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Nr. 1«S.
Telephon Nr. 3S2.g
Mittwoch, den 19. Dezember 1917. r°l°ph°n m.362.
30. Jahrg
Eintritt in die Friedensverhandlungen mit Rußland.
Die englische Offensive in Flandern resultatlos abgeschlossen.
ver Wassenstillstanarvemag mit Russland unterzeichnet.
23on den bevollmächtigten Vertretern der russischen obersten Heeresleitung einerseits und den obersten Heeres»
Heeresgruppe Herzog Albrecht Im Thannec Tal wehrte unsere Grabenbesatzung den Vorstoß einer französischen Erkundungsabteilung
leitungen von Deutschland, Oesterceich-Ungarn. Bulgarien und der Türkei andererseits, ist am 15. Dezember 1917 in Brest'Litowsk der Maffenstillstandsvertrag unterzeichnet worden. Der Waffenstillstand beginnt am 17. Dezember mittags und gilt bis zum 14. Januar 1918. Falls er nicht mit siebentätiger Frist gekündigt wird, dauert er automatisch weiter. Ec erstreckt sich auf alle Land-, Luft- und Seestreitkräfte der gemeinsamen Front. Nach Artikel neun des Vertrages beginnen nunmehr im Anschluß an die Unterzeichnung des Waffenstillstandes die Verhandlungen über den Frieden.
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Berlin, 17. Dez. Die Regierungen Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, Bulgariens und der Türkei werden bereits in den nächsten Tagen in Fciedensverhandlungen mit Rußland eintreten. Die Abreise der deutschen Bevollmächtigten erfolgt demnächst. Unverbindliche Vorbesprechungen über die Fciedensbcdingungen Zwischen den schon in Brest-Litowsk anwesenden Vertretern der beteiligten Regierungen sind bereits im Gange.
Hmilicbe deutsche Cagesbericbte.
fünf Dampfer, ein Zerftörer versenkt.
Berlin, 14. Dez. Gleichzeitig mit dem Angriff gegen den Handelsverkehr an der englischen Ostküste haben am 12. Dezember leichte Streitkcäfte unter Füh rung des Kopitänleutnants Kolbe (Hans) den Geleit- Zugverkehr Bergen—Shetlands erneut angegriffen. — Ein Gele tzug, bestehend aus 6 Dampfern von insgesamt 8000 Bruttoregistertonnen, darunter 1 bewaffneter englischer Dampfer, sowie der englische Zerstörer „Palt cidge" n. 4 armierte Bewachungsfahrzeuge wurden im Kampf vernichtet; der englische Zerstörer „Pellew" entkam beschädigt. Unsere Streitk.afte sind ohne Verlust mit einer größeren Zahl Gefangener, darunter 4 Offizieren, zurückgekehrt.
Der Chef des Admiralstabcs der Marine.
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i 5 0oo Tonnen.
Berlin, 14. Dez. Im Aermelkana! wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 15 000 B.- R. T. vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich 3 mittelgroße beladene Dampfer, von denen einer bewaffnet war, sowie 1 Dampfer von etwa 6000 Tonnen. Einer der vernichteten Dampfer wurde aus einem gesicherten Geleitzug herausgcschossen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. GroßesHauptquartier, 15. Dez. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Seit mehr als 4 Wock - hat der Engländer seine Angriffe in Flandern eingesi t. Seine gewaltige, auf den Besitz der flandrischen Küste und die Vernichtung unsrer U-Bootbasis hinzielende Offensive kann somit vorläufig als abgeschlossen gelten. Fast das ganze eng- i tische Heer, verstärkt durch Franzosen, hat über 1 Vier- i teljahr lang mit unserer in Flandern stehenden Armee um die Entscheidung gerungen. Deutsche Führung und deutsche Truppen haben auch hier den Sieg davonge- j tragen, während wir an anderen Stellen durch gewal. tige Schläge den Feind niederwacfen. Die Mißerfolge dcs englischen Heeres in Flandern werden verschärft , durch die schwere Niederlage, die es bei Cambrai erlitt. — Nördlich von Gheluvelt wurden bei erfolgreicher Unternehmung gegen die englische Linie am Schloßpark von Poezelhoek 2 Offiziere, 45 Mann gefangen. Ein nächtlicher englischer Gegenangriff zur Wiedergewinnung dcs verlorenen Geländes scheiterte. — Von der Scarpe bis zur Oise war die feindliche Artillerietätigkeit rege. Starke Feuerüberfälle lagen am Abend, während der Nacht und am frühen Morgen auf unseren Stellungen.
Die Absicht eines englischen Angriffes östlich von Bullecourt wurde erkannt, seine Ausführung durch unser Vernichtungsfeuer verhindert.
ab
Italienische Front:
Aus den Kämpfen der letzten Tage zwischen Brenta und Piave blieben 40 Offiziere und mehr als 3000 Mann, einige Geschütze und Maschinengewehre in unserer Hand. Mehrfache Gegenangriffe, die der Feind gegen die von uns genommenen Stellungen führte, wurden abgewiesen.
Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff.
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Berlin, 15. Dez., abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
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Berlin, 15. Dez. Eines unserer Unterseeboote hat letzthin im Atlantischen Ozean und in der irischen See 4 Dampfer und einen Segler mit über 18000 Bruttocegistertonnen versenkt. Unter den Dampfern befand sich 1 mindestens 6000 Tonnen großer Dampfer, der allem Anscheine nach Sprengstoff geladen hatte. Ein anderer großer Dampfer wurde aus einem stack gesicherten Geleitzug herausgeschossen. Dabei hatte das U-Boot unter heftigster feindlicher Gegenwirkung zu arbeiten. Dank der Geschicklichk it des Kommandanten blieben jedoch die zahlreichen Wasserbombenangriffe feindlicher Zerstörer völlig wirkungslos. Der vernichtete Segler war der englische Raaschoner „Robert Morris" mit Kohlen von Cardiff nach Lissabon.
Der Chef dcs Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 16. Dez. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Im Schloßpark von Poezelhoek haben wir unsere Linie nach Abwehr eines feindlichen Teilangriffes vorgeschoben und Gefangene gemacht. — Lebhafte Artil- lerietättgkeit von der Scarpe bis zur Oise; bei Monchy und südwestlich von Cambrai nahm sie erhebliche'Stärke / an. Englisch«/ Vorstöße bei Monchy und Bullecourt scheiterten. — In Erkundungsgefechten an vielen Stellen der französischen Front wurden Gefangene eingebracht.
Oeftlicher Kriegsschauplatz:
In Bofft-Litowsk ist am 15. 12. von Seiner Hoheit dem Generalfeldmarschall Prinzen Leopold von Bayern und Vertretern der verbündeten Mächte ein Waffenstill- standsvertcag mit Rußland für die Dauer von 28 Tagen, gültig vom 17. 12. 12 Uhr mittags ab, unterzeichnet worden.
Mazedonische Front:
R/ge Tätigkeit der Engländer zwischen Vardar- und Doiransee.
Italienische Front:
In Erweiterung ihrer Erfolge haben österreichisch-, ungarische Truppen italienische Stellungen südlich von Col Caprille erstürmt und mehrere Hundert Mann, darunter 19 Offiziere, gefangen.
Der Erste Genecalquartiermeister: Ludendorff.
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Berlin, 16. Dez., abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
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wtb Großes Hauptquartier, 17. Dez. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Auf dem Südufer der Scarpe und in einzelnen Abschnitten südwestlich von Cambrai lebhafte Feuertätigkeit. — Starkes Artillerie- und Minenfeuer lag aus der Südfront von St. Quentin.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Nördlich von St. Mihiel und im Sundgau war die französische Artillerie tätiger als an den Vortagen.
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Leutnant Müller errang seinen 33. Luftsieg.
Oeftlicher Kriegsschauplatz:
Nichts Neues.
Mazedonische Front:
Zwischen Wardar und Doiransee stieß eine englische Kompagnie nach kräftiger Feuerwirkung vor. Im Gefecht mit bulgarischen Posten wurde sie abgewiesen.
Italienische Front:
Zwischen Brenta und Piave dauerten in einzelnen Abschnitten heftige Artilleriekämpfe an. In erfolgreichen Unternehmungen brachten österreichisch ungarische Tcup- Pen südlich von Col Capcilo mehrere hundert Gefangene ein. Italienische Vorstöße gegen unsere Linien südlich Monte Fontana Secca scheiterten.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Berlin, 17. Dez., abends. Von den Kriegsschau- Plätzen nichts Neues.
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21000 tonnen oerlenkt.
Berlin 17. Dez. Neue U-Bootsecfolge !m Sperrgebiet um England: 21000 Bcuttoregistertonnen. Davon wurden 6 Dampfer und ein englisches Fischerfahr-- zeug mit rund 11000 Bct. im Aermelkanal trotz stärkster feindlicher Gegenwirkung vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich 2 tief beladene Dampfer und der englische Dampfer „Eagle".
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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22,000 Tonnen!
Berlin, 17. Dez. Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänlcutnant Rose, vernichtete am 5. Dezember im Aermelkanal den amerikanischen Zerstörer „Jakob Jones" und nahm dabet 2 Matrosen gefangen. Das Boot griff dann den Handelsverkehr mit gutem Erfolge bei stärkster feindlicher Gegenwirkung an und versenkte insgesamt 8 Dampfer mit über 22,000 Brut- tocegistertonnen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 18. Dez. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Bei Sturm und Schneetreiben blieb die Artillerie- tättgkeit mäßig. In Flandern und westlich von Cambrai trat am Abend geringe Feuersteigerung ein. — Elkundungsabteilungen brachten an der englischen Front, nordwestlich von Ptnon, auf dem Ostufer der Maas und südöstlich von Thann eine Anzahl Engländer und Franzosen ein.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Mazedonische Front.
Im Cernabogen und zwischen Wardar und Doiran- See lebte das Feuer zeitweilig auf.
Italienische Front.
Zwischen Brenta und Piave vielfach lebhafte Ac- tillerietätigkeit. Oestlich vom Monte Solarolo wurden Teile der feindlichen Stellung genommen.
Der Erste Genecalquartiermeister: Ludendorff.
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Berlin, 18. Dez., abends. In erfolgreichen Kämpfen im Gebirge östlich von der Brenta machten österreichisch-ungarische Truppen mehr als 1000 Gefangene. — Italienische Angriffe am Monte Solarolo scheiterten. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Stadt und Eand — (ine front.
Der Landbewohner kennt den Städter mehr oder weniger nur von der Sommerfrische her oder von Besuchen in der Stadt. Dies ist die sehr einfache Erklärung dafür, daß der Landmann oft ein gänzlich falsches Bild von den „Stadtfräcken" hat. Wenn der Städter in seinen kargen Urlaubswochen zur Erholung aufs Land zieht, in Feiertauskleidung, das vielleicht recht mühselig für diesen Zweck zusammengesparte Geld locker in der Hand und mit dem festen Entschluß bewaffnet, sich einmal nach Herzenslust auszufaulenzen, so ist es nur natürlich, daß der Bauer in ihm ein recht unnützes Luxuswesen erblicken muß. Um so mehr, als gerade die Sommermonate auf dem Lande die inten- fivste Arbeit bringen. Ebenso ungünstig ist das Bild,


