auch im allgemeinen erst um besch idcn. Anfänge, so ist doch damit zu rechnen, daß die Kcicgcrheimstätten im Laufe der Jobre unter Föcdetung der Städte einen rascken Aufschwung erfahren und doß dadurch einer großen Anzahl von Kriegsverletzten die Eristcnzmög- lichkeit gewährleistet wird.
flinaerwäfcveZammeiwocke.
Alle Kinder groß und klein Wollen gut gekleidet sein Und der Allerkleinsten Schar Und die bis zu einem Jahr Brauchen Hemdchen, Windeln, Nöckchen Und ins Bett ein warmes Dcckchen. Drum, ihr Frauen jung und alt,
Helft und helfet uns recht bald.
Sucht im Schrank nach jedem-Nest Schenkt ihr uns und auf das Best Wird er bald von flinker Hand Nützlich schön und gut verwandt. Deutsche Frau, die gern du gibst, Kleine Kinder herzlich liebst,
Große Not in hcut'ger Zeit Bist zu lindern du bereit?
Liebe Frau, o hilf uns doch In der Windelsammelwoch.
Stadt und Land.
Morr der GoidaukaufsteUe. Das Kriegsbüro des Reichsbankdtrektoriums hat als Prämie für die Auslieferer von Goldsachen von dem Gemälde des Pro« fessoc Arthur Kampf „Gold gab ich für Eisen, Volks- opfer 1813" Mezzotintogravüren in hervorragend künstlerischer Ausfertigung in der Bildgröße 35 X 25 cm Herstellen und auf feinstem Büttenkacton aufziehen lassen. Der Karton ist mit einer Widmung ausgestattet, der von der Goldankaufsstelle auf den Namen des Preisträgers ausgeferttgt werden wird. Diese Kunstblätter werden je 1 von 100 Einltefecern von Goldschmuck als Ehrengabe dargeboten werden. Die Preisträger werden durch dar Los ermittelt Die Vornahme der Verlosung ist auf Samstag den 15. Dezember l. Js. in Aussicht genommen. Näheres über Ort und Zeit wird demnächst durch Anzeige in der Tagespcesse öffentlich bekanntgegeben Die Gravüre wird in den Schaufenstern einiger Geschäfte ausgestellt werden.
Hessische Handwerkskammer'. Im Einvernehmen mit dem Hessischen Ministerium des Innern Abt. III. wurde der Hessischen Gesandtschaft in Berlin zur fachmännischen Unterstützung und Beratung ein Bevollmächtigter der Handwerkskammer zu Darm- st adt: in Heereslieferungsangelegenheiten der Direktor der Hessischen Handwerkerzentrolgenossenschaft Paech, sowie in sonstigen wirtschaftlichen Fragen, soweit sie das hessische Handwerk berühren, Syndikus Schüttler zur Verfügung gestellt.
* Die diesjährige Hauptvelsanunl.ing des Heilstät- tenvereins für dos Großh. Hess n findet Donnerstag, den 13. Dezember 1917. voimittags 10'/,. Uhr im Sitzungssaal der Lardesvusicheiu gsanstaltin Darmstadt. Withel mincnstraße 34, statt. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder, die nicht einzeln cingeladen werden, ist erwünscht
, da wichtige Gegenstände auf der Tagesordnung stehen.
Daß Kriegsteilnehmer steuerpflichtig stud.
hat das Sdeiverwaltungsgecicht entschieden. Es wird unS dazu folgendes geschrieben:
Der Kaufmann Sch. aus Wetzlar, welcher seit Mitte des Jahres 1915 zum Heer.sdienst eingezogen ist, war für die Stcuerjahre 1915 und 1916 vom Gemeinde- Vorstand zu Wetzlar zur Gemeindeeinkommensteuer herangezogen worden. Seine Veranlagung griff Sch. mit dem Einspruch und der Klage im Verwaltungsstceit- verfahren an und beantragte seine Befreiung von der geforderten Gemeindeeinkommensteuer, indem er betonte, die Unterstützungen, welche seine Arbeitgeberin seiner Ehefrau gewähre, seien' nicht als steuerpflichtiges Ein kommen zu behandeln, da es sich um freiwillige Zuwendungen seitens der betreffenden Firma handle; er selbst besitze keinen Anspruch auf diese Unterstützungen. Der Bezirksausschuß wies aber die von Sch. erhobene Klage als unbegründet ab und nahm an, daß die der Frau Sch. gezahlten Unterstützungen als Einkommen aus gewinnbringender Beschäftigung anzusehen seien; der Umstand, daß die Staatssteuec nicht zur Hebung gelangt sei, berühre nicht Besteuerungsrccht der
Gemeinde. Gegen dieses Urteil legte Sch Revision beim Oberverwaltungsgecicht/ein. welches aber die Vorentscheidung als zutreffend bestätigte und im wesentlichen geltend machte, vorliegend sei die Veranlagung zur Staatseinkommensteuec ordnungsmäßig erfolgt. Mithin sei der Magistrat im Hinblick auf die gesetzlichen Vorschriften befugt gewesen, Gemeindeeinkommensteuer zu fordern. Set die Staatseinkommensteuer tatsächlich nicht erhoben worden, so sei dieser Umstand von keiner entscheidenden Bedeutung.
* Küdinge«. Von der sehr guten Walnuß- Ernte ist von den Kreisbewohnern dem Kreisamte so gut wie gar nichts abgeliefert worden Der Kreisausschuß erhebt nun gegen die „Säumigen" Strafantrag, wenn sie nicht sofort ihren Ernte-Ertrag anmelden bezw. abgeben. Es wird kaum noch eine Nu^ abgeliefcrt werden können, da wohl der weitaus größte Ertrag der Nußernte im Wege des Schleichhandels um weit höhere Summen, als sie die Abnahmestellen be- zahlen, verkauft worden ist.
* Frankfurt a. M. Im Hotel „Hansa" entdeckte Ulan nach der Abreise zweier Gäste, daß diese die gesamte Bettwäsche nebst Handtüchern, Decken usw. gestohlen und mitgenommen hatten. Bei der Anzeige dieses Diebstahls wurde festgestcllt, diß in den Nächten zuvor auch zwei andere Gasthäuser aus gleiche Weise bestohlen worden waren. Am Mittwoch nahmen die beiden Diebe im Hotel „Zum Schwan" Wohnung. Der Besitzer, der von den Diebstählen in den anderen Gasthäusern bereits Kenntnis hatte, vermutete in den „Gä-
sten" sofort die Diebe unb setzte die Polizei in Kenntnis. Als die Beamten in das Zimmer drangen, fan' den sie den einen Dieb gerade damit beschäftigt, wie er sich eine Bettd cke um den Körper wickeln wollte. Beide Diebe, von denen einer das Eiserne Kreut, natürlich unberechtigt, trug, wurden Herhaftet.
* Aus dem Kögelsberg. Augenblicklich kaufen die Frankfurter, Mainzer, Wiesbadener, Offenbacher Händler im Vogelsberg die W e i h n a ch t s b ü u m e aus. lim allen Preistreibereien von vornherein die Spitze zu bieten, haben die Oberföcstereien sogenannte Richtpreise festgesetzt. Es werden abgegeben Bäumchen bis zu 1 Meter Höhe mit 30 Pfennigen, von 1—3 Metern Höhe mit 60 Pfennigen und mehr als 3 Metern Höhe mit 1,60 Mark das Stück. Gegen die Vorjahre sind die Preise wohl in die Höhe gegangen und sichern den Forstbetrieben eine schöne Einnahme; aber man kann nun mit Recht gespannt sein, welche Preise die Städter in diesem Jahr für ihren Weihnachtsbaum anlcgcn müssen.
* Aus dem Spessart. In den Gemarkungen der Maingcgcnd ist der Flachsbau wieder zu Ehren gekommen und lohnt die aufgewendeten Mühen reichlich. Uebecall surren die Spinnräder wieder. Infolgedessen haben die Drechsler wieder vollauf zu tun. So erhielt ein Drechsler in Lohr a. M. aus einem Spessartdocse einen Auftrag zur Anfertigung von 100S pinnräder.
Literarisches.
500 Jahre Münchener Braugewerbe. Inmitten der Kriegsstürme darf, wie uns eine voll Alexander voll Gleichen« Rußwurm verfaßte Stlldie ,.500 Jahre Hackerbräu" (Nr. 1, Jahrg. 11 der von Ecksteins Biographischer Verlag Berlin hcrausgcgebcnc Zeitschrift „Deutsche Industrie — Deutsche Kultur") belehrt, eine der bekanntesten deutschen Großbrauereien, die A.-G. Hackerbräu- München aus ein 500jähriges Bestehen zurückblicken Das mit seinem trefflich mündenden Gebräu vor dem Kriege lvic in allen Kulturländern der Erde und in allen deutschen Gauen vertreten gewesene Unternehmen findet sich 1417 erstmalig erwähnt als ein kleiner Hof in dein erst 1b von Heinrich devl Löwen ge gründeten, also damals auch noch recht bescheidenelt Miinchen, mit dem es aber binnen kurzem kräftig heranwachsen sollte. Die Hackerbrauerei ist durch Jahrhunderte im Besitz der gleichen Familie verblieben, 1887 wurde sie mit einem Kapital von 3,0 Millionen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Naturge« maß als ein in allen seinen Einrichtungen im Lause der Zeit gewaltig erweitertes und mit den neuesten technischen Errungenschaften ausgestattetes Unternehmen, dem es somit auch nicht schwer fallen dürfte, mit der hoffentlich recht baldigen Wiederkehr friedlicher Zeitläufte sich samt dem ganzen deutschen Wirtschaft-.' leben auch seinen alten Platz an der Sonne wieder zu erobern.
Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.
Durchhauen!
Wir halten es für unerläßlich, die Abhaltung von auswärtigen Goldankaufstagen fortzusetzen. Erweist sich an Landorten die Abhaltung eines solchen als ratsam, so werden Mitbürger an solchen Orten dringend und herzlich gebeten, an die nächstgelegene Goldankaufstelle Mitteilung zu machen, die dann alles Weitere bebesorgen wird.
Wir wollen in entscheidender Zeit den Goldznflutz steigern und auch ans diese Weise den Feinden die Achtung vor unserer geldwirtschastlichen Widerstandskraft
abnötigen.
Landtssleile für vaterländische Zwecke:
I. Vorsitzender: Der Geschäftsführer:
Dr. Becker, Bastian,
Finanzmimster. Geheimer Finanzrat.
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