Ausgabe 
13.10.1917
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

mahnend muh tn diesen Tagen, da wir das neue Reichs. geld-Gefchafl mit einem vollen finanziellen Sieg krönen wollen, das stunnrufende;(Es muß (ein!* wirken. Die oft haben wir die drei Knappen Worte ohne Rot. ohne uns lang zu besinnen, ob ein Grund. sie anzuwen-en. vorliegt, gebraucht Wie oft haben wir Zeit Geld und anderes an mutige Dinge gewandt! heute Hecht es. mit jeder Araftaufbietung. auch mit der geringsten, Haushälter- lich zu verfahren. Nur dort, wo nicht der gerinalte Zweifel an der Berechtigung des Verbrauchs von Muskel, stärke und Geistesschärfe besteht, darf das(Es muh sein!" . gelten. Wer aber besänne sich auch nur einen Augenblick aus die Anwort, stellt man ihn vor die Frage, ob die kurze Parole vom .Müssen* für die neue Kriegs« anleihe angewendet werden dürfe.

(Es muh sein!* Was muh sein? Aufklärung aller, die noch nicht wissen, um was es sich handelt. Aufrüttelung

der Lauen und Laren und Beteiligung am gemeinsamen Werk mit allen verfügbaren Mitteln! Für die.Siebente"!

mag darum die Losung heißen. .Es muh sein!" Allen und jeden soll sie in den Ohren klingen!

Otto Emst Sutter.

(llir wird sie?

So wenig wie ein Schill würde ein Ernst Moritz Arndt danach gesragt haben, ob an der Kriegsanleihe etwa» verloren gehen könne. Wer brächte e- sertig. sich einen solchen Gedankengang in Verbindung mit diesen hellstrahlenden Namen vorzustrllcn? Wir wollen es gleichwohl niemandem Nachträgen, wenn er bei Hingabe seiner Spargelder an dos Vaterland prüft und wägt, wenn er außer acht läht. dah e- um die Dcrteldiaung seines Vaterlandes, seines Vermögens, seines Lebens geht, und dah ec dem Reich, das ihn mit starkem Arme beschützt, nur die Mittel liefern hllft zu eben diesem Schutz Denn es ist gute deutsche Art von der Friedens zeit her, fürsorglich zu Werk zu gehen bei einer Geld, anlage. Als noch die Wellen der Begeisterung hoch hin­aus schlugen und über olle Bedenklichkeiten hie wegsegten, hätte eS Jeden wie eine Entweihung verletzt, wenn ihm die Frage auf die Lippen gekommen wäre, ob die Pro­zente sicher seien. WaS jetzt allenfalls da- Herz nicht mehr tut. das muh eben der Verstand vollbringen. Der aber sagt unS, dah wir mitRuhe unterm Vaterland die Gelder leihen können Mit der Ruhe des guten Hausvater».

Hätten wir schon im Sommer 1014 geahnt, wie vieler Feinde lvir unS zu erwehren hätten, wie lange die Anstrengungen von uns gefordert werden, wohl keiner von uns hätte zu hoffen gewagt, dah da- schwere Werk gelänge. Wie hat sich unser Volk aus die Kriegs Notwendigkeiten eingestellt, wie haben unstce Landwirt­schaft, unsere Acbeiischaft ihre Sfc&ftc gestrafft, wie hat die Industrie die Tag und Nacht sausenden Maschinen für die vaterländischen Ausgaben zurecht gerichtet, wie haben sich deutsche Erfindungsgabe, deutsche Treue und Hingebung mit helleuchtendem Strahlenkranz zu umgeben gewußt. Mit der Last wächst unsere Kraft. Das können wir im 4. Kriegsjahr als tausendfach er. härtete deutsche Wahrheit frohgemut scstftelleu.

to lUftb n wir auch die geldlichen und namentlich die Zme listen d.s Krieges zu tragen vermögen. Auch dann, io nn fie noch weiter wachsen Und wenn unS die iipabion.' utc Beschränkung im LcbenSauswand bis zur V lnng bei wirtschaftlichen Wunden dann und wann unb'gnem zu weiden droht, brauchen wir uns nur vor Augen zu steilen. waS die Feinde graen UNS im Schilde führten. Wie ab r eine gütige Vorsehung dem gesunden Körp r die Fähigkeit eingrzb, sich der Gifte au- eigener Kraft zu erwehren, so hat da- deutsche Volk ein t^otiesglschenk i halten, durch die Gabe, aus das Gift der Mievmach i und Lauen das Gegenmittel wachsender Hingebung. Einsicht und btähluna dev gesunden SinnS deutscher Bürger zu erzeugen. Wohin man hört, kann man denn auch das Wort erlauschen: Ans irden Mies­macher. aus jeden Lauen hundert Andere, die doppelt ihre Schuldigkeit tun. Die Meldungen über die bisherigen Zeichnungen eröffnen jeden» falls frohe Aussichten für das Endergeb, n i s? Und wenn e» so weitergeht, wenn mehr und mehr tn der Stadt und im Dorfe der Helle Wetteifer erwacht, obenan zu stehen, die Lauen zu beschämen und die 7. Kriegsanleihe zur Höhe eines weltgeschichtlichen Ereig­nisses emporzuheben, dann dürfen wir am Ende ves neuen Aufmarsches der Milliarden wieder einmal aus tiesfteni Herzensgründe singen:

Lied Vaterland, magst ruhig fein'.

Geheimer Finanzrat Bastian.

Tie Grof.herzogliche Regierung hat auf diesen An­trag am 11. Arwutt 1917 nachfolgende Erklärung ab« gegeben:

Xie hessische Gesetzgebung dom Fahre l9li hat km modernes Wahlrecht geschaffen Die von allen Par- leien geforderte Einführung des Merken Wahlrechts ist erst nach vielfähcigen ichloterigen Verhandlungen 'm Lege von Kompromissen ermöglicht worden. Da-Ge­setz. die Landtzände betcesirnd vom 3. Juni 1911, da­bo L direkte Wahlrecht versieht. ist indessen ^och nicht in dollem Umfang zur Anwendung gelangt. D»e Zweite Kammer besteht zur Hälft- noch aus den aus indirekter Wahl hervorgegangenen Mitgliedern ^sm Hinb ck hier­auf haben die beiden Kammern der Stände in lieber emstimmang mit der Regie:ung de auf dem XXXV. Landtage gestellten Anträge, die sich im wesentlichen in der gleichen Richtung bewegen, wie der vorliegende An« trag der Abgeordneten Ulrich und Genossen, obgelehnt.

Inzwlsä cn ist die Frage des Wahlrechts zum Land­tag auch in Preußen erneut in Fluß gekommen Tie

Wer die Zeichen der Zeit versteht

zeichnet Kriegsanleihe.

Vas Ergebnis der 2. Kriegsanleihe ist das mächtigste Kriedensmittel, das einem jeden Deutschen in die Hand gelegt ist. Wenn sich also

am Sonntag,

dem -14. Oktober,

alt und jung unermüdet und unent­wegt mit den Ieichnungsscheinen um die Tische drängen, an denen das Vaterland unsre Spargroschen in Empfang nimmt, dann ist dieser

Nationaltag

für die Kriegsanleihe

zugleich die großartigste Friedens­kundgebung, die das deutsche Volk veranstalten kann.

Alle Zeichnungsstellen werden nach der Kirchzeit geöffnet sein!

Auf zur Massenzeichnung!

,

Üintnw

Ostei botlchast de» Deutschen Käfters. Königs von Preußev, Vom 7 April ds. Fs. und der sie ergänzende Erlab an den Präsidenten dr» Preußischen T taatSmimfleriumS vom l l. Füll ds Fs kündigt jür Preußen eine Vorlage an. dle da» unmittelbare, gehrlme und gleiche Wahl- recht bringen soll.

Bei Prüfung des von dem Abgeordneten Ulrich I und Genoffen gestellten Antrages aus Abänderung des

EiMfübruna des allgemeinen, gleichen, ««»«>«" »»1 «KM« ttiablmM» mit I

Proponloialwahlwfabrftt Iw

Die Abgeordneten Ulrich und Genossen hab-n in der Zweiten Kammer beantragt:

.Die Kammer wolle beichließen. Großherzoglkche Regierung zu ersuchen den Ständen alsbald lHektz<s Vorlagen zu unterbreiten, durch weiche sowohl da» L a n d t a g S w a h l r e ch t a!» auch das Wahlrecht für Gemeinde«. Kreis- und Provinzial Ber« tretungen im Sinne des allgemeinen gleichen, ge- Heimen und direkten Wahlrecht» aller großiähracn Hesse» ohne Unterschied de» Geschlecht- in proportionalen tlaUU Verfahren, herbelgcsührt wird '

! r r'twut an. in dem auch be LondtagkwahlcechtS.

I ;-j r Irbanbelt lüftbtn iofl.

0 n fI , Meten Stünben galten wir »8 nicht ftlt 3 n- mit rinn Sorlage ;ur Abändctung dc8 : india -wab'rtch'd an die ^'andstande h»an;utrtten.

x-ae da, L'ahltccht hi: Gemeinde., «kreis, und Provinzialvertretimgen anlangt, 'o nehmen wir au'

. n'cr Sche. ibet vom HV M-». Z" dem obenbezeich.

rein, «nt - Abgeordneten Reh und'^enonen vom 1"g, d, v. Ewalb.

Der «uS'chuß Hai sich matcricll mit dem Antcan nicht bcf.pt. Ta nSmltch V dem «"trage Reh und dcr AuSichub die Wahl cimS L 0 "derauS,chuffcS bca»tragt hat und in Ueiem «uv>chuß der hier vorlic- acudc «ntcag bfF)anbei, werden ioO, so beantragt der «uSkchutz: den . ,.t.ag d-m LonderauSschutz zu über.

rofl,,n «bg. Reh.

hiernach zu er Watten den Verhandlunaen bedeutsam lern | da sie zweifellos zur K!ärang aller d-r Frag-n beitragen werben, die der genannte Antrag zum Gegenstand hat Für dle Frage elnr» etwaigen Prcportionalwrhl Verfahrens und h» dabet -n wählenden Systems werden übriaen» auch btc bedorsiehende« E:örtnung n über dle Aendecung des Reichste swahlrechis Material liefern an dem man bei etwaiger Aenderung des Wah'v c'abeens in Helfen nicht würde vo über gehen kSnn n

UcbuMf« regt der Ant ag der Ab^eord-ct n R b und «cnosicn bctr.ncnd etc llrrtüra,,nd wett«, biitung der *e<ttf kcS So ffi, -tjat, n o rl( "

i und in den Gemeinden, dt. Wohl ein f landslSntischen

die

so

Dein

MX«

6rM f 15

ivenu

Xus Stadt und Land.

glich öie

* Itteideu und Weidenstöcke Mit dem 10. Lkt.

1917 ist eine Bekanntmachung in Kraft getreten, durch welche unter Aushebung der bisher angeocdnetcn Einzel« beschlagnahmen alle Weiden und Weidenftöcke (aus dem Stock und geschnitten). Wcidenschienen und Wcidenrtndcn beschlagnahmt werden- Eine Veräußerung und L'es rung von Weiden und Weidenslöcken ist nunmehr nur noch an amtliche Aufkäufer ohne b sonderen Frei- gabrschein. sowie von diesen und Großzüchtern am Grund eines FreigabescheincS, die Veräußerung und Lieferung von Wcideichicncn nur aus Grund eines FreigabescheincS, die Veräußerung und Lieferung von Wetdenrinden obnc besonderen Fceigabeschetn an die Rinden Einkaus-^e- selllchaft m. b. H-, Berlin, oder deren beauftragte Auf- käus'ec gestattet. Bis zum 25. Oktober 1917 ist ferner die Verarbeitung der beschlagnahmten Gegenstände erlaubt: nach diesem Tage nur aus Grund elner amt­lichen VcrarbcitungScrlaubniS. Ausnahmen von den Anordnungen sind für bestimmte Mtndcftmengen vor« gesehen. Unberührt durch daS Inkrafttreten dieser Be- kanntmachung bleiben die durch die Bekanntmachung vom 1. April 1917 sestgesetzten Höchstpreise sowie die durch die Bz.kanntmochuna vom 15. Mat 191- ange- ordncte Meldepflicht und Lagerbuchführung.

* tlad Homburg. Der Magistrat gab in der Ge-

heimsitzung der L t lttverordnetenvcrsammlung bei einer Anfrage über die LkbenSmittelverso'gung bekannt, daß infolge des langen Bahntransportes für 10500 Mark städtisches Fleisch verdorben sei. Die Handels­kammer Frankfurt a. M. habe sich gutachtlich dazu ge­äußert, daß die Aufbewahrung dcS gelieferten Rauch- fleischlS nickt zweckentsprechend gewesen sei, tnocm daS Fleisch nicht gegen Madenusw. aeschützt werden konnte. Auch angcltcscrterKä je vcrdarv, weil der hiesige Markt gle chzeitig mit solchen Käsemrngcn überschwemmt wurde, daß em großer Teil unverkäuflich bleiben nrußte.

* Frankfurt a. Pl Aus Anlaß der Geburt ihres ersten Enkelkindes hat die Gattin eines hiesigen bekannten RennstallbcsitzerS allen am gleichen Tage in Frankfurt geborenen ehelichen Kindern eine vollständige Ausstat- lung gestiftet Wo eine Ausstattung schon vorhanden war. wurde für das bctreft'ende Kind ein entsprechender Betrog bei dcc Spa«kasse hinterlegt. Alle an dem Tage

ÄÄSr 1

lktsk-l.

JfO»«

Hd xnckerkranKWem Bllnddarm-entzU

Mbrmcll-Gescll m Hers

k^c!m-.Mai.Leytember.IAusku

0101010

igtnbrodtsches ijaush

UeuTtadt i fi.

vor;ügl. prüft, li. thcor. bau, und zritgemäßc Fördernug d Valbj.- u.Iahrcskurse.Ltaatl. siuttc i. HauS-aitSichr. u. fta l'» Cfr. tiefte Empfehl. u. Xh

Als Saclivefi

für

geborenen unehelichen Kinder wurden aus Kosten der Sven

bl

derin in Pflege gegeben unb von ihr unter besondere Obhut genommen. Die Mütter und Väter müssen zudem für diese Kinder einen Er.zichungSbeitrag leisten, der für die Kinder auf der Spar kaffe sichergcstellt wird. Ferner läßt die Spenderin Zinsen von 25000 Mark Kriegs­anleihe allen Kindern auf ihre Spackasfenguthaben gut« schreiben.

Sanipl- nnö Warmwaj

«owie Gas- und Wasserveri

empfiehlt si(

Hanau

Lamboyslr. 49a.

Erholung. _ _ herrliche] lrt, - s Heim. Schönp r Landll aus

""<1 reicSucR^fl 6r> gf c

««Tllrher H .r P gUng '

er B ergstr.,

Hanau Mit einer auch andere Ätädte interes­sierenden Angelegenheit hatte sich die Brotkommision des Stadtr und Landkreises Hanau zu bcichäftigen. Um die letztigc Brotration das ganze Wirtschaftsjahr hin- durch aufrecht erhallen zu können, wird sich die Streckung des Brotgetreides mit Fcischkartoffcln erforderlich machen.

Da aber bei der gegenwärtigen Ausmahlung des Ge treides mit 94° (J d?e Qualität dcS Brotes durch eine

Streckung mit Fnschkartoffcln zweifellos nicht verbessert __

toub, ift bereits früher in der RotstondSkommlsfion angeregt worden, die Streckung nicht vorzuneh-uei'. ^

sondern die für diesen Zweck vorgesehenen .Kartoffeln dneckr zur Verteilung zu bringen. Die Brotkommisst'ln hat diese Anregung b.hcfzigt und beschlossen, auf dt«

Llnckung dcs BrotrS mit Friichkartoffctn zu verzichten, das bisherige Backverfahrcn beizubehaltcn und das Ge­wicht des Biotcs vom 1 Nov. d F. ab von 2000 Gramm auf 1*00 Gramm her unterzusetzen, dafür aber por Woche und Kopf der Bcvolkrrung V 3 Pfd. Kartoffeln heraus zugcbcn.

K

Ber

Beeidigt. S und Wass für die Ge Bi

Verantwortlich: Aibin Klern m Gießen.

Die äoldankaufftcll

SjÄfj*? °dec b,

r m. " Acuten au,,,,

Üllbt^j

^ ®5aiet ^»4

LLV«j

ift Ms dir weiteres geökkvet r

Grö

Dienftag nachmittags von z-s ührfS^ P 5^»

Samüag pormiirgs von io-i 2 ',übr

Der ebrenautfebuss d«r ßoldanhaufsftellt: «I

Dr. Ufingcr.

t o. 7 in,

^fon ^ Qn. *