Ausgabe 
11.4.1918
 
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Merüvllrdigsten Prophezeiungen. die -jemals über die Abfichte« >e» Kindes gemacht worden sind.

Der Feind hatte sowohl den Vorteil der Einheit in der An­führung als den Vorteil eines trockenen, nebligen Wetters. . feilten Augenblick lang war der Zustand für uns sehr arg. Der 'Feind ist zwischen unsere Truppen der 5. Armee dukchgedrungen, aber die glänzende Haltung unserer Truppen, die in vorbild- /licher Ordnung zurückgezogen sind und dadurch wieder zwischen den beiden Armeen den Kontakt aufrecht erhielten, hat die An­strengungen des Feindes vereitelt und den Zustand wieder her- gestellt. Wieder haben die Selbstbeherrschung und der Mut des britischen Soldaten Europa gerettet. Lloyd George sagte, daß er sämtliche Umstände darlegen wolle, die zum Rückzug der 5. eArmee leiteten. Offiziere und Mannschaften haben sich tapfer und sehr kaltblütig gehalten in allen argen Lagen.

Lloyd George fuhr fort, datz, wenn er alle Generale vor­zählen wollte, die sich ausgezeichnet haben, er sehr viel Zeit dazu nötig habe. Aber während es unzulässig wäre, den General Eough zu tadeln, so lange die Zustände noch nicht geklärt sind,

. wäre es ebenso nicht am Platze, der britischen Armee gegenüber den General Gough an seiner Stelle zu belasten und deshalb hat das Kriegskabinett es auch für nötig gehalten, ihn zurück­zuberufen, um eine Untersuchung anzustellen.

Zwar hat der Feind bisher sein Hauptziel nicht erreichen können, nämlich die Scheidung der brittschen Armee von der französischen, aber wir würden uns doch einer schicksalsschweren Täuschung hingeben, wenn wir uns besten nicht bewußt wären, daß der

Zustand j-hr ernst ist.

Der Feind hat wertvolle Gebiete erobert, ist in der Nähe Bon Amiens, was die Sicherheit dieser Stadt bedroht und es ist ihm gelungen, den Rückzug einer unserer größten Armeen zu erzwingen. Das Kabinett hat alle Maßnahmen gettoffen zur Heranführung von Reserven: In so kurzer Zeit ist noch niemals eine so große Anzahl von Mannschaften über den Kanal trans­portiert worden. Was die Anzahl der durch die Deutschen er­oberten Kanonen und Maschinengewehre, wie auch der Gefan­genen anbelangt, so hat der Feind stark überttieben, und das Munitionsministerium war in der Lage, nicht nur die Kano­nen und Maschinengewehre, die verloren gegangen waren, zu ersetzen, sondern hat noch eine bedeutende Reserve an Munition.

In Saloniki hat die derzeitige Regierung nur zwei Divi- .fisnen. In Mesopotamien steht nur eine weiße Division und in Aegypten und Palästina nur drei, was dort sonst steht, besteht aus indischen und gemischten Truppen. Was unsere Verluste anbelangt, so ist es zu früh, schon fetzt mit genauen Ziffern zu kommen. General Haig hat aber gemeldet, datz die Angaben der Deutschen unmöglich richttg sein können. Der Feind' schei'tt beschlosten zu haben, in diesem Jahre eine militärische Entschei­dung herbeizuführen, was mit unausgesetzten Kämpfen von der Nordsee bis zum Adriattfchen Meer gleich bedeutend ist.

Alles hängt nun davon ab, ob wir bis zu« Ende kräftig 7 genug bleiben und ich glaube sicher, patz wir mtt der aweritani- scheu Hilfe dazu in der Lage sein werden. Es ist deutlich, daß die Deutschen einen zweite«, vielleicht noch größere» Angriff auf die alliierten Armeen vorbereiten.

Lloyd George erinnerte das Unterhaus daran, daß an dem nördlichen Frontabschnitt des Generals Vyng die Engländer nirgends mehr als 100 Yards unter dem Drucke der feindlichen Angriffe zurückgegangen sind und sich dann nachher freiwillig weiter zurückgezogen haben, als die Lage an der rechten Flanke dies erforderlich machte. Wir müsten aber zugeben, daß der Feind

einen großen Anfangserfolg

erreicht hat.

Im Anschluß an seine Ausführungen gab Lloyd George die Vorschläge des Mannschaftsersatzgesetzes bekannt. Er sagt-, der erste Vorschlag wäre, das militärische Alter auf 50 Jahre zu er- höhen und in einigen besonderen Fällen bei Männern mit be­sonderen Eigenschaften, besonderer Schulung und Erfahrung auf 55 Jahre. Es wäre nicht möglich, länger den Ausschluß Ir­lands ;u rechtfertigen und es werde daher vorgeschlagen, die Dienstpflicht auf Irland auszudehnen, unter denselben Bedin­gungen wie in Großbritannien. Die Regierung beabsichtige ohne Zögern vom Parlament die Annahme der Selbstregierung für Irland zu verlangen. Der Bericht der irischen Konvention biete eine Gelegenheit, der Frage mit einiger Hoffnung auf Er­folg näherzutreten. Llond George gab dann seiner Hoffnung Ausdruck, daß es möglich fein werde, die Mannschaftsersatz­gesetze in dieser Woche zu erledigen. Die Regierung bedauere, daß sie so einschneidende Maßnahmen habe vorschlagen müsten, ober keine Regierung würde die Verantwortlichkeit überneh­men. weniger vorzSschlagen. Der Feind hat auf der Höhe seiner Macht angegriffen. Wir sind von einem mächtigen Verbünde­ten im Stiche gelassen worden und'ein anderer mächtiger Ver­bündete ist noch nicht bereit, ein Zehntel seiner Macht in die Wagschale zu werfen. Wenn wir einen Jahre dauernden Krieg vermeiden wollen, dann mutz diese Schlacht jetzt gewonnen wer­den, und um sie zu gewinnen, müsten wir bereit sein, alle unsere Hilfsmitel einzusetzen.

Nach Loyd George sprach Asquith. der eine nähere Be­sprechung des Gesetzentwurfes für später sich vorbehielt. Bei diesem Entwurf müßten alle Bedenken vor der Frage, wie der militärische Erfolg zu erzielen ist, beiseite geschoben nrerden.

Die Sache der Alliierten war noch niemals so ernstlich in Gefahr

und nur durch eine äußerste Anspannung aller Kräfte kann sie gerettet werden. Asquith brachte seine Huldigung für die Selbstaufopferung der Artillerie bei der Deckung des englischen Rückzuges dar. Er sagte, solange dieser Geist in der Armee herrscht, solange brauchen wir an unserem Endsieg nicht zu ver­zweifeln. Devlin (irischer Nationalist) schlug eine Vertagung der Besprechung vor. Er sagte, datz es ein Irrsinn wäre, mili­tärische Aushebungen in Irland vorzunehmen. Dillon, der neue Vorsitzende der irischen Partei, unterstützte Devlins Vorschlag und richtete an Lloyd George die Frage, ob er sich auch nur mit ei»em rischen Vertteter beraten hat. bevor er diesen Entschluß faßte. Rach einer Diskussion von einer Stunde über Devlins

Mschlag"schlug'die R^ierüdtz "Sek Schlaff^&Y*

Die» wurde mit SM gegen 8S Stimme« angenommen, nwrtaf Devlins Vorschlag mit 323 gegen 80 Stimmen verworfen wurde. Di« Berattmgen über die Gesetzesvorlage in der ersten Lesung wurde daraufhin wieder ausgenommen. Nachdem sprach der unabhängige Nationalist William O'Brien. Später wurde der Gesetzentwurf zur Erhöhung des Mannschaftsmaterials in der ersten Lesung mit 289 gegen 80 (der Iren) Stimmen angenom­men. Allgemein ist man der Meinung, daß das Gesetz mit eini­gen Aenderungen auch in den weiteren Lesungen angenommen wird.

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Cttrran iw Oberhaus.

London, 9. April. (WTV. Nichtamtlich.) Meldung des Neu- terschen Bureaus. Im Oberhause gab Lord Curzon eine ähn­liche Erklärung wie Lloyd George im Unterhause ab. Er sprach von der deutschen Offensive und erklärte, das Kabinett habe so­fort Schritte getan und die Verluste ersetzt. Verstärkungen sind unverzüglich über den Kanal geschickt worden, und zwar bis zu einer Höchstzahl von täglich 30 000 Mann. Dabei ging kein ein­ziges Menschenleben verloren. Die Verluste an Geschützen und Kriegsmaterial sind beträchtlich gewesen, aber durchaus nicht so, wie die feindlichen Verösenilichungen behaupten. Der Mu- nitionsminister versicherte uns, daß er mühelos in der Lage fei, alle unsere Verluste sofort zu ersetzen. Das ist so schnell geschehen, wie es die Aufnahmefähigkeit der französischen Hafen gestattete, dergestalt, daß wir außerdem noch starke Reserven haben. Wir taten einen weiteren Schritt und wandten uns sofort an die Do­minions und Indien. Wir erhielten feurige, ermuttgende Ant­worten. Eine der glorreichsten Erfahrungen des Krieges ist die Art, wie die entfernten Teile des Reiches, die keiner sichtbaren oder unmittelbaren Gefahr ausgesetzt find, mit Inbrunst Opfer aus sich genommen haben, die nicht geringer sind als die derer, deren Heimat direkt bedroht ist. Wir wandten uns auch an u,r- seren großen Verbündeten jenseits d-s Ozeans. Wilson ant­wortete sofort mit einer edlen Bereitwilligkeit, die unseren Her­zen wohltut und die in Betteff der Ziffern unsere kühnsten Er­wartungen überstieg. Das Haus wird nicht erwarten, daß ich Ziffern der ausstehenden amerikanischen Truppenschübe nenne, aber die monatlichen Verstärkungen an Infanterie und Maschi­nengewehren, auf die wir für die nächsten Monate rechnen kön­nen und für die sich der dazu erforderliche Schiffsraum garan­tieren läßt, stellen schon an sich eine Armee von gewaltiger Stärke dar. Schließlich taten wir in Gemeinschaft mit unseren Verbündetem einen bedeutenden Schritt vorwärts in der Rich­tung auf eine einheitliche Leitung der alliierten Streitkräfte im Operationsgebiet. Wenige Tage nach der Schlacht kamen der britische und der französische Oberbefehlshaber aus eigener Jni- ttative darüber überein, die sttategische Leitung an der West­front in eine Hand zu legen. Der Feind begann in der Er­kenntnis. da das Gleichgewicht der Kräfte an der Westfront jetzt für ihn günstiger fei. als es ehemals wieder der Fall sein wird, eine Reihe von Schlachten in der Absicht, einen entschei­denden Steg zu errmzen. Dazu zwingen ihn die wirtschaftliche Lage Deutschlands, mehr noch die Oesterreich-Ungarns, die Er­schöpfung und Kriegsmüdigkeit feiner Hauptverbündeten und die Erkentnis, daß mit jedem weiteren Monat ausgebildete amerikanische Truppen nach dem Kriegsschauplatz eilen werden. Er wird daher die augenblicklich vorteilhafte Lage ohne jede Rücksicht auf die Opfer an Menschenleben ausnutzen. Diese Krisis kann noch Wochen und Monate währen und bis in da» fünfte Kriegsjahr hinein dauern, aber unsere Pläne rechnen da- mtt, daß der Krieg auch noch 1919 umfaßt. Die Regierung würde ihrer Pflicht schnell genügt haben, wenn sie mit ihren bisherigen Maßnahmen sich begnügt hätte. So kam das neue Mannschaftstrgänzungsgefetz zu Stande.

Dev türkische Erfolg am Jordan.

Kanstantivopel, 6. April. (WTB.) Agentur Milli. Wie das Kttegsprcsteguartier mitteilt, ließen gewisse Anzeichen ver- aussehen. daß die Engländer den Jordan in Richtung auf Aman überschreiten würden, um die Eisenbahnlinie abzuschneidrn, die mit Rücksicht auf unsere Verbindung mit unseren Truppen im Hedschas sehr wichtig i/t. Durch diese Operation wollten die Engländer wahrscheinlich endgültig die Gefahr beseitigen, die ihrem rechten Flügel droht, und die Beduinenstämme politisch be­einflussen. Feindliche Erkundungsabteilungen gingen vorsichttg gegen den Fluß vor und gaben Berfuchsschüste gegen unsere am Ostufcr des Flusses aufgestellten Batterien ab. Am 21. März versuchte der Feind den Jordan nördlich der zerstörten Brücke zu überschreiten, wurde jedoch daran verhindert. Am 23. März kehrte der Feind mit überlegenen Kräften zurück und forderte den Ueberganq an dieser Stelle. Unsere schwachen Posten zogen sich gegen Salt zurück. Rach diesem Uebergang marschierten die Engländer mit sehr überlegenen Kavallerie- und Jnfanterie- kräften rasch gegen Aman und rückten in breiter Front in Rich- tung auf die Eisenbahnlinie vor. Nur an einem einzigen Punkte tonten sie jedoch die Eisenbahnlinie unterbrechen. Aman wurde durch eine kleine Schar Truppen heldenmütig verteidigt. Vom 27 . bis 30. März wurden alle von den Engländern durchgeführ­ten Angriffe in glänzender Weife zurückgeschlagen und kosteten jedesmal namentlich bei dem Sturm vom 30. März dem Feind blutige Verluste. Außerdem wurde eine englische Kavallerie- brigade, die vorgerückt war, um die englischen Truppen zu decken, durch einige Eskadronen unserer Kavallerie über den Wadi Abied zurückgeworfen.

Während dieses Zeitraumes kamen unsere infolge des auf das fünffache der gewöhnlichen Leistung erhöhten Eisenbahnver­kehrs von Nord und Süd herbeigeführten Truppen ihren Kame­raden zu Hilfe, die sich in ziemlich bedrängter Lage befanden. Oberst Estad Bey, der die Situation richtig einschätzte, besetzte mit seinen Truppen die nördlich Salt gelegenen Höhen und be­drohte aus dieser Stellung wirksam die Verbindungen des Fein­des Feindes. Heftige, aber vergebliche Angriffe, die die Eng- länd-r unternahmen, um uns aus diesen Stellungen zu ver­treiben, wurden in Bajonettkämpfen unter schweren Verluste« de» Feinde» abgeschlagen. Unt« dem Qt*<k unserer frisch hm-.

beigeführten Truppen "'unÄ^tfolge Gefährdung fffifft* ruckrvsA itgmt Verbindungen sah sich der Feind gezwungen, cm t Aprtt bmt Rückzug gegen Salt auf steilen Gebirgspfaden anzutretem Unsere Truppen setzten dem Feind hart zu. Am 2. April gi'.r, Estad Bey zum Angriff über, brach den hartnäckigen Wider stand des Feindes beim Wadi Abied und eroberten Salt wieder, wo er die Verbindung mit den aus Richtung Aman kommende» Truppen herstellte. Luftgeschwader bombardierten heftig das englische Lager sowie die Rückzugslinie. Der Feind flüchtete, da er seinen Plan gescheitert sah, in voller Auflösung gegen de» Jordan. Unsere Führung und unsere Truppen, denen es gelang, durch ihre kräfttge und unermüdliche Verfolgung den Engländer« diese Niederlage zuzufügen, die nicht ermangeln wird, auf die Stämme Eindruck zu machen, sind des höchsten Lobes würdig.

Der FliiidksM non Kkssaraditu für üninüiiifij.

Bukarests 10. April. (WB.) Der Minister des Aeußern Anon, der sich in Bukarest befindet, hat von dem zur Zeit tw Kischinew weilenden Ministerpräsidenten Marghilowan fol­gendes Telegramm empfange:Nach zweitätiger Beratung hat der Landesrat von Bessarabien am 9. April, 7 Uhr abends, die Vereinigung Bessarabiens mit -Rumänien mit 86 gegen 3 Stimmen feierlich angenommen. Im Namen des rumänischen Volkes und Königs habe ich von dieser Ab­stimmung Kenntnis genommen und unter einmütiger, itn* befchreiblicher Begeisterung die Vereinigung proklamiert. Um 8 Uhr abends wurde ein Gottesdienst in der Kathedrale abgehalten. Ungeheure Menge endloser Jrrbel. Ich bin sehr glücklich. Alexander Marghilomann."

Minister des Auswärtigen Arion hat dem Minister­präsidenten geantwortet:Das Recht hat gesiegt. Freud­vollen Herzens beglückwünsche ich Dich zu diesem glänzende» Erfolge. Die Wunden des Landes erfahren dadurch ein» Linderung, und der vollzogene bederttfame Akt verleiht de?» größer gewordenen Rumänien neue Kräfte. Es lebe Bef» sarabien, es lebe Rumänien! E. C. Arion."

Die ZeitungGaceta Bucurestiler", die den Tele- gramnrwecksel veröffentlich, schreibt dazu:Das unver-

jährbare Recht Rumäniens hat gesiegt. Die alte moldauische Provinz kehrt nach mehr als hrmdert Jahren zum Mutter­land zu nick und die von Rußland begangene UngerechtigkM nimmt nun ein Ende. Die rumänischen Patrioten keier» heute einen großen Freudentag. Sie können die Stirns erheben und vertrauensvoll in die Zukunft blickc. *

GktmdkMglWkll mit der Ukraine.

Kiew, 3. April. (WB.) Nach laugen schwierigen Ver» Handlungen ist heute Dienstag Mittag ein Abkommen über die Beschaffung von etwa 60 Millionen Pud Brotgetreide» Futtergetreide, Hülsensrüchte, Oelsaaten von den ukrainische»: deutschen und österreicUsch-ungarischen Delegierten unter» zeichnet worden. Zur geschäftlichen Durchführung der gro» ßen Aufgabe haben die Deutschen und Oesterreicher in Kiew eine kaufmännische Wirtschaftsstelle errichtet. Sie ninnnt mit ihren Kommissaren das Getreide von der ukrainischer, Handelsorganisation oder durch eigene ukrainische Unter-' kommissionäre ab. Im April sind 9, im Mai 15, im Juni 20 und -im Juli 19 Millionen Pud zu liefern. Die be­stehenden Höchstpreise für die ukrainischen Erzeugnisse, 5 Rubel für Roggen und 6 Rubel für Weizen, dürfen nicht erhöht werden. Die Zuschläge für Unkosten aller Art Kon» nnssionen und Frachtraten sind entsprechend dem hohe» ukrainischen Preisniveau festgelegt. Die Getreidelieferunge» haben bereits begonnen.

Die Mahlen in Argentinien.

Bern, 3. April. Aus Buenos Aires werden die uähereÄ Ergebnisse der allgeininen Wahlen gemeldet. In der Haupt» stadt siegten die Radikalen' nur drei Sozialisten wurde» gewählt. Der frühere Minister des Auswärtigen !Bec» erhielt ungefähr 75 000 Stimmen gegen 25 000 sozialistisch» Stimmen. In der Provinz wurden 36 Radikale, 4 unab­hängige Radikale, 17 Konservative und 3 Sozialisten gee wählt. Der Sieg der Partei des Präsidenten Jrigoyeny ift. wie schon kurz gemeldet, ein vollständigen

Die milVriilhe («Mahn -eg Gamals

Zu seinem Geburtstag am 9. April.

Der erste Generalquartiermeister, General Ludendorff, deck am 9. April sein 53. Lebensjahr vollendete, trat am 15. ApriL 1882 vom Kadettenkorps als Leutnant beim Ipfanterie-Regk 57 in die preußische Armee ein. Am 14. April 1887 wurde e» in das Seebataillon versetzt, 1889 dem 1. Seebataillon zugeteilR und am 17. Juli 1890, kurz vorher zum Oberleutnant befördert,^ in das 2. Seebataillon überführt. Wenige Wochen später trab General Ludendorff in das Heer zurück. Nach taum einmonat^ licher Dienstzeit beim Leib-Grenadier-Regiment 8 wurde er von^ 1. Oktober 1890 bis 21. Juli 1893 zur Kriegsakademie komman^ diert. Nach einjähriger Dienstleistung beim Großen Eetrerali» stabe, während der er am 22. März 1895 zum Hauptmann besorg dcrt wurde, erfolgte am 19. März 1896 seine Versetzung 5m» Eeneralstab des 4. Armeekorps. Am 22. März 1898 wurde ved General zum Kompagniechef im Infnnterie-Regt. 61 ernannt!, und nach Dienstleistung als Generalstabsoffizier bei der 9. DllL Vision, nach Beförderung zum Major (19. September 1901), aw£ 18. Oktober 1902 in den Generalstab des 5. Armeekorps, am $2 April 1904 wieder in den Großen Generalstab versetzt. dort aus war General Ludendorff im erste« Halbjahr 191b de»! Admiralstab der Marine zugeteilt, erhielt u. a. ein Bord-Koiru? wand» auf dem LinienschiffKaiser Wilhelm der Großes iva< vom U. Sepetucker 1906 bi» 10. Apett 1908 Milttäriehrer «4.