8, li.) Wie auch der Apostel an die Wiedergeborenen schreibt: „Ihr seid wiedergeboren, nicht aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem: durch das lebendige und bleibende Wort Gottes." (1 Petri 1, 23.)
Ja, nimm und lies Gottes Wort, die Heilige Schrift; „sie vermag dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben an Cbristum Jesum". (2 Tim 3, 15.) O. D.
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Es gibt leider Tausende und aber Tausende von Deutschen, in deren Leben war und ist das Wort Gottes so völlig ausgeschaltet, daß selbst von den Bibelsprüchen, die sie als Kinder und in der Jugend gelernt haben, nichts mehr übrig geblieben ist — alles ist versunken und vergessen!
Weißt du ein Wort aus der Bibel, das dir teuer wurde? Ist da irgendein Ereignis deines Lebens verbunden mit der Erinnerung an ein Wort Gottes? Hat es dir vielleicht deine gute Mutter geschrieben oder hat es ein alter Freund oder Lehrer dir gesagt in einer Abschiedsstunde? Laß einmal die versunkenen Glocken aus den Tiefen deiner Erinnerung heraufklingen in die sturmbewegte Gegenwart! Horch! Es klingt: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen." (Apg. 4,12.) „Besteht Jehovah deinen Weg und vertraue auf Ihn!" (Pst 37, 5.) „Barmherzig und gnädig ist Jehovah, langsam zum Zorn und groß an Güte; Er wird nicht immerdar rechten und nicht ewiglich nachtragen." (Pst 103, 8. 9.) Welche heiligen, göttlichen Worte — sie ziehen mit Macht dein Herz nach oben in das Licht der Ewigkeit.
Wohl findest du unter denen, die ohne Gott und Gottes Wort ihre Straße ziehen, manchen tüchtigen, tapferen Mann, der sich in dieser Kriegs- zeit als ein treuer Deutscher bewährt hat. Auf Grund dieser Tatsache denkst du vielleicht: man braucht das Wort Gottes nicht, man wird auch ohne ! dem fertig. Aber du irrst, mein Freund! Du kennst nicht die Lebens- und Siegeskräfte, die im Worte Gottes enthalten sind. Du bedenkst nicht den Ernst der Ewigkeit und den Fluch der Sünde, der auf jedem Menschen von Natur lastet, von welchem wir befreit werden müssen durch die Gnade, die allein in Jesu ist. Du kennst nicht den Frieden des Herzens, welchen ein Mensch empfängt, der seine Seele ernährt mit diesem wunderbaren Wort, von welchem geschrieben steht: „Wahrlich, wahrlich. Ich sage ench: Wer Mein Wort hört und glaubt Dem, der Mich
gesandt hat, hat ewiges Leben und komm: nicht ins Gericht, sondern er ist aus denr Tode in das Leben hinübergegangen."
(Ich. 5, 24.)
Neulich geschah es in einem Lazarett im Osten, daß ein ßerbender Verwundeter die Krankenschivester anrief mit den Worten: „Schwester, geben Sie mir etwas zum Leben!" Die Schwester mußte antworten: „Ich kann Ihnen nichts zum Leben ge- den." Diese Schwester kannte selbst den Heiland Jesus nicht, welcher spricht: „Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit." (Joh. 6, 51.) Wenn jener arme sterbende Verwundete ein wahres Kind Gottes vor sich gehabt hätte, jo hätte er die Antwort empfangen: „Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an Mich glaubt, wird nicht sterben in Ewig- keit." (Joh. 11, 25. 26.) Oder er hätte die Ant- wort bekommen: Jesus läßt dir sagen: „Wer Mich findet, hat das Leben gefunden und Wohlgefallen erlangt von Jehovah." (Spr. 8, 35.) Diese Worte des ewigen Gottes sind Geist, Kraft, Leben und Wirklichkeit für jeden Glaubenden.
Wie ist es so dringend not, unserem deutschen Volke und vor allen Dingen unseren deutschen Kriegern das Wort Gottes zu geben, welches das ewige Leben bringt! Dies Erdenleben läuft ab; auch ivenn es in Treue durchgehalten wurde, auch wenn man als Sieger das irdische Schlachtfeld verläßt, so bleibt die große Ewigkeitsfrage: Hast du Brot des ewigen Lebens gegessen? Hast du glaubend das Gnaden wort Gottes in dein Herz gefaßt?
Wenn ein Mensch sterbend liegt, sei es auf dem Schlachtselde, sei es im Lazarett, welcher Brot des ewigen Lebens, das Wort Gottes, gegessen hat, der spricht nicht: Gib mir etwas zum Leben!, sondern er gibt denen, die um ihn sind, Zeugnisse von Jesu, dem gegenwärtigen, wunderbaren HErrn, der aus seinem Leben weggenommen hat alle Anklagen des Gewissens, alle Last der Schuld, und der ihm gegeben hat: Gewißheit ewiger Gnade, Gewißheit ewigen Lebens! v. V.
Aas Wort.
(Rom. 10, 8.)
Es ist Gottes Wort, von dem hier die Rede ist, das untrügliche, ewige Wort des Heils und Lebens, ,)das Wort des Glaubens, welches wir predigen."
Was aber sagt uns Gottes Wort? Es ver- kündigt uns, wer Gott ist; es bringt uns Gott in


