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Kickcncr Peilung
Bezugspreis 50 pfg. monatlich
vierteljährlich 1^0Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Nedaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Sießener Zeitung", Gießen.
Expedition: Südanlage 21
Anzeigenpreis 20 pfg.
die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschrcitung deS Zahlungszieles (30 Taaej, bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Druck der Gietzencr Vcrlagsdruckerei, Albin Klei«.
Nr. 164 .
Telephon Nr. 362.
Samstag, den 1. Dezember 1917.
Telephon Nr. 362.
30 . Jahrg
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Eine neue Schlacht bei Cambrai für die deutschen Truppen günstig Zwischen Piave und Brenta hartnäckige Kämpfe.
f und m c§ f)t und dauerhaft. ’ le-Postkarlen u. Plakate Fabrikant: atner, chem Göppingen.
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Zmtlicde deutsche Cagesbericbte.
Beute eines U-Bootes.
Beclin, 27. Nov. Im englischen Kanal sind durch ines unserer U-Boote wiederum 12500 Bcuttocegistec- onnen versenkt worden. Unter den versenkten Schiffen tefand sich ein aroßer bewaffneter englischer Dampfer lon über 5000 Bruttocegistertonnen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. GroßesHauptquactier, 28. Nov. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
In Flandern wac das Artillectefeuec zwischen dem outhoulster Waldr und Zandvoorde von Mittag an bhaft; bei PaSschendaele schwoll es am Abend zu größer Heftigkeit an. — Zu beiden Seiten der Srarpe erhöhte Gefechtstätigkeit. — Auf dem Schlachtfelde bei Cambrai leitete starker Feuerkampf mit Tagesanbruch nie Angriffe ein, jöte der Engländer mit frisch angesetz en Divisionen gegen Bourlon, Fontaine und unsere inschlteßenden Stellungen richtete. — Westlich von Bour- on brachen seine Angriffswellen und die ihnen voran- ahcenden Panzerwagen in unserem Feuer zusammen. - Zwischen Bourlon und Fontaine drang der Feind hichs-mehrmaltgem vergeblichem Ansturm in unsere Ab- W 'ehrzone ein. Bourlon und Fontaine gingen vorüber- ' ehend verloren. — Die durch den erbitterten Häuser- :mpf stack gelichteten englischen Verbände traf der Degenstoß unserer Infanterie. Umfassend angesetzt und hneidig geführt, nahm sie die Dörfer in glänzendem lnsturm wieder und warf den Feind in den Wald von iourlon zurück. Mehr als 200 Gefangene und zahleiche Maschinengewehre blieben in ihrer Hand. — Das talke Feuer ließ bei Eintritt der Dunkelheit nach; ört- che Jnfanteriekämpfe dauerten bis in die Nacht hinein. Heeresgruppe deutscher Kronprinz Nordwestlich von Tahure ließ der Franzose bei ei-
mißlungenen Unternehmung Gefangene in unseren Gräben. — Auf dm östlichen Maasufer war die Ar- tllcrietätigkeit vormittags gesteigert; sie flante von Mag an zu mäßigem Störungsfeuec ab.
Heeresgruppe Herzog Albrecht Nordöstlich von Nomenh stießen starke französische lbteilungen gegen unsere Linien vor; sie wurden im tahkampf abgewiesen.
Oöstlicher Kriegsschauplatz nd
Mazedonische Front :inc größeren Kampfhandlungen.
Italienische Front:
Nichts Neues.
Der Erste Generalquar.ticrmeister: Ludendorff.
*
Berlin, 28. Nov., abends. Bon keiner Front nd bisher besondere Ereignisse gemeldet worden.
wtb.
1917.
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roßes Hauptquartier, 29. Nov.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht.
Bayerische Sturmtrupps holten östlich von Merckem Offizier, 46 Mann und 2 Maschinengewehre aus den elgischen Linien. Tagsüber lag starkes Feuer bei Poel- Helle und Zwischen Bccelaece und Gheluhelt. — Oest- ch von Arras erhöhte Artillerictätigkeit. — Südwest- ch von Cambrai ruhte gestern der Kampf. Zwischen Hoeuvccs und Bourlon, bei Fontaine und Ereveceur lar das Feuer zeitweilig gesteigert; auch Cambrai jurbe von den Engländern beschossen. Kleinere Voc- eldgefechte brachten Gefangene und Maschinengewehre in.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Auf beiden M^asufern lebt-' das Feuer am Nachmittage auf. Eigene Erkundungen verliefen erfolgreich. letDieppe wurde m französischer Vorstoß ab gewiesen.
Oestlicher Kriegsschauplatz nd -
Mazedonische Front :itie größeren Kampfhandlungen.
Italienische Front:
Italienische Angriffe gegen unsere Gebicgsstellungen auf dem Westufer der Brenta und auf dem Monte Tomba scheiterten.
Der Erste Generalquartiermeistec: Luoendorff.
*
Berlin, 29. Nov., abends. Starke Actillecietätig- keit bet Poelcapelle. — Westlich von Bourlon ist ein englischer Angriff verlustreich gescheitert. — Von den anderen Fronten nichts Neues.
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Neue v-öost-kttolge.
Berlin, 29. Nov. Westlich und südwestlich der Straße von Gibraltar haben unsere U-Boote wiederum 5 Dampfer und 2 Segler mit zusammen rund 16000 Br.-R.-T. versenkt. '
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
wtb. Großes Hauptquartier, 30. Nov. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
In Flandern entspannen sich am Nachmittage vom Houthoulstec-Wald bis Zandvoorde lebhafte Artilleriekämpfe, die namentlich beiderseits von Poelcapelle und nördlich von Chelouvelt mit größter Heftigkeit geführt wurden. Eigene Sturmabteilungen stießen nahe an der Küste und in einzelnen Abschnitten des Kampffeldes in die feindlichen Linien vor und brachten zahlreiche Franzosen und Engländer ein. — Bei Armentieces, Lens und südöstlich von Arras gesteigerte Feuertätigkeit. — Auf dem Schlachtfelde bei Cambrai griff der Engländer am frühen Morgen nach heftiger Feuerwirkung unsere Stellungen westlich Bourlon an. Unter schweren Verlusten wurde er zurückgeschlagen. Am Nachmittag nahm der Feuerkampf zwischen Jnchy und Fontaine wieder beträchtliche Stärke an. — In der Gegend von St. Quentin war die Actillerietätigkeit lebhafter als an den Vortagen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Ein I eigenes Sturmtrupp«Unternehnten nördlich von Braye hatte vollen Erfolg und brachte Gefangene ein. Auf beiden Maasufern lebte das Feuer zeitweilig auf.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
An vielen Stellen, namentlich im Sundgau, rege Tätigkeit der Franzosen.
Seit dem 24. November verloren unsere Gegner im Luftkampf und durch Abschuß von der Erde dreißig Flugzeuge und zwei Fesselballone. — Leutnant Buckler errang seinen 30., Leutnant Bongartz seinen 25., Leutnant Böhme seinen 24., Leutnant Klein seinen 21. Luftsieg
Im
Osten, Mazedonien und Italien keine größeren Kampfhandlungen.
Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff.
*
Berlin, 30. Nov. abends. Auf dem Schlachtfeld bei Cambrai sind neue Kämpfe entbrannt, die bisher für uns erfolgreich waren. — Von den anderen Fronten nichts neues.
M§ Staat und £ani
Kandrv Lehrgang für Kriegsbeschädigte in Michelstadt i. Gdw. Der Landesausschuß für die Kriegsbeschädigten im Großh. Hessen beabsichtigt bei der landwirtschaftlichen Winterschule in Michelstadt einen besonderen Lehrgang für Kriegsbeschädigte, die aus der Landwirtschaft stammen, einzurichten. Der Lehrgang soll anfangs Januar kommenden Jahres beginnen und
ungefähr 5 Monate dauern. Der Lehrgang setzt BolkS- schulbildung und eine längere praktische Betätigung in der Landwirtschaft voraus; ec'bezweckt, kciegsbeschädtgte Landwirte zur rationellen Bewirtschaftung ihres eigenen Grundbesitzes oder zur Bersehung von landwirtschaftlichen Aufseher- oder Verwalterstellen heranzubilden. Der Unterricht als solcher ist für die Kriegsbeschädigten kostenfrei; Unbemittelten werden auch die Lehrmittel geliefert. Auswärtigen Teilnehmern, die in Michelstadt Wohnung nehmen müssen, können im Falle der Bedürftigkeit von dem Landesausschuß die nötigen Zuschüsse gewährt werden. Verheiratete Teilnehmer erhalten unter der gleichen Voraussetzung Unterstützung für ihre Familien. Meldungen zur Teilnahme sind an den zuständigen OrtS- oder Kreisausschuß für die Kriegsbeschädigten-Fürsocge oder auch unmittelbar an die Geschäftsstelle deS LandeS- ausschuffes für die Kriegsbeschädigtenfücsorge in Darmstadt, Wilhelminenstcaße 34 zu richten.
* Sammlung von Spruchinschriften auf Glocken. Die Spruchinschcisten der Bconzeglocken werden mannigfachen Sagen und Bräuche, die sich in den ein- zelnen Ortschaften an sie knüpfen, sollen zusammengc- stellt und gemeinschaftlich mit dem Verband deutscher Vereine für Volkskunde bearbeitet werden. Der Verein für Volkskunde hat zu dem Zweck einen Ausruf erlassen, der vom Untecrichtsminister seinem Bereich mitgetcilt wird. Ich würde mich freuen, sagt er, wenn das für das deutsche Volkstum und die deutsche Volkskunde wichtige Vorhaben bei den Lehrern tätkräftige Unterstützung sänge. Wegen der Mithilfe der Ortsgeistlichen sind die kirchlichen Zentralbehörden in Kenntnis gesetzt. In dem Aufruf wird gebeten, im einzelnen durch Umfrage festzustellen: welche Bräuche bei der Taufe der Glocken, der Aufhängung und Abnahme geübt werden, ob eine besondere Läuteart, Beiern, Bimmeln, Kleppern, bei bestimntten Gelegenheiten, in der Weihnachts- und Neujahrsnacht oder vor Allerseelen, üblich ist; die im Volksmund üblichen Namen einzelner Glocken, die Deutung ihrer Rufe und Gespräche; den Glauben an ihren Schutz vor Unwetter, Krankheit und bösen Mächten oder an ihre vorbedeutende Kraft; Sagen von Glocken, die in der Karwoche auf Reisen gehen; von geraubten und geretteten, versunkenen und aus dem Wasser oder der Erde emporsteigenden Glocken; von dem beim Glockenguß ermordeten Lehrbuben usw.
* Gieße«. 27. Nov. Hk. Dem derzeitigen Rektor der Universität Gießen Dr. Paul Gisevius wurde der Charakter als „Geheimer Hofrat" verliehen. Der ordentliche Professor für innere Medizin in Gießen Dr. Fritz Boit erhielt den Charakter als „Geheimer Medizinalcat". Der Professortitel wurde verliehen dem Obeclibliöthekar an der hiesigen Universitätsbibliothek Dr. Emil Heuser.
* Gießen. 28. Nov. Im Gemeindesaal der Mackus- gemeinde fand gestern die diesjährige Synode des evangelischen Dekanats Gießen statt, bei der Pfarrer Bechtolsheimer-Gießen predigte und Medizinalrat Dr. Walger-Gießen einen sachkundigen von tiefem religiösen Ernst getragenen Vortrag über die „evangelische Kirche und die Bevölkerungspolitik" hielt. Nach einer eingehenden Aussprache wurde eine von Pfarrer Weber-Lang- Göns vorgelegte Entschließung angenommen, in der gesetzliche Maßnahmen gegen die Unzucht und staatliche Förderung des Familienlebens gefordert werden. Als stellvertretendes geistliches Mitglied des Dekanatsaus' schusses wurde Pfarrer Barth Gcoßenbuseck gewählt.
* Millingen. Hier haben Diebe einen reichlich mit Lebensmitteln versorgten Einwohner einen Besuch abgestattet, wobei sie dceiviertel Zentner Mehl, dreißig Pfund Linsen, eine Anzahl Zervelatwürste, Speck, Schinken usw. Mitnahmen. Außerdem räumten sie einen Kleiderschrank vollkommen aus.
Im Interesse der vielen Bruchleidenden sei an dieser Stelle nochmul ganz besonders auf das Inserat in heutiger Nummer hingewiesen.
Die Soldankaufstellen geben alle Einlieserungen unmittelbar an die Linschmelzestätte weiter, hochwertige Juwelen werden gleichfalls angekauft und zwar wertentsprechend. Durch deren Verwertung im Ausland entstehen deutsche Guthaben gerade so, als wäre Gold dahin gegeben worden. Mit diesen Guthaben können wir ausländische waren bezahlen.


