ftrag Oesterdeichs in dncn Bund selbständiger Nattonen, sowie die Schaffung eines Bundes der freie« Völker. Demzufolge wird die Wiederherstellung Belgiens verlangt. Die Fragen über Elsaß-Lothringen, Italien, Polen, die Türkei und die Kolonien find im Geiste des Selbstbestimmungs- rechtes zu entscheiden. Ferner wird die schnelle Einberu- fung einer internationalen sozialistischen Konferenz in einem ««träte» Lande verlangt.
Ktiiljche MhriinogMkl für die öflttreichjjch- Luaarilihe AiNee.
Der Wiener „Neuen Freien Presse" wird gemeldet, daß im deutschen Großen Hauptquartier Besprechungen über die deutsche Beihilfe zur Ernährung der österreichisch- ungarischen Armee stattfanden, die zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben.
Milüdkr da Ilirnttrmüik in Lrißiini-.
Kopenhagen, 30. Juni. Wie gemeldet wird, sind Mit- glieder der Zarenfamilie in England angekommen. Sie befanden sich an Bord eines englischen Schiffes, das vor einigen Tagen aus Archangelsk eintraf.
Um Clemencemis Nachfolger.
Genf, 28. Juni. Die täglich schwierig werdende Lage des Kabinetts Clemenceau bringt es mit sich, daß die Kandidaturen für die Nachfolger bereits offen in den Wandelgängen der Kammer ausgestellt werden. Die Linke der Kammer und alle einem Verständigungsfrieden geneigten Elemente begünstigen eine Kombinatron Briand, der schon längst seinen kriegshetzerischen, chauvinistischen Standpunkt von einst aufgegeben hat, während alle nationalistischen Elemente ein Ministerium Barthon vor- Ki^.en. Es ist natürlich, daß Poincare unbedingt für eine Kombination Varthon ist. In den Wandelgängen der Kammer herrscht die einstimmige Meinung vor. daß Clemenceau bei dem nächsten militärischen Mißerfolge demissionieren mutz, und daß Poincare, gestützt von allen reaktionäre» Elementen, ein Ministerium Barthon ernennt, welches die Kammer vertagen und eine offene Militärdiktatur errichten wird. Allgemein befürchtet man, daß es dann zu blutigen Unruhen kommen könnte, da das ständig tagende Komitee der Pariser Abgeordneten, sowie der Pariser Gememderat sich immer mehr als Nebenregierung auffpielk». Dies ist auch der wahre Grund, weshalb die Regierung es nicht wagt, Paris zu verlassen, da dann eine revolutionäre Bewegung im Stile der Stomaam nicht verhirwert werde» Knute.
Talmbrrjatz.
r Die Heeresverwaltung hat in Letzter Zeit einen Teil des Feldkost-Rauchtabaks in „Knegstabakmischung", be- stehend aus Buchenlaub und Tabak (Blatt oder Rippen) Liefern Lassen, weil die Stockung jeder Einfuhr von aus- ' Ländischem Rohtabak und der geringe Umfang der inländischen Labakernte dazu zwangen, einen Rauchtabakersatz ausfindig zu machen, wenn die Belieferung des Feldheeres mtt Rauchtabak nicht in kurzer Zeit ganz eingestellt werden sollte. 9lod> eingehender Prüfung der in Betracht kommenden Ersatzstoffe fand man in Buchenlaub den geeigneten Ersatz. Das Kaiserliche Gesundheitsamt hat festgestellt, daß gegen das Rauchen von Buchenlaub gefimdheitliche Bedenken nicht vorliegen. In Oesterreich und anderen Ländern wird Euchenlaub als Tabakersatz seit längerer Zeit viel verwendet; unsere Vorväter haben zur Zeit der Kontinentalsperre aus Buchenlaub hergestellten Rauchtabakersatz gefaucht.
Der Mangel an Rohtabak hat auch im Inlands viele Taucher veranlaßt, zu'dem mit Buchenlaub gestreckten Rauch- ubak zu greifen, um die geliebte Pfeife nicht misten zu muffen. Gewiß wird manchem Raucher, vor allem im Anfang, der Genuß von Buchenlaubtaba? nicht besonders behagen, aber war es beim Kaffee- und Tee-Ersatz anddrs? Ebenso wie an diesen, so wird man sich auch bald an den Buchenlauütabak gewöhnen.
Wenn ans den ersten Blick der Preis für diesen Tabakersatz unberechtigt hoch erscheint, so ist zu berücksichtigen, daß das Vuchenlaub gesammett, sorgfältig verlesen, getrocknet, gedarrt werden muß, daß hohe Preise für Blatttabak oder Nippen zu zahlen sind und daß endlich auf 1 Kilo Buchentaub, wenn es zu Tabakersatz verwendet wird, 1,20 Mark Steuern ruhen. Es hat eine ganz genaue Preisberechnung stattgeftrnden, welche den Fabriken kerne unangemessenen Gewinne gestattet.
^ Tie Heeresverwaltung ist nicht in der Lage, an Stelle de^ fehlenden Rauchtabaks Zigarren und Zigaretten zu geben, weil auch diese sehr knapp sind. Unter Umständen werden sogar die Zigarrenfabriken aus Mangel an Roh- tadak ihre Betriebe früher oder später schließen müssen. Da alle Hersteller der Kriegstabakmischung gerrau gleiche <v n ^H Erstellen, wurde davon abgesehen, vorzrv- schreiben daß der Name des Herstellers auf den Packungen angebracht wird. Dagegen befindet sich auf jeder Packung erne Kontrollnummer, welche es der Heeresverwaltung ermöglicht, bei nicht vorschriftsmäßiger Lieferung gegen die Hersteller vorzugehen. Das wird unweigerlich geschehen wenn Verstöße Vorkommen sollten.
Verhetzung von Ztadt und Land.
Die demokratische Press« ist jetzt im Krieg«, wo wir di« Einigkeit ,m g-nj-n Bolle so bitter nötig hoben, mit noch grö. »rem Eifer bestrebt, di« städtisch« gegen di« ländlich« Bevölt«.
Gin demertrensmertes Geständnis
Bei der Aussprache liSn unsere auswärtige Politik im Reichstage hat der fozic!> ' "che Parteiredner Abgeord. webe Roste, nach de- . e5 „Vorwärts" (174) angeführt:
„(56 ist gero v närrisch, davon zu sprechen, das Heer schütze nur die Beenden. Unter einer feindlichen Invasion, unter einer Niederlage haben die Proletarier überall am meisten zu leiden P
.ftadj dem Bericht des sozialdemokratischen Zentralorgans wurde dieses Geständnis des Parteiredners durch ein „Sehr wahr" bei den Stziawenrokralen unterstrichen und als zütref- fend abgestempelt.
Alle bürgerlichen Parteien sollten dieses sozialdemokratische Geständnis dauernd tn gutem Gedächtnis bewahren, um jedev- zeit daran erinnern zu können, wenn sozialdemokratische Agit«.
schuh. Da wird de» rnrber «aturgem^» Knappheit und teilweise auch unter de» erhöhten Preisen d« Nahrungsmittel lei. denden Städtern all« Tage von neuem vorgeredet, es könnte alles reichlicker und wohlfeiler am Markte sein, wenn die »er. flixten Agrarier nicht ihre Erzeugnisie zurückhielten, um selber fetter zu leben und höhe« Pieisbemesiungen durchzusetzen. Es fällt diesen Hetzern nicht rin. darauf Rücksicht zu nehmen, daß ein ohne dir frühere gute Düngung (di- fitzt rricht möglich ist) und mit schwächeren, unzulänglichen Kräften bestellter Acker lange nicht soviel Frucht hervorbringrn kann, daß die schlecht ernährten Kühe viel weniger Milch die Hühner ohne Futter viel weniger Eier liefern als früher. Dir fo anfgehetzttn Städter, besonders die Irchuftriearbeiterfchave«, fordern dann oft unter den verwerflichsten Drohungen (Streik u. a.) von der Regierung Anwendung immer schärferer Zwangs- und Straf- maßn ahmen gegen die Landleute, um mehr Nahrungsmittel von ihnen heramszupresien und gerade diese Zwangsmittel tta- gen dazu bei. de» Landwirten ihre fitzt ohnedies so erschwerte Berufstätigkeit noch mehr zu erschienen, die Nobrnngsmittel- erzen gung weiter herabzudrücken, statt sie zu fördern.
Ein kleines Beispiel demokratischer Verhetzung gegen die Landwirte führte z. V. di« „Danziger Allg. Zrg." aus dem dortigen Umstirrzorgan in felgenden Sätzen an7
^Während viele Berufe jetzt hungern muffen, leben die Agrarier wie im Frieden . . . Ihre Produkte sind von dem Staat künstlich hochgettieben: aber nicht mir. daß sie alle jetzt reich werden — Rüsten arbeften umsonst — nein, ihre Grundstücke sind auch um hundert Prozent im Preise ge- ftiegen-"
Also die Agrarier sollen leben wie im Frieden, ttotzdem man ihnen die selbst erzengten Nahrungsmittel ebenso knapp (knapper als den industriellen Sckwerstarbettern) znmitzt, wie den meistens viel weniger schwer arbeitenden Städtern, trotzdem man ihnen die Zucker- und anderen Nahrungsmittel-Bezugs, karten entzieht, wenn die Hühner nicht genug Eier, die hungrigen Kühe zu wenig Milch liefern.
Die Agrarier sollen alle reich werde», trotzdem all- Sachen, die sie für sich und ihre Wirtschaft kaufin mästen, um das Vielfache stärker im Preise gestiegen sind, als ihre Erzauniffe, die ihnen zwangsweise abgenomme» werde». Reich sollen die Landwirte werden, wenn men ihnen Pferde und Vieh, das sie zu höchsten Teuerungspreifin für ihren Wirtschaftsbettieb gekauft haben, stir die Hälfte dieses Preises für den Heeres- oder Fleischbedarf der Stadtbevölkerung wieder abfordert.
Wenn die Güterpresse gestiegen sind, so liegt das nicht an den gesteigerten Reinerträgen, sondern daran, daß jetzt Taufinde von schnell reich gewordene» Heereslieferanten und Kriegsgewinnler» sich Landbesitz kaufen wollen, und aus ihrem schnell und leicht erworbenem Reichtum Pveifi bilden, die kein Landwirt anlogcn konnte, wenn er von der Wirtschaft leben soll Die Rüste» und mckere Kriegsgefangene arbeite» keineswegs umfoifft für die Landwirte, ihre Arbeit stellt sich sogar recht kostspielig, wen» man die geringe» LeistmtSen in Betracht zieht und die vielen Schaden und Verluste. die sie aus Unkenntnis oder bösem Willen nur zu oft in der Wirtschaft anrichten. Die Löhne der rnländischen Larrdarbetter aber find ganz gewaltig gestiegen, besonders wen» man berücksichtigt, daß es sich heule wohl ausschließlich um »och nicht leistungsfähige junge oder nicht mehr leistungsfähige. gebrechliche alte Leute handelt, werk alle anderen im Felde vier iu der Rüstungsindustrie tätig sind, wo der Arbeiter und selbst die Arbeiterin in einem Monat mehr Geld oerdi-erien als der Bauer im ganzen Jahre.
Ms ein weiteres Besspfil dafür, wie jede Gelegerchett von den GrotzstadtdeMvlroten und ihre Zeitungsschreiber» benutzt oder frei erfunden wird, um gegen die Dauern zu Hetzen, schickt UNS ein Freund folgende kleine Notiz aus einem Nürnberger Blatt:
..Einen Tamsichut um 1200 Mark hat in einem Regensburger Geschäft eine Bauersftau aus der Gegend von Untergriesbach gekauft."
Wenn der Zeitungsschreiber ven dem Verkäufer den Herkunftsort der „Bauersfrau" erfahren konnte, dann hätte er wchl auch ihre» Name» fiststelle» können. Aber das wollte er sicher nicht, weil man den ganzen hetzerischen Schwindel dann mit leichter Mühe hätte enthüllen können. Ihm kam es nur darauf an. feinen Zeittmgslefirn vorzuspiegeln: Seht, soviel
verdienen heute Vanersftaue». daß sie sich Hüte von 1260 Mk. kaufen können, das müßt ihr in den Preisen für Mahrungsmit- tel bezahlen. Sollte wirklich in R. ein Hut für 1266 Mk. oer- kauftworden fein, dann rst die Käuferin sicher keine echte Bauersfrau gewesen, fiivter» entweder die Frau eines Kriegs- Lieferanten, der sich so nebenher ein' Bauerngut gekauft hat, um sich aus unrechtmäßige Weise mehr Fleisch, Fett, Milch usw. zu verschaffen (das kommt ja häufiger vor), oder eine Munitionsarbeitern. die aus dem Orte stammt und die fick, Lei den Wochenlöhnen, wie sie jetzt erzielt werden, auch solche verschwenderische Ausgabe leisten kann. Bei den jüdisch-demokratischen Aufhetzern der Städter gegen die Landleute aber wird trotz alledem jetzt die Nachricht weiter die Runde machen: Seht, Bauersfrauen kaufen fitzt Hüte für 1200 Mark!
toreu bet ttgeick) einer Gele .->« einmal Jo närrisch"
S" behaupten: Nur die Besitzenden, nicht die „Proleta- rier" find au» eigenstem Intereste verpflichtet, mit Gut und Blut für volle Aufrechterhaltung unserer Wehrkraft zur Vor. Hinderung einer feindlichen Invasion oder einer Niederlage im Felde bis zur letzten Kraft einzutreten. Bisher ist man solcher Darstellung häufig begegnet, sowohl wenn es sich darum haw delle. auch indirekte, die „Proletarier" mtt tteffinde Steuer» füt Aufrechterhaltung bet Wehrkraft zu bewillige«, als auch dann, wenn besondere ..Belohnungsforderungen" »är filbstver» stündliche Pflichterfüllung bei der Landesverteidigung für die daran beteiligten „Prcletarier" begründet werden sollten.
ZosiMeMratie und satieisalf Mtl-M.
Rahmen einer Kritik des sozialdemokratischen Attions- Programms kommt Max Cohen im neuesten Heft der „Sozia, listischen Monatshefte" auf die zopfige Stellung der Sozial, denwkratte zur Frage der Produktwck m ihrer Gesamtheit z» sprechen und fällt über'ihre kurzsichtige Richts-als-Konsumen. ten-Politik und ihre doktrinäre Auffassung von den Zollfrage» folgendes Urteil:
Alle dis Mittel, die wir brauchen, wo eine unsere« Zwecken und Kräften entsprechende innere und äußere Wirt, schaftspolittk zu treiben, können wir nur dann erhalten, wenn wtt eine immer umfassendere Produkttonspolitik ver- folgen, das heißt, wenn wir unsere ganze Kraft darauf rich. ten. die Dinge aus dem Wege zu räumen, die einer immer ergiebiger zu gestaltenden Produktion irgendwie hinderlich sind. Mir einer bloßen Konsumentenpolitik geht das nicht mehr. Mancherlei Deußerungen auf dem letzten Würzbur. ger Parteitag (siehe auch die Rede Scheidemanns) deuteten darauf hin. daß man den Produzentenstandpunkt, wte er seil langen Jahren immer wieder und wieder in den „Soziali. stischen Monatsheften" vertteten wurde, endlich zu begreifen sich anschickt. Bon diesem Geist aber scheint nichts in das Aktionsprogramm hmübergegangen zu sein. Sonst hätte man sicherlich nicht nur ein blonderes Kapitel zum Schutz der Produktton (und namentlich auch der agDarischens, den Schutz der alle Werte schaffenden Arbeit überhaupt, ausge- arbeitet, sondern auch die Handelspolittk völlig anders be- V handelt.
Daß mtt einer grundsätzlichen Stellung gegen Zolle und für den Freihandel, wie wtt sie in der Borttiegszeit so lange eingenommen haben, weder eine gute Handelspolitik noch eine auf die allfiitige H-bung der heimischen Produk- tion gerichtete Wirtschaftsxolrttk vereinbar ist. sollten heut» doch auch die ttadittonstteuesten Radikalen eingesehen haben. Ohne ein gut durchdachtes Zollsystem wird Deutsch- laild nach dem Kriege weniger als je auskommen können; und auch wir Soziattemokraten werden uns dazu verstehen müssen, für Zölle einzutteten. die, unter weitgehender Dif. ferenzierung, allen Produtt ionsgeb icten höchste Schaffens. Möglichkeit gewährleisten. Wtt muffen für die Folge alle Maßnahmen postttv untcrstvtzen, die geeignet sind, eine wettgehende Rationalisierung und Intensivierung der Ge- samtproduktton herbeiznführen: und wenn dabei für manche Positionen des Handelsverttags Zollfestsetzungen nötig sind, dre äußerlich preisverleuernd wirken, so muß das in den Kauf genommen werden, wenn nur ein Vorteil zugunsten des ganzen schaffenden Volkes dabei herauskomml.
Ts ist leider zu furchten, daß, wenn erst wieder der Kampf der Schreier um die Maffen beginnt. Cohens Stimme die des Predigers in der Wüste fein wird. Denn wie Herr Roske be. reits zu seinen „Krautjunkern" und „Schlotbar E" zurück- kehrte, so werden die Agitatoren wi^>er zu dem liebgewordenen „Brotmucher" und zur ..Volksausbeutung" greifen. Es ist schließlich nur allzu menschlich, wenn man sich die Arbett be. guem macht: und die Maffen zu gewinnen, ist durch Verhetzung immer noch leichter zu erreichen als durch mühselige Aufklä- rungsarbeft.
Die Todsünde.
Bei einer Volksversaminlung in Pfarrkirchen in Nieder- vayern hat der Generaldirektor der Zentral-Bauernver« eine in Bayern Geheimer Landesökonomierat Dr. Heim über das Durchhalten gesprochen und erklärt, daß ein Landwirt mit einer Kopfmenge von 17 Pfund Brotgetreide nicht auskomme, und es noch weniger könne mit der auf 13 Pfund herabgestzterr Menge. Er selbst habe fünf Oekonomiegüter. Seine Venvalter und Dienstleute wären ihm längst davon gelaufen, wenn sie mit dem auskommen müßten, was ihnen zustehe. Auf eine Anftage einiger Kollegen, wie man es nmche, ohne die Gesetzordnung zu verletzen, erwiderte Dr. Heim: Er wisse nicht, wie seine Leute es machen, aber sie seien zufrieden und äßen sich alle Tage satt. Auf dem Ernährungsgebiet gebe es zwei Sünden, eine läßliche und eine Todsünde. Die läßliche Sünde sei das Uebertreten der Gesetze und Verordnungen, die Todsünde aber das Er^ wischtwerden.
Die itnif Krikgsßmr vom Mthreinlrommm »nt» Dermößeu.
Der von dem Berichterstatter Abg. Müller-Fulda aus- gearbeitete Entwurf eines Gesetzes über eine außerordenfi liche Kriegsabgabe für das Jahr 1918 liegt nunmehr dem Haushaltsausschuß zur Beratung vor.
Danach haben alle zur Besitzsteuer des Jahres 1913 herangezogeuen Personen für das Jahr 1918 eine außerordentliche Kriegsabgabe vom Mehreinkonunen und Vermögen zu entrichten. Die Abgabepflicht richfit sich nach dem Stande vom 31. Dezember 1917. Als Mehreinkommen gilt der Unterscksied zwischen dem Friedenseinkommen und dem KriegSeinkonrmen. Die Differenz wird auf volle Tausendi nach unfin abgerundet, Steuerfrei ist ein Mehreürkommen


