Ausgabe 
31.8.1918
 
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Hii5 Stadt und Cand.

Sekämpfun der Sperlinge Die Landwirt- schaftskammec empfiehlt die Einführung von Schußprä­mien und dos Aushcben der Spatzennest r, da der Schaden sehr erheblich sei.

* Steuererklärungen. Nach einer Bekanntmach­ung des Finanzamts finb] die Gewerbetreibenden mit einem Jahresumsatz von mehr als 3000 Mk. verpflichtet, den steuerpflichtigen Iahresbetrag ihres Warenumsatzes für die Zeit vom l. Januar 1918 bis 31. Juli 1918 bezw bei Waren, für welche die Rücklagepflicht nach der Bekanntmachung des Reichskanzlers über die Sicherung einer Umsatzsteuer auf Luxusgegenstände besteht, für die Zeit vom 1. Januar 1918 bis 5. Mai 1918 spätestens zum Ende dieses Monats anzumelden. Ebenso sind die Steuererklärungen für die Staats- und Gemeindesteuer­veranlagung in den Landgemeinden bis 1. September in den Städten Butzbach, Gießen und Grünberg bis 1. Ok­tober l. Is. einzureichen. Nach den gesetzlichen Bestim­mungen hat jeder Steuerpflichtige, der ein steuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mk. und mehr besitzt, über den Iahresbetrag seines steuerpflichtigen Einkommens eine schriftliche Erklärung abzugeben. Don der Abgabe dieser Einkommensteuererklärung ist der Steuerpflichtige, sofern an ihn nicht besondere Aufforderung des Vorsitzen­den der Deranlagungskommission ergeht, befreit, wenn er im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer 1. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. und mehr) veranlagt war, auch inzwischen seinen Wohn­sitz nicht gewechselt und keine Einkommensverbesserung erfahren hat, die seine Versetzung in eine höhere Klasse bedingt. Weiter hat jeder von der Kommission für die Einkommensteuer erster Abteilung zu veranlagende ein jährliches Einkommen von 2600 Mk. und mehr besitzende Betriebsunternehmer (Personen, die Land- und Forstwirt­schaft oder ein Gewerbe betreiben), der zum ersten Male mit Anlage- und Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagt wird, eine schriftliche Erklärung über das im land- und forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Unter­nehmer verwendete Anlage- und Betriebskapital und die es belastenden Schulden abzugeben. Auch ist derjenige, dessen sonstiges Vermögen (Kapitalvermögen u. s. w. nach Abzug der darauf Iaftcribc;t Schulden einen Wert von 3000 Mk. und mehr hat, bei seiner erstmaligen Veran­lagung zur Vermögenssteuer zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung über dieses Vermögen verpflichtet. Jur Ge- mein^esteuerveranlagung haben diejenigen Personen, deren Anlage- und Betriebskapital mindestens 3000 Mk. beträgt, bei ihrer erstmaligen Veranlagung zur Gemeindegewerbe­steuer eine Erklärung über das Anlage- und Betriebs­kapital abzugeben. Ferner hat derjenige, dessen, Kapital­vermögen mindestens 3000 Mk. beträgt, bei seiner erst­maligen Veranlagung zur Gemeindekapitalsteuer eine Er­klärung über sein Kapitalvermögen ejnzureichen. Hat sich das Kapitalvermögen gegen den bereits zur Steuer veranlagten Betrag um mehr als 3000 Mk. erhöht, so ist eine neue Erklärung über das Kapitalvermögen abzugeben. Um eine den wirklichen Verhältnissen entsprechende Ver­anlagung herbeizuführen, empfiehlt es sich eine Steuerer­klärung auch dann abzugeben, wenn eine gesetzliche Ver­pflichtung hierzu nicht besteht- Die Handwerker-Bera­tungsstelle des Ortsgewerbevereins steht den Mitgliedern und Handwerkerfrauen in den Mittwochs und Sonntags von 2-3 Uhr im Gewerbehaus, kirchstraße 16 stattfin­denden Sprechstunden zur Beratung und Unterstützung bei der Anfertigung der Anmeldung und Steuererklärungen kostenlos zur Verfügung.

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* Der Hauptausschuß nationaler Arbeiter- und Berufsverbände Deutschlands, der in seinen Verbänden ca. 240 000 Anhänger der wirtschaftsfciedlichen Richtung vereinigt, hält seine diesjährige 8. Jahrestagung in Dortmund in der Zeit vom 6. bis 10. September ab.

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Welche im Kaushall vorkommenden Zah­lungen eignen ftch z»rr Begleichung auf bargeld­losem Wege? In der letzten Zeit ist in der Presse mehrfach darauf hingewtesen worden, wie außerordentlich wichtig und sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesamtheit vorteilhaft es ist, wenn unsere Zahlungsgc- wohnheiten verbessert werden dadurch, daß in allen geeigneten Fällen an die Stelle der Barzahlung die bargeldlose Schuldenbegleichung durch Verrechnen auf Konten tritt. Auch iw Haushalt gibt es eine Menge Zahlungen, die sich trotz der Geringfügigkeit des Betrages zur bargeldlosen Begleichung eignen. Das sind vor allem alle regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen. Gas, Wasser, Elektrizität, Schulgeld,^Steuern, Lebens-, Feuer-, Unfall-, Hagel-, Haftpflicht- und ähnliche Versicherungs­beiträge, Miete, Pacht usw. wecden viel bequemer bar­geldlos beglichen. Es genügt ein einmaliger Antrag bei der das Konto führenden Anstalt, die diese periodischen Zahlungen dann gern übernimmt. Man braucht selbst nicht wehr daran zu denken und ist der Sorge, durch Versäumnis Unannehmlichkeiten zu haben, ledig.

Während die oben aufgefühcten Schuldverbindlich, keiten meist am Wohnort selber zu begleichen sind, kommen in jeden Haushalt ober, ab und zu auch sogenannteFern- Zahlungen" vor. Bisher wurden hierfür Postanweisung, Geldbctef oder allenfalls die blaue Zahlkarte benutzt. Alle diese Zahlungsorten sind aber mit besonderen Um­ständen und Portokosten verknüpft. (So kosten z. B. 1000 Mk. durch Postanweisung verschickt einschl. Bestell- geld 1 Mk. Porto.) Wie einfach ist dagegen die bargeldlose Zahlung! Da die größeren Vecsandfirmen fast stets ein Konto haben, so kann man sich der Ueberweisung bedienen, die völlig kostenlos ist. Die bargeldlose Zah­

lungsweise ist in diesen Fällen wiederum der billigste und bcquemste Weg. Es gibt kaum einen Haushalt, der p ich' Gelegenhe t hätte, sie oft anzuwenden.

Darum: Lasse sich jekn r der nennenswerte Zahlungen zu Kisten hat, ein Konto bei einer Bank, Sparkasse G- ossenschaft oder dem Postscheckamt eröffnen und be- t !' e sich an dem gebührenfreien Ueberweisungsverkehr.

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* Mn neuer Weg zur Behebung dev Prozeß-

In weiten Kreisen besteht die Ueberzeugung, daß zwecks Einschränkung der Prozesse viel mehr noch als bisher zu einer gütlichen Regelung von Rechtsstreitig- keiten Gelegenheit gegeben werden müsse. In der «Gemeinnützigen Rechtsauskunft", Zeitschrift des Verban­des der Deutschen gemeinnützigen und unparteiischen Rechtsauskunftsstellen, weist Bürgermeister Dr. Luppe- Frankfurt a.JUl. auf einen Weg hin, der geeignet sein dürfte, das SchiedSmannsinstitut neu zu beleben. Dr. Luppe schlägt vor, die Leiter der gemeinnützigen Rechts- auskunftstellen, der Einigungsämtcr. und der sonstigen dem allgemeinen Rechtsschutz dienenden gemeinnützigen Einrichtungen seitens der Gemeinden zu Schiedsmän- nern zu bestellen und so das Schiedsmannsvecfahcen durch Anschluß an 'diese Stellen zu heben und zu ver- b sscrn. Jenen Einrichtungen wird auf diese Weise die Vollstreckbarkeit der vor ihnen abgeschlossenen Vergleiche geffchert. Sie werden dadurch in den Stand gesetzt wecden, einen großen Teil des wahrend des Krieges aufgesainmelten Rechtsstoffes in einem raschen, versöhn« lichen, wenig kostspieligen Verfahren zu regeln.

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Ausschuß dev deutschen Tnrnevschaft. Der

Ausichuß der deutschen Turnerschaft trat in Braunschwetg zu seiner fünften Kciegstagung zusammen. Das Ge­samtvermögen der deutschen Tucnerschaft betrug am Ende des Vorjahres 333 187 Mk. Der Turnbetrieb ist über­all arg zurückgegangen, weil nicht nur die Turner im Felde sind, sondern auch die Jugend zu Hause zu viel an die Fabrik gebunden ist und weil bie Turnhallen vielfach zu andern Zwecken gebraucht werden. Die Zäh' lungen ergaben, daß von den Mitgliedern im Jahre 1915 54 Prozent, 1916 64, 1917 70 und 1918 72 Prozent zum Heere etnberufen waren.

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Erbsen trocknen. Da jetzt Erbsen reichlich auf dem Markt sind, heißt es für den Winter Vorsorgen. Leider sind die Erbsen schon meistens so trocken, daß es wenig Zweck hat, dieses Gemüse einzuwecken. Der Geschmack so spät gepflückter Erbsen ist eingekocht so wenig gut, daß man bei anderer Haltbarmachung bedeu­tend mehr Vorteil hat. Man bereitet die Erbsen ebenso vor, als wenn man ein Gericht davon zubereiten möchte. Die sauber ausgekernten Erbsen dürfen aber nicht ge­waschen werden, sondern man bereitet sie auf Hürden in der Sonne aus, um sie zu trocknen. Ist man sicher, daß die Ewbsen vollkommen trocken sind, so werden sie zweckmäßig in Beuteln aufgehoben, um durch Lustducch- zug jedes Muffigwerden zu vermeiden. Später weicht man sie wie alle gedörrten Eßwaren 2430 Stunden ein, kocht sie 2025 Minuten an und dann 45 Stun­den in der Kochkiste.

* GieHen. Der Viehhandelsverband für die Pro- vinz Oberhessen hatte auf Antrag des Oekonomierats Alles-Rikderflorstadt und mit Unterstützung des Großh. Ministeriums beim Kriegsernährungsamt eine Erhöhung der Schlachtviehpreise abgelehnt. In der Antwort heißt es u. a: Der Forderung auf Erhöhung der Rinder- pceise um 25 Prozent kann nicht Folge gegeben werden. Dagegen dürfte dem von Oekonomterat Hense!'Dortel­weil geäußerten Verlangen nach einer Erhöhung der Schweinepreise durch die Zulassung der Haltnngsverträge zu höheren Ablieferungssätzen Rechnung getragen sein. Außerdem dürste das von ihm geäußerte Verlangen, die Jungvtehstände^ vor allzu starken Eingriffen zu schützen durch die starke Herabsetzung der Schlachtvieh« anforderung erfüllt sein.

** Uaterlandspartei Sedaufeier Wie aus

dem Inseratenteil des vorliegenden Nummer ersichtlich ist, veranstaltet der Provinzialvecband Oberhessen der Vater­landspartei am kommenden Montag, abends 8^/s Uhr im Saale desFürstenhof" eine Sedanfeier. Der Reichs- u. Landtagsabgeordnete Professor Dr. Werner-Butzbach wird die Festrede halten.

Friedberg. Das kreisamt gibt bekannt, daß von mindestens 200 kälbern, die wöchentlich aus dem kreise Friedberg zu Schlachtungen abgeliefert werden müssen, tatsächlich nur 80 bis 90 zur Abgabe kommen. Da es als ausgeschlossen gilt, daß die fehlenden Tiere zur Auf­zucht Verwendung finden, gibt das kreisamt dem drin­genden Verdacht Raum, daß diese Kälber Geh Schlach­tungen zum Opfer fallen. Besonders einzelne Q nein= den fallen in der schlechten Lieferung unangenehm auf. Alle kreise Oberhessens liefern weit weit mehr Kälber ab als Friedberg. Jur Bekämpfung dieses Unfugs hat das Kreisamt jetzt Strafen und zur Aufdeckung der Ge­heimverkäufe und Geheimschlächtereien hohe Belohnungen ausgesetzt.

Mm 8000 Mk. geprellt. In einem Hotel in Frankfurt ist ein Schneidermeister aus Bad Nau­heim raffinierte Weise um 8000 Mk. geprellt worden. Der Schneider wurde schriftlich ersucht, wegen Anfect'- oung von Anzügen in das Hotel zu kommen. Als ec sich dem Hotelgast vorstellte, bot ihm dieser ein Ouan- tunt Süßstoff zum Kauf an. Während beide über das Geschäft unterhandelten, kam eine dritte Person ins Zimmer, die sich als Kriminalbeamten ausgab und beide für verhaftet erklärte. Der Mann ließ sich von

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beiden ein Pfund geben, damit ihm keiner auf dem Transport entweiche. Der Schneidermeister gab dem angeblichen Kriminalisten seine Brieftasche mit 8000 Mk. Nun sollte es zum Polizeirevier gehen. Auf der Straße flüchtete zunächst der Hotelgast, und der Kriminalbeamte verfolgte ihn. Nach langem Warten sah der Schneider ein, daß ec twei Schwindlern in die Hände geraten war, die ihn um 8000 Mk. prellten.

Darmstadt. Die offene Stadt Darmstadt wurde wieder von feindlichen Fliegern angegriffen. Einige Bomben richteten Materialschaden an Häusern an. Meh. rere Bomben fielen auf offene Plätze und Straßen ohne Schaden anzurichten. Neben einigen Verletzten sind 4 Tote zu beklagen. Der Feind verlor bei diesem Angriff 4 Flugzeuge

Darmstadl. Auf der Redaktion eines Darmstädter Blattes erschien ein Leser, brachte ein PaketHassia- Streck- Tabak" zum Vorschein und bat, den Inhalt näher zu untersuchen. Die Redaktion unterzog sich diese Arbeit und fand sehr viel Torf, gebeizte und zerkleinerte Tabakblätter, anscheinend Buche, vermodertes Hols, filzartige Substanz, ein erbsengroßes Stück Steinkohle und Konfetti. Und dieses Zeug wird als Rauchtabak zu 1.75 Mk. für 50 Gr., d. i. also 35 Mk, für das Kilo verkauft.

Michelstadt. 20. Aug. Heute fand in der alten Gruftkirche des fürstlichen und gräflichen Hauses Erbach, der Stadtkirche zu Michelstadt im Odenwalde, die Ent­hüllung des vom Professor Wilhelm Georg Wandschnei- der geschaffenen Grabdenkmals für den Grafen Eberhard zu Erbach Erbach und von Wartenberg - Roth statt. Der Graf hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar 1917 durch einen Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge bei Apacza in Siebenbürgen, als er im tiefem Schlafe war, einen jähen Tod gefunden. Er war prenßischer Referen­dar a. D., Oberleutnant im 1. Badischen Leibdragoner- Regimend Nr. 20 und Führer der Nachrichten-Abteilung einer Kavallerie-Division, hatte sich auch bereits das Ei­serne Kreuz 2. und 1. Klasse, den Badischen Orden vom Zähringer Löwen mit Schwertern und die Hessische Tap­ferkeits-Medaille erworben. Seit März 1916 gehörte er als Vertreter seines Hauses der ersten kämmet der Stände für das Großherzogtum Hessen an.

Kreis Main?. Mit Genehmigung der Reichsstelle hat die hessische LandeSgemüsestelle die öffentliche Be­wirtschaftung der Bohnen in den Gemarkungen Mom- bach, Budenheim, Finthen, Gonsenheim, Bretzenheim und Macienbocn verfügt. Alle Bohnen sind vom Eerzeuger an die Landesgemüsestelle zum Erzeuger'Höchstpceis ab­zuliefern.

Mainz. Vor der Mainzer Strafkammer hatte sich der 54jährige Anton Meng aus Guntersblum wegen Diebstahls zu verantworten. Meng kam barfüßig, mit mit einem dicken Stock und mit dem Strafgesetzbuch ans Gericht. Nachdem der Staatsanwalt zwei Jahre Ge- sängnis beantragt hatte, und das Gericht sich zur Be­ratung zurückzog, zerriß der Meng alle seine Kleider mit samt dem Hemd und dem Strafgesetzbuch. Nackend nahm er das Urteil auf VU Jahre Gefängnis entgegen, nackend wurde ec ins Gefängnis abgeführt.

* Marburg Don Bad-Nauheim kommend besuchte gestern nachmittag der König von Bulgarien mit kleinem Gefolge unsere Stadt. U. a. besuchten die Herrschaften das Landgrafenschloß und besichtigten die dortigen Samm­lungen.

* Aus dem oberen Lahntal Die Sommerfrischen in den Ortschaften des oberen Lahntals sind bis in den Spätherbst hinein beseht. Leider kommen auch Beschwer­den über Hamster, die bei ihren Ausflügen durch verlok- kende Preisangeboteu bei den Landleuten allerlei Lebens­mittel zu ergattern suchen/

* Großauheim. Dem Metzgermeister Hain dahür sind im Laufe der letzten Zeit etwa 70 Schinken, 70 Würste und Fleisch entwendet worden. Hain ist Lebens- mittelvecteiler auf der Pulverfabrik und hat als solcher das zugewiesene Fleisch in seiner Metzgerei zu verarbei­ten. Als Dieb kommt ein bei Hain beschäftigter jun­ger Arbeiter in Betracht, dem zwei Hehler behilflich waren.

Hauau. Am 7. 8. u. 9. Scptbr. ds. Is. findet hier im RestaurantZum Kaiserhof" die 4. V e r b a n d s- ausstellung der Eisenbahn-Kleintierzuchtvereine im Kgl. Eisenbahndirekttonsbezirk Frankfurt a. M. (6 Vereine mit über 6000 Mitglieder) statt. Die Ausstellung umfaßt die Tiergattungen als Ziegen, Kaninchen, Geflügel aller Art sowie Produkte.

Koblenz. In Anwesenheit des Ministers von Breitenbach, des Oberpräsidenten, des stellvertc. Kom­mandierenden Generals des 8. Armeekorps und anderer Vertreter der militärischen und bürgerlichen Behörden fand die Einweihung der Kronprinz-Wtlhelm-Brücke bet Engers statt, zugleich mit der für die Hindenburgbcücke bei Rüdesheim und die Ludendorffbrücke bei Remagen.

Birkenfeld Die Frgge des Austausches des Fürsten­tums Birkenfeld an Preußen wird z. It. in Versamm­lungen im Fürstentum eingehend behandelt. Die Industri­ellen stehen mehr und mehr auf dem Standpunkt des Anschlusses an Preußen oder an die Pfalz. Der evtl. Austausch müßte in zwei Lesungen von zwei Landtagen genehmigt werden.

Genügend Tafelöl. In der letzten Stadtverord­netensitzung zu B. Gladbach teilte Stadtverordneter Direk­tor Klingnec mit daß ihm von fachkundiger Seile mit» geteilt worden sei, Deutschland könne in diesem Herbst so viel Bucheckern ernten, daß daraus Tafelöl für die g e s a m t e Bevölkerung für drei Jahre gewonnen wer­den könne.