Ausgabe 
15.12.1917
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3
 
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* 439500 Sonne mit 208000 $or ^lag des Adinira EZks das Monan ezember 1917 m l. zu dem Resultai itte Tezember 191 n versenkt sind.

%tVri soll « frie Zlottc machen.

Das Londoner KonfekticnSblatt für die kleinen Leute, die NortheüffefcheTaily Mail" schreit- 91m 21. September wurde von einerhohen MarinestelLe verkündet, daß die Unterseeboote besiegt seien. Seir- dem sind aber 161 britische Kauffahrteischiffe versenkt worden, was im Jahre 2 Millionen Tonnen bedeuten würde. Wieviel Schiffe in der gleichen Zeit beschädigt wurden, wissen wir nicht. Wir wissen überhaupt sehr wenig darüber, was gegen die U-Boote getan wird. (Ls wurde uns gesagt, der Feind baue schneller U-Boote, als wir sie zerstörten. Diese Tatsache wird dadurch nicht berührt, daß wir an einem Tage fünf Boote versenkt haben. Das Glück schwankt, ebensosehr in der Versenkung von U-Booten wie in der Ver­senkung von Handelsschiffen. Vielleicht vergrößert Deutschland seine U-Bovtflottillen so schnell wie mög­lich und behält den größten Teil davon jetzt im Hafen, um sich auf eine große Frühjahrsoffensive im At­lantic vorzubereiten. Das ist die wahrscheinlichste Er­klärung dafür, daß die Versenkung britischer Schiffe zu­rückgegangen sind. Wir nehmen an. daß die Admiralität ihre Vorkehrungen getroffen hat. um die Einfahrt der U-Boote in den Atlantischen Ozean 511 verhindern. Tie Methode, viele kleine Boote aufs Meer zu schicken, würde in diesem Falle nichts nützen. Das einzige ist, die deutschen Häfen zu sperren, und wenn das nicht geht, die Nordsee.

Ein teuflischer Plan.

Sie wollen Rußland auöhurrgcrn.

Im ..Journal des Debats" regt Auguste Gauoain an:

Nur die Aushungerung Rußlands könne jetzt nocö eine Wendung der Lage in Rußland zu bringen. Erst wenn das Volk vor der Gefahr stünde. Hungers zu sterben, wenn seine Leiden unerträglich würden, erst dann werde es einsehen. wohin es die Leute geführt haben, die sich jetzt die russische Negierung nennen. Ter Verband dürfe nicht zögern, die schärfsten Mittel anzuwenden. Er müsse jede Ausfuhr von Lebensmit­teln nach Rußland aufs schärfste verbieten. Wilson habe dies begriffen, und der Verband müsse diesem Beispiel folgen.

Zum Glück für Rußland wird dieses Druckmittel der Aushungerung wirkungslos bleiben müssen. In erster Linie wurden nach Rußland immer Kriegsmate­rialien ausgeführt, die Rußland im Falle einer end­gültigen Verständigung mit den Mittelmächten nicht mehr braucht. Den notwendigen Bedarf an Lebens­mitteln und Rohstoffen aber kann Rußland mit den Mittelmächten fast restlos für unbegrenzte Tauer des Krieges austauschen, wie es auch ein'e Stär­kung seines Kredits, namentlich durch Deutsch­land. im Falle eines Sonderfriedens erwarten darf.

utet. ist dem Lai»» rd aber verstand, daß die Handelst Zapan und Jtalieii I >000 Tonnen auf Handelsflotte ü e.

l die Geschichte d >tes als einen Di le Entente begehi eden zu Verhältnis, \ können, hat Destj ftung angenommen haben. Mit jeden von dem morsche!

3 ab. Daneben gil , und bedeutend gi mähr, daß wir un nt-Zrieden mühll! nähern, je eisern«

Bei Italien könnte es helfen.

Weit schärfer dagegen äußert sich der Zwang der Entente auf Italien. Dieses Land ist nicht imstande, sich selbst zu ernähren und muß seinen Willen dem seiner Verbündeten beugen. Tie ,,Tribuna" gesteht das selbst zu. Sie vergleicht zahlenmäßig die Abhängig­keit Italiens und kommt zu dem Schluß, daß nur die Entente Kohlen und Getreide nach Italien bringen kann. Der Ausfall der Zufuhren würde eine Kata­strophe zur Folge haben. Italien liegt also fest an der Kette und die wahnwitzige Rede Wilsons gegen Deutschland und die übrigen Mittelmächte mit der Androhung der Ausdehnung der Kriegserklärung auf Oesterreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei hat offen­bar nur den Zweck, Italien noch fester an die Entente zu fesseln, das betrogene Volk noch sicherer in den Strudel des gemeinsamen Verderbens mitzureißen.

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Keine Zahlungseinstellung.

Es ist keine Ungültigkeitserklärung der auslän­dischen Darleihen durch ein Dekret der russischen Re­gierung erfolgt. ES handelt sich lediglich um einen Artikel des VolschewikiorgansPrawda".

Kalediu lattgesiellt.

Der Kosakengeneral Kalediu, die Hoffnung Eng­lands, ist anscheinend durch die Maximalisten kattgestcllt worden. Rach Meldungen der Petersburger Telegra- phen-Agentur 00m 8. bringen die Petersburger Zei­tungen ^zahlreiche Artikel ans deni Dongediet, die mel­den^ daß Kalediu in Nowotscherkask eine ab war­ten de Haltung einnehme. In allen anderen Orten im Tongebiet sei die Macht in den Händen der Ar- beiter- und Soldatenräte und des ukrainischen Rates. In den Kreisen der Arbeiter- und Soldatenräte nehme man an. daß Kalediu eine bewaffnete Kund­gebung vorbereite. Die Regierung ergreife die tat­kräftigsten Maßregeln. um sie gebührend zurückzuweisen.

Abwechselung für trübe Stunden.

Trotz der Bewachung plünderte gestern ein Sol­datenhaufe den Weinkeller des W i n t e r p a l a i». Die Plünderer wurden durch militärisches Eingreifen zerstreut. Die Regierung trifft alle Maßnahmen zur Vernichtung sämtlicher Alkoholvorräte.

Abdankung Des Königs von Rumänien?

In Bukarest, der in deutschen Händen befindlichen rumänischen Hauptstadt, zurückgebliebene Führer der konservativen Partei, denen sich auch mehrere An­hänger der liberalen Parteien angeschlossen haben, m wenden- 'FMH führen seit einigen Tagen Besprechungen, die die E r- ltU n't nahe knW rettung R umäniens aus seiner katastrophalen

veNN . ^ ttaef Ä1?m 2iol baden. Laut einer Version bat der

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machten gesucht, eine andere Version will wissen, daß der Entwicklungsplan auf der Abdankung König Ferdinand zugunsten seines Lohnes, des Prinzen

Karl, beruht.

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Russische Streiflichter.

---- Die Nachrichten über die LosLrennung des Kau­kasus und Sibiriens, die Reuter verbreitet hatte, werden bestritten. Die beiden Reichsteile sollen fest zu der M»oluti,nSregieruns halten.

Vom U-Bootkrieg.

l l OOO Tonnen.

Durch unsere U-Boote wurden im Sperrgebiet um England neuerdings 11 000 Brutto-Register-Tonnen versenkt.

Einer der vernichteten Dampfer wurde aus einem gesicherten Geleitzug herausgeschossen, bei einem ande­ren konnte Bewaffnung festgestellt werden.

Deutsch-Ostafrika gefallen.

Tie Schntztruppe nach Mosambique dnrchgcbrochen.

Ban Teventer berichtet: Aufklärungsabteilungen haben endgültig die Tatsache festgestellt, daß Deutsch- Ostafrika vollständig vom Feinde frei ist. So ist auch die letzte der deutschen überseeischen Besitzungen in ihrer Gesamtheit in unsere Hände und die unserer belgischen Verbündeten gekommen. Nur eine kleine deutsche Stteitmacht ist dort übrig geblieben. Diese lxtt sich auf das angrenzende portugiesische Gebiet geflüchtet. Es sind Maßnahmen ergriffen, um dort mit ihr abzu­rechnen. Die Gesamtzahl der allein während des Mo­nats November getöteten oder gefangenen Feinde be­läuft sich auf 1115 deutsche Europäer und 3382 ein­geborene Soldaten (ausschließlich der Träger und Die­ner). Außerdem wurde folgendes Material entweder von uns erbeutet oder vom Feinde zerstört: zwei 10 Zentimeter-Marinegeschütze, eine 10 Zentimeter-Feld- haubitze. ein 70 Millimeter-, ein 60 Millimeter- und ein 37 Millimeter-Geschütz, etwa 73 Maschinengewehre und mehrere tausend Gewehre.

*

Zu vorstehender Meldung über die Aufgabe Deutsch-Ostafrikas durch Geueralmajor v. Lettow-Vor- beck geben dieNeuen Züricher Nachrichten" unter der UeberschriftDeutsch-Ostafrika in den Händen der Alliierten" folgenden treffenden Kommentar:So ist denn nach fast dreieinhalbjährigem Widerstande auch Teutsch-Oftafrika als letzte der deutschen Kolonien ge­fallen. Abgesperrt von allen Zufuhren vom Meere her, bedrängt von allen Seiten durch die vereinigte Uebermachr von Engländern. Franzosen. Belgiern und Portugiesen, längst entblößt von Lebensmitteln. Klei­dern und Arzneimitteln sowie von Munition und sonsti­gem Kriegsbedarf, mußte auch die letzte Truppe der Tapferen sich ergeben. (Generalmajor v. Lettow hat sich nicht ergeben, sondern ist unter Durchbrechung der portugiesischen Linien südlich des Rovuma-Flusses in Portngiesisch-Oftafrika einge-rnngen. T. Schrift!.)

*

Nicht den Siegern wird die Geschichte hier dereinst ein Ruhmesblatt einräumen, sondern diesem beispiel­losen Heldenkampf der Besiegten, der seinesgleichen kaum hat. In diesem Ruhmesblatt werden vor allem zwei Momente ausgezeichnet sein: Der Heroismus der Deutschen in Ostafrika und die ergreifende Treue der schwarzen Eingeborenen zu ihnen. Tie Deutschen haben der Sendung Europas im äquatorialen Afrika auch in diesen furchtbaren Kampsesjahren Ehre gemacht, Schande die anderen.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

Feindliche Luftangriffe im November.

Der Feind unternahm im Monat November zwei Bombenangriffe gegen das deutsche.Heimatgebiet. Ter eine Angriff fand am Allerheiligentage statt und richtete sich gegen friedliche Städte und Dörfer in B a - den und der Pfalz. Der zweite Angriff hatte das lothringisch-luxemburgische Industriegebiet zum Ziele. Eine Frau wurde durch Bombensplitter leicht verletzt. Sachschaden wurde in ganz geringem Umfange, militärischer Schaden überhaupt nicht verursacht. Der Feind büßte den Angriff am Allerheiligentage mit dem Verlust eines Flugzeuges, das brennend abgeschossen wurde. Ein zweites Flug­zeug wurde durch unser Abwehrfeuer jenseits der Linien zur Landung gezwungen.

Haigs Stellung erschüttert?

Wie derZürcher Tagesanzeiger" meldet, ist die Stellung des Generals Haig infolge des Mißerfolges der Engländer bei Cambrai ernstlich erschüttert. Zu seinem Nachfolger soll der jetzige Oberbefehlshaber "in Palästina, General Allenby, ernannt werden.

Phantasien über den Frieden.

In Dänemark werden von französischer Seite Meldungen verbreitet, Deutschland habe die Absicht, von Rußland bei den Friedensverhandlungen zoll­freie Ware nein fuhr für 16 Jahre zu'verlangen. An dieser Meldung, die nur zur Beunruhigung der russischen öffentlichen Meinung erfunden ist, ist kein wahres Wort.

Hufvudstadsbladet in Helsingfors meldet: Zn Fi­nanzkreisen Petersburgs ist das Gerücht verbreitet, daß Deutschland bereit sei, einen Frieden ohne Kontri­butionen mit Rußland zu schließen. Deutschland solle sich nur das Recht Vorbehalten, während fünfzehn Jahren Waren in Rußland zollfrei einzuführen.

Das WTB. bemerkt dazu: Bezüglich der Unrichtig­keit dieser offenbar aus französischer Quelle stammenden Meldung verweisen wir auf vorstehendes Telegramm, das eine gleiche Nachricht als völlig erfuude» bezeichnet.

Serbiens Glück

ist die Besetzung durch Oesterreich geworden. Der unga­rische Publizist Oskar Jaszi veröffentlicht in der ZeitungVilag" einen eingehenden Bericht über Ser­bien, welches er bereiste und wobei er an einzelnen Punkten einen längeren Aufenthalt genommen hat. Jaszi sagt:

Bon dem Massenelend, von dem die Phantasie­berichte in Korfu (Aufenthalt der geflüchteten serbi­schen Negierung) sprechen, ist absolut keine Rede. Die heurige Ernte war im ganzen sehr gut. Auch die Obsternte war ausgezeichnet. Der Mais, der mehr zur Nahrung verwendet wird, als im Vorjahre, und auch die Kartoffel hatten kein günstiges Ergebnis, was jedoch, da die Ernte im übrigen gut ist, in den nach­teiligen Folgen gemildert wurde. Eine Bermögens- ,Zunahme, insbesondere in der Bauernschaft, ist unbe­streitbar und wird durch die erhöhten Steuereingänge bewiesen. Der Kerdienst ist reichlich, und der

Tagesderdienst in den staatlichen Betrieben, die sich aus sehr viele Wirtschaftszweige erstrecken, beträgt acht bis zehn Kronen. Dabei sind die Höchstpreise nie­driger als bei uns. Völlig unwahr ist, daß Auf­stände stattfinden, oder daß sich ein Widerstand gegen die Militärverwaltung zeigt. In Vidovdan (?) wurde eine allgemeine Amnestie verkündet für diejenigen, die die Waffen abliesern, und wurden über dreitausend Waffen an die Behörden abgeliefert"

Ueber die deutsch - österreichische Fricdensverhaudlung

veröffentlichen Pariser Blätter folgende sichtlich in­spirierte Meldung: Die bisherigen Unterhandlungen zwischen den Maximalisten und den Deutschen haben kerne nennenswerten Ergebnisse gehabt. Die Maximalisten beabsichtigen, im gegebenen Augen­blick die Unterhandlungen mit Deutschland abzubrechen und ein allgemeines Friedensprogramm zu formulieren mit der Ausforderung an die Alliierten, sich diesem anzuschlictzen. Auf eine Weigerung der Alliierten hin würden die Maximalisten sich für be­rechtigt und frei erklären, über einen Sonderfrieden zu verhandeln und einen solchen abzuschließen.

Was die Entente 1917 verloren hat.

Seit Ablehnung des deutschen Friedensangebotes vom 12. Tezember 1916 verlor die Entente ttotz ihrer vielfachen Ueberlegenheit an Zahl und Material an die Mittelmächte im ganzen über 430 000 (tzcsangene und über 4000 Geschütze. Die ungeheuren wirtschaftli.chen und militärischen Werte, die sich außerdem durch Be­setzung weitester Strecken reichsten feindlichen Gebiets und Erbeutung ungeheurer Mengen Kriegsgerät er­geben. lassen sich in Zahlen nicht annähernd ausdrücken. Von Mitte Dezember 1916 bis Mitte Dezember 1917 wurden außerdem insgesamt 9 196 000 Bruttorcgister- tonnen versenkt.

Kleine Krregsnachrichten.

" Tie neue russische Regierung befahl die strenge Absperrung auch der sibirischen und mandschurischen Grenze.

" Reuter drahtet, daß die südamerikanische Re­publik Ecuador die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen habe.

" In England werden vom 1. Januar ab keine Herrenhüte melxr angefertigt werden, da die Regierung Schellack. Leim, Filz und andere Materialien, aus denen Hüte gemacht werden, beschlagnahmt hat.

China: Neue Kämpfe zwischen Nord und Süd.

$ Aus Peking wird gemeldet, daß in der Pro­vinz Setchuan schwere Kämpfe zwischen Nord- und Südtruppen stattfinden. Tie Fremden in den Provinzen Setchuan und Aünnan erscheine»! stark be­droht. Japanische Truppen aus Tsingtau sind ein- getrosfeu, um den Schutz der Fremden zu übernehmen. Offenbar will Japari jetzt mit Gewalt die Gelegen­heit zur Einmischung in Chinas Angelegenheiten fin­den.

Aus Mer Welt.

** Tie Zeitungen und die Teuerung. Wie gemeldet wird, hat der Zeitungsverleger-Verein für die Pro­vinz Hessen-Nassau und das Großherzogtum Hessen auf seiner letzten Tagung erklärt, daß die sich immer weiter steigernden Lasten es unabwendbar machten, un­verzüglich durch Heraufsetzung der Abonnements- und Anzeigenpreise einen Ausgleich zu schaffen.

** Opfer der Kälte. Aus der Schnee-Eisel wird berichtet: Der Anfang der 60 er Jahre stehende Ackerer Peter Henkes aus Auw sollte eine Schlachtkuh in Prüm abliefern. Gegen 7 Uhr morgens ging er fort, ungefähr eine Viertelstunde nach den anderen Auwer Leuten, die ebenfalls Vieh nach Prüm bringen sollten. Man fand ihn nach vielem Suchen am Mittwoch, an einen Baum gelehnt, in der Nähe der Schutzhütte am Fuße der Schnee-Eifel, seine Kuh noch haltend. Wäh­rend die Kuh noch lebte, war Henkes erfroren. Wie die Spuren im Schnee beweisen, wollte Henkes, der sich offenbar verirrt hatte, wieder zurück nach Hause. Durch den hohen Schnee wird er den Weg nicht haben finden können.

** 2000 Tote. Bei der Munitionsschifs-Explosivn in der ostkanadischen Stadt Halifax werden die schlimm­sten Befürchtungen noch durch die nachträglichen Fest­stellungen überttoffen: Wie aus Montreal gemeldet wird, sind bei der Explosion in Halifax mehr als 2000 Personen getötet und 5000 verletzt worden. Ein Schneefturm vermehrte die Leiden der Unglücklichen. Ta keine geeigneten Räume vorhanden find, werden die Toten in den Parkanlagen aufeinander geschichtet.

** Ein Raubmord wurde Sonntag nacht in Düssel­dorf an einer KeNnersfrau Moldenberg verübt. Die Tat geschah in einem Vorratszimmer, von wo der unerkannt gebliebene Mörder über die Dächer hinweg flüchtete.

Volkswirts chastliches.

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H Berlin, 10. Dez. Tie Stellungnahme der gegenwärtigen russischen Regierung in Sachen der schuldnerischen Verpflichtungen des Reiches bildete, wie erklärlich, den Hauptgegenstand des Interesses der heu­tigen Börse. Wenn auch der Markt keine Zeichen der Erregung infolge des noch wenig geklärten Vorganges verriet, so war doch unverkennbar, daß über die eigentlichen Grenzen des Ereignisses hinaus die Ge­samtstimmung einigermaßen davon beeinflußt wurde. Russische Anleihen und Prioritäten und Banken unter­lagen lebhaften Schwankungen bei durchweg gedrück­ten Kursen.

^ Berlin, 10. Dez. Warenhandel. (Nichtamt­lich.) Saathafer 20,5022,50, Saatgerste 20,50 bis 22.50, Serradella 4449, Zuckerrübensamen 4245, Schilfrohr 4,60, Heidekraut lose auf Abladung 2.00 bis 2,70. Richtpreise für Saatgut: Rotklee 268276. Schwedenklee 2210228, Weißklee 166176, Inkar­natklee 118132, Gelbklee 96-106, Timothy 96 bis 106. Knaulgras 108120, Raygras 108120 für 50 Kilo ab Station. Flegelstroh 4,75-5,25, Breß- stroh 4,50, Maschinenstroh 4,004,85.