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Deutschen gestellt

die Me]e idiotische, gemeine Revolution vorbereitet - schaffen haben, bereuen und verfluchen sio jetzt? -

Deutscher Reichstag.

Der Reichstag ehrte am Mittwoch zunächst daS An- senken des Jreiherrn von Nichthofen und des bulgarischen Gesandten in üblicher Weise und setzte dann die allgemeine Aussprache über die neuen Steuervortagen fort.

Abg. W a l d st e i n (fortschr.) wandte sich gegen die ein­seitige Belastung des Verbrauches und trat für eine verstärkte Heranziehung der Besitzenden ein.

Abg. Dr. Paasche (natl.) schloß sich dieser Anregung an, wandte sich dann aber gegen die Anschauung, daß der Krzeg bis zur Erringung einer Kriegsentschädigung fortge- fiihrt werden müsse. Jedock dürfe auch nicht erklärt werden^ daß Deutschland auf eine Entschädigung bedingungslos ver­zichte: im Gegenteil sei es dringend wünscksenslvert. eine Entschädigung nach Beendigung des Karnv'es zu erhalten. Wir dürfen sie nickt durch die Theorie eines annexionS- und kontributionslosen Friedens beiseiteschieben. Die Um­satzsteuer müsse auch g ' ge Arbeit erfassen.

Abg. Dietrich (f r ): Eine organische Regelung der Finanzen ist erst möglich "*n die Vedürfnisfrage gelöst ist. ^Das Schlagwort: Der B ' ist rnckä genügend besteuert! sollte keine Rolle spielen. Es ist dock vollkommen gleichgültig in welche Kasse der Besitz zab^. Es war sehr eindrucksvoll, als gestern der Schatzsekre^r a- 'rechnete, daß neun Mlliorden direkte Steuern nur 4 j Milliarden indirekte gegen überftehen.

Der Hauptsitz der Besitzbesteuerung liegt in den Kom­munen, nicht in den Bundesstaaten. Die Hauptlasten, die die Kommunen zu tragen haben, sind Kriegsansgaben. Der Besitz trägt also setzt schon zu den Kriegslasten bei. und man sollte da nickt von einem Versagen des. Besitzes sprechen. Der Bundesstaatliche Charakter des Reiches muß ausrecht erhalten lverden. Wir lehnen jeden Weg ab, der dahingeht, daß alle Maßnahmen zur Erhebung und Veranlagung der direkten Stenern dem Reiche überlasien werden. Der Grundpfeiler der Finanzen der Einzelstaaten ist die Einkommensteuer. die ihnen unbedingt Vorbehalten bleiben muß. Nur dann ist ihre wirtkckaftlicke Erhaltung möglich. Auch wir sind der Ansicht, daß die .Kriegsgelvinnsteuer der Einzelpersonen sobald als möglich kommen sollte. Der Gedanke einer Vermögensab« gäbe ist geradezu pbantastisch zu nennen. Wie will man es verantworten, daß in einer Zeit der ungeheuren Entwertung des Geldes noch 20 Prozent des Vermögens zu dem unpro- duktiven Zwecke der Bezahlung von Schulden verwendet werden. Die vorgeschlagene Erhöhung der Posttarife ist be­gründet in der außerordentlichen Anspannung aller Preise, die vcn'aussichftich noch lange Zeit bestehen bleiben nnd eine gewaltige Erhöhung der Beamtengehältev-mötig machen wird. Mit der Börsenstener sind wir einverstanden. Es wird den Börsenverkehr nicht beeinträchtigen, wenn die Pr'ivatspekir- lanten mit 3 Prozent besteuert werden. Bei der Umsatzsteuer wich erwogen werden, wie es zu verhindern ist. daß sie auf die wirtsclxrftlich Schwächeren güvälzt wird. Bei den TageS- schriMtelleim, die mit Zeilenhonorar, ohne weitere linkosten arbeiten, nimmt diese Steuer den Cbarafter einer Einkom­mensteuer an. Wir Hollen, daß sich bei den jetzigen Vorlagen die Vorgänge von 1909 nicht wiederholen werden, nnd daß es gelingen wird, das große Ziel, die Finanzen vom Reich, Ein restanten nnd Kommunen, aus eine gesunde Grundlgge zu stellen, zu erreichen und dabei die Grenzen scharf zu ziehen und alle Grenzstreitigkeiten auszuschalten.

Abg. B e r n st e i n (N. Soz.): Der Reinertrag der deut­schen Volkswirtschaft in Höhe von 10 Milliarden Mark wird durch den Zinsenbedars des Reiches fast ausgezehrt. Wir halten fest an den Grundsätzen der Steuerpolitik, wie sie im Programm der deutschen Sozialdemokratie vor dem Kriege festgelegl worden sind. Wir sind gegen alle indirekten Stenern.

Donnerstag: Fortsetzung. — Schluß nach 6 Uhr.

Prensttickrs ^bgeordnelenlmns.

Berlin. 23. April. (WTB.) Das Haus nimmt zunächst den Gesetzentwurf betr. die Verlängerung der Legislaturperiode des am 3. Juni 1913 gewählten Abgeordnetenhauses um ein Jahr ohne Erörterung an. Hierauf wird die zweite Beratung des Staatshaushaltsplanes mit dem Haushalt der landwirtschaft­licher. Verwaltung fortgesetzt. In dem Antrag der Kommission nurd die Regierung ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß alsbald durch Eingreifen der Militärverwaltung eine stärkere Zufuhr künstlicher Düngemittel ermöglicht wird. Ferner wird gefor­dert. daß erhebliche Mitte! in den nächstjährigen Haushaltsplan der landwirtschaftlichen Verwaltung eingesetzt werden zur Durch­führung umfassender wissenschaftlicher Forschung-)- und Ver­suchsarbeiten auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Viehzucht, des Pflanzenbaues und der Ackerbautechnik an bereits bestehen­den oder neu zu errichtenden Instituten.

Abg. Freiherr von Reitzen st ein-Pilgramsdorf (Zentrum) äußert Bedenken gegen die Herabsetzung der Brot­ration lür die Selbstversorger und wünscht stärkere Versorgung der Landwirtschaft mit Arbeitskräften. Er begründet dann einen Antrag Gerlach (Zentrum), wonach in den nächstjährigen Etat mehr Mittel zur Förderung der See° und Btnuenfischerei ein- eestelLt werden sollen.

Abg. Roes icke (Kons.) fordert Stedelurrgslcmd und Kriegsentschädigungen von de» Feinden und tritt weiterhin für Schutz der Landwirtschaft und für Wettpoltttk auf der Grund­lage der Heimatpolittter cin.

Abg. Westermann (natl.) betont ebenfalls dle Wichtig­keit der Arbeiterfrage für die Landwirtschaft.

Abg. Wenk« (Volkspartet) bedauert, daß der Großgrund­besitz den Kartoffetanba« sich nicht in dem Maße angelegen fei«

raiivn für die Selbstversorger werde hoffentlich bald wieder auf- gehoben werden. Große Teile der Verbraucher in den Städten sehen die Schwierigkeiten der Lage der Landwirtschaft ein, und es ist zu hoffen, daß wir wieder gute Verhältnisse zwischen Stadt und Land bekam, neu. (Lebhafter Beifall.)

Laudwictschaftsmtnister von Eisen Hart-Rothe: Was die Vorredner icber die Förderung der landwirtschaftlichen Pro­duktion gesagt habe», unteftchreibr ich völlig. Das Erste nach dem Friedencschloß wird sein, daß die Zwangsmaßnahiucn für die Landwirtschaft möglichst schnell abgebaut werden (Bravo!), denn ohne cme Freiheit der Bewegung kann die Landwirtschaft nicht gedeihen. Eins Verstärkung des Schulwesens wird ange. strebt werden. Der Antrag auf Förderung der Filchere! findet meine volle Billigung. Ich bin Gegner des Getreidemorropols. (Bravo!) Die Forderung der Schafzucht ist beabsichtigt. Die Verordnung über die Herabsetzung der Brotration für die Selbst­versorger tst nur als vorübergehende Maßnahme gedacht und wird aufgehoben werden, sobald die Verhältnisse es gestatten. Es wird ins Auge gefaßt werden, daß die landwirtschaftlichen Arbeiter in den Landwirtschaftskammecn eine Vertretung finden.

Mittwoch 12 Uhr Fortsetzung.

Per Z°eg dcs Gri.ßcg ü&fr dir

Wir lesen in den ,.R. Zürcher Nachrichten" folgende Be­trachtung über die Entwicklung des Krieges: Deutschland hat, seinen alten Gewohnheiten entsprechend, den Irrtum begangen, auch bei den anderen Staaten eine hohe Einschätzung ge ist'g er und mcralischer Kräfte zu erwarten: es hat zu wenig erkannt, daß eben bei der Mehrzahl der Menschen und der Staaten die mehr an der Oberfläche liegenden materiellen Dinge wcir mehr ins Gewicht fallen als jene tieferen, inneren Kräfte. Für jeden oberflächlich, materiell denkenden Menschen mußte beim Ausbruch des Krieges die vollständige Niederlage der Mittel­mächte ganz gewiß sein. Die zahlenmäßige Uebermacht ru Lande und noch mehr zu Wasser war auch gar zu groß. Von den eisten Tagen des Krieges an ist dieses Pochen auf die lieber- zahl und die freudige Hoffnung, den zahlenmäßig unterlegenen Gegner vollständig niederschmettern, aushungern zu können, in höchst frivoler, zynischer Weise hervorgckehrt worden. Italien nahm sich noch fast ein Jahr Zeit, den Dingen zuzuschauen. Ru­mänien sogar zwei Jahre. Man sah, daß die Mittelmächte furchtbare Schläge austeilten: ober man glaubte, das fei nur noch ein letztes Aufflackern vor dem endgültigen Zusammen­brechen.

Was Italien und Rumänien in den Krieg trieb, was schon im August 1911 die Ententemächte veranlaßte, leichten Herzens den Krieg zu wagen, das war das unerschütterliche Vertrauen auf die Macht der Zahl. Dieses Vertrauen kommt mit der denk- bar größten Deutlichkctt zum Ausdruck in der Formel vom „mathematisch sicheren Siege". Diese Formel vom mathematischen Siege zeigt, wie man auf der einen Seite einer gewaltigen Uederschätzung der materiellen Dinge, der durch leere, nackte Zahlen ausdrückbaren Kräfte huldigt,' ja der Ausdruck „mathe­matischer" Sieg kann geradezu als vollkommener symbolischer Ausdruck der auf der Seite der Entente herrschenden Geistes­beschaffenheit gelten. Wenn man das mächtige Ringen, das nicht nur ganz Europa, sondern die ganze Welt erschüttert, in seinem innersten Wesen kurz bezeichnen will, so kann man es den Kampf der Masse, der Zahl gegen den Geist nennen.

Bei aller Schrecklichkeit der Eretgnisie zeigen der bisherige Gang und das in nicht allzu großer Ferne winkende Endergeb­nis des Krieges etwas Erhebendes: es ist der Sieg des Gei­stes über die Materie, der Sieg der tieferen geistig-moralischen Kräfte Über alles, was sich durch Zahl, Kilogramm und Merer ausdrücken laßt. Dieser Sieg ist um so erhebender für jemand, der von jeher auf den verschiedensten Gebieten die Ueber. schätzung und den Kultus der Zahl bekämpft hat. der es sich feit Jcchrzebnten zur eigentlichen Aufgabe gemacht hat, über die äu­ßerlichen, zahlenmäßig ausdrückbarcn Erscheinungen hinweg auf die tieferen innerlichen Kräfte des menschlichen Handelns und des Geschehens in der Welt Überhaupt vorzudringen.

Milch oder Fleisch?

Diese von dem landwirtschaftlichen Ortsvrrem Heepen (Kreis Bielefeld) kürzllch in der „Westfäl. Ztg." erörterte Frage kann nur weitgehender Beachtung empfohlen werden, denn, wie hier so dürfte sich in lveitesten Kreisen die Unmög. lichkeit Herausstellen, daß die Landwirtschaft beide not- wendige Nahrungsmittel in der bisherigen Menge weiter liefern kann. Die Abforderungen von Schlachtvieh greifen immer tiefer in die Milchviehbestände ein und müssen es bei Aufrechter haltrmg der jetzigen Fleischration, weil die in schlechtem Fntterzustande befindlichen Tiere verhältuislnäßig wenig Fleisch liefern. Nun wird in der Kundgebung des genannten Vereins daranf hingewiesen, daß auch eine nur nräßig ernährte Kuh von 1000 Pfund l. G. im Jahre doch 2000 Liter oder rund 2000 Kg. Milch, bei der Schlachtung aber nur N>entg über 200 Kg. Fleisch mit Knochen liefert. In diesem Fleisch stecke sehr viel weniger Nähnvert als in der um das Zehnfache größeren Milchmenge, und es werde dcslurlb durch die Abschlachtung der Kuh die Volkseruährung beeinträchtigt. Bei dem Milchverbrauch werden zudem ge­wissermaßen nur die Zipfen, durch die Abschlachtung der Kuh das .Kapital selber verbraucht. Dabei könnten doch die Kühe mit Futter ernährt werden (im Sommer Grünfutter aller Art, im Winter Stroh, Heu, Runkelrüben mrd Abfälle), die für die direkte menschliche Emährung nicht gebraucht würden.

Jetzt mit Beginn des Weideganges werden allerdings die Milcherträge steigen, aber sie werden mit der knapper werdenden Weide im Spätsommer und Herbst einen er­schreckenden Rückgang erfahren, wenn die Abschlachtung der

rnageren Milchkühe m demselben Umfange fortgesetzt wird. Deshalb regt der Verein eine Beschränkung der Fleischratioi»

hahew Die Mehrzahl der RevoilutlottLcSp

und «»

"Ulkt, wir e» wüllschemuoerL wrb«. Die Verringerung ver Brot-

tm, lütt mehl: MiläLühe am Leben und für die Milch- prodicktion zu erhalten. Ersah für abgeschlachtete Milchküüe, läßt sich erst in Jahren beschaffen und eine stark vergrößert« Milchnot muß viel schlnnmec wirken, als eine Vermindernna der Fleischration.

Du dtnilche GoUchMnd Aist -ie Miste.

Da? Anwachsen des Goldbestandes der Neichsbank macht unseren Feinden und namentlich den feindlichen Finanzzeitschrif­ten fortdauernd viel Kopfzerbrechen. Schon hieraus läßt sich er­kennen, daß die Reichsbank mit ihrem Bemühen, den Goldschatz weiter zu verstärken und damit unjere finanzielle Kraft zu fkei- gern, auf-dem richtigen Wege ist.

Immer wieder wird darauf verwiesen, daß man zunächst die Bestände an Goldwaren in den Juweliergeschäften an sich ziehen sollte. Dieser Vorschlag aber übersieht, daß die Reichs- bank selbstverständlich nur den Goldwert bezahlen kann. Daß es ein schreiendes Unrecht wäre, die Jumeliergefchäfte zu zwin­gen, ihren Goldwarenbestand zum Goldwert abzugeben, liegt auf der Hand. Es geht also nicht anders: Wer sich der Wichtig­keit des Goldbestandes als des Rückgrats unserer finanziellen Kriegführung und spateren Neuordnung bewußt ist, wird ger* und freudig seinen Goldbesitz beisteuern, ohne danach zu sehen, was die andern tun oder lasten. Und wer es noch nicht weih, welche Bedeutung der Goldbestand hat, sollte aus den Aeußerun« gen der Feinde die Lehre ziehen: Wenn Euch der deutsche Gold­bestand schmerzlich tst. weil er unsere Widerstandskraft erken» nen läßt, so wird jeder Deutsche das felnige tun müsten, ihn z» erhalten und zu steigern.

Geheincer Firranzrat Bastian.

D»m Felde

der Ehre.

Kaichen. Der Unteroffizier Hermann Roth, welcher von Anbeginn im Felde steht, wurde znm Sergeanten be* fördert. Herzlichen Glückwunsch!

Leidhecken. Grenadier Karl Heutzenröder vo» hier, welcher bei einem Sturmbataillon im Westen steht, wurde zum Gefreiten befördert.

Blofeld. Hermann No h l, Sohn des Landwirts Wilh. Nohl, wurde wegen hervorragender Tapferkeit, mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die Hessische Tapferkeit-- Medaille erhielt er schon ftüher. Herzlichen Glückwunsch!

Ans der fidmrtt.

Friedberg. Am Montag vnd Dienstag, den 29. und 30. April findet hier tm Hotol Trapp eine Zusammenkunft der „Freunde der Dorfkirche" statt. Diese Zusammenkünfte waren bisher nur in Marburg und in engerem Kreis in Salzhausen. Nun hat man zum ersten Male Friedberg als Tagungsort ge- wählt, in der ausgesprochenen Absicht, weitere Kreise der hessi- schen Landeskirche, besonders Pfarrer und Pfarrfrauen. aber auch andere Freunde des Dorfes für diese wichtige, aber der Oeffentlichkeit noch ziemlich unbekannte Sache zu gewinnen. Der erste Vortrag: „Unser Landvolk am Schluß des Weltkrieges" von Superintendent a D. von Lügke (Montag nachmittag» 4 Uhr) führt hinein in die gedanklichen Grundlagen der Arbeit der Dorftircherrfreunde. die beiden anderen: „Kriegerehrung" (mit Lichtbildern) von Geh. Baurat W a l b e - Darmstadt (Montag abends 8 Uhr), nnd ..Geschichtliche Bilder vergangener Friedensfetcrn" von Prof. D. Dr. Diehl - Friedberg, wolle» für die bevorstehende Friedenvarbeit Richtlinien geben.

Den Empfängern von Heeresbezügen ist vielfach nicht be« kannt, daß sie ihre Bezüge bereits vor dem eigentlichen Fällig­keitstage bei der Postanstalt abzuheben haben. Die Heeres- bezöge an alle Empfänger, denen der Uebergang der Zahlungen auf die Postanstalten von ihrer zuständigen Pensionsregelungs­behörde (Regierung ufw.) mitgeteilt worden ist. werden bereit« am 29. oder, wenn dieser Tag auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, am 2b. des der Fälligkeit der Gebührnisse vorhergehende» Monats — im April also am 29. — bet lhrer Bestellpoftanstalt gezahlt.

FC. Jugenheim, 24. April. Hier wurde der ältest« Bürger der Gemeinde, Joliannes Knos, der ein Alter vo< 66 Jahren erreicht hatte zu Grabe getragen.

FO. Wiesbaden. 25. April. Die Wohltaten der erweiter» ten Fürsorge für verkrüppelte Kinder durch den Naffauische» Zentralwaiseufonds find bis Anfang Januar 1918 insgefarn« 597 verkürppelten Kindern zutetlgcworden. Von diesen 597 Kindern mußten 469 auf längere Zeit in Anstalten für Ver­krüppelte untergebracht werden, von denen bisher 293 miede« entlasten worden find. Für diese Waisen wurden tm ganzen a» Pflegegeld 82 865,47 Mark bezahlt.

Offene Stellen:

1 Kutscher, 2 Knechte, mehrere Arbkilerfamilien. 2 Knechte« familien, 1 Heicer. 0 Schreiner. 2 Glaser. 1 Bäcker. 2 Hausburschen. 1 Guts'chmted. 9 Dienstmägde. 12 Hausmädchen 5 Kiichenmädchen,

1 Mädchen jür Küche, kann das Kochen erlernen. 1 Köchin.

Für HilfsdienstpfltÄttge: 10 Mann für schwere Dienste, 10fensetzer. 1 Schneider. 2 Schuhmacher. 1 Sägemütter. 1 Ordonnanz für Bataillon, 1 Pferdepfleger. 8 Viehwärter für Konservenfabrik.

Stellensuchende:

Mehrere LtelkerfamUien und ledige Melker, Melkerin mlt 13jähr. Mädchen zu 15—18 Kühen, 2 Melkerinnen in einen Staltz

2 junge Mädchen als fteiwtllige Kttegshtlfe auf großes Eutz 1 Fräulein mit allen Kenntnisten als Gutssekcetärin, Hojaufstcht oder dergleichen. 2 Fräulein für Büro.

Vewnttoortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottet H irschel, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Hevner^ ärkbbcvQ. Druck und Verlag der ^Neueu V . T- (9cc Frkodbera f, L.