Ausgabe 
22.12.1917
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( ^0^ <Ne«eftk Rachrichten)

vezugspreis so pfg. monatlich

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(iefre«er T«ae»l«tt)

anjeigtnprfis 20 psg.

kxptditio«: Züdanlagr 21 .

die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und GrShe berechnet. Rabatt kommt bei Neberfchreitung de- Zahlung-. Zieles (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohneBerbindlichkett.

Druck der Gietzener Perlagödruckerei, Albin Klein.

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m tv , Ueber 9000 Italiener gefangen.

5, 0«' «r.-R -Tonnen seit 1. Februar versenkt: davon im

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607000 Kk«tt»registrrta^

$ kneg-rische Maßnahmen der Mittelmächte versenkt Seit Beginn des uneingeschränkten U-Boot.

zes sind damit 8356000 Bcuttoregistectonnen des unfece Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes der. ^ worden.

1917.

milicde ürmscdr c-gerbekicdn.

> Großes Hauptquartier, 19. Dez. i Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht.

fl», i .7-3" einzelnen Abschnitten der flandrischen Front

füf SQleS S lidö^uduffr der Searpe bet Moeuvre und Graincourt °b '°i g°s. C. 0 "' R°ch"""ag die Actillerietätigkeit lebhaft.

fÄung fe u ?J ft n ri Ü ! nem / 0cPD6 ?euchte eine Sturmabteilung sofort erbeten ll. d. DirM^ost lich von Ccaonne eine Anzahl Franzosen ein.

'tadt-Theaters i.Lchweid , _ *

-- -Unsere Flieger haben London, Namsgate und Mar-

mit Bomben angegriffen und gute Wirkung erzielt. Leutnant Bongartz errang seinen 27. Luftsteg.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Fliegerangriff auf London.

Mazedonische Front

Am Wardar und Zwischen Wardar- und Doican- see war die Feuertätigkeit gesteigert.

Italienische Front

Mehrfache italienische Gegenangriffe gegen die neu­gewonnenen Linien am Monte Pectica wurden abge- wiesen. Am Tomba - Rücken und an der Piave zu beiden Seiten des Montello lebhafte Artilleriekämpfe. Zwischen Brenta und Piave wurden seit dem 11. 12. an gefangenen Italienern 970 Offiziere und 8150 Mann eingebracht.

Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff.

November «07 000 Tonnen.

Berlin, 20. Dez., abends. Mehrfache italienische Angriffe gegen den Monte Asolone und die westlich und östlich anschließenden neu gewonnenen Stellungen schei­terten. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

23500 connen versenk».

Berlin, 20. Dez. Eines unserer U-Boote, Korm Mandant Kapitänleutnant Btebeg, hat im Aermelkanal unter stärkster feindlicher Gegenwirkung 5 Dampfer mit 23500 Br.-Reg.'To. Versenkt.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

mit kaufm. Kenntnissen, pc in Stenographie und Maschi Nichts Neues, schreiben,

such, pch'cndc steile 0 . _ Mazedonischen Front

;um 1. Januar 1918. NkihoU beiden weiten des Wardar lebhafte Feuertättg

b. d. Expedition d. Bl.

Italienischer Krieg sschaupla

du^Beaufsichtigun^ und xCl . C faggü5ec heftiger Artilleciekampf zwischen Brenta

res Bügelsaales suche ich zv ~ _ ...

ich. bald. Eintritt tücht. enex/PtaVe. Nach kräftiger Feuerwirkung stürmten ^LH^I^^chisch ungarische Truppen den Monte Asolone kie nordwestlich und nordöstlich anschließenden . ,'kblln Zischen Stellungen. 48 Offiziere und mehr als

rtiqe^ Posten bekleidet h? Mann wurden gefangen genommen. Italienische Men ihre Off. u. Einsentlffe östlich vom Monte Solarolo scheiterten, on ZeugnisabschriftenU.PIA^r Erste Generalquarttermeister: Ludendorsf.

raphie senden an Kreuzna ^ , "

^ampftvaschonstalt n. 0!

Reinigung. Berlin, 19. Dez., abds. Bon den Kciegsschau- iustavS tockNachf.Ireuzn en nichts Neues.

lotte u. tücht. in all. Arb.

wtb. Großes Hauptquartier, 21. Dez. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht.

'In Flandern blieb bei dichtem Nebel die Artillerie- tätigkeit meist gering- Nördlich von der Straße Ipern Menin trat am Nachmittage erhebliche Feuecsteigecung ein. In erfolgreichem Erkundungsgefecht südlich von Hollebeeke wurde eine Anzahl Engländer gefangen. Heeresgruppe Herzog Albrecht Bei Hirzach, südlich von Altkirch, fielen bei gelunge­nem Vorstoß in die französischen Linien 31 Gefangene in unsere Hand.

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Stickerin

17000 rönnen verrenkt.

erlin, 19. Dez. Neue U-Bootserfolge im Sperr-

tonnen, der bewaff-

Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues.

Mazedonische Front: Keine größeren Kampfhandlungen.

wirh sofort lmgenooimeirt um England": 17 000 Bruttoregistertonnen.

fferten mit StiHrobenx den versenkten Schiffen befindet sich

A. Porkert, französische DampferJeanne Conseil" (2300 Br- !, Hauptstraße Nr,x.) mit Oel von Algier nach Bordeaux, sowie 2 ^ cre Dampfer, die im Aermelkanal aus ernem durch W stark gesicherten Geleitzuge herausgeschossen 11 u " rLAußerdem wurde an der französischen Üßefi^ aäeitt ^ e \mnan gegen den bewaffneten französischen Dampfer ^jgs" (6074 Br.-R.'T.), der als Spitzenschiff eines Westen kommenden durch Zerstörer und U-Boot.

serten zu .W

o Keller. Fn°db«g<H^.

stark gesicherten Geleitzuge'fuhr, 1 Torpedotceffer

--Z^iMsach- dr°v° ^

® cl des Admiralstabes der Marine.

Küche Großes Hauptquartier, 20. Dez. 1917.

°r 19 Ä'Men sm Westlicher Kriegsschauplatz d »u, Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht

Italienische Front:

Siebenmal stürmten italienische Kräfte gegen die von den österreichffch-ungarischen Truppen in den letz- ten Tagen erkämpften Höhen westlich vom Monte Aso- lono, dreimal gegen den Monte Pectica an. Alle An- griffe scheiterten unter schweren Verlusten. Gleichen Mißerfolg hatte ein feindlicher Angriff auf Monte Sola­rolo. Lebhaftes Feuer hielt während der Nacht und am frühen Morgen in den Kämpfabschnilten an.

Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff.

Berlin, 21. Dez., abends, Ȋtzen nichts Neues.

Bon den Kriegsschau-

Behandlung- -u M-FL bei

4 ' M +'t' V «.w -""Tr-7-

FL bei «Wie Stadt Dixmude lag zeitweise unter lebhaften,

Post ~ -

nfeuer. Zwischen dem Houthouister - Wald und M, sowie südlich von der Scarpe am Nachmittag Abend erhöhte Feuertätigkeit' bei Lens heftige I H§iAdsnwerferkämpfe.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz

Garnitff ob»

1.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht 0080» Beiderseits von Ornes und auf den Maash-ihcn ... fem^'cfllid) von Combces lebte das Artilleriefeuer vor- l ^uf.

Oestlicher Kriegsschauplatz Michas Neues.

Hebt Schiffe verfenk».

Berlin, 21. Dez. Wiederum wurden durch un- ere U-Boote im Bcistolkanal, im Aermelkanal und in der Nordsee 4 Dampfer, 1 Segler und 3 englische Mcher- fahczeuge vernichtet.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Zm CUaffenffillftand.

Das erste, was wir bei der Nachricht von dem Zustandekommen des deutsch-ruffischen Waffenstillstands zu tun haben, ist heißen Dank zu sagen den deutschen Armeen, die den russischen Millionen einen Niederbruch sondergleichen bereitet haben. Heißen Dank vor allem dem genitale», von Erfolg umrauschten Heerführer: Hindcnburg. ES wäre ganz falsch, wollten wir in diesem Augenblick verschweigen, daß die Voraussetzungen zu dem heutigen, dem Frieden um so vieles nähergecückten

Zustand durch die Waffen der verbündeten Mittelmächte geschaffen worden sind. Auch die Russen werde» der- stehen, daß Deutschland und seine Verbündeten heute zwar ohne Hohn, aber doch mit Stolz auf die dcetein- halb Jahre des Kriegs zurückblicken. Was war doch be­absichtigt? Die russische Dampfwalze, die von der zaristischen Regierung tn frivolem Bruch des Friedens und in völlig zweckloser Vernachlässigung aller Möglichkeiten, diesen Frieden zu erhalten, losgelassen worden war, sollte Deutschland zermalmen. Es tst wesentlich anders gekommen. Tannenberg war der erste Schlag und zu­gleich die erste Etappe zu einem Weg, auf dem sich ein militärischer Erfolg an den andern reihte. Niemand kann es uns verdenken, wir in dem Augenblick, da wir die Ernte solcher blutigen und auch für uns blutigen Saat in die Scheuer bringen, noch einmal zurückdenkcn an olles das, was da von unfern tapferen Kriegern und deren Führern vollbracht worden ist. Nur gegen solchen Hintergrund gesehen, kann das heutige Ergebnis richtig eingeschätzt und wahrhaft frucht gemacht werden. Niemals haben wir Rußland demütigen oder gar in Stücke reisen wollen. Niemals haben wir begriffen, warum Rußland sich mit uns über das, was es für sein Dasein nötig zu haben glaubt, nicht friedlich aus- einandergesetzt hat, und warum es stattdessen, seine eigenen Interessen völlig vergessend, sich dazu hergab, für England und Frankreich eine imperialistische und gewalttätige Politik zu fuhren, von der letzten Endes doch, wie jeder Einsichtige voraussehen konnte, und wie sich dann auch gezeigt hat, Rußland gar keinen, England und Frankreich aber allen Erfolg haben mußten. Der Spuk ist nun gebannt. Die russische Polkscegierung hat den Weg aus dem Chaos, tn das sie durch den Zaris­mus gestürzt worden tst, zu finden gewußt. Schon die bisherigen Verhandlungen werden ihr gezeigt haben, wie falsch die Meinung gewesen ist, mit deren Kolpor- tierung die russischen Völker in den Krieg hineingepeitscht worden sind. Deutschland will nicht Rußlands Zer­stückelung, will vielmehr Rußlands Gesundung. Die. nun einsetzenden Fciedensvechandlungen werden, so hoffen wie mit Gewißheit, dem demokratischen Rußland immer besser zeigen, wie gut es fährt, wenn es danach trachtet, mit Deutschland in möglichst engen politischen, wirt­schaftlichen und kulturellen Zusammenhang zu kommen.

Es versteht sich von selbst, daß die Rumpfentente umhergeht wie ein brüllender Löwe und zu stören ver­sucht, was sich nunmehr zwischen Rußland und den Mittelmächten anzubahnen beginnt. Rußland selbst wird die Schwierigkeiten, die sich ihm von Seiten der Rumpfentente und auch aus dem eigenen Reich heraus doch entgegenstellen werden, nicht unterschätzen. Das große Ziel aber, das sich vor ihm auftut, wird ihm die Kraft geben, alle diese Widerstände zu überwinden. So hoffen wir, und das wollen wir, was an uns ist, in jeder Weise sowohl für Rußlands wie für unser eigenes Beste zu fördern versuchen.

(Uamartilirtand ist noch Kein friede!

Wie verheißungsvoll klingt um die Weihnachtszeit das langersehnte WortWaffenruhe" und jetztWaffen­stillstand" an unser Ohr. Gewiß, es liegt ein Boc- ahnen künftigen Friedens in dem Begriff, daß die Wasi fen ruhen, daß die Operationen still stehen sollen und den unblutigen Geistes- und Wortkämpfen der beider­seitigen Bevollmächtigten das Feld frei geben.

Aber auch gerade deshalb ist es Zeit, ohne pessimistisch zu sein, einmal darauf hinzuweisen, daß alles dieses immer noch nicht mit Sicherheit den Frieden bedeutet. Denn die Fciedensverhandlungen können sich zerschlagen; es braucht nicht unbedingt zu einer Einigung zu kom­men. Und was dann? Ja, dann geht der Kampf nach Ablauf des Waffenstillstandes eben weiter, wie es in vielen geschichtlichen Fällen gewesen ist. Wir müssen^ daran denken, daß die übrigen Ententegenoffen, voca' England, Frankreich und Amerika, ja alle Mittel ' suchen werden, in Rußland selbst Zweifel und Zwiei zu säen, dem auf Rußlands Boden hcrabgesti^ Friedensengel einen gehörigen Knüppel zwisch^

Beine zu werfen; damit ein Weiterbluten Rußlar beizuführen.