27 M imm vLrleM.
DTB. Berli«, 4. S-?t. Unsere U-D-die
versenkten westlichen und m,liieren Lliliei-neer
" m S9lS * <£,„ Ehef des Admlralst-b-s Ut Marin«.
WTB. BerlI», 5. C-vt. (Amtlich.) A" der OstkL^
Wed« ela ««Wer Wilreurer m der Arde«.
bb. Nach dem Berliner L-kalanzelg-r meldet der .Matin,
ewwafawaftJHSa
senkt. Die Besatzung von 25 Mann wurde bei dem Cap Rare gelandet._ --
Ans MMnd.
Der deutlch-rulkilchr Zujatzvertrsg in Moskau augrnsmmen.
SU. Der D.Z. zufolge ist die Ratifikation des deutsch- russischen Zusatzvertrages zum Brester Frieden vom Zen- teal.Exekutiv.Komitee in Moskau in Auwesenheü von 500 Nltgliederu beinahe einstimmig erfolgt.
Der Feldzug in Sibirien. ^
TU. Die Times meidet aus Madimostock: Der Feind ist an -er Ussurifront im Rückzuge nach Chabarowsk begrasen. Oir: allgemeine Vormarsch der Allnerten hat amVormittogdes 80 August von Schmakonfl aus begonnen. Der <zernd kann
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allgemeine militärische Lage der Alliierten l>at sich gebessert.
bb. Nach dem Lo'talonzeioer nieldet die ^Morningpost mittelbar aus Petersburg: Die Räte-Ärgiorung in Moskau ermächtigte die örtlichen Sowjctrate in ganz Rußland zur Verhängung des Belagerungszustandes.
Aufsel^nerregende Derhastungen.
TU. In Petersburg wurde plötzlich der sich bisher einer großen Gunst der Bolschewiki erfreuende frühere russi che Botschafter tn Tokio, Baron Rosen, verhaftet. Elchzeitig wird die Verhaftung des früheren stellvertretenden Ministers hes Innern, Baron Nolde, gemeldet.
DivlomatLN der EKtercke als Wer- MU'srer entlarvt.
Nach dem amtlichen russischen Organ .Iswestija* wurde erne Verschwörung aufgedeckt, welche auf die strust^llose yoh- tit der Entente ein grelles Schlaglicht wirft. ^Die Vevschwö- runa war nämlich angezettelt durch engllsch-franzogsche Diplomaten mit dem Chef der britischen Mlision Lockhart, dem französischen Generalkonsul Gronard und dem franzo,ftchen General Lavergne an der Spitze. Sie war darauf gerichtet, durch Bestechung eines Teiles der Rätetruppen sich des Rates der Volkskommissare zu bemächtigen und eine nnlitarr,che Diktatur in Moskau auszuüben. U. a. sind Hinwege ' > funden worden, daß fiir den Fall des gelungenen Umsturzes »in» gefälschte Geheimkorrespondenz der russischen Regierung mit der Regierung Deutschlands veröffentlicht werden und gefälschte Verträge hergestellt werden sollten, um eme geeig. net« Atmosphäre' für die WiedererneucruNg des Krieges mtt Deutschland zu schaffen. Die Verschwörer handelten, indem fte sich durch die diplomatische Immunität deckten und aus Grund von Bescheinigungen, dte mit der persönlichen Unter- schrift des Ehefs der britischen Mission in Moskau ousge,tollt wurden, von welchen sich viele Exemplare ln den Händen des Außerordentlichen Ausschusses befinden. Durch die Hände nur eines der Agenten Lockharts, des englischen Leutnants Ragly, gingen in den letzten anderthalb Wochen 1200 000 Rudel zu Destechungszwecken. Alle verhafteten Mitglieder vom Rate der Volkskommissare sollten sofort n^ch Archangelsk gebracht werden. Dieses war anfänglich geplant. Bald darauf sprach jedoch Rayly Zweifel über die Zweckmäßigkeit aus, Lenin nach Arckmngelsk zu schicken, da es Lenin bei seiner wunderbaren Eigenscl-aft, dem gemeinen Manne nahe zu kommen, während seiner Reise nach Archangelsk gelingen könne, die Wachmannschaft auf seine Seite zu bringen, so daß dies» ihn befreien könnte. Daher erklärte Rayly, es fei am sichersten, Lenin und Trotzky sofort nach der Verhaftung zu erschießen. — In der Nacht zum 1. September erschienen die Beauftragten des Außerock>entlichen Ausschusses in der Woh- nung der Verschwörer, wo die Leiter der Verschwörung zusammenkamen. In der Wohnung wurde eine Versammlung vorgefunde n. Unter den Verhafteten befand sich ein^eng -
Zur Unterhaltung und Velehnm.
Großer Verdienst au« kleinen Erfindungen.
Denn oft Männer, denen die Welt hervorragende unv bedeutungsvolle Erfindungen zu verdanken hat auf keinen grünen Zweig gekommen und vielfach sogar in Not und Elend gestorben sind, so ist es anderseits ebenso häufig, daß klein« praktische Erfindungen, die tm Dienste des Alltags nutzbar gemackft werden konnten, ihren Erfindern Unsummen eingebracht haben. So machte ein glücklicljer Emsall den Amerikaner B. H. Palmer aus Baltimore zum Millionär: »r hatte fldj ein« neue Verschlußkappe für Mer- und Selter- wassersiasck)«n ausgedacht, woran er ein Vermögen verdiente, nachdem er endlich — er mutzte freilich sechs Jahre warten - einen Kapitalisten gefunden lsiitte der fein Unternehmen finanzierte. Auch der erfinderische Kopf, der die glückliche Id«« hatte, die glatte Haarnadel durch die gewellte zu er- setzen, well er imnier beobachtete, daß seiner Frau die glatten aus dem Haare fielen, wurde reich, und ebenso erging es
S . L. Limnan ans Philgdelphta, der zuerst Bleistifte anser- gen ließ, an deren Ende ein kleiner Radiergumrm befestigt war, sowie dem Erfinder der Schuhschnalle, die das Aufgehen der Schuhbänder verhindert. Hier ist auch auch der .Ent- beeter* des Kaugummi«, eines im Pankeelande ja bekanntlich unentbehrlichen Stoffes-, ein gewisser Adam, der im L<chr» 1871 ein Patent auf fein» Erftnduna aufnahm, zu nennen. Millionär wurde auch der Erfinder des ersten Konserve, SüchirrEnnit. btt ßbenso ®U srtu» »or-emmnt-a
kischer Untertan, der seinen Namen nicht nennen r'Ms. All« Verhafteten wurden in den Außerordentlichen Ausschuß ge- bra' t. Dort erklärte der unbekannte Engländer, er fet der englische diplomatisch« Vertreter Lockhart und sagte erregt, daß seine Lage als diplomatischer Vertreter ibn vor iraend- welchem Verhör schütze Lockhard wurde darauf hingewl^ ihm werde die Frage nur gejtellt, um chm die Möglichkeit zu geben, zu beweisen, daß ein gewisser Lockhart— der Organe sator der Verschwörung — und der englische diplomanjche Vertreter Lockhart verschiedene Personen seien. Der über- führte diplomatische englische Vertreter wußte hierauf nichts zu antworten und verließ in großer Verwirrung den Außerordentlichen Ausschuß. Der verhaftete Major Friede und sein Bruder, ein Hauptmann, standen in den Diensten der RätEwalt und gaben sich mit systematischem Dieostahl von Geheimdokumenten und Berichten über die Lage an der Front und über Truppenverschiebungen ab. Ihre Berichte wurden in einigen Exemplaren abgeschrleben und an englische und französnche Missionen übergeben. Als Vermittlerin diente eine ^Künstlerin aus dem Atelier eines kUvstlerischen Äjeaters, als Ort der Vermittlung dienten die Boulevards. Das Hauptziel der Verschwörung der englisch-französischen Dlp.o- malen war eine neue Kriegserklärung an Deutschland. Die enalisch.französischen Diplomaten waren fest überzeugt, daß jede andere Gewalt in Rußland außer der Rätegewaltt em gehorsames Werkzeug in den Händen d-s engst,ch.franzo,ischen Imperialismus sein werde und .auf «eM diese» ope Schwanken das russisckje Volk in ein neues Schlachten schicken w^de. Die verbündeten Diplomaten verstanden jedoch, daß außerordentliche Gründe herbeigeschafft werden müssten, um den Umsturz und die neue Kriegserklärung vor dem Volke *u rechtfertigen. Daher schenkte man besondere Au,merk- > ^amkeit der Besetzung der Arbeitsräume Lenins. Crohkis und anderer verantwortungsvoller Räteführer, run die urku ' - lichen Texte der Verträge und Vereinbarungen mit Deut ch land zu finden. Dabei wurde vorausgesehen. daß sich d st.se Ertrüge als tdentisch mit dem tn der Presse veröftentstchtm erweisen würden. Für diesen Fall wurde beschlogen, ge- fälschte Verträge herzustellen, die das Volk von. dom--D«rat der Bolschewiken an Rußland überzeugen sollten. D.e ftrage über die Erstellung von gefälschten Vertragen wurde ln einer Ke A die oon der britischen Mission v»r°n,Et mi-rden beraten und sofort durch die ersten Daten ocr vor läufigen Untersuchung über die aufgedeckte Verschwörung der englisch-französrschen Diplomaten bestaugt. Es war bsab. sichtet .außer den gefälschten Vertragen auch ein,: Korrespondenz zwischen der ru>si.chen ui.d oi.ut.chen Re^i.
^"°L°?di°^.-such„nq und Drrl)7,sirmg«n nn -ngilickM Botschaftsgebäude in Petersburg berichtet d,e Mo^auer Prawda: In der Außerordentlichen Komnnsuon befinden st)
40 Verhaftete, hauptsächlich Engländer, welche sich am 61.
, August in der englischen Gesandt'.chaft am franzost,chen Ki^i ^ in Petersburg befanden. Laut Mitte lungen einer emge- weihten Persönlichkeit wurden diese Verhaftungen und Haussuchungen in der englischen Gesandtschaft aus fMenden Gründen unternommen: In Moskau hatte der Vorsts c der Außerordentlichen Kow.mi,nost D, er, chm ft, Mitteilungen von großer Wichtigkeit über die ^oindung verschiedener aeoenrevolutionärer Organisationen auf dem -^errnomum ver ruiuschen Republik mit den Vertretern der englischen Regie rung und der englischen fanbtfd)aft er * Arschin,st
beabsichtigte, nach Petersburg ur Unterstlchung zu restm. Die Lauvfäden der Verschwö .ung der Organijation lie.en in der englischen Gesandtschast in Petersburg zu,ammen. Bereits am 31. August waren die Untersnchungsbcamten dr.r Kommission in Petersburg und traten mit der Untersuchungskommission in Kontakt. Das Kommlsstonsunt-
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laut i- W u.v a v»vw. _
genrevolutionären und englischen ^—•--- • , ■. . >•
len. Laut vorliegenden Daten sollten sich auch m d».r G sandtschaft Cawinkow und Filoneko verbergen. HMr be. ab sich mit dem Kommissar Potisenko, dessen Gehrlsen sowie eme Abteilung von Aufklärern um 5 Uhr abends nach dem G-- bä-'de'der Gesandtschaft. Nachdem das Gobaude uinzmgelt war, gelang es, das untere Geschoß ungehindert zu besten. Als jedoch die Kommissionsbeamten und dl« Moskauer Un- tÄuchungsbeomten zum ersten Stock hmaufgingen und der §ko!nmissarsgehilfe Schenkmann >-ins Z-mmer trat, ertönten vo^^ort SchM. Sch entmann wurde, an der Brust ver. w'-ndet unb fiel hin; der Aufklärer Listen wmbe au.f .der Stelle getötet. Hiller brach ungeachtet der^Schüge mit einer 9 Aufklärer in das benachbarte Zimmer und ver-
ffl SÄ«« Unbekannten, welche d e Hände
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nowfki verwundet. Die m bic Gesandt,chaft cat.rctenotn u >
Erneuen eme wie engli,che >
Korrespondenz und viele Wafien gefunden, wird orotze Bedeutung beigeleat. __
Ans WMentMMd-
Köln, 5. Sept. Die Polizei nahm 11 Personen seit, d'.q durch Schiebung von Metallen, Leder, Sacchmm u,w i i Preise für dir 'll-aren erheblich gesteigert haben, ^as M deutenden Mengen angebotene Saecharin, d.as Kilo zu 1 ^ 00 ^ Mark, bestand zum größten Teil aus Sand. Ferner wurden 4 Personen wegen Hehlerei verhckstet, die mit dem Diebstayl eines Postens Kaffee im Werte von 20 000 JC in Verbindung standen. _ ;
KSln, 5. Sept. Auf dem Heimwege wurden drei Spitz' buben nachts von einem Schutzmann gestellt. Auf feinen AN' ruf drangen sie bewaffnet auf den Beamten eui, der emcn der Angreifer, einen 29jährigen Arbeiter erschoß. Die am. deren entliefen, einer davon konnte aber noch verhaftet werden. Lllle drei sind von der Behörde gesuchte Verbrecher.
Köln, 5. Sept. Am Leystapelwerft irrte ein etwa U jähriges Mädchen umher; plötzlich schwang das Madien 'ich über das Geländer und sprang in die Trefe. Rettungsver^ suche blieben ergebnislos.
Düsseldorf, 5. S«pt. Das Schöffengericht in Neuß den Landwirt'Iosef Dauermeister zu 200 M. urteilt weil er im Winter bei einer Bestandsausn^>me Rog«
gen und Wetzen verheimlicht, sowie Getr^de als Huhne^ut.
benutt hatte Die Strafkammer als Berufungsinstanz ist jetzt^zu einer Erhöhung der Geldstrafe auf im Jt Bjojrt' ba eine böswillige Übertretung vorliege, durch welche eins geordnete DEsernöhrung in Grade »fahrdet °>°rda
Dülleldorr 5. Sept. Zur Ablieferung kamen bei der Mkl?iderstelle Düsseldorf 5490 Anzüge, «ährend nach hen Jor chrfiten der ÄeichsbeNeiduugsstelle 10 900 aufgebracht werden sollten. Die Altklerdersammelstelle Anzüge aufbringen, es wurden bei ihr 12 öoO Anzuge avge- geben, also nahezu die ganze Zahl. ..
Di-rfen 5 Sept. Die Stadtverordneten beschlossen di« W"itersührung der Vierstadtebahn zum neuen Personenbahnhof und bewilliaten die auf die Stadt Viersen entjallenden Kosten mit 24 000 Ji. Die Stadt ist mit 24 Prozent an der Vierstadtebahn beteiligt.
Darmen, 5. Sept. Auf dem Güterbahnhof Darmen-Mt
terslMsen wurde ein djähriger Schüler aus der Moh.en.
straße, !)er dort zwischen den Waggons sp^Ue, von einem rangierenden Wagen ersaßt und erdrückt. Der -ob trat f
rin _ Die Stadtverordneten beschlos,en, oas
^ehrcrinncnseminm: weoen der überfüllung des LehrermneU. Gruses c"n°ehen zu lssieu. - Für die Aussendung von K n. dem in die ^Schweiz bewilligte die Versammlung weitertz
0^'mr'en 6 E«vt. Für die alten Raucher Wer 60 Iah« ..rtÄfstabtrin Ästel Pfund Tab^ A. B. Nr. 2 de, Firina Larstonjen Duisburg gegen Bezahlung des Derkaufs. v reifes von 1 *M>*
<S,~tn 5. Sept. Auf den Grubensteiger Rath.wurde frühmorgens beim Verlassen seiner Wohnung em Überfall reri’bt 'Der Bergmann Josef Nowakowskl feuerte vus dem Hinterhalt mehrere Revoloerschüsse auf den Steiger ab. Nach wurde lebensgefährlich verletzt. Der Tater entkam.
Weitmar b. Bochum, 5. Sept. Von der Husarenpatvouilte tn Ochtrup wurden ^nachts zwei Liebesparchen <mgchalren, die Arm in Arm die Gronauer Strotze entlang kamen. Cs stellte sich heraus, daß die beiden Münner Gefangene maren, Ipv eine^ ein belaischer Postbeamter, der andere ern fraNgö» l Mrr Ät^bÄebiähu Die beiden Frauen sind vers heiratet und Mütter von 5 bezw. 3 Kindern. Ihre ^ 1 ™«* ftehen im Felde. Die Pärchen kamen aus Weitmar der Bo-
E n Die ehrvergessenen Weiber hatten die Absicht den
Äscncn zur Flucht über die holländisch- Grenze behus.
^ Tilgen, 5. Tcpt. Im Gutsgarten zu DWdIng erstiegen 2 achtjährige Jungen einen Obstbaum und ?£ lI&en r i>1 Sf f, " einem alten Knecht überrascht. Der Knecht schoß, als dre Km. der auf seinen Anruf nicht antworteten, in den Baum, tötete einen Jungen und verletzte den aWeren schwer. ,
Kamen b. Sept. In den Erkrankungen tst jetzt ein Rückgang festznstellcn. Weitere Todesfälle sind mcht bekannt aeworden. Der größte Teil der nach dem Genuß von Pfer. defleifch erkrankten Personen befindet sich aus dem Wege de,
Besserung. ..
Buer, 5. Sept. Stadtsekretär Fritz Iürges von hier wurde zuni Bürgermeister der Kreisstadt Sprmge in Han-
"°°°Nidda^m^Main, b. Sept. Auf dem Htmmelsbach'schen Sägewerk wurden die Kantinenköchin des Werkes, die 41 Kahre alte Lina Lotz, und das 25 Jahre alte Kuchcnmadchen Ida Laders, mit schweren Schädelverletzungen aufgesunden, Lok verstarb bald, ohne da- Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Laders war tot. Der Mörder hatte em kesUenfor. miges Holz benutzt, das blutbespntzt neben der Leche de, älteren Mädchen- lag. - Rach e.ner »-eueren Meldunz wurde als mutmaßlicher Mörder der Nachtwächter des Wer. les, Kühn aus Eeiß-Nidda, verhaftet. In der Küche, in de, der Mord vollbracht wurde, fand man emen dem Kühn ge. hörenden Taschenspiegel, der Fingerabdrücke trug, u>ch Hrmdespuren. die aller Wchrscheinlichleit nach von Kuhns Hund herrühren. -- —$
Kollegen den kleinen Gegenstand, der so einträglich werden sollte nicht einer langen Arbeit ünd sychnwtiich-m Rechd-n- Sen, sondern einem zufälligen prattischen Lmfall verdantte.
Was rauchen wir Im Jahre 1918?
Ende dieses Jahres sind in Deutschl'nd die Tabakvor- röte erschöpft und die Herstellung von Zigarren soll emge- stellt werden. Ein schwacher Trost ist es, daß in den andern Ländern Europas infolge der Kriegsverhaltnipe d e eme Einfuhr von üderseei'ck'en Tabaken kaum nca) möglich mo- ü>en. die Zigarre gl v^lls auf den Aussterbe-Etat gesetzt ist. Was rauchen w-.- dann? Wie einem bekannten Fach- mann zu dieser Frage erklärt wird, werden un>cre Feld- grauen ln erster Reihe mit Zigaretten bedacht werden, für die wir noch aus dem Balkan reiches Material erhalten. Daneben sollen sie rcicki»ch mit Rauchtabak für die P,«fe versehen werden, für den inan eher zu MisckMngen greifen kann. Die .givilarmee^ daheim wird sich, foweti das Rau- chen nicht eingeschränkt wird, ebenfalls an die Pfeife und an die Zigarette gewöhnen nillsten.
Der Phosphor.
Der bekannt« Hofpre-diger Fromme! sichr einmal In der Eisenbahn mit mehreren Reisenden zusammen, unter denen sich ein redseliger junger Mann befand. Dieser kannte of,cn- bar den Hosprediger von Ansehen und wollte .den orthodoxen Pfaffen" gehörig ärger,r. Er erging sich in allerlei traftigen ! Angriffen auf die Kirche und die von ihr gepsieoten religichcn Anschauungen, brachte die neuesten Einsichten der ^rcigeister I vor, bi» er uneingeschränkt tobte, und knm zuletzt auch aus
die Erkentnisse der Chemie und Biologie zn sprechen, insbe. sondere auf die Wichtigkeit des Phosphors für das Denken. „Es hängt alles vom Phosphor ab*, sagte er m emem Tone, der keinen Widerspruch anerkennt; ^von Zufall, Vorhero^ stimmung, göttlicher Fügung zu reden, ist ftommer Unsinn. Der Phosphor ist die Grundlage der menschlichen Denk fähig- keit, die alles regelt. Daher ist es z. D. die grotzte ^orheit, die Lokomotivführer, überhaupt das verantwortliche Zugper- sonal länger als 10 Stunden hintereinander^ arbeiten zu lassen, denn dann ist der Phosphor im Hiim diejer Leute durch die nervenanspannende Arbeit vollständig aufgebrancht, und sie sind gewissermaßen unzurechnungsfähig geworden. Das bildet eine große Gefahr für den Zug und die Reijenden. —, Einioe der Zuhörer stimmten halb gedankenlos, halb ausj Höflichkeit zu. Fromm«! aber fragte den Sprecher ruhig: ,Sis haben wohl, ehe Sie die Reise antraten, zehn Stunden gearbeitet?* — „Rein — wieso denn?* entgegnete der jungy^ Mann. — .Run, bei Ihnen ist der Phosphor im Gehirn an- scheinend bereits aufgebraucht, sonst könnten Sitz nickt das reden, was Sie uns eben vortrugen.^
Der zerstreute Kommt
Bankier Goldsteiner fuhrwerkte zornig lös "wit ^elneA seiner Buchhalter, der das Pech hatte, sich fortwährend zu verrechnen. ,Menschl* schrie er, .Sie wissen ja nicht em- mat mit dem kleinen Einmaleins Bescheid! Hier sit eu> Fehler, und da ist ein Fehler, und hier ist wieder ein Felsien Sie sind überhaupt gar kein Mensch, Sie sind der rein^ Scheck, — „nur zur Verrechnung*


