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i lcrleljcjhrlich 2,-10 M?, uovttuszahlbar, frei ins (unis Ab ge holt in unserer Cjpediüon oder linden Zweig- ausgabesteUen vierteljährlich 1,80 Mk. — Ers6)cint Dienstag, Doriierstag v. Samstag. — ^kebaktionsschküß früh 8 Uhr. — Kür Aufbewahrung oder Nückjeu- dung u ich t verlangter Manuskripte wird nicht garantier.
Vcrl, g der Zeitung Gtetzkn.
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Dienstag, den 5. November 1918,
Me 44 mal breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die M) mm breite Reklame-Zeile 100 Pfennig.
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Lclkphon 'H:. 31. Jahrg.
D«r groß angelegte fei diiche DurKhz uchsverfuch von d
deutsche' Armeen abgef:ylage^.
Miiliche üemsche CaaesDerfcftfe.
Berlin, 2. Nov, abends. E.ncnte Angriffe der. Engländer südlich von Valencienn s, Oer Amec kan r westlich der Maas beachten dem Feinde nur örtlich n Geländegewiün. An den übrigen stampff onten ruhiger
Tag.
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wtb. Großes Haup t q u a xti e r, 3. Nov. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
. Heeresgruppe Kroupriuz Nupprccht.
In Flandern nahmen wir die an der Lhs stehenden Truppen im Anschluß an unsere neuen Front an der Scheide auf @yit zurnick. Gestirn bestand hier Geftchtsfüh'ung mit dem Gegner. Nordöstlich von Gudcnaarde und bei Tour nah wurden Teilangriffe des Feindes abgewi-sen. BZ und südlich von Valene'ennts setzte der Engländer seine heftigen Angriffe fort. In Vorm'.itagökämpfcn drückte er uns auf Sautain und fetzte sich wieder in P-.oseau fest, Villecspo! wurde gegen mehrfache Angriffe gehalten. E.neute am Nachmittag östlich von Valencicnncs gefühck'e Angriffe scheiterten. Das Infanterieregiment Ne. 24 unt-.r den Hauptleuten v. Brandys und Haupt und Batterien des Feldartil lecieregimentS N-. 44 zeichmte. sich besonders aus. Westlich von Lapd-<c:cS wiesen wir Teilangriffe des Gegners ob. Wo der Feind eindrang, warfen ihn Nadsahrertruppur wieder hinaus.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz und G a i l w i tz
Westlich vo Guise Mit t) ein Tu lau griff inr Gegner ohne Erfolg. Der Franzose hat nach den schweren Verlusten, die ^2 in drr Schlacht aur 1. November an den Aisnefronten erlitt, gestern seine Großangriffe nicht , mehr fortgesrtzt. Ec beschränkte sich auf Teilangriffe östlich von Büliogne, bei Neuville et Duy und Tercon, ' die wir tcllgjm Gegenstoß abwicsen. — Der Einbruch . der Ainerikancr westlich der Maas v rarilaßle uns, die Front zwischen ocr Aisne und Champgreulle zurück zunehmen. In Linie Qua st re Champs—Vuzanoy ent- wickelten sich gest.cn Vocfcldlämpst'. Westlich dir Maas setzt? der Amerikaner seine Angriffe fort. Sie hoben bet Tailly und über VcklerS devant Dun etwas Boden gewonnen. Im übrig-n wurden sie abgcwiescn.
Heftige Borseidlänchse wesiüch der Mosel.
Leutnant Bucklcr errang seilten 35. Lustsie'g.
Der Effte Erncre-kquarticymeistci: Groener.
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Berlin, 3. Nor., abends. Bo: selb kämpfe vor unseren neuen Linien zwisch Aisn? und Maas. An den übrigen Fronten t in- ;vöß rcn Kanipshnndlungrn
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Berlin, 3. Nov. Im Lperrgebiet um England haben unsere Il-Boot' 40,000 ^ uttoregistertonneu ü c;pn!t. Es handelt sich säst Vurchw g um t sbcladene, nach d u englischen Häsen cinloufende D^-npfer, daru ter zwei Tnikiomps ..
Der Chef des Achnicalstobs der Marine.
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Wtb. Großes He. p' qucrrti tx, 4. Nov. 1918.
WcstUcher MitegSfchauplatz:
Heeresgruppe Kroupriuz Rupprechi.
Vor» lokämpst. vo-- unseren neuen Liroe.i nördi 8 von Ge. ' v lien hier ln Kanal ■;i»b am W sic A.- der Stadt in Oku . > füh ung mit dem Gegner. Orstlich von Val<ncienncs hc.ven wie unsere Front vom Gegner etwas abgesctzt. DerFUnd und am Abend betO.'malng- J-ulüiii und Bibers Bol. Beiderseits von Le Ouesnoh und Land:beb.s gestrigertir Artilleeietümpf. Westlich von Land-ec es wi. cn wi .rmte Angriffe oes Feincns im G.^.s-oß ab.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz und Gollwitz
Zwischen Oste und Aisn ' lebte die AltillerietütigkAt am Abend ans. war nördlich von Guile und bet Bttiwgne hier in Ve.bindunq mit erfolglosen Teilan-
g 11 ff^n e! 2 Gcs. n . d L , v 00 glöß- r - . H. ftig!e . Im An
sch tust an die gestein geinrldete Zu'ückverligung unserer Front ösilich k Aism r ahnt - n wir auch westlich der Maas unsere Linien etwas zurück. Vorfeldkämpfe südlich o n Ll Chtkne uub bei Veuioccs. Starke Angriffe der
Amerikaner zwischen Sommauthe und Belvil brachten wie im Walde südlich von Belval zum Stehen. Auf lim östlich, n Maasufec scheitelten h füge Tci! an griff, zwisch.v Maus und Mosel mehrfache Locstöße des Gegners. W'stiich der Mosel säubnt n wir kleine, aus den l-stzien Kämpfen noch in Fetndcshand gebliebene Grabenstücke.
Der Elfte Gtncra^quariiermeister: Groener.
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Berlin, 4. Nov.. abends. Gewaltiges Ringen zwischerr Schelde und Oise. Der von Engländern und Franzosen auf mehr als 60 Ki'ometec breiter Fcont erneut erstrebte Durchbruch wurde vereitelt. Zwischen Le Oucsnoy und Landrcsiß fingen Reserven den Stoß des Feindes auf. Auf der übrigen Front beachten unsere vorderen Kampftcupp.n seinen Ansturm zum Stehcn. Westlich der Maas haben sich am Walde von Dicuelt Kämpfe cntwick'lt.
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ch kenne die Grö>ße der gewaltigen Rräfte, die noch in unserem Volke vorhanden sind.
Auf dieses Wort des Reichskanzlers Prinzen Max von Baden wird die 9. Kriegsanleihe die Probe abgeben. Zeichne jeder nach bester Rrafc!
Tm 1 Seifer Sie Monarchie
nahm der Hauptausschuß nationaler Arbeiter- und Be- rufsverbünde Deutschlands socbe« in einer Eingabe an den Rcichskanzicr Stellung. Ja dicsec wird auf die ungeheuren Gefahren hingcdcutet, die darin liegen, daß die linksstehende Presse in verh tzcnder We se unvuhüllt di^ Abdankung des Kaisers fordert. Mitierüberwiegenden Mehrheit dcs deutschen Lölkes blk.nvt sich auch die lv ck'ts c: cMfn dl ich. Nation a ls Ar bei t e rbcw ? gmv ; u «bei c i t zur Monarchie. Gerade bei dem jctztigen E.nst der Lage hack die wirtschastefeiedliche Arbeiterbewegung cs für d.n verhängnisvollsten Fehler, der begc-ngcn werden könnte, wenn.der Kaiser jctzt zu seinem Rücktritt ver- aulaßt-ober sich auch freiwillig dazu entschließen würde. DeNnohneZweifel würden die republikanischen Kreise sofort versuchen, den Th onw.'chsel zu einem Umsturz der monarckischtn Stgat'sv.ecfossung überhaupt zu benutzen. Die politische Lage im Innern würde noch verworrener werden und blutig- Unruhen würden die unausbleibliche Folge s in. Gerade die Erfahrung in anderen Ländern hat gelehrt, dost fiic byj Arbeiterschaft und die werk- tätigen Stände die kon^itutionelle Monorchie die be währrestc StaatSversassung sei.
Reicbsraflsneuwafcleüi wi9-
Berlin, 2. Nov Die Ges tzicbnngszckt des gegenwärtigen Reichstages, die 1917 avgelaufen war, ist bereits zweimal verlängert worden. Da sich de. Wunsch nach Neuwahlen sowohl in der Regierung als auch tu den NeichStagspalkei n bemerkbar macht, soll der Beschluß gefaßt worden sein, schon in den ersten Monaten d-s konnnenden JahccS solche fioUfinbui zu lassen. Die Ausstellung der Wahllisten wäre diesmal allerdings uut besonders sä lvierige Arbeit, so daß mit Ne uwahle n vor Mat wohl kaum zu rechnen sein dürfte.
Zm 0erdan<I bcffifcDer §pittü.Mki
hat Gehümec Finanzcat Bastian-Darmstadt darauf hlngcwiesen, daß wir jetzt nahezu dos Dretzehnsachc an Geldzeichnen im Umlauf hätten verglichen mit dem Zu stand vor dem Kriege, nämlich mehr als 25 Milliarden
Mark J.tzt sei Vorsorge getrvff.n dost alsbald der Mangel an Geldzeichen behoben werde. Nur um einen zeitwei en Mangel an gedruckten Geldzeichen habe es sich gehandelt, bc:>. bi«: Nerchsdluckerei nicht sofort behebe« konnte. Im überigen hätten wir unsere Mit» burgee za warnen, sich nicht von Maßnahmen überraschen zu lassen, die die ganz unbegründete Gcldhamfterei mit schwerem Nachteil ahnden würden und die natürlich nicht lang? vorher ang^kündigt werden könnten. Die Steuerbehö dcn erführen nichts von den Einzahlungen. Auch beweise doch eine solche Einlage noch kein? Ver- mögensmehrung. Vernünftige Sparer hätten di? Spar- kasseneinlagcn allein im September um 1 I» Milliarde Mark gesteigect. Die Sparkassen rhrcrsells legen die Einlagen so an, daß sie sich j:d§lZett wieder Geldmittel beschaffen können Sie lassen ober die eingehenden Gelder nicht bar im Hause liegen. Die Versammlung unter L.itung dcs Herrn Gcheimrat Micke! hat das einstimmig gebilligt. — Ein Gegenstand gewissenhafter Prüfung sei die Frage, ob sich unter heutigen Verhältnissen etwas geändert habe an der Stellungnahme ge^ genüber der Kriegsanleihe. Wir aber seien gewiß alle der Ü berzeugung, daß Deutschland nicht zerschlagen wcrd'N könne und sähig bleibe, die Zinsen der Ehrenschuld „KriegSanieih." zu zahlen, an der auch die klein- sten Gckdbcsitz r in Weitem Umfange, osi sogar mit ihrem garzm V r.mögen beteiligt ) kn. Dank einer Bevölkerung, die tu diesen Tagen erneut- gelobt durch hacke Arbckt die wirtschaftlichen tiefen Wunden zur Heilung zu bringen. — Die Kassen würden auch in der Uebcrgongö.pck rlhcbliche Einr Ohmen haben ohne K.ckcgsanleih? verkaufen zu müssen —, weil auch back) dem Kriege Geld verd'ent und Geld gespart wird und w'il viel Geld, das jetzt noch zu Hause ruht, sich auf den Weg zu dm Kaffen befinden lverde. Auch sei der Geldbedarf für d e Abhebungen nach dem Kriege sicherlich nur ein v'rhältnismäßig airu*. weil das, was man für die häusliche Wirtschaft zu kaufen sich vocge- nommen habe, erst in geraume. Zeit und dann auch nur nach und nach zur Verfügung st»he. Gleichwohl seien die in Llussicht genommenen Einrichtungen der NüchLfinanzvccwallung derart ausgeftattet, daß sie für jede, aud) d e allergrößte, Bewegung von K. i gsanleihcn gerüstet seien. Man werde also nicht nur immer Geld haben können, sondern sich auch darauf verlassen dürfen, daß der Kurs vorsorgliche Pflege fi^dck.Beschlossen wurd' auf Anregung dcs Vortragenden, den Beanrten die Beteiligung an der Krt gsanleihe du durch zu Hddit irr, daß bk Sparkassen je nach Wunsch die Mittel für die Z r-.chnung einstweilen voclegeu. Die Großh. Hüuptstaatskaff behält b i der monatlichen Gehaltszahlung immer 1 "/o des Zeichnungsbctcages Zugunsten der Zeichnenden Sparkasse in. In 7 Jahren würde der gezeichnete Betrog zur Verfügung der Beamten stehcn. Müsse er vo zeitig den Vertrag aufheben, so wird unter Umständen das mittlerweile anacsam- melte Kapital mit Zinsen in Kriegs ?"ivy mir d m üderschli-ßenden Betrag in bar auSgchändkr.
GekKWNtmachltzKg.
Wegen der noch immer bestehenden ernsten Schwierigkeiten der Vetriebslage fallen vorn 4. November ab weiterhin noch nachstehende Züge vorübergehend aus: T. 421 (W) Cobkenz ab 4,00 N, Limburg an 5,23 N, T. 4901 (W) Limburg ab 5,26 N, Gießen an 6,51 N. T. 4902 (W) Gießen ab 8,IO V., Limburg an 9,20 D. T. 4906 (W) Limburg ab 9,38 D-, Coblenz au 10,50 V.
Die 2Lageuzahl der noch verbleibenden Züge muß mit Rücksicht ans die Leistungsfähigkeit der Lokomotiven und wegen der Heizung möglichst eingesä rankt werden, diese Züge haben in erster Linie dem Berufs- und dringendsten Reiseverkehr zu dienen. Es wird deshalb wiederholt und auf das dringendste ersucht, alle nicht unbe- dingt nötigen Reisen zu unterlassen, da andernfalls einschneidendere Maßnahinen zur Einschränkung des Personenverkehrs nicht zu venneiden sind.
Frankfurt a. M., 3. Nov. 1918
Kgl. klsenbadnattekilsii TriuiKfun (IH)


