Ausgabe 
21.9.1918
 
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Südlich Pinori wurde der Stoß ausgefangen. In blutigen Nah^ kämpfen und kräftigen Gegenstößen zeigte sich erneut die unge­brochene Kampftraft unserer Truppen. Das wirkungsvolle Feuer unserer Batterien und der Tankabwehrgeschütze trug we­sentlich dazu bei, die wieder mit Tankunterstützung angesetzten Angriffe abzmoeisen. Besonders muß hervorgehoben werden die Kaltblütigkeit der Führer und Mannschaften der Tankab­wehrgeschütze, die oft auZ nächster Nähe die Tanks zusammrn- schoffen.

Zur Kiirianuote.

Deutschlands ÄereilwUIrgkeit.

Berlin, 20. Sept. (WB. Amtlich.) Die heute durch den Kaiserlichen Botschafter in Wien überreichte deutsche Antwort auf die Friedensnote der k. und k österreichisch-ungarischen Re- gierung hat folgenden Wortlaut:

Unterzeichneter Kaiserlicher Botschafter beehrt sich, auf die sehr geschätzte Note des k. und k. Ministeriums des Kaiserlichen und Königlichen Hauses und des Aeußern vom 14. d. M. fol­gendes zu erwidern:

Die Aufforderung der k. und k. Regierung an alle krieg- führenden Staaten zu einer vertraulichen und unverbindlichen Aussprache in einem neutralen Lande über die Grundprinzipien des Friedensschlusies entspricht dem Geiste der Friedensbereit- schast und Versöhnlichkeit, den die verantwortlichen Staats­männer des Vierbundes und die berufenen Vertreter der ver­bündeten Völker immer wieder bekundet haben. Die Aufnahme, die frühere ähnliche Schritte bei unseren Gegnern fanden, ist nicht ermutigend. Die Kaiserliche Negierung begleitet aber den neuen Versuch, die Welt dem von ihr ersehnten, gesickerten und dauernden Frieden näherzubringen, mit dem aufrichtigen und ernsten Wunsche, daß die von einem tiefen Verantwortungsge­fühl und edler Menschlichkeit eingegebenen Darlegungen der k. und k. Regierung den diesmal erhofften Widerhall finden mö­gen. Im Namen der Kaiserlichen Negierung hat der Unter­zeichnete die Ehre zu erklären, daß Deutschland bereit ist, an dem vorgeschlagenen Gedankenaustausch teilzunehmen.

Amerikas ablehnende Haltung.

Wien, 19. Sept. (WB.) Der schwedische Gesandte in Wien brachte heute im Aufträge seiner Negierung dem öster­reichisch-ungarischen Ministerium des Aeußern den Text der Antwort der Regierung der Vereinigten Staaten auf die Note der österreichisch-ungarischen Regierung vom 14. Sep- tember zur Kenntnis, welche der schwedische Gesandte in Washington dem Ministerium des Aeußern in Stockholm übermittelt hatte.^ Der Text dieser Antwort lautet:

?ych habe die Ehre, den Empfang Ihrer Zuschrift vom 15. September zu bestätigen, mit welcher die

Note der oster reichtsch-ungarischen Negierung mitgeteift wurde, die den Vorschlag an die Regierungen aller kriegfüh­renden Staaten enthielt, dahingehend, diese mögen Dele­gierte zu einer vertraulichen und unverbindlichen Aussprache über die Grundprinzipien des Friedensschlusses entsenden. Hierbei wurde vorgeschlagen, die Delegierten zu beauftragen einander die Auffassung ihrer Regierungen über jene Prinzipien zur Kenntnis zu bringen und analoge Mit­teilungen entgegenzunehmen, sowie offene und fteimütige Aufklärungen über alle jene Punkte zu erbitten und zu er­teilen, die der Präzisierung bedürfen.

In Erwiderung hierauf beehre ich mich mitzuteilen, daß der Inhalt Ihrer Mitteilung dem Präsidenten vorgelegt worden ist. inelcher mich beauftragt, Ihnen bekannt zu geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten auf die An­regung der österreichisch-ungarischen Regierung nur eine Antwort erteilen zu können glaubt. Sie hat wiederholt und mit vollstem Freimut die Bedingungen fcstgestellt, unter welchen die Vereinigten Staaten den Friedensschluß in Er- lnägung ziehen würden. Sie kann und will sich mit keinem Konferenzvorschlage über eine Angelegenheit befassen, hin- sichtlich welcher sie ihren Standpunkt und ihre Absichten so klar dargelegt hat. (gez.) Lanjing.

Uvm Felde

der Ehre.

Echzell. Gestern traf die telegraphische Nachricht ein, daß Unteroffizier Fritz Chriskau an den Folgen seiner schweren Verwundung in einem Feldlazarett gestorben ist. Der Tod des lebensfrohen, jungen Mannes wird allgemein aufrichtig be­trauert und ist um so tragischer zu ncm-cn, da es ihm vor kur­zem gelang, der englischen Gefangenschaft^ in der er sich einige Stunden befand, zu entweichen.

ARS der 'Heimat.

Friedbcrg. (S p o r t f e st.) Morgen Sonntag findet auf der Seewiese ein von dem hiesigen Ersatz-Bataillon ver­anstaltetes Sportfest statt. Zum Austrag kommen leicht­athletische Wettkämpfe. Beginn der Vorkämpfe vormittags 8 Uhr. Beginn der Eudkämpfe nachmittags 4 Uhr. Von 57 Uhr nachmittags findet ein Fußballwettspiel zwischen dem Verein für Bewegungsspiele und der Fußballmannschaft des Ersatzbataillons statt. Hoffentlich ist das Wetter der Veranstaltung günstig. Der Besuch wird bei den niedrigen Eintrittspreisen voraussichtlich ein sehr starker werden.

Bad-Nauheim, 21. Sept. Schon lange war es bekannt, daß bker eifrig und mit Erfolg schwarz geschlachtet wurde, endlich

BFJESWEi*;''T 7 mia-w , tl|(| .

Bekanntmachung.

Bestellung von Nährmitteln.

Gemäß§ 5 der Bekanntmachung über die Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtichafrung genommenen Nährmittel vorn 23 Mär, 1917 wird für die Stadt Friedberg folgendes bestimmt:

Es sollen ausgegeben werden:

!. für broigetreideoersorgungsberechtigte Kinder bis zu 12 Jahren

(rote Karlen)

auf Marke 50 der Nährmittellarte B (rot) Erbsen n. Suppen.

II. für die übrige versorgungsberechtigte Bevölkerung (blaue Karten) aufMarke 56der Nährmittelkarte C(blau) Erbsen.n.Suppen.

Wer die auf ihn entfallende Ware die genaue Menge wird später festgesetzt ?u beziehen wünscht, hat unter Vorlage seiner Karte bei einem hiesigen Kleinhändler bis zum 26. September eine Bestellung aufzugeben. Dabei ist darauf zu achten, daß der Klein­händler nur die betreffende Bestellmarke abtrennt und auf der gleich- Mrigeir Quittungs- und Vezugsmarke die Bestellung bestätigt. Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung nicht einhalt, verwert den Anspruch auf die ihm anstehende Ware.

Die Kleinhandelsgeschäfte haben die Bestellmarken auf die in Betracht kommenden Bestellbogen getrennt aufzukleben und an dem dem Ablauf der Bestellfrist folgenden Werktage, also am 27. Sep­tember an uns einzufenden. Nichteinhaltung die er Frist zieht den Ausschluß des betreffenden Kleinhandelsgeschäftes von der Betei­ligung an dem Vertrieb der Nährmittel nach sich.

Friedberg, den 20. September 1918.

Der Bürgermeister

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Bekanntmachung.

In den Geschäfte von:

Fr. Damm Nachf., Heinrich Eckel. Fr. Hilbrecht Wwe., Fr. Michel. I. E. Michel, Gg. Mobs, E. Mörschel, M. Ro'?nfelt>, Fr. Wagner I. A. Windecker, Ehr. Krämer Wwe., Fauerbach, Heinrich Weber­meyer. Fauerbach, bringen wir von Montag, den 23. ds. Alts, vormittags 10 Uhr ad

Kunsthonig

zum Verkauf. Auf jeden Abschnitt ,,«z" der Brotkarte wird V« Pfund zum Preise von 37 Pfennig

abgegeben.

Friedberg, den 20. September 1918.

Der Bürgermeister.

I. B.: Damm.

Bekanntmachung

Nächsten Dienstag, den 24. September, nachmittags von 3 brs 4 Uhr, verteilen wir in der alten Post, Zimmer Nr. 2 für

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Gegen Vorlage der kreisamtlichen Bescheinigungen, auf Eier- karten rot, Marke 7, wird 1 El zu 32 Psg. abgegeben.

Eierkarren und kreisamtliche Bescheinigungen sind vorzulegen. Eierkarten ohne die betreffenden Marken berechtigen nicht zum Bezug,' einzeln abgetrennte Marken find wertlos.

Friedberg, den 20. September 1918.

Der Bürgermeister.

_ I. V.: Damm.

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ist man dem Unwesen auf die Spur gekommen und die Täter abzufaffen. Es sind insgesamt 11 Personen verhaftet worden, meist hiesige Geschäftsleute, deren Beruf eigentlich gar nichts mit dem Metzgerhandwerk zu tun hat. Bei einem dieser Go heimschlächter wurde das Geschäft so offenkundig betrieben, daß bei einer Fleischabgabe die Leute auf der Straße warten muß­ten und einer dem anderen die Türklinke in die Hand gegeben hat. Selbstverständlich gehörten auch die hiesigen Hotels und Pensionen zu den Abnehmern. Die Mengen von Fleisch, die bei den Echeimschlächtern beschlagnahmt wurden, sollen für viele hundert Leute ausreichend gewesen sein.

Ober-Erlenbach, 21. Sept. Heute nacht wurde auf dem Hof. gut des Herrn Oekonomierat Brennemann das schwerste Schwein aus dem Stalle gestohlen, trotzdem der Stall verschloffen und noch mit einem Vorhängschloß besonders gesichert war. Dar Schwein wurde gleich im Stalle abgeschlachtet, den Kopf und das Ceraube zurückgelaffen, das übrige fortgeschleppt. Nach den Tätern wird eifrig gefahndet.

Bleichenbach. Die Diebe, die in der Nacht vom 16. zum 17. September dem Landwirt Kaiser dahier 16 Hühner stahlen und von einem Zugführer festgehalten wurden, als sie von Lindheim ab die Eisenbahn benutzten, befinden sich noch in polizeilichem Gewahrsam. Die Einbrecher verweigerten jegliche Auskunft über ihre Personalien. Doch gelang es nunmehr, ihre Namen festzustellen. Es handelt sich um den Metzger Mar Dost, Gärtner Heinrich Reuker und Schlosser Karl Bauspiest, sämtlich aus Frankfurt. Allem Anschein nach herben die drei Leute schon seit langem Oberhessen und die nähere Umgebung Frankfurts durch Einbrüche rmstcher ge- macht.

FC, Büdingen, 19. Sept. Die diesjährige Synode des Dekanats Biidingen wurde heute in der Kirche zu Glauberg abgehalten.

Köppern i. T., 21. Sept. (Diebstähle und kein Ende!) Am Mittwoch wurden dem Schmied Haff zwei Schweine aus dem Stolle gestohlen. Die Täter wurden bis jetzt noch nicht entdeckt.'

Frankfurt c. 20. Sept. Die Kinobesitzer haben dem Magistrat mitgeteilt, daß sie von heute mittag 12 Uhr ab kein versteuertes Billet mehr ausgeben. Sie nennen die Billetsteuer eine Erdroffelungssteuer namentlich für die kleinen Kinos mft billigen Plätzen.

Höchst a. M., 18. Sept. (Das hätte nicht kommen dür­fen.) Am Sonntag früh 7 Uhr wurde auf dem Bahnhof Eddersheim einem Beamten vom König! Landratsamt Wiesbaden von dem hier stationierten Feldgendarm der Kof­fer geöffnet. Er enthielt Fleisch, Eier, Milch und Aepfel. Der Beamte war ein Kontrolleur, der jeden Samstag bei der Fleischausgabe die Kontrolle ausübt. Kommentar über- flüssig. ___

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