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Nummer 44

Montag. den 18. Februar 1018

II. Jahrgang

Die .,?.ee Taresreitung" eiicheint reden Werllar. Regelmäßige BeilagenOrr Vetter ans Fjellerr".§ie Hprnnstube". F!en»,zsprers: Lei den Postanstalten oierrelräbrlirti SKI 2.4G Hin u Kitt noch das Bestellgeld: der den - enten monatlich 85 Pfg. ein-chließlich Xrägeriolm. Anzeigen: (S»tunD<eiie 25 Psg., totale 20 isiq H Anzeigen von aus w ans werden durch Lo inachnahm« erhoben. E lüliunason ^neüüeia. Schriftleituna und Uerla-» <nedb 2 "a sHs'ien) ^anauer'trsßs 12. ^ern orech?r 48. Ps'tj btfrZoito Rr. 4S*!). llmt ^raaifurt a. M.

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jUfmtf ans oer Ukraine, Finnland und den ehedem russischen Gstsccpromnzen. Ein FnfmngrU auf Fon-ou. Uencr Floitensirelfzng. Unckttitl des englischen Gcneralsiadschefs.

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Der deutsche Generalstab l===== meldet: =- = J

PI. T. P. ^ra.^es ga:rI ^Kartier, de.r

16. Februar. Amtlich.

Westlicher Krlegrschavplcrtz.

In einzelnen Abschnitten Artillerletä:igkeit. die sich in der Champagne zwischen Tahure und Ripont am Abend verschärfte.

Klügere Unternehmungen unserer Infanterie in Flandern und östlich von 2t. Mihiel halten Erfolg

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Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Ceneralquartiermeister: Ludendorff.

Abenddericht.

Drrlin, 16. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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PI. iE. P. <6rolres Lauplquarrler, den

17. Februar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprscht.

In Flandern und im Artois vielfach auflebender Feuer­kamps.

In Neirreren Infanteriegefechten bei Cherify und südlich von Marcoing wurden Gefangene eingebracht.

Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht.

Bei Tahure und Rlpont. auf dem östlichen Maas-Ufer und im Sundgau zeitweilig erhöhte Gcfechtstäligkett.

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Unsere Flieger haben in der letzten Nacht London, Dover, Dünkirchen sowie feindliche Seestreitkräfte an der französischen Nordlüste mit Bomben angegriffen.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Großrussische Front.

Der Waffenstillstand läuft am 18 . Februar 12 Ubr mittags ab.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Gcncralquartiermeister: Ludendorff.

Abenddrricht.

VerNn, 17. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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|| Der österreichische Generalstab s 7-- --._ = 3 meldet: J

Wie«. 16. Febr. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Keine besonderen Ereignisse.

Der Cb-s der Tenerakstabc».

Wien, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich ) Amtlich wird ver- lautbart:

Keine besonderen Ereignisse.

Der Chef des EeneralstabcS.

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Der bulgarische Gcneralstab i!

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Sofia, 14. Febr. (WTB.) Eeneralstabsberichh Mazedonische Front: Im Cernabogen, ln der Nähe von Do- bropolje und zu beiden Seiten des Wardar wurde das Artille- ttefeuer bisweilen an verschiedenen Stellen der Front heftiger. Am Butkower See wurden verschiedene englische Abteilungen, die mit ihren Flugzeugen und Artillerie vorgingen, abgewiesen. Unsere Erkundungsabteilungen machten englische Gefangene.

19000 (AVitncu versenkt.

Berlin, 15 Febr. (WTB. Amtlich.) Bei starker Bewachung und Gegenwirkung versenkten unsere U-Boote im Aermelkanal letzthin 19 000 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschisss- raumes. Unter den vernichteten Schiffen, von denen die meisten tief beladen waren, befanden sich zwei große Dampfer von 6000 bruttoregistertonnen, deren einer ein Tankdampfer ryar.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

wenn du es als Schmuck Nagst.

OOd Mirö

wenn Du es Sem Vaterland gibst. Bring dein Gold zur GoldankaussieUe!

Hessischo Zurvelen- und Goldmoche

Schirmherr: Se. Kc,l. Hoheit der Crojzherzoa.

Ein Sirfi'iBG im Wichen Aeriiitlkaüal.

Berlin. 17 Febr. (WTB. Amtlich.) 1. In der Nacht vom 15. zum 16. Februar haben wiederum leichte-deutsche Seestreit­kräfte einen Streiszug in dem östlichen Teile des Aermelkanals durchgeführt. Die bisherige umfangreiche Bewachung in der Straße Dover-Calais und in der Linie Kap Grisnez-Folkestone war nicht vorhanden. Nur vor Dover wurde ein Vorposten­dampfer angetroffen und durch Geschlltzfeuer versenkt. Unsere Streitkräfte sind ohne Zwischenfall zurückgekehrt.

2. Am 16. Februar griffen unsere Flugzeuge ln den südlichen Hofden englische Wasserflugbovle an, die einen von England nach Rotterdam fahrenden Geleitzug begleiteten. Eines der Flug- zeugboote wurde durch Oberleutnant z. S. d. R. Christian- f e n brennend zum Absturz gebracht.

3. Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden von unseren U-Booten sechs Dampfer versenkt, darunter zwei mittelgroße Tankdampfer dicht unter der englischen Ostküste.

Der Chef d»'v Admiralstabs der Marlve.

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Der englische Bericht.

London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Don Dover wird über den Vorstoß der deutschen Torpedoboote im Ka­nal gemeldet. Am frühen Morgen fand im Kanal ein Tressen statt. Es war stockdunkel, als ungefähr um 1 Uhr morgens west­lich Dorer schweres Feuer gemeldet wurde, das ungefähr drei Viertel Stunden anhielt. Das Feuer nahm an Heftigkeit zu. als die Schiffe weiter kan'lauswärts fuhren, und wurde nach Osten zu schwächer. Morgens sind 10 Boote an Land gebracht worden.

D rlin, 16. Febr. (MTV.) Nichtamtlich.) Eine neue Wen-' düng in der Wirkung unseres U-Bootkrieges ist festgestellt wor­den. Der amtiiche Bericht des englischen Kricgcernährungsamtes kommt in seine Betrachtung über die Brotgetreideverkäufe zu dem Schlug, daß die Entente in diesem Wirtschaftsjahre 15.7 Millionen Tonnen Weizen einführen muß, daß die unbedingt notwendige Sparsamkeit mit Schiffsraum den Bezug aller Ee- treidesorten fast ausschließlich aus den Vereinigten Staaten be­dingt, daß diese aber entsprechend ihrem bisherigen Bedarf nur 5.4 Millionen Tonnen liefern können. Hier haben wir den Grund für die Sparsamkeitsbewegung in den Vereinigten Staa­ten. Sie können Lebensmittel nur noch exportieren, die sie sich am eigenen Munde absparen. Wird der sacro egoismo in Ame­rika so weit gehen?. Argentinien schwankt, wie weit es die Ee- treideausfuhr gestalten soll oder nicht. Die entfernteren Länder kommen als Licferanen heute nicht mehr erheblich . in Betracht und die Vereinigten Staaten müssen den Weizen Indiens, die Butter, das Fleisch und die Wolle Australiens und Südafrikas ersetzen. Das übersteigt ihre Kraft. Also selbst wenn 'England genügend Schiffe besäße, um die kostbaren Rohstoffe aus Nord­amerika adzuholen, sie müßten zum Teil leer heimkehren, weil es drüben nicht genug gibt.

Grzindjau von den Türken besetzt.

Konstantinopel,. 16. Febr. (WTB.) Das türkische Kriegs- pressequartier teilt mit: Der Widerstand, den armenische Banden in den Dörfern Kurd, Perasteki, Egrak, Palnizbogy und westlich

Erzindjan und in dieser Stadt sowie nördlich davon zu leisten versuchten, wurde leicht gebrochen. Am 14. Februar wurden die Stadt Erzindjan. die Straße Erzindjan Ardassa, die nach Nor­den führt, sowie die Gegend westlich dieser Straße und die Küstenurtschaft Görele von diesen Banden gesäuber*

Kein Puste ans ungarischen Faden.

Budapest. 16. Febr. Aus dem Toelgyeser Bezirk des Csikert Komitats sind auf den ukrainischen Sonderfrieden vor einiges Tagen die russischen Truppen abgezogen, so daß nun auch die ä«? ßerste östliche Ecke Siebenbürgens und damit der ungarische Bodek überhaupt vom Feinde befreit ist.

Die Kümpfe in Ostafrrka.

Englischer Bericht aus Ostafrika' Miacika im Ludjeridatale^ 150 Meilen nordöstlich des Südendes des Njassa-Sees wurde vor; unseren Truppen am 3. Februar nach einigem Widerstand besetzt. Die feindliche Hauptmacht zog sich ostwärts zurück in der Nichtunn nach dem oberen Moulafluß. Sämtliche feindliche Truppen sintz nun aus dem Gebiete westlich des Ludjeuda vertrieben trotz der Schwierigkeiten des Vorrückens und infolge heftiger Regenfälle. 94 Gefangene wurden von unseren westlichen Abteilungen bei derZ jüngsten Unternehmungen gemacht.

§rr Wajsknßilillanh m\ Rußland krlMkk.

DerNn. 18 . Febr. (WTB. Amtlich.) In einer amtliches Mitteilung stellt die Kaiserliche Negierung foft, dag die Petersc burger Negierung durch ihr Verhalten den Waffenstillstand tat­sächlich gekündigt hat. Diese Kündigung »st als am 10. Februar erfclgt anzusehen. Die deutsche Negierung hat sich demgemäß nach Ablauf der vertraglich vorgesehenen si.brntägigen Kündi- gunsrist freie Hand nach jeder Richtung Vorbehalten.

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Berlin. 16. Febr. (WTB. Amtlich.) In seiner bekannte« Erklärung vom 10. Februar hat Herr Trotzki zwar für Rußland die Beendigung des Kriegszustandes und die Demobilmachung verkündet, zugleich aber das Unterzeichnen des Fri-edensvertra- ges abgelehnt. Er hat sich geweigert, an einer ihm vorgeschlage- nen Vollsitzung, in der ihm die Entschließungen des Vierbundes mitgeteilr werden sollten, teilzunehmen und hat die Verhand­lungen abgebrochen. Durch die einseitige russische Erklärung ist selbstverständlich der Kriegszustand nicht beseitigt und der Frie­denszustand nicht an feine Stelle gefetzt worden, vielmehr hat die Weigerung, einen Friedensoertrag zu unterzeichnen, die Herstel­lung des Friedens unmöglicb gemacht. Gerade zur Herbeiführung eines Friedens aber war der Waffenstillstandsvertrag vom 15. Dezember 1917. was der Vertrag in feiner Einleitung ausdrück- glich hervorhebt, abgeschlossen worden. Mir dem Verzicht auf den Frieden hat daher das bolschewistische Rusland auch aus di« Fortdauer des Waffenstillstandes verzichtet. Dieser Verzicht ist der Kündigung gleich zu achten. In einer amtlichen Mitteilung stellt die Kaiserliche Regierung fest, daß die Petersburger Regie­rung durch ihr Verhalten tatsächlich den Waffenstillstand gekün­digt hat. Diese Kündigung ist als am 10. Februar erfolgt anzu» sehen Die deutsche Regierung hat sich demgemäß nach Ablauf der siebentägigen Kündlgungssrist freie Hand nach jeder Rich­tung Vorbehalten..

Nückberufung der Petersburger Kommlsston.

Berlin. 16. Febr. (WTB. Amtlich.) Die deutsche Kommis­sion und die Kommissionen der verbündeten Staaten haben Pe» tersburg gestern verlassen und heute morgen auf dem Rückweg- die deutschen Linien passiert.

Die Haltung Oesterreich-Ungarns.

Köln, 16. Febr. Die ..Kölnische Zeitung" meldet aus Wlekv. Mit Bezug auf die Berliner Meldungen, daß die deutsche Negie­rung die einseitige Petersburger Erklärung über das Aufhöreir des Kriegszustandes so aussasse, daß Deutschland dadurch volle Handlungsfreiheit wiedergewinne, erklärt dieNeue Freie Presse" nach Erkundigung an unt-'rrichteter Stelle, die Haltung OesterreichsUngarns würde durch eine mögliche Wiederaufnahme der Kriegshandlungen an der Ostfront nicht beeinflußt werde«. Dazu bemerkt die ..Kölnische Zeitung": Wie der BerlinerLokal- Anzeiger" aus Wien erfährt, wird übrigens Oesterreich llngara in dieser Frage wie in allen anderen in vollkommenem Einver­nehmen mrt Deutschland Vorgehen und auch, wenn Deutschland weitere Operationen einleiten sollte, sich i« Uebereinstümnung

mit der deutsche« Regierung befinden.

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