Ausgabe 
21.11.1917
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August Siitf, Priödv'.

in Waggoüipngen und t' ' Posten zu den höchsten P

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Expedition: Südanlage 21.

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Truck der Gieftener VerlagSdruckerei, Albin ^lein.

Nr. 191.

Telephon 9tr. 562.

Mittwoch, den 21. November 1917

Telephon

30. Jahrq.

Starke englische Angriffe vor Eambrai Nördlich SL. Quentin feindliche Angriffe mühelos abgewiefen.

Die Italiener zwischen Piave n d Brenta ans starken HsHensteLlßhpigcn geworfen.

51 Offiziere und mehrere Tausend Italiener gesungen,

Seegefecht mit dezz Engländern in der deutschen Bucht.

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JFlmflicbe deutrcDe Cagesbericim.

wtb. Großes Hauptquartier, 17. Nov 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern lebte das Artilleriefeuec am Nach» mittag bei Dixmuiden und zwischen den von Apern nach Staden und Roulers führenden Bahnen auf. E gene Sturmtrupps brachten Lurch frisches Draufgehen aus den belgischen Trichterlinien südlich von Blankaart-See einen Offizier und 63 Mann zurück. An der Süd. front von St. Quentin hielt auch gestern der starke Artillerie- und Minenwerfcrkampf an.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

Bei erfolgreichen Vorfeldkämpfen im Ailcttegrund, nordwestlich von Auberive und auf dem östlichen Maas- ufer blieben gefangene Franzosen in unserer Hand.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Keine größeren Kampfhandlungen.

Mazedonische Fr ont:

Die Lage ist unverändert.

Italienische Front:

Trotz Kälte und Schnee, unermüdlich im Angriff, erklommen österreichisch-ungarische Truppen zwischen Brenta und Piave die steilen, von Italienern zähe ver­teidigten Gipse! des Monte Prassolan und Monte Pourna und nahmen einen Regimentskommandeur, 50 Offiziere und 750 Mann gefangen Auf dem westlichen Ufer der unteren Piave E« kundungsgcfechte.

Der Erste Gencralquarticrmcister: Lud endo* ff.

»

Berlin, 17. Nov., abends. Bon keiner Front sind bisher besondere Ereignisse zu melden.

Seegefecht mit den Engländern.

Berlin, 17. Nov. 1. Zum ersten Male seit den ersten Kciegsmonaten v rsuchten am 17. November starke englische Seestreitktäfte in die deutsche Bucht einzubrechen. Durch unsere Sicherungen wurden sie bereits auf der Linie Horns RiffTerschelling festgestellt und durch den sofort angesetzten Gegenstoß unserer Voipostcnstreitkcäste mühelos und ohne eigene Verluste abgewiesen.

2. Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegsschauplatz neuerdings 16 000 Bruttoccgistectonncn versenkt Unter den vernichteten Schiffen befanden sich 3 durch Geleit gesicherte Dampfer, von denen 2 englischer Nationalität waren.

Der Chef des Admiraistobes der Marine.

*

wtb. Großes Hauptquartier, 18. Nov. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

In Flandern blieb der Artillerickampf in mäßigen Grenzen Im Artois und nördlich von St. Quentin wurden in erfolgreichen EAunduNgsgefechten mehr als 40 Engländer Angebracht und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Starker, seit 2 Tagen gesteigerter Feuer­wirkung gegen die Südsiont von St Quentin folgte ein französischer Vorstoß. Der Feind wurde im Nahkampf zurückgeworfen und büßte Gefangene ein.

Oestlicher Kriegsschauplatz

Nichts Besonderes.

Mazedonische Front.

Nordöstlich vom Dojransee wiesen bulgarische Feld- ! wachen den Angriff eines englischen Bataillons ab.

It a l i cn i j ch c c Kc. c g s s ch a up l a tz.

Nördlich von Astago verbluteten sich starke italienische Kräfte in erfolglosen Angriffen gegen b;e ihnen ent­rissenen Höhen. Zwijchtn Brenta und Piave warfen unsere Truppen den Feind aus mehreren Stellungen. An der unteren Piave zeitweilig verstärkter Fcuerkampf.

Der Erste Generalquar.tiermcister: Ludendorff.

Berlin, 18 Nov. abends. An der West- und Ostfront keine größeren Kampfhandlungen. Zwischen Brenta und Piav.> wurden die Italiener erneut ans starken Gcbirgsstellnngen geworfen.

*

wtb Großes Hauptquartier, 19. Nov 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Nach heftigen Feuerwellen am frühen Morgen blieb die Artillerietätigkeit in Flandern bis zum Mittag ge­ring. Mit zunehmender Sicht lebte das Feuer am Nach- j mittag wieder auf und steigerte sich in einzelnen Ab' schnitten zwischen d<r Küste und Bccelaere zu großer Stärke. Bei den anderen Armeen verlief der Tag außer kleineren Vorfeldkämpfen ohne besondere Eceigniffe.

Der wegen seiner Kampfleistungen vom Vizefcld- webel zum Offizier beförderte Leutnant Buckler schoß gestern 1 feindliches Flugzeug und 2 Fesselballone ab und errang damit seinen 27., 28. und 29. Luftsleg.

Oestlicher Kriegsschaupatz und mazedonische Front keine größeren Kampfhandlungen.

Italienische Front:

Nordöstlich von Afiago wiederholte der Feind seine erfolglosen und verlustreichen Angriff.', um die verlorenen Höhen zurückzugewinncn Zwischen Brenta und Piave brachten die letzten Loge den verbündeten Truppen in schwierigem Gebirgskampf neue Erfolge. In vorbereiteten, von Natur aus starken Stellungen suchte d.r Italiener ans jeden Fußbreit Boden streitig zu machen. Neue hecangcführte Klüfte wcuf er den vordcingenden Trup­pen entgegen. Der unüberwindlichen Angriffskrast unserer Infanterie waren sie nicht gewachsen. Schritt für Schritt, zähe sich wehrend, wich der Feind zurück. In be­sonders erbitterten Kämpfen wurde Quero und der nord­westlich vorgelagerte Monte Cornelia erstürmt und der Feind in seinen stark ausgrbauten Stellungen auf dem Monte Tomba zurückgeworfen. Deutsche Sturmtrupps und das bosnisch-herzogewinische Jufantecieeegiment Nc.2 zeichneten sich hi-rbei besonders aus. 1100 Italiener fielen in die Hände der Sieger. An der unteren Piave schwoll der Feuerkampf zeitweilig zu großer Heftigkeit an.

Der Erste Generalquartiermeister: Lu d en d o cf s.

Berlin, 19. Nov., abends. In Flandern lebhafte Feuerkämpfe vom Houthoulster Walde bis Zandvoorde. Ein Teilangriff der Franzosen im Chaumewald wurde abgewiesen. Im Osten nichts Besonderes. H.strge Kämpfe im Gebirge zwischen Brenta und Piave.

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14,000 tonnen.

Berlin, 19. Nov. Durch die Tätigkeit unserer Unterseeboote wurden im Sperrgebiete um England Wiederum 14»00 Bruttocegistertonncn vernichtet. Un­ter den versenkten Schiffen befanden sich 2 englische Dampfer, die aus einem stark gesicherten Geleitzug her- aufgeschossen wurden. Der eine Dampfer war bewaff­net, ein weiterer englischer bewaffneter Dampfer, der ebenfalls aus einem Geleitzug hecausgcschossen wurde, war tief geladen m t Lebensmitteln nach England.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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wtb. Gr oße s Ha up t q uartier, 20. Nov. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Der Artilleriekampf in Flandern nahm gestern nachmittag vom Houthoulster Wald, bis Zandvoorde be­deutend zu und hielt auch nachtsüber mit unverminder­ter Heftigkeit an. Stores Zerstörungsfeuer lag aut dem Kampfgebiet bei Poelcapelle und Passchendaele. Auch im Artois, beiderseits der Sc.mpe, bei Bull court und Queant lebte die Gefechtstätigkeit auf. Feindliche Aufklärungsabteilungen wurden im Nahkampf zurück­geworfen.

Heeresgruppe Deutsch e r Kronprinz

Nördlich von Soiffons und auf dem östlichen Maas

ufer war das Feuer gegen die Vortage erheblich ge­steigert. Ihm folgte gegen den Chaumcwald der An­griff eines französischen Bataillons; es wurde mit schnü­ren Verlusten unter Einbuße von Gefangenen abgewie. sen. Unser Vernichtungsfeuer zerschlug den noch mehr fach am Abend zur Wiederholung der Angriffe sich rüstenden Feind in seiner Bereitstellung, ttnterneh- mungen eigener Abteilungen nördlich und östlich von Verdun hatten Erfolg.

Oestlicher Kriegsschauplatz

Keine größeren Kampfhandlungen.

Mazedonische Front:

Auf dem westlichen Wacdaruser drangen bulgarische Stoßtrupps in die französischen Gräben ein und mach- ten Gefangene.

Italienische Front:

Starke Gegenangriffe der Italiener gegen die von uns eroberten Stellungen am Nordhange des Monte Tomba führten gestern zu erbitterten Kämpfen. Da?) Feuer unserer Artillerie und Maschinengewehre sichielv die Reihen des in dichte--. Haufen anstücmcnden Fein­des, die Infanterie warf ihn in seine Ausgangsstcl lungen zurück. Starkes Feuer hielt in diesem Kumpl­abschnitt an. An der unteren Piave nichts Neues.

Der Erste Generatqnartierm.'ister: Ludendorss.

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Berlin, 20. Nov, abends. Lebhafte Feuertätig, keit bei Poelcvpelle und Passchendaele. Im Gebiete zwischen den von Bapaume und Peronne auf Cambcai füh enden Straß n hat der Engländer mit starken Kräf­ten angegriffen und Gelände gewonnen. Unsere Gegen' Maßnahmen sind in vollem Gange. Im Osten keine größeren Kampfhandlungen. -- Aus Italien nichts Neues.

Mm Staat and £ani

* Neben dem Brot ist die Kartoffel zur Zeit das zum Durchhalten wichtigste Lebens m 111 l. Dielkartoffelernte ist im Großheezogtum zwar durchgängig eine gute gewesen, gleichwohl steht zu lusürchtcu, daß die Kartoffelvmräte im kommenden Frühjahre knapp sein werden, weil, wie festgestellt werden konnte, gege»' wärtig eine große-Verschwendung mit den Kartoffeln getrieben wird. Da zudem große Anforderungen an dl- Kommunalverbände wegen Ausfuhr von Kartoffeln in Gegenden, in dmen die Ernte nicht ausreichend ist, ge« stellt werden, da weiter auch die Marmeladefabcckcn Kartoffeln geliefert bekommen müssen, da ferner znc Herstellung von Kartoffelfabrikaten große Mengen der Bestände in Anspruch genommen werden müssen, und da unter Umständen auch damit gerechnet werden must, daß noch Kartoffeln zur Verfütterung fceigegeben werden müssen, so ist es dringend empfehlenswert, die Haus­haltungen darauf hinzuweisin, mit der Bewirt, schaftung der ihnen zuaemeffenen Kartoffelcatloncn recht vorsichtig zu sein, insbesondere dürfte cs sich für alle Privatpersonen empfehlen, auch in diesem Winter ihre Kartoffelvorcäte durch Verwendung von Ecdkohlraben zu strecken.

* Die Landesuniversität Gießen beabsich­tigt, ihren Studenten im Felde eine Weihnachtsgabe zu schicken. Die Angehörigen von Gießcner Studenten werden gebeten, das Universitäts-Sekretariat (Bismarckstr. 22) durch baldige Mitteilung dex Feld adres.se n zu unterstützen.

* Das Haupt sie ueramt Gießen hält seine Geschäftsräume an: Samstag, den 24. November, aus Anlaß des Geburtstages des GroßhcrzvS g e s ch ! o s j e n.

* Gießen, 19. Nov. Im Alter von nahezu 102 Jahren ist hier am Sonntag die älteste Person des Großherzogtums Hessen, Fräulein Bertha von Groiman, gestorben. Die weitaus größte Zeit ihres Lebens hat die alte Danre in ihrer Vaterstadt Gießen, wo sie ms Tochter eines Staatsbeamten geboren wurde, zugevcacht-