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Bezugspreis 60 Pfg. monatlich
vierteljährlich IMMk., vorauszahlbar, frei ins Haus. A b g e h o l t in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Nedaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießeuer Zeitung", Gießen.
Expedition: 5üdanlagt 21.
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die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 80 Pfg. Die 90 mm breite R e k l a m e * 3 c i I e 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deS Zahlung^- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Druck der Gießener Berlagsdruckerei, Albin Klein.
Ar. 105.
Telephon Nr. 362.
Mittwoch, den 4. Dezember 1917.
Telephon Nr. 362.
30. Jahrg.
6000 Engländer in Flandern gefangen genommen und 100 Geschütze erobert.
Waffenstillstand am Pripet.
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Vagett.
Jlmtlicbe deutfcbe Cagesberidm.
wtb. Grußes Hauptquartier, 1. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht.
In Flandern blieb die Artillerietätigkeit in mäßigen Grenzen. — Südöstlich von Arras hielt das verstäikte Feuer an. — Die Schlacht bei Cambrai ist gestern er- Lft.neut mit großer Heftigkeit entbrannt! Eigene Gegen- preiswer^?^?^Ä!ang riffe zur Verbesserung unserer Stellungen hatten vol- badcn AnÄ^rkMen. Wien Erfolg. Stärkste Feuerwirkung von Artillerie und —— dir. 22 . Wnenwerfern bahnte unserer Infanterie den Weg in Hill lüstinn vu ! die feindlichen Linien. Zwischen Mocuvres und Bourlon ulv m\m MMMNund von Fontaine und La Folie heraus warfen wir Tüte für ' W Feind auf die Dörfer Grancourt, Anneux und Can-
Damen lA M taing zurück. — Beiderseits von Banteux erstürmten 0-95 Mk. Tafeln 'mit Lolunsere Truppen von der. Schelde herauf die Höhen auf 'chonern 1.20 u. 1.30 Mk. dem Westufec des Flusses, durchstießen die ersten feind- Versandhaus G. 3 ich( ct lld)en Linien und nahmen die Dörfer Gonnelteu und ^heaterstraße K. 15 . Mers>Gnislatn. Der zähe sich wehrende Feind erlitt _ Landsberg (W arthcj. schwere Verluste. 4000 Engländer wurden gefangen, ä l 7 Ä ‘r"ine^cere Batterien erbeutet. — Gegenangriffe, die der AEmlWetnd am Abend gegen Gonnelieu auch unter Einsatz Panzerwagen und Kavallerie führte, brachen ver- W!t(l TäöitP -tt Ostreich zusammen. — Scharfer Feuerkamps hielt auf kaust jedes JL. Jw Schlachtfeld- die Nacht hindurch an.
Heeresgruppe Teutschcr Kronprinz
STZT o cv. Auf dem östlichen Maasufer war dle Kampftatig-
der Artillerien reitweilia stark.
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Hhthn CfliHiiifl/wjrÄ Rittmeister Freiherr v. Richthofen errang seinen Leutnant Klein seinen 22. Luftsieg.
Ledenvaren, Oestlicher Kriegsschauplatz
A. Baumwollspinncr.
M a z e d o ni s ch e Front
Ludwigshafcn a. Rh.
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aller Systeme, m. M.30-50 j Jt°li°nische Front:
azhloug Katalfrei.P.Kirij Angriffe der Italiener gegen den Monte Pertiea Brannschwelg. ^eiterten.
Der Erste Generalguartiermeistec: Ludendorff.
AZirtschast oder f * 1
s« auch mit Land. Selbst Berlin, 1. Dez., abends. Auf dem Schlachtfeld 1 AH * w,,h *ei Eambcai sind starke englische Gegenangriffe gegen ie von uns gestern genommenen Stellungen gescheitert. Von den anderen Fronten nichts Neues.
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Brillantschmuckgegenstände
21000 Connen verrenkt.
Berlin, 1. Dez. Eines unserer Unterseeboote,
—-- . Jfommanfcant Oberleutnant z. S. Valentiner (Hans),
neuerdings im östlichen Aermelkanal unter schwerster feindlicher Gegenwirkung 5 Dampfer mit rund 1000 Bruttoccgistertonnen v rsenkt. Einer der Dam- ser flog unter einer gewaltigen Detonation in die Lust, i. min ffic hatte offenbar Munition geladen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
goldenen Uhren. ^
Ph. Knöchel, vanare
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vorzügliche Qual
liefert in jedem Qual»
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ngutsbesil*
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Wtb Großes Hauptquartier,' 2. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz R u p p c e ch t.
In Flandern steigerte stL das tagsüber mäßige euer am Abend beiderseits von Passchendaele zu größ- " ^er Heftigkeit und blieb auch die Nacht hindurch stark.
__ Die Kümpfe bei Eambcai dauern an! — In dem ^^AWbschnitt von Jnchy bis Bourlon entwickelte sich nach -^^rnfoIflrcicBcn eigenen Unternehmungen am Nachmittag —Wjajte Artillerietätigkeit. Feindliche Jnfanterieangriffe
. . t8 g 0 . « mben westlich von Moeuvces durch unser Feuer er-
ickt, östlich von Moeuvres brachen sie vor unseren Lini- Iill iVt '« jufammc». Das Dorf Masnieres wurde von dem §-Winde gesäubert. 'Gefangene wurden dabei eingebracht. . nack* 0 ^/ i — Starke Gegenangriffe richtete der Feind mit neuheran- ^ 00 \ ti i Wüßten Kräften gegen die ihm auf dem Westufec der St *,.*#*#! Schelde entrisMen Stellungen. Nach erbittertem bis in die DunkelM währenden Ringen warfen wir den vw _ _ Aus Epchy heraus anreitende indische
Kavallerie wurde zulammengeschoffen. Gleichen Mißerfolg hatten Gegenangriffe, die der Feind nach starker Deuervorbereitung gegen unsere Linien westlich von Vend- utlle ansetzte. — Der gestrige Tag kostete dem Eng-
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länder besonders schwere Verluste. Mehrere 100 Gefangene blieben in unserer Hand. Aus dem Kampfgebiet wurden bisher 60 erbeutete englische Geschütze und mehr als 100 Maschinengewehre geborgen.
Heeresgruppe deutscher Kronprinz
Nördlich von Pinon brachten Sturmtrupps von erfolgreicher Unternehmung Gefangene ein. — Ein französischer Vorstoß westlich von Brimont scheiterte. — Auf dem östlichen Maasufer lebte das Artilleriefeuer nur vorübergehend auf.
Heeresgruppe Herzog Albrecht
Beiderseits von Altkirch erhöhte Artillerietätigkeit.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Keine größeren Kampfhandlungen.
Mazedonische Front:
Zwischen Ochrida- und Prespa-See sowie im Eerna- Bogen lebte das Feuer auf. Westlich vom Ochcida-See und am Wardav erfolgreiche Eckundungsgefechte.
Italienische Front:
Nichts Neues.
Der Erste Generalquartiecmeistec: Ludendorff.
»
Berlin, 2. Dez, abends. Bei Passchendaele sind örtliche englische Angriffe gescheitert. — Von den anderen Fronten nichts Neues.
. »
Heber 34000 Connen.
Berlin, 2. Dez. Neue U-Bootserfolge im Mittelmeer: 11 Dampfer mit über 34000 Bruttoregistec- tonnen. Die Mehrzahl der Dampfer wurde im westlichen Mittelmeer aus nach Osten bestimmten stark ge^ sicherten Geleitzügen herausgeschoffen, davon einige im Nachtangriff. — Die meisten Dampfer waren tief beladen. Große Werte sind mit ihnen untergegangen. U. a. wurden 5200 To. Kohle, nach Alexandria bestimmt, etwa 4000 To. Zinn, Kopro und Tabak für Frankreich und 1500 Tonnen Weizen für Italien versenkt. — An den erzielten Erfolgen hat Kapitänleutnant Otto Schultze hervorragenden Anteil.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 3. Dez. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
Nach heftigem Trommelfeuer bei mondheller Nacht griff der Engländer gestern früh mit starken Kräften unsere Stellungen bei und nördlich von Passchendaele an. Thüringische und hessische Truppen warfen den Feind in schneidigem Gegenstoß zurück und machten 60 Gefangene. Nach Abwehr der Angriffe flaute das Feuer ab; es nahm am Abend vorübergehend wieder erhebliche Stärke an. — Auf dem Kampffelde bei Cambrai war tagsüber nur in wenigen Abschnitten die Feueriätigkeit lebhaft. Am Abend griff der Feind nach stacker Feuer- steigerung zwischen Jnchy und Bourlon an. In heftigen Nahkämpfen wurde er abgewiesen. Ein englischer. Teilangriff bei La Vagnerie scheiterte. Im Gegenstoß wurden 9 Geschütze und 18 Maschinengewehre erbeutet. — Die Zahl der seit dem 30. November gemachten Gefangenen hat sich auf 6000, die Beute an Geschütze auf 100 erhöht.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz
In den Argonnen wurden in erfolgreichen Unternehmungen Gefangene eingebcacht.
Heeresgruppe Herzog Albrecht
Die lebhafte feindliche Tätigkeit im Thannec-Ta! und im Sundgau hält an.
»
In den letzten drei Tagen verloren unsere Gegner im Luftkampfe und durch Abschuß von der Erde 27 Flugzeuge und 2 Fesselballone. Leutnant Müller errang seinen 35., Leutnant v. Bülow seinen 27. und 28., Leutnant Boagar.tz seinen 25. und 26. Luftsteg.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
In zahlreichen Abschnitten der russischen Front ist von Division zu Division örtliche Waffenruhe vereinbart worden. Mit einer russischen Armee im Gebiet vom Pripet bis südlich der Lipa und mit mehreren
russischen Generalkommandos wurde Waffenstillstand abgeschlossen. Weitere Verhandlungen sind im Gange. Eine russische Abordnung ist in den Befehlsbereich des Genecalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern zur Herbeiführung eines allgemeinen Waffenstillstands eingetroffen.
Italienische Front:
Nichts Neues.
Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorsf.
Berlin, 3. Dezbr., abends. Cambrai örtliche erfolgreiche Kämpfe, deren Fronten nichts Neues.
Südwestlich von — Bon den an-
Berlin, 3. Dez. Durch unsere Unterseeboote wurden im Aermelkanal und im Bristolkanal wiederum 3 Dampfer und 2 Segler vernichtet.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 4. Dez. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
An der flandrischen Frpnt steigerte sich das Feuer vom Mittag an zwischen Poelkapelle und Gheluvelt zu großer Heftigkeit. In mehreren Wellen griff englische Infanterie nördlich von Gheluvelt an. Durch Feuer und im Gegenstoß wurde sie abgewiesen. — In den nördlichen Abschnitten des Kampffeldes von Cambrai war die Artillerietätigkeit zwischen Jnchy und Bourlon vorübergehend lebhaft. Kleinere Bocfeldkämpfe verliefen erfolgreich. — In den südlichen Abschnitten dauerten tagsüber zwischen Marcotng und der von Peronne auf Eam- brai führenden Straße örtliche sehr heftige Kämpfe an. Unermüdlich im Draufgehen mit Handgranaten und Bajonet entrissen unsere Truppen dem Engländer zähe verteidigte Grabenstücke. Vergeblich versuchte der Feind, sie wieder zu nehmen. — Badische Truppen erstürmten das Dorf La-Vacquerie und behaupteten es gegen mehrfache englische Gegenangriffe. Wir machten mehr als 500 Gefangene.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Ailetle und zu beiden Seiten der Maas bei reger Erkundungstätigkeit zeitweilig auflebendes Feuer.
Oestlicher Kriegsschauplatz
Die Waffenstillstands-Verhandlungen füx die russische Front haben begonnen.
Mazedonische Front.
Nichts Besonderes.
Italienische Front.
Bei guter Sicht war die Artillerietätigkeit in einzel- ncn Abschnitten lebhafter als an den Vortagen.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.
Aeicde «ebnbrnUfe sieben dem beurlaubten Soldaten zu?
Zur Beseitigung bestehender Unklarheiten über die Gebühcniffe beurlaubter Unteroffiziere und Mannschaften während des Krieges fei im folgenden der Inhalt der einschlägigen Bestimmungen kurz zusammengefatzt.
Es kommen in Betracht: gewöhnlicher Urlaub bis zur Höchstdauer eines Monats, häufig wiederkeh^endc Beurlaubungen von kürzerer Dauer bis zu 8 Tagen im einzelnen Falle und Urlaub zur Wiederherstellung der Gesundheit. Ferner kann Urlaub bis zu einem Monat erteilt werden zu Beschäftigung im eigenen landwirt- schaftlichen oder gewerblichen Betriebe, zu besoldeter Tätigkeit in ebensolchen Betrieben oder bei Behörden und schließlich auch längerer Urlaub zur Ablegung von Prüfungen und zur Vorbereitung dazu. Kciegsdienstbe- schädigte können auf angemessene Zeit zur Erlangung eines für sie geeigneten neuen Berufes beurlaubt werden, desgleichen zur Aufnahme der Arbeit im Zivilberuf bis zur Beendigung des Entlaffungsverfahxens, während Genesende, die voraussichtlich wieder dienstfähig werden, aber noch ärztlicher Behandlung bedürfen, einen kürzeren Urlaub zu privater Beschäftigung in eigenen und fremden landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben erhalten können.


