Presse und in allen politischen Kreisen mit 8er FrennblWeit begrüßt, die dem Oberhaupt eines Ctaatswefens zukommt, das sich wesentlich unter der Mitwirkung Deutschlands gebildet hat, zugleich mit dem Vertrauen, das sich aus der sympathischen Per- finlichkeit und der bisherigen Tätigkeit des Hetmans ergibt. Kr bleibt wahrscheinlich, wenn er vom Kaiser aus WUHelms- höhe zurückkehrt, noch einige Zeit in Berlin. Er ist in Deutschland kein Fremder, er hat schon vor dem Krieg in Deutschland gelebt.
Berlin, 5. Sept. (WV.) Der Hetman der Ukraine machte am Vormittag, begleitet u. a. vom ukrainischen Gesandten, Baron Steinheil, dem Reichskanzler einen Vcsuch, ebenso dem Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, Herrn von dem Dussche. Der ukrainische Gesandte gab dem Heimo n zu Ehren ein Frühstück. Um 8 Uhr wird der Helinan einer Einladung des Reichs, kanzlers zum Abendessen folgen, woran sich ein größerer Empfang schließen wird.
Uerhafirmg Attniwws.
Haag, 6. Sept. Aus London wird gemeldet: Im Zusammenhang mit dem Attentat auf die britische Botschaft in Petersburg am Samstag hat die britische Regierung Litvinow vorläufig verhaften lassen. Er und sein Stab werden als Geisel gehalten, bis alle britischen Vertreter in Rußland in Freiheit gesetzt find und nach der finnischen Grenze abreisen dürfen. Lit- vinow und fein Sekretär sind bereits im Gefängnis«
Die Geploftsu in Gdeila.
Bukarest, 6. Sept. (WB.) Der Chef des rumänischen Kriegsmaterialdepots in Odessa telegraphierte dem Kriegs- minifter über die dortige Explosion: Auch unsere Munitions: und Sanitätsdepots von Zatalxr sind gänzlich vernichtet, da^ gegen sind diejenigen von Baltaperxsip, Halanow, Bach- metsow und im Hafen vollkommen unberührt. Außer einigen Posten wurde das Personal gerettet. Der Chef der rumänischen Depots ersuchte die österreichische Kommandantur und die ukrainische Kommission um Einsetzung einer gemischten Untersuchungskommission.
Were Aussichten sind pt nn) Mn.
S>er Staatssekretär Kintze hielt in Wien vor dem österreichischen Presseverband eine Ansprache, in der er unter anderem sagte: Die Presse habe die Aufgabe, die Bevölkerung aufzuklären, um uns zu einem sichernden Frieden yrnüberzuleiten.. Diese Aufgabe rst nicht immer leicht, wenn die Nachrichten einmal keine Triumphe und Lorbeeren melden Wenn wir auch manchmal auf diese verzichten müssen und aus strategischen Gründen die taktische Rückverlegung unserer Truppen vornehmen müssen, so wissen Sie aus den Erfahrungen dieses Krieges, wie wenig solche Wechselfälle von Dauer gewesen sind. Solche Fälle sind, wie wir im Osten^ an Galizien und Ostpreußen gesehen haben, unvermeidlich. Daran sehen wir aber auch am besten, daß wir keinen Grund haben, die Hoffnung finken zu lassen, sondern berechtigt sind, die Zuversicht hochzuhalten. Ebenso wie im Osten der Friede gekommen ist, so wird er auch im Westen kommen, wenn es auch vielleicht noch einige Zeit dauern wird. Nicht immer können Rosen blühen. Der Krieg ist kein Rosengarten, in dem man spazieren geht; wenn man Rosen pflücken will, muß man auch einen Dornenstich gewärtigen.
Ebenso braucht uns der Siegestaumel unserer Feinde nicht zu entmutigen. Sie wissen besser als ich, daß die Presse unserer Feinde weit mehr in dem Sinne entwickelt ist, ihre Tätigkeit dem Staate und der Politik unterzuordnen.
Unsere Aussichten sind positiv und süßer. Bei der Erörterung unserer gemeinsamen Erfordernisse, fand ich willigstes Entgegenkommen und weitestgehende Ueöereinstimmung
MS ich besol^ers dankbar anerkenne. Das uns noch trennt »nd worüber noch Zweifel herrschen, werden wir in freund- Mastlichen Verhandlungen klaren und aus gleichen.
Sieg der MklisfreunMen Richtung bei den HosiMen Italiens.
Lugano, 5. Sept. Der italienische Sozialistenkongreß, der wegen des Verbots in privater Form in Rom abyehatten wurde, ist heute zu Ende gegangen und hat zu einem vollen Sieg der kriegsfeindlichen Richtung geführt. Die Tagesordnung dieser Richtung erhielt 1-1 000 Stimmen, während der mittlere und kriegsfreundliche rechte Flügel, der ungefähr die Haltung der Parlamentsfraktion einnimmt, nur je 2500 Stimmen erreichten. Die Zensur hat die Berichte über den Parteitag fast ganz unterdrückt, und auch die angenommene Tagesordnung darf in der Presse nicht erscheinen. Jedoch weiß man, daß die siegreichen Extremisten zunächst die Auflösung der Kammerfraktion hatten fordern wollen, weil sie nicht entschieden genug den Krieg bekämpfe. Den Charakter der angenommenen Tagesordnung kann man weiter erkennen, wenn man hört, wie kräftig schon der Ton der unterlegenen mittleren Richtung gewesen ist. In deren Tagesordnung, in der zunächst die Kriegsopfer aller Länder aufgeführt werden, wird alsdann die brennende und unauslöschliche Sehnsucht nach dem Frieden betont, weiter wird das Zimmerwalder Programm als massgebend bezeig net und mit einer deutlichen Spitze gegen Turati eine jede, wenn auch nur scheinbar unmittelbare oder mittelbare Unterstützung der Kriegs- Politik verurteilt. Endlich verlangt diese Tagesordnung das Einschreiten der Parteiorgane gegen alle nicht genügend kriegs- ferndlichen Tendenzen.
Slrßfwtfrrör r? ? r«? die /neden-cheun^e.
5. Sept. Der Anschlag, der gegen die von Ramsay Macdonald einberufene Versammlung am vergangenen Samstag in London geführt wurde, ist ein erneuter Beweis für die Bemühungen der Kriegsfanatrker in England, mit allen Mitteln des Straßenterrors gegen die Veranstaltungen der Frie- densfteunde vorzugehen. Ramsay Macdonald beabsichtigte, in Plumstead Common in London eine öffentliche Rede zugunsten der Redefreiheit zu halten. Der Ortsverein des Bundes entlassener Matrosen und Soldaten organisierte eine Gegenversomm- lung. Infolge des Polizistenstreiks waren keine Polkzeibeam- tcn zugegen. Die entlassenen Soldaten kamen an der Versammlungsstelle als erste an. Als Macdonald feine Versammlung beginnen wollte, eröffnete die Menge der Gegendemonstranten ein Sperrfeuer mit Steinen und leeren Flaschen und schickte sich an, die Tribüne Macdonalds zu erstürmen. Trotz eines Appells von Seiten des Majors Graham Pole, des Arbeiterkandidaten für East Grinshead, dauerte der Kampf fort und als Macdonald die Tribüne bestieg, wurde er mit einem Steinhagel begrnßt. In d-er sich nun entwickelnden Schlägerei wurden Frauen und Kinder zu Boden getreten. Die Freunde MaMonalds wurden von einer Menge von mindestens 600 Leuten angegriffen, schließlich niedergekämpft und ohne Gnade so lange geschlagen^ bis Macdonald selbst, wie die ..Daily News" berichtet, das Bewußtsein verloren hatte. Dieser Vorgang dauerte mehrere Stunden an.
Tschechen und- Iren.
letzter Zeit wurde den Engländern verschiedentlich in der Presse vorgehalten, sie brauchten sich der Tschechen gar nicht so anzunehmen, so lange sie ihr „eigenes Irland" hätten.
Nun ist aber nichts ungerechter als ein Vergleich Irlands mit Böhmen, wobei die beiden gegeneinander sozusagen moralisch ausgespielt werden sollen.
Schon die Erwerbsgeschichte beider Länder ist grundverschieden. Böhmen wurde ganz ohne Waffengewalt an die österreichischen Stammlande angegliedert, ganz in Übereinstimmung 1
nrtt fernen damaligen maßgebenden Kreisen. Und eben diese freiwillige Angliederung löste bei dem großen Ungarkönig Matthias Coroinus den vielleicht von etwas Neid diktierten Ausspruch aus: 3eiia gerant allst tu felix Austria nube.“ (Kriege möge«
andere führen, du, glückliches Oesterreich, heirate!) Auf ganz andere Weife kam Irland an England. Die Unterwerfung Ir- lands war die Einleitung zur Grossmachtstellung Englands. Ir. land war der Schlüssel zum Weltmeere und Napoleon I. bedankte auf St. Helena lebhaft seinerzeit anstatt nach Aegypten nicht nach Irland gezogen zu sein, denn nur diesem Fehler sei es zuzw schreiben, daß er die Macht Englands nicht brechen konnte. In dieser Erkenntnis aber setzte schon die „Iungftäuliche Königin Elisabeth" alles daran, um Irland, selbst den damaligen Begriffen nach, ganz gründlich zu erobern, das heißt seine Urbevölkerung so viel als möglich anszurotten und den Rest vollkom. men zu versklaven.
Zur Charakteristik dieses Crobsrungsfeldzuges seien einige ! „englische" Ouellen angeführt. Gegen Ende des sechzehnten ! Jahrhunderts schrieb Edmund Spenser, der Sekretär des Statt- Halters von Irland, über den Krieg in der Provinz Münster:
! „Aus dem Winkel der Wälder und Schluchten kamen die Iren ^ auf ihren Landen hervor gekrochen, da ihre Beine sie nickt m-ckr ! zu tragen vermochten, sie sahen aus wie Skeltte, sie sprachen wie Geister, die aus ihrem Grabe rufen. Sie nährten sich von Aase des gefallenen Viehes und waren glücklich, wenn sie solche fanden: ja bald auch verzehrten sie einander, indem sie die Leicknahme aus dem Grabe hervorscharrten. Oder wenn sie gar einen Büschtt ! Wasserkresse oder Klee fanden, so war das ein Fest für sie. Aber ! da es allmählig auch an allem diesem zu fehlen anfrng, so starben ! sie endlich selber hin, daß bald niemand mehr übrig und ein völkerreicher gesegneter Landstrich bald leer war von Menschen und Tieren."
Der englische Historiker Fronde (The Englisch in Ireland) bringt einen Bericht des Kommandanten der englischen Streit- , macht in Munster, worin es heißt: „Ausser denen, die wir zu
Tode verbrannten, erschlugen wir Mann, Weib, Kind, Roß odei Vieh, sowie alles was wir trat ouszuspüren wussten."
Cromwell vollendete 1619—50 di« Eroberung Irlands. De' englische Historiker Lecky zitiert in seiner Geschichte Eng! im achtzehnten Jahrhundert (Band 27) das Diensiverzeichuis des englischen Befehlshabers, Sir William Coole: „Zu Tode gshungert 7000 Menschen gewöhnlichen Sch-lages, deren Habe das Regiment an sich nahm." Und es wurde ferner berichtet, daß den Tieren so viel Menschenfleisch geopfert wurde im ganzen Lande, daß die Wölfe bis an die Tore von Dublin kamen. Und um ganz Tabula rasa zu machen, g-enehmigte das Parlament 1653 den Verkauf von 20,000 mittellosen irischen Männern. Frau-en und Kindern an die Plantagenöesitzer m Virginia uni Carolina.
Nun, das sind alte Geschichten, die man mit den barbarischen Sitten des Zeitalters entschuldigen kann. Aber auch die neuere Geschichte Irlands weist ähnliche Methoden auf. i841 betrug seine Vevölkerungszahl 8,196,597, 1911 betrug sie1.381.S5i Menschen. 1816—1848 starben in Irland über eine Million Menschen am Hunger, während in derselben Zeitspanne für eine Milliarde Mark Lebensmittel nach England zur Tilgung von Steuern und Pachtzinken ausgeführt wurden. 1849—1851 star. ben in Irland wieder 300 000 Menschen an Hunger und noch 1905, als in Westtrland wieder Hungersnot herrschte, zahlte Irland allein 108.000.000 Mark an Gehältern für englische Regierungsbeamte in Irland. Und heute noch wohnen in Irland nach amtlichen englischen Ausweisen 79.000 Menschen in elenden fensterlosen Lehmhütten, deren einziger Raum auch noch als Viehstall dient.
Und die nach der englischen Presse so gräßlich unterdrückten Tschechen? Sie haben ihre tschechischen Volks- und Mittelschulen, ihre tschechische Universität und tschechische Hochschule, ihr tsche^ chijches Nationaltheater, in den österreichischen Ministerien und Staatsämtern wimmelt es von tschechischen Beamten, in jedem Ministerium sitzen tschechische Minister, ein Großteil des " r ' : r<ächisch-uangarischen Offizierskorps besteht aus Tscheche:-. Ar.
Aus meiner Dorfkirche.
Dankbarkeit.
Luk. 17, V. 11—19. Von den zehn Aussätzigen.
Liebe Gemeinde!
Es ist ein eigen Ding um die Dankbarkett. Wem es nicht tm Herzen wächst, bei dem helfen alle Worte nichts. Stand einer in der Sommeschlacht und Feindeskugel ging ihm durch Rock und Mantel, er selbst aber blieb unversehrt. Der eine sagt: es ist Zufall, der andere faltet die Hände und dankt Gott für die gnädige Rettung. Es ist ein müßig Ding, sich zu streiten, wer von den Beiden recht hat? Gerade so müßig, wie wenn ein Blinder und ein Sehender sich stteiten um das Licht: Was hilft es dem Blinden, wenn der Sehende ihm sagt: ich sehe es, denn er siehts nicht! Es ist ein traurig Ding, blind sein, aber wenn einer von jeher blind gewesen, und nie etwas davon gehört hat, daß es anders sein kann, dann wird er gar nichts davon wissen, wie traurig sein Los ist. Seht, so wissen die neun tn unserer Geschichte nichts d-von. wie traurig ihr Leben ist. durch ihre Undankbarkeit, wissen nicht, wieviel Licht und Glück und Freude sie entbehren müssen, weil in ihrem Herzen keine Dankbarkeit wächst. Ja sie würden es gar nicht glauben und nicht verstehen, wenn ihnen einer sagte: Der Samariter, der da hingeht mit Singen und Jubeln und preist Gott mit lauter Stimme, der ist viel glücklicher als ihr. Sie würden es so wenig verstehen, wie ein Blinder es versteht, wenn ein Sehender ihm erzählt von der Pracht des leuchtenden Sonnenscheins.
Ts ist ein eigen Ding um die Dankbarkeit! Nirgends wird einem das so klar, wie in Tagen des Leides. Da tritt es erst gütlich hervor/ Ein dankbar Herz, das ist ein sehend Herz!
ms wurde es wohl einem Sehenden ausmachen, wenn ein vlinder in der Nacht anfinge zu spotten, mtb sagte: Wo ist
mm dem Ll^ geblieben? Nun zeigte fichs, daß es nur ein Irr. tum matt Er wusste doch, daß « da» Tageslicht gesehen hat.
. und daß auf die Nacht der Morgen folgt. So steht der, der ein dankbar Herz hat, in der Nacht des Leides. Wenn alles ringsum klagt und seufzt,.und verzagen will, wenn vielleicht gar der Spott einsetzt. Wo ist nun, wofür du danken kannst, willst du j auch für das Leid danken? Dann bleibt er füll und getrost. Er ' hat in guten Tagen das Licht der Güte unld Barmherzigkeit Gottes jo reichlich gesehen, denn sein dankbar Herz war ein I sehend Herz. Und nun kann ihn nichts irre machen, dies Licht I kann wohl einmal verfinstert werden, aber untergehen kann es > nicht, es muß wieder hervorbrechen, wie die leuchtende Morgen- sonne. Und so'wartet er in geduldiger Hoffnung und im gläubigen Vertrauen auf das Wiederkommen des Lichtes, das er gesehen hat, auf den schöneren neuen Morgen.
Wenn wir doch in dieser schweren Zeit solchen Gedanken m unser Herz Einlaß geben wollten. Ach, unser deuffches Volk i hat in der Vergangenheit so viel, viel Grund zur Dankbarkeit. Und das ist gewiß: Wir würden viel weniger mit Unzufriedenheit und Verzagtheit zu kämpfen haben, wenn wtt mehr Dankbarkeit hätten! Wir denken an so manchen Sonntagmorgen aus schöner Friedenszeit. Der goldene Sonnenschein lag über Berg und Tal, im Sonntagskleidchen sprangen unsere Kinder, Bur-' scheu und Mädchen zogen fröhlich singend durchs Dorf — und wir nahmen all das hin, als sei es selbstverständlich und hätten doch mit gefalteten Händen auf die Kniee sinken müssen, um Gott zu danken für seine Güte! Oder wir denken an so manchen Weihnachtsabend voll Kinderjubel, der den Männern so alltäglich vorkam, daß sie ins Wirtshaus gingen, weil es ihnen daheim zu langweilig war! So sehr fehlte uns die rechte Dankbarkeit. Und auch im Kriege! Wie oft gilt von unserem Volk tn den letzten vier Jahren das Wort: In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! Und was vom Volk gilt, das gilt auch vom Einzelnen! Lieber Mitchrtst, du magst viel Schweres schon ertragen haben, und doch: Wieviel Grund zum danken kannst du finden in deinem Leben, wenn nur dein Herz ein sehend Herz ist. und kein blindes! Und aus
alledem geht nun deutlich hervor, wie innig die Verbindung i.: zwischen der Dankbarst und dem Glauben Ohne Glauben keine Dankbarkeit und wo keine Dankbarkeit ist. da lernt der Mensch nicht glauben an die Güte des Allmächtigen. Wem alles nur ein Zufall ist, der kann nicht danken, denn für einen Zufall kann man sich nicht bedanken. Je mehr aber einer in den Dingen, die in seinem Leben geschehen, Gottes waltende Hand erkennt, umsomehr wird er lernen. Gott zu danken für alles das, was er an ihm getan hat. Darum redet der Herr Jesus in dieser Geschichte gar nicht von des Samariters Dankbarkett. sondern von seinem Glauben. Gehe hin, dein Glaub» hat dir geholfen. Es hat sich vielleicht schon mancher gefragt: Was soll hier dieses Wort? Den anderen, die nicht wiederge« kommen sind, ist ja auch geholfen worden. Aber das ist es eben, daß Jesus weiß, daß den neun anderen die gewordene Hilfe nichts nützt, weil ihr Herz nicht glauben gelernt hat an Gottes Güte und Liebe und darum bei jeder neuen Not von Neuem verzagen wird. Aber dem Samariter hat fein Glaube geholfen, er ist nicht nur gesund, er wird auch glücklich und zufrieden sein. Ein Herz voll Dankbarkeit und ein Herz voll Glauben, es ist eine herrliche Gottesgabe, wer das sein eigen nennt. Und wieder gilt: es ist damit ein eigen Ding! Für jeden einzelnen seiner Menschenkinder hat Gott diese Wunderblume wachse« lassen. Aber wieviel laufen daran vorbei, Haltens für Kinder, spiolzeug und lachen darüber. Und wissen nicht, daß ste da» größte Glück von sich weisen, das ihnen das Leben bieten kann.
Vielleicht hat uns Gott darum in diese schwöre Zeit geführt, daß wir lernen sollen, wieviel wertvoller diese seine Gabe sttz als alles Scheinglück der Welt.
So sei nun Seele leine Und traue dem alleine.
Der dich geschaffen hat.
Es gebe wie es gebe Der Vater in der Höhe Der weiß ru allen Sachen Skat.
Am,err.


