2war sind nicht alle Leute, die jetzt vorm Feinde stehen. Hel. den. Es gibt auch schwache Naturen, z. B. die aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrten und dort von den russischen Revolutionären angekränkelten Deutschen. Aber auf die Masie der Leute kann man sich nach wie vor verlosten. Die elende Stimmung ist in der Heimat, wie ich hier jetzt selbst feststellen kann. Die Heimat must anfgeriittelt werden. Es mutz ihr voll und ganz klar gemacht werden, was ihr droht, politisch, wirtschaftlich und auch militärisch, wenn unser braves Heer in dem die besten deutschen Männer stecken, im Stich gelösten wird. Das deutsche Volk in der Heimat mutz auswachen und mutz erkennen, was auf dem Spiele steht. Erst dann ist die Besterun-g möglich. Einen Rechtsfrreden, wie wir ihn erhofften, bekommen wir unter keinen Umständen, und der Eewalt- frieden macht uns sicherlich zu Sklaven. Das mutz dem Volke in den drastischen Farben geschildert u erden. Bisher ist sich das Volk nicht klar darüber, was ihm bevorsteht, wenn wir freiwillig auf die Knie sinken. Volksvertreter und Presse gehören jetzt aus den Plan in der Heimat, um Hoch und Niedrig. Reich und Arm aufzukläre.r. Dann wird sicherlich der gute Kern, der in uns Deutschen steckt, bald aufflammen. Ohne den Furor teutonicus können wir jetzt nicht kämpfen, mit ihm sind wir unbesiegbar.
Die ..Freiheit" die sie meinen.
In der Schriftleitung des sozialdemokratischen Zentral- -cgans scheint man sich einzubilden, überzeuzungskreue Männer ließen sich von vaterländischer Pflichterfüllung durch tobsüchtige Ausfälle uud lächerliche Drohungen abhalten. In der Besprechung des konservativen Ausrufs leistet sich der „Vorwärts" u. a >te Sätze:
Misten die Konservativen auch, was sie fordern? Solche Isvso SN rllN886 ist ja des öfteren in der Geschichte dagewesen aber sie begann stets damit, dah das Volk sich gründlich die Arme zum gerechten Kampfe freiinachte und aus seinen Reihen ausmerzte, was nicht hi nein gehörte.
Das französische Volk erhob sich 1792 gewaltig gegen die Invasion Zuvor aber beseitigte es den Feind im Innern: Ludwig XVI. wurde auf die Euillotkne geschickt und etwa 1000 Aristokraten in den berühmten SeptemberLogen zum Tode befördert.
Auf die Albernheit dieser Drohungen braucht mit keinem Wort einaegangen zu werden. Interessant ist mir und nützlich festzunageln, in welchem Matze das sozialdemokratisck-e Organ bemüht ist, der Leipziger Volkszeitung" den bolschewistischen Wirrd aus den Segeln zu nehmen und eine Brücke zu den Unabhängigen hin zu schlagen, eine Tendenz, die nicht nur an diesem Beispiel erst zutage tritt.
Wohl mrr bei uns Möglich.
Ein Leser schreibt der „Deutschen Tageszeitung":
In der Zeit vom 10. bis 20. Oktober fuhr ich von Rostock, kkach Stralsund. Als ich in Rostock einstieg. waren die Wagen Z. Klaste alle besetzt, sogar sehr voll. Ich stieg in ein Abteil 2 Klaste und sah zu meinem Erstaunen, datz im Nebenabteil zweiter Klaste sich ein Wachfmann mit 6—7 englischen Gefangenen eingenistet hatte. Kurz hinter mir kam auch ein blutjunger Seeoffizier, und zwar ein Leutnant mit dem E. K. 1. an. der Richtung Stralsund fahren wollte. Er forderte den Zugführer auf, zu veranlasten, datz die Gefangenen in einen Wagen dritter Klaste kämen, die deutschen Bürger dagegen in der zweiten Klaste Platz nähmen Ein Wort gab das andere. Schließlich erschallte die Zugsubrermeife und d?r Leutnant mutzte schnell einsteigen, um nur mitznkommen. Auf der nächsten Station ging der Seeoffizier sofort zum Zugführer, sagte ihm seine Ansicht noch mal und gab dem Wacht,nann zu verstehen, datz vorläufig im Vaterlande der Deutsche noch immer ebenso viel Recht habe, als der Gefangene. Als die Pfeife des Zugführers ertönte. zog der Leutnant die Notbremse und der Zug stand auf der Stelle. Darauf der Zugführer: „Dann können Herr Leutnant die Führung des Zuges übernehmen?" Der Leutnant mit lauter Stimme: „Ich übernehme biermit die Führung des Zuges^ Der Offizier befahl dem Wacktmann sofort avszusteiaen und mit seinen Gerangenen in dritter Klaste Platz zu nehmen, die anderen Fahrgäste veranlagte er in die zweite Klaste einzu- stellen. Alle Mitreisenden — znm Teil mir bekannte Leute — nahmen Stellung gegen den' Zugführer und billigten das energische Doraehen des Leutnants.
Vor einigen Tagen sah ich in Stralsund wiederum in einen: Zug r.*i) Rostock bei völlig überfüllten Wagen dritter Klaste einen Waren zweiter Klaffe mit englischen Gefangenen besetzt. Diese rauchten ihr Pfeifchen, vergnügten sich über das Gedränge und wohl über den deutschen Mückel! M-ein Erstaunen war auch hierüber wieder groß, zumal ich im Zuge gerade den Bericht über den neuen Baralong-Fall gelesen hatte.
Ich fraae nun hiermit, wann endlich werden Vest'nmmkngen erlasten, datz solche Vorkommniste unterbleiben? Fährt wohl im eigenen Lande der Engländer oder Franzose dritter Klaste »urd der gefangene Deutsche zweiter Klasse?
O-Mlcker Landtag.
Die Zweite Kammer trat heute zu ihrer 67. Sitzung zusammen. um zunächst über die Regierungsvorlage, die Verschiebung der nächsten Landtagtzwahlen big 1919 zu beraten. Mit ernsten die jetzige Lage würdigenden Worten eröffnete Präsident K ö h- l er die Verhandlungen, die sich auch auf die beantragten Ver- fassnngsiinderunqen erstreckten.
Abg. Dr. Schmitt beantragt mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit, die wichtigen Fragen in geeigneter Weise vorzubc- raten, eine Vertagung auf mindestens acht Tage und wird hierin von dem Abg. Osann und Ulrich unterstützt.
Abg. Brauer beanstandet, daß die Vorlage betr. die Teuerungszulagen der Staatsbeamten zu spät ohne Vorberatung zur Abstimmung gelangen sollten, worauf Abg. Reh darauf hin- wcist. daß es sich hier nur um eine Abschlagszahlung drehe.
Die Vorlage vetr. die Landtagswahlen wird dann ohne weitere Aussprache angenommen.
Ftnanzminister Dr. Becker gibt dann einige Erläuterungen zu der Vorlage betr. die Teuerungszulagen an die Staatsbeamten und führt aus, datz man die Vorlage wegen der unvorhergesehenen Einberufung der Kammer nicht ganz fertig stellen konnte. Er bittet aber das Haus, mit Rücksicht auf die Notlage der Beamten eine einmalige Zulage von 50 Prozent der vorgesehenen Zulage als Abschlag zu bewilligen. Der Rest könne spater nackbewilligt werden.
Abg. Dr. Osann gibt im Namen des Finanzausschusses die Erklärung ab. datz noch keine einheitliche Abstimmung erzielt werden konnte, da der Bauernbund seine Mitglieder nicht befraaen konnte.
Aba. Brauer (Vbd.) spricht sein Bedauern aus, datz es ihm bisher nickt möglich war, die Frage vorher zu beraten. Er fragt an, wie hoch der Betrag sei, der zu der Bewilligung nötig werde.
Füiairzminisier Dr. Becker führt aus. datz der Betrag ctwa 7 Millionen Mark betrage, datz aber nach dem günstigen Stand der hessischen Finanzen den Beamten der Betrag wohl bewilligt werden könne.
Rach der Pause gibt der Abg Brauer, wie die Abgeordneten Dr. Osann, v. Brentano. Ulrich und Henrich im Namen ihrer Parteifreunde die Erklärung ab. datz sie mit der Geneh miaung einverstanden find, worauf die Annahme einstimmig
erfolgt.
Rach kurzer Besprechung iiüer die Notwendigkeit beim Sammeln von Bucheckern den Sammlern von Seiten der Regierung mebr Entgegenkommen zu zeigen, wird die Verhandlung auf nächsten Mittwoch. den 6. November vertagt. Im Anschluß an die Verhandlungen fanden verschiedene Frakffonssitrnngen statt die tu:- kommenden Dienstag fortgesetzt werden sollen
Tankakwehr.
„Des Unglick auch, wo bleibt der Bub!
Es geht, weitz Gott, schon stoark uff Ocht,
Der ärjert sich noch in die Grub.
Komm mir nor hao.m, dann: Ende Rocht!"
„Du, Mudder". kreischt's uff aamol dranß,
Om Kriegerdenkmal an de Bank.
Do st.kst vom Bataillon hier aus.
En funkelnagelneue Tank!"
„Es is e Ding wie en Elefant,
Un Hot en Torm mit aan Geschitz,
Is grau bemolt uff jeder Wand An braun beduppscht, mein liebr Spitz."
„Redd fo mr dann fei Mudder o?
Wos Haag ich dr aan in die Ankk!"
. „Un goar kaa Näder sieht mr dro.
Du, Mudder. kauf mr doch den Tank!"
„Mit dem war prima Hamstern gehn,,
Do schreibt mich sicher kaaner uff,
Do braucht kaa Ae.rgst mr auszustehn,
K'mmt aaner, mit em Kanenche druff!"
En Vosie mit dem Stahlhelm st-eht,
Om Tank un hält de dauernd Wach.
Ich laaf noch aamol, es is net spät,
Dorthi. Du, Mudder, mach kann Kfach!"
„Du bleibst, sonst kriest Du noch Der Fett?
Wos kann de Schlimmes all^bastiern,
Gelode is der Tank jo nett,
Halts Maul, er kann doch explodiern?"
Ans der Heimat.
Wichtige Besinn. rrrq zur Kriegsanleihe. Seitens der Bezirkssparkaste „Mathilde stift Friedberg" war an die Landwirt- schaftskammer für das Erotzherzogtum Hesten der Antrag gestellt morden, datz bei Verkäufen von Pferden. Wagen, Geschirren nsw., welche aus den Beständen der Heeresverwaltung durch die Landw i risch a ft s k am me r erfolgt, Kriegsanleihen als Zahlung angenommen werden. Nach Abfchlutz der Verhandlungen teilt die Landwirtfchaftskammer durch Schreiben vom 16. Oktober mit: Nach einer heute bei uns eingegangenen Verfügung des Kriegsministeriums ist die Vergünstigung, datz Zahlungen bei Verkäufen aus HeercsbestSnden durch Kriegsanleihen zum Nennwert geleistet werden können, die bisher nur für die Zeit, nach dem Friedensschlutz galt, auch für Verkäufe in Kraft gesetzt worden, die vor der Demobilmachung staltsinden." Wir sind dadurch künftig in der Lage. Kriegsanleihen an Zahlungsstatt anzunehmcn. Ferner fei nochmals besonders darauf hin- aewiesen, daß die am 2. Januar 1919 fällig werdenden Zins- fcheine der Kriegsanleihen zufolge Vundesratsverfiigung sehr schon eingelöst, bezw bei allen Kasten in Zahlung genommen werden.
Das Vucheckrrnsornmeln. Von zuständiger Seite wird uns geschrieben: Es scheint, datz dem größten Teil der Bevölkerung die zur Erfassung der diesjährigen so außerordentlich reichen Bucheckernernte nötigen Vorschriften noch nicht genügend bekannt sind, weshalb es in jedermanns Intereste liegen dürfte, nochmals die hauptsächlichsten für diese Sache in Betracht kommenden Punkte anzuführen bezw. der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Es erübrigt sich, darauf Hinzumeisen, in welchem Umfange die Volksernährung unter der ausgesprochenen Oel- und Fettnot leidet. Die in diesem Jahre so außerordentlich reiche Vucheckernernte bietet jedem Gelegenheit, diesem Notstände abzuhelfen. Im Grotzherzogtum Hesten ist das Sammeln der Bucheckern in Wäldern des Staates, des Grotzherzog- lichen Hauses, der Gemeinden, der Körperschaften, Stiftungen sowie den Privatwaldungen grundsätzlich freigegeben. Nur der Schonung bringend bedürftige Forstorte und solche Bestände, in denen der Waldeigentümer das Sammeln selbst vornehmen will und die von der Forstverwaltung durch örtliche Bezeich
nungen oder besondere Bekanntmachung kenntlich gemacht, ftitf von der Sammlung ausgeschlossen. Es steht sonach jedem frei, Bucheckern zu sammeln. Für jedes Kilo reine Bucheckern, das an die im Kreise Friedberg in jedem Orte errichtete Abnahme- stelle (für Kreis Friedberg ist dies die Zweigstelle der Landw. Zentralgenossenschaft Darmstadt, Fauerbacherstratze 45) abgeliefert wird, bezahlt diese Mk. 1,65. Voraussetzung hierbei ist. datz die Bucheckern gut gereinigt ialso ohne Laub und dergl.) schalen- und lufttrocken sind. Daube Vucheln sind auszuscheiden. Außerdem hat der Lieferer entweder Anspruch auf eine Anweisung zum Bezug von Speiseöl in Höhe von 6 Prozent der vo« ihm abgelieferten Bucheckernmenge, mithin für jedes Kilogramm 60 Gramm Oel gegen Bezahlung eines Preises, der Voraussicht, lich für 60 Gramm 90 bis 95 Pfg. betragen wird, oder statt dessen kann sich der Sammler einen Schlagschein ausstellen lassen, der ihn berechtigt, ebensoviel Bucheckern für seinen Hausbedarf schlagen zu lasten, als er an die örtliche Abnahmestelle (hierorts die Vorgenannte) abgeliefert hat Zur Vereinfachung der Ausfertigung der Oelbezugs- und Schlagscheine dürfte es sich empfehlen, daß sich einzelne Sammler zu einer Gruppe zusammenschlichen und die Ablieferung durch einen sogenannten Gruppenführer bewerkstelligen, auf besten Name dann die Scheine ausgefertiqt werden und der die Verteilung des Oels an die einzelnen Sammler vsrzunehmen Hot. Es ist jetzt an der Zeit, wo auch die gut ausgereiften Bucheckern fallen und gilt es da, nun iebeit einigermaßen trockenen Tag voll auszunutzen.
Ober-Erlenbach, 28. Okt. Hier wurde in der Nacht von, Samstag auf Sonntag schon wieder ein Schwein im Stalle ab- geschlachtei und gestohlen und zwar bei der Witwe Ohmeis Von den Tätern, welche ein Schwein auf der Domäne stahlew ist auch noch nichts entdeckt. Diesmal wurde bei einer Familie, welche vergangenes Frühjahr hier zugezogen ist und von welcher man annahm, datz sie den Unterschied zwischen Mein und Dein nicht kennen, Haussuchung obaehalten. aber ohne Erfolg, obschon eine Blutspur in dieser Richtung führte und der Sohn sich durch auffälliges Benehmen verdächtig gemacht hatte. Viels Leute glauben, datz eine Haussuchung in Homburg ein besteres Ergebnis gezeitigt hätte.
Echzell, 30. Okr Die Station Eck ell verliert am 1. No- in der Person des seitherigen Vorstehers. Herrn Ben- % e t, einen Beamten, den man ungern und mit Bedauern scheiden sieht, denn der vor einiger Zeit zum Assistent Beförderte hat es während seines neunjährigen Aufenthalts dahier verstanden, sich im amtlichen wie im privaten Verkehr gleiche Achtung und Liebe zu verdixnen. Die herzlichsten Wünsche für i;tn und seiner Familie Wohlergehen begleiten ihn nach seinem neuen Wirkungskreis Station Gönnern im Kreis Biedenkopf. In der gleichen Angelegenheit erhalten wir noch folgende Zuschrift: Hauserhof b. Echzell. Unser Nachbar
Bahnhofsvorsteher Bender in Eckzell (Wetteren) ist ab 1. November nach Gönnern (Kreis Biedenkopf) versetzt worden. Wir verliern in ihm einen tüchtigen, guten, für das Wohl der Gemeinde wirkenden Beamten, was wir aus den fast zehn Jahren seiner hiesigen Anwesenheit zu schätzen wisten. Mr find der festen Ueberzeugung. datz Herr Bender das gleiche Lob auch in feinem zukünftiges Kreise zuteil werden wird. Mögt es ihm samt seiner lieben Familie Wohlergehen!
Ans Etarkenburg.
Darnfftadt, 28. Okt. Den eignen Vater erschaffe n hat gestern abend die 20 Jahre alte Elisabeth Würz in Langen, wie sie an- gibt, aus Notwehr und wegen Bedrohung. Der Vorgang ist nach der Schilderung der Täterin in der Wechnung geschehen und soll sie der Vater mit dem Messer bedroht haben. Sie erschien dann alsbald bei der Polizei, welche den Tatbestand aufnahm. Ergentümlich bleibt, datz der Schutz in den Hinterkopf ging und an der Stirn wieder herauskam. Die Täterin wurde fsstge- nommcn. Durch die Staatsanwalt und das Gericht wurden die näheren Ermittelungen vorgencmmen.
Darmstadt, 26. Okt. Die Kurland-Ausstellung, die in den Räumen des staatlichen Gewerbemuseums in der Reckarstratze veranstaltet ist. wurde am Donnerstag in Anwesenheit der drei hessischen Minister, des Oberbürgermeisters, ' sowie anderer Ehrengäste durch Konsul Wanner mit einer kurzen Ansprache eröffnet. Sie verkörpert die Bestrebungen des deutschen Auslands-Instituts in Stuttgart, das Deutschtum^im Ausland in geistiger und wistenschaflicher Beziehung zu erforschen, den Zusammenhang mit der Heimat zu fördern durch Ausstellungcn. Vorträge usw. ein sehr dankbares Unternehmen. Der Rundgang bietet dem Gelehrten, wie dem Laien, der die Geschicke der Deutschen mit innigem Intereste verfolgt, ganz bedeutende Reize. c>a hier Letten, Rüsten und Juden, die mit den Deutschen zusammen, leben, in das Bild einbezogen werden mutzten. Zunächst ist eine sehr reiche geschichtliche Literatur zu beachten, die Geschichte des Landes ist aus recht lehrreichen Stein- und Bronce- fnnden zu ersehen. Man findet ferner die beachtenswerte Entwicklung des Schulwesens. Die Landeserzeugniste beweisen, datz die Landwirtsachft vorherrschend ist. Auch Baukunst und da- Handwerk lassen ersehen, datz die Heimat ihre starke Wirkung ausgeübt hat. Am Abend hielt Herr Dr. Fr. Wertheimer aus Stuttgart einen sehr schätzenswerten Vortrag über die Einzel- heiten der Ausstellung, in hübschen Schilderungen die Ausstellung erläuterte.
Aus der Pfalz.
FC. Aus der Pfalz, 27. Okt. Ein schwerer Einbruchsdreb. stahl wurde bei dem Gutsbesitzer Arras in Großbockenheim von drei jungen Männern und einem jungen Frauenzimmer, die aus Köln stammen, verübt. Durch Ausschneiden einer Fenster- scheibe waren die Töter nachts in die Wohnung eingedrungen und räumten die Schränke und Kästen aus. Alle Arien Damen- und Herrenkleider verpackten sie in Schachteln und Kisten und schleppten die Beute weg. Am Bahnhof Erunstadt wurde die Bande noch rechtzeitig, als sie gerade abreifen wollte, fest- genommen.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsches. Friedberg: für den Anzeigenteil: N. Heyne r, Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*
A G., Friedbera i. H.


