 (Wetzlar ab 6,02 Uhr V., Weilburg an 6,42 Uhr V.) verwendet werden muß. Die Später- legung des Zuges 422 ist aber wegen des nachfolgenden Schnellzuges D 126 und seines Eegenzuges 423 (Weilburg ab 6,54 Uhr V., Gießen an 7,58 Uhr V.) nicht möglich. Mit Rticksicht auf die geringe Zahl der von der StreckeWeilbuhg—Wetzlar in Betracht kommenden Personen und die empfindliche Schädigung andererseits, die sich für die zahlreichen JnteresseMen dieser Strecke durch die Früherlegung des Zuges 422 um 20 Minuten ergeben würde, nmßte die Kgl. Eifenbahndirek- iion hiervon Mstand nehmen.
h) Trotz wiederholter Ablehnung ihres Antrages hat sich die Handelskammer von neuem bei der Königlichen Eisenbahndirektion Franffurt a. M. für die B e - sörderüng des Personenzuges 542Grün- berg — Gießen (Gießen an 6,34 V.) an Sonn- und Feiertagen verwendet.
i) Mf Antrag der Kammer wurde die Station Lollar mit Wirkung vom 1. JuUi d. Is. in den Ausnahmetarif 4 für Eisen und Stahl im Verkehr nach Hallingborg und Malmö einbezogen.
k. Zur Klärung einer schwebenden TarisieruNgs- frage ist der Kgl. Eisenbahndirektion Elberfeld ein Gut-


