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Bezugspreis 50 pfg. monatlich
vierteljährlich 1,50Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gierener Zeitung", Gießen.
Lrpkditios: Züdaniage 21
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die 44 mm breite P elitzeile, für Auswärts 50 Pfg. Die 90 mm breite Reklame.Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlung». Zieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindlichkeit.
Truck der Gicßencr Verlagsdruckerei, Albin Mein.
Nr. S 4 -.
Telephon Nr. 362.
Samstag, dm 27. Oktober 1917.
Telephon Nr. 363.
30 . Jahrg.
Brem ein^
hifi Sellilisti
Die italienische Front von deutschen und öfterrkichisch-ungarischen Truppen überrannt. Mehr als 39999 Italiener, darunter über 799 Offiziere, gefangen; 399 Geschütze erbeutet.
Der große französischs Dnrchbruchsversuch abgeschlagen.
Hintllcbc tieulsede Caaesbericbte.
U-Sootbeme.
Berlin, 23. Okt. Neue U-Booterfolge im Aermel- kanal und in der Nordsee: 3 Dampfer und 2 Segler.
inifota [ B II yo| beiden Segler hatten Grubenholz für England ge>
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In^elheimei Rotwein
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
1917.
wtb. Großes Hauptquartier, 24. Okt.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
In Flandern drängten unsere Truppen durch Gegenangriff den Feind fast völlig aus den in unsere Ab- ganz vorzügliche Onaiii; !^hrzone noch besetzten Streifen am Südrand des Hout- ... . ^ * boulster Waldes zurück; Gefangene blieben in unserer
Mm m jedem Quantui i)anb. — Im Kampfgelände von Draaibark bis Zand- ^ C Saal ^ voorde nahm nachmittags das Feuer wieder erheblich
Neue Angriffe erfolgten nicht.
Heeresgruppe deutscher Kronprinz.
^ Die Franzosen begannen gestern an zwei Teilen
tieaer-lngeleim a., einen Großangriff am Che min des Dames von dem LWLWLWLLL Grund nördlich von Vauxaillon bis zur Hochfläche rvirIrVTTTf nördlich von Paissy (25 Kilometer). — Die vormittags "" südlich des Oise-Aisne Kanals sich entwickelnden Kämpfe führten zu schwerem wechselvollen Ringen zwischen der Allette und den Höhen von Ostel. Der frühmorgens gegen unsere durch sechstägiges heftiges Fever zerstörten
BüeUer au8
galanter
^eit mit Bildern vc 2i n tew anstürmende Feind fand starken Widerstand und Oore und Bavros kaiu wegen schwerer Verluste nicht vorwärts. Erst einem l^Z^LN 0 VL 8 ^>M^!pö.ter nach neuer Vorbereitung geführten und durch . zahlreiche Panzerwagen unterstützten Stoß frischer fran-
DOCCaCClOS Kräfte vom Westen her auf Allemand, von
1001 Nacht "^.Süden her auf Chavignon gelang es, in unsere Stel- R Mark 5un S en einzubrcchen und bis zu diesen Dörfern vorzu- “ r f . J F . ..bringen. Dadurch wurden die dazwischen liegenden
L ‘sv^teUungen unhaltbar. Bei der Zurücknahme der Trup- ... rr & Co^ cn nu§ ^en * n Fl.l)nt zähe gehaltenen. Linien muß- vr. , o len auch vorgeschobene Batterien gesprengt und dem Berlin W 60. Feinde überlassen werden. Die Franzosen drängten scharf nach, doch wurde durch das Eingreifen unserer Reserven der feindliche Stoß nördlich von Pinon, bei Wir SUcnu Baudeffon und dem hartumkämpften Chavignon aufge» „ ß r k ä U fl /G^föRgen. Weitere Fortsch kitte blieben dem Gegner ver- „ f Oßt — Die gleichzeitig auf der Hochfläche beiderseits
HäUSOr m Gehöftes La Rohere (südlich von Filain) angesetzten mit ■'Angriffe mehrerer französischer Divisionen scheiterten beliebigen p i Mecktrotz wiederholten Ansturmes unter den schwersten Ber- M lüsten. Abends schritt nach mehrstündigem Trommel.
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ohne
tung an K'seucr der Feind z.vischen Brahe und Ailles zum Angriff
Besuch durchs > ^ Ziveimal stürmten dort seine Truppen tiffgegiiedect
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Vor.
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Angebote vonSe 18 ^ ^ Abwehrfeuer und stellenweise im erbitterten Nah' erwünscht an den kämpf brach an dieser Front der Stoß der Franzosen
V0pK9" Mjg zusammen. In örtlichen Kämpfen setzte sich die
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Zentrale
irankfurta.» Hansahau*•
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Schlacht bis tief in die Nacht fort. Sie ist bisher nicht wieder aufgelebt — Unsere Truppen haben sich helden- inütict geschlagen. — Auf dem östlichen Maasufer spielten sich tagsüber südwestlich von Bcaumont Grabenkämpfe ob.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Zwischen dem Rigaischen Meerbusen und der Düna »«hmen wir. in den Nächten bis zum 22. 10. ohne Störung durch den Fcind unsere in breiter Front vor dieHauptstellung weit vorgeschobenen Sückerungstruppen zurück, die in erfolgreichen Gefechten den Russen den Einblick in unsere Hauptstellung seit Anfang September verwehrt hatten.
Mazedonische Front.
Lebhaftere Artillerietätigkeit nur westlich des Ochrida- 5ees und vom Wardor bis Doircm, wo Vorstöße der knIänd r abgewiesen wurden.
Italienische Front.
Die Gef.chtstätigkeit in Tirol, Kärnten und am sonzo ist merklich aufgelebt. Deutsche Artillerie hat \\\ den Feuerkampf eingegriffen. Deutsche und öster- eichisch'ungarische Infanterie hat heute morgen bei
Flitsch, Tolmein und am Nordteil der Hochfläche von Bainsizza die vorderen italienischen Linien genommen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendocff.
Berlin, 24. Okt., abends. In Flandern starker Feuerkampf, am Chemin des-Dames nur geringe feindliche Artillertetätigkeit. Die Franzosen haben ihren Angriff nicht fortgesetzt. — Im Osten nichts von Bedeutung. — An der italienischen Front nimmt die gemeinsame Angriffsoperation den beabsichtigten Verlauf. Bisher sind einige tausend Gefangene gemeldet.
*
wbt. G roßeS Hauptquartier. 25. Okt. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
In Flandern lag tagsüber stärkeres Feuer als sonst auf der Kampfzone zwischen der Küste und Blan- kaart-See. — Von dort bis zur Lys belegte der Feind die einzelnen Abschnitte mit Feuerwellen, die sich vom Houthoulster Walde bis Passchendaele gegen Abend zu hefstigstem Trommelfeuer verdichteten. Größere An- griffe erfolgten nicht. — Im Artois und bei St. Ouentin spielten sich Vorfeldkämpfe mit für uns günstigem Erfolge ab.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Am Oise-Aisne-Kanal verlief der Tag bei geringer Feueitätigkeit des Feindes. — Vor Dunkelheit schwoll schlagartig der Feuerkampf wieder an. An mehreren Stellen drangen fränzösische Erkundungstruppen vor; sie wurden überall obgewiesen. — Nachts blieb das Feuer lebhaft. — Zwischen Oise und Maas kam es mehrfach zu Eckundungskämpfen, die örtliche Steigerung des Feuers hervorricfen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Nichts von Bedeutung.
Ntazedonische Front
In den meisten Abschnitten Hot sich die Artillerie- tätigkeit verstärkt
Italienische Front.
Waffentreu traten gestern deutsche und österreichisch- ungarische Truppen Seite an Seite in den Kampf gegen den ehemaligen Verbündeten. — In mehr als 30 Kilometer Breite nach kurzer starker Feuerwirkung zum Sturm antretend, durchbrachen oftbewährte Divisionen die italienische Jsonzofront in den Becken von Flitsch und Tolmein. — Die Täler sperrenden starken Stellungen des Feindes wurden im ersten Stoß über' rannt; trotz zäher Gegenwehr erklommen unsere Truppen die steilen Berghänge und stürmten die feindlichen Stützpunkte, welche die Höhen krönten. — Schnee und Regen erschwerten das Vorwärtskommen in dem zerrissenen Gebirasgelände; ihre Einwirkung wurde über« all überwunden Hartnäckiger Widerstand der Italiener mußte mehrfach in erbitterten Nahkämpfen gebrochen werden. — Die Kampfhandlung- nimmt ihren Fortgang. — Bis zum Abend waren mehr als 10 000 Gefangene, dabei Divisions- und Brigadestäbe eingebracht. und reiche Beute an Geschützen- und Kriegsmaterial gemeldet.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
*
Berlin, 25. Okt., abends. In Flandern starker Feuerlampf, besonders östlich von Apern. — Bei Pinon und Charvignon nahmen wir nachts unsere Boctruppen in den Ailette-Wald, morgends französischem Druck nach- gebend, hinter den Oise Aisne-Kanal Zurück — Im Osten nichts von Bedeutung. — In Italien brachte die Weiterführung unseres Durchbruchs bei Flitsch und Tolmein neue Erfolge. — Gesangenenzahl und Beute sind im Steigen.
9
26000 rönnen!
Berlin, 25. Okt. An der englischen Westküste und in der Nordsee wurden durch eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant lzur See Georg, neuerdings 6 Dampfer und 1 Segler mit rund 26 000 Br.-R.-T. versenkt. Darunter befanden sich der englische Dampfer „Richard de Larinago" (4000 Tonnen)
sowie vier bewaffnete englische Dampfer, deren Namen nicht festgestellt werden konnten. Der versenkte Segler hatte Koks geladen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
2<*,000 rönnen!
Berlin, 25 Okt. Im Atlantischen Ozean und im Aecmelkanal wurden neuerdings durch eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant Rose, 7 Dampfer mit rund 29,000 Bcuttoregistertonnen versenkt. Darunter befinden sich ein bewaffneter Dampfer, anscheinend mit Oel und Gasolin, sowie vier unbekannte Dampfer, die aus Geleitzügen hecausgeschoffen wurden.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine.
»
wtb. Großes Hauptquartier, 26. Okt. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
Längs der ganzen Front in Flandern war gestern und während der Nacht der Artilleciekampf lebhaft. Besonders heftig war das Feuer vom Houthoulster Wald bis Hollebeeke; dort steigerte es sich morgens zum Trommelfeuer. Nächtliche Teilangriffe der Franzosen und Engländer scheitert.n überall vor unseren Linien. — Nach den bisher eingegangenen Meldungen sind nach Hellwerden an mehreren Stellen der Front Angriffe des Feindes erfolgt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nach starker Feuervorbeceitung stießen die Franzosen gestern von den Nocdhängen des Chemin des Dames in den Ailettegrund vor. Ihr Angriff brach gegen die in der vorhergehenden Nacht an den Südrand des Waldes von Pinon hecang^zogenen Boctrup- pen, die nach kurzem Kampf auf das Nordufer des Oise-Aisne-Kanals zurückgeworfen wurden. Es gelang dabei nicht, das vor den letzten Kampftagen in dem zerschossenen Wald von Pinon eingebaute Geschützmaterial völlig zu bergen. — An den übrigen Stellen des Kampffcldes wurden nach erfolgreicher Abwehr des feindlichen Stoßes unsere Linien planmäßig hinter den Kanal bei und südöstlich von Chavignon zurückverlegt. — Mehrfach versuchte der Gegner die Kanalniederung zu überschreiten; er wurde von unseren Kampftruppen überall zurückgeworfen.
Auf dem Ostufer der Maas stürmten tapfere nieder- sächsische Batallione mit Flammenwerfern in mehr als 1200 Meter Breite die französischen Stellungen am Chaume-Walde, überwältigten die Besatzungen und brachten Gefangene zurück. Mehrere zur Wiedergewinnung seiner Grüben vom Feinde, geführten Gegenangriffe brachen ergebnislos zusammen.
*
Bei den übrigen Armeen kam es bei Sturm und Regen zu zahlreichen Gefechten von l ErkungungSab- teilungen. Vom
Oestlicher Kriegsschauplatz und von der
Mazedonischen Front, sind keine wichtigen Ereignisse gemeldet.
Italienische Front.
In Ausnützung des Durchbruchserfolges bei Flitsch und Tolmein sind unsere Divisionen über Karfceit und Nomzina hinaus im Vordringen. Die Truppen des Nocdstügels der zweiten italienischen Armee sind, soweit sie nicht in Gefangenschaft gerieten, geworfen und im Weichen. — In unwiderstehlichem Vorwäctsdrängen überschritten die deutschen und österreich ungarischen Regimenter, an Leistung wetteifernd, die ihnen gesetzten Ziele und warfen den Feind aus den starken rückwärtigen Höhenstellungen, die ec zu halten versuchte. Unter unserem Druck begannen die Italiener auch die Hochfläche von Bainsizza Heiligengcist zu räumen. Wir kämpfen vielfach bereits auf italienischem Boden. Die Gefangenenzahl ist aus über 30 000 Mann, daber 700 Offiziere, die Beute aus mehr als 300 Geschütze, darunter viele schwere, gestiegen. Klares Herbstwetter begünstigte gestern die Kampfhandlungen.


