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aiserstraße 178. ^s-, Leder- und alanteriewaren, s und Porzellan.
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Seminar-Mufiklehrer Zeitig, Hilchenbach, (Kr. Siegen).
räftigen, einspännigen
Wetzlarer Jeitnug
(Wetzlarer Tageblatt) nationale Tages^uüng für 6fc schassenden Stande in Stadt und Land.
(«ehlnrer Rckchetchte»)
Bezugspreis 50 pfg. monatlich
vierteljährlich 1,50Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,,Wetzlarer Zeitnug".
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Druck der Gießener BerlagSdrnckerei, Aldin Mein.
Nr. 8
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Telephon Nr. 362.
Samstag, den i3. Oktober 1917.
Telephon Nr. 362.
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Verbürgtes zur Kriegsanleihe.
Zst die Flüssigmachung der Kriegsanleihe ohne Opfer gesichert?
1. Schon jetzt sind die Reichsbankanstalten angewiesen, jedem Zeichner von Kriegsanleihe, der sie aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen mutz, jederzeit Beträge bis zu 1000 Mk. zum Auflagekurs von 98°/ 0 abzunehmen.
2. Ueber die Maßnahmen nach dem Kriege führte jüngst der Reichsbankpräsident aus:
Die Darlehnskassen werden zweifellos noch eine längere Reihe von Jahren - ich nehme an wenigstens vier oder fünf - bestehen bleiben und jeder Beleihung zugänglich sein. Aber diese Beleihung bei den Darlehnskassen wird nicht ausreichen. In sehr vielen Fällen wird der Besitzer sich durch die Größe seiner Aufwendungen gezwungen sehen, seinen Besitz an Kriegsanleihe durch Verkauf wieder umzuwandeln in bares Geld und dieses wieder in Rohstoffe und Werksanlagen und dergleichen. Es ist deshalb ganz richtig, daß aus diesem Grunde in den ersten Jahren nach dem Frieden sehr große und nach Milliarden zählende Beträge von Kriegsanleihen an den Markt strömen werden. Für diese ist eine Kufnahmeaktion Lm großen Stil in Aussicht genommen, die, wie ich hoffe und wünsche, die Reichs- bank mit der gesamten deutschen Bankwelt ins Werk setzen wird, die sich ja heute schon zu meiner Genugtuung fast überall zu Bankenvereinigungen zusammengeschlossen hat, und diese werden sich dann wohl unschwer zu jener gemeinsamen Aktion Zusammenfassen lassen. Auch hier sollen die Darlehnskassen zur Lösung der Aufgabe mit herangezogen werden, nötigenfalls mit einer kleinen Ergänzung des Darlehnskassengesetzes. Mit ihrer Hilfe soll ein großer Teil des für die Aufnahme erforderlichen Betriebskapitals beschafft werden, während andrerseits die Zusammenarbeit von Reichsbank und Dankwelt die Aufgabe übernehmen soll, die gemeinsam aufgenommenen Werte in einer Anzahl von Jahren wieder abzustoßen und ihre Aufsaugung zu ermöglichen.
Ich hege keinen Zweifel, daß dies Programm jener Gefahr eines übermäßigen Verkaufsandranges und eines Kurssturzes, der mit dem inneren Wert unserer Anleihen nicht mehr übereinstimmen würde, einen wirksamen Damm entgegensetzen wird.
Erfolgreicher Vorstoß im Chaumewald.
Neue feindliche Angriffe in Flandern, flmdicbe cleutscde Cagesberlcbtt
46 000 rönnen!
Berlin, 10. Okt. In allen Teilen des Mittelmceres wurden den feindlichen Schiffsverkehr durch unsere U-Boote wieder schwere Verluste zugefügt: 12 Dampfer und 33 Segler mit zusammen 46000 Brut- toregistertonnen sind trotz dcs bereits stark verminderten Seeverkehrs versenkt worden.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 11. Okt. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
' Im flandrischen Küstenabschnitte und zwischen Blankart-See und Poelcapelle steigerte sich der Artillerie- kampf nachmittags zu großer Stärke; die Engländer grifftn nicht an. — Bei einer abends sich über Zonne- beke-'Zandvoorde entwickelnden Luftschlacht, an der rund achtzig (80) Flugzeuge beteiligt waren, wurden 3 feindliche Flieger abgeschoffen.
Heeresgrupp e Deutscher Kronprinz.
Aus dem Ostufer der Maas entrissen niedeerheinische llid westfälische Bataillone nach wirkungsvoller Feuer- ivibereitung den Franzosen durch kraftvollen Ansturm richtiges Gelände am Chaume Wald. Der Feind führte l kräftige Gegenangriffe, die sämtlich verlustreich scheiteren. Mehr als 190 Gefangene und einige Maschinenge- vchce sielen in unsere Hand. — Auch südw.fllich von öeaumont und bei Bezonvaux hatten eigene Vorstöße i« die französischen Linien vollen Erfolg.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Das an mehreren Stellen der Front lebhafte Stö- curqsfeuec verstärkte sich zeitweilig in der rumänischen Arie und bei Braila, das von den Russen beschossen i»-..rde. Zur Vergeltung nahmen unsere Batterien Galatz uner Feuer, wo Brände ausbrachen.
Macedonische Front.
Lebhafte Artillerietätigkeit in der Enge zwischen O-rida- und Prespa-See, im Cerna-Bogen und Zwischen Ärdar und Doiran-See. Mehrfach vorstoßende Er- kudungsabteilungen der Gegner wurden vertrieben.
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Im September beträgt der Verlust der feindlichen Lftstceitkcäfte an den deutschen Fronten 22 Fesselballone uid 374 Flugzeuge, von denen 167 hinter unseren Linien,
bei übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkenn, dar abgestüczt sind.
Gen «Inifer/
die Mark, den Groschen, den Pfennig
heraus aus den Taschen?
Wie viele Schneeflocken Lawinen ergeben, wie viele kleine Ameisen die Teile zu einem großen Bau zu- sammenfchleppen, so müssen bei der 7. Kriegsanleihe aus ungezählten kleinen Zeichnungen die Milliarden erwachsen, die dasVaterland braucht, um den Trotz der Feinde endgültig zu brechen.
Darum zeichne!
Wir haben im Kampf 82 Flugzeuge und 5 Feffeb ballone verloren.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Berlin, 11. Okt, abends. Keine größeren Kampfhandlungen.
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wbt. Großes Hauptquartier, 12. Okt. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Gestern begrenzte sich die Artillerietätigkeit in Flandern auf starken Feuerkampf im Küstenabschnitt und am Houthoulstec'Walde. Während der Nacht lag starkes WirkungSfeuer auf dem Kampfgelände von der LhS bis
S r Straße Mcnin—Vpern, es steigerte sich heute früh lagartig zum Trommelfeuer. — In breiten Abschnitten haben dann neue feindliche Angriffe eingesetzt. Heeresgruppe deutscher Kronprinz.
Nordöstlich von SoissonS und östlich der Maas schwoll die Kampftätigkeit der Artillerien zu großer
t eftigkett an. Bei Vauxaillon fühlten starke französische rkundungStcuppS vor; sie wurden abgewiesen. Oestlich Samogneux kam es zu örtlichen Nahkämpfen am Ost- Hange der Höhe 344.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Nordöstlich von Riga und am Zbrucz war die Ge- fechtStätigkeit lebhafter als an den Vortagen. Bei Zusammenstößen von Streifabteilungen fielen zahlreiche Gefangene in unsere Hand.
Mazedonische Front:
Im Becken von Monastix und im Cernabogcn be- kämpften sich die beiderseitigen Artillerien zeitweilig stack. Am rechten Wardarufer scheiterte der Angriff einer englischen Kompagnie vor den bulgarischen Linien.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.
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Berlin, 12 Okt., abends. Die Schlacht in Flandern ist auf der Angriffsfront Langemarck—Zoonnebeke noch im vollen Gang. Nördltch von Poelcaprlle und südwestlich von Paeschendale wird in EtnbruchSstellen der Engländer gekämpft.
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„In fünf von zehn Fällen, in denen wir ein Verlangen mit den harten Knappen Worten: „Es muß sein!" begründen und unterstreichen, werden selbige drei Worte sicherlich ohne Zwang angewendet. So leicht, so sorglos, so rasch lassen wir uns dazu verleiten, hinter irgendeinen Wunsch ein Kurz hingeworfenes: „Cs muß sein!" zu
setzen - vor allem, wenn die Losung vom „Müssen" andere, nicht uns selbst treffen soll. Was muß nicht alles müssen; Hat nicht jeder von uns schon einmal gemeint und - gefordert, das und jenes müsse er haben, wenn schon es sich, im Grunde genommen, um recht belanglose Dinge handelte. Wie viel Kraft wurde vor allem in den Jahren vor dem Krieg, wird aber auch heute noch aufgewendet, um alle die Tausende und Abertausende unberechtigter „Es muß sein!" zu erfüllen, oder wenigstens ihnen zu dienen, wenn auch der Erfolg ausbleibt. Wieviel kostbare, ungemein kostbare Kraft!
Ein „Es muß sein!" am rechten Platz ist Goldes wert. Ganz gewiß! Aber nur, wenn es am rechten Platz gebraucht wird. Was gilt es, ginge man streng und unerbittlich zu Werk beim Sieben und Prüfen der ungezählten „Es muß sein!", zu denen wir uns so gern hinreißen lassen: wir finden, daß es überraschend wenig Anlesse gehe, in denen die harte, trotzige Parole wirklich berechtigt ist . . . Der Kampf um des Vaterlandes Bestand und Entwicklung und Zukunft muß durch- gefochten werden, weil die Gegner uns noch immer nicht zugestehen wollen, was wir zu fordern, zu besitzen das Recht haben: Selbständigkeit, Freiheit, Sicherheit des Reiches. Da hat das klingende „Es muß sein!" Geltung in vollstem Gewicht. Wer ihm die Ohren verschließt, der . . . Doch, wer wollte, sofern er ein Deutscher von gutem Schrot und Korn ist, diesem „Muß-Gebot" sich nicht unterwerfen? Wir müssen ausharren mit Entschlossenheit und Siegeswillen, müssen haushälterisch wirtschaften mit Brot und allen Rahrungs- und Rohstoffen, an denen kein Ueberfluß ist, müssen . . . aber jeder weiß ja was wir im Dienst des Vaterlandes: müssen. Da gibt es kein Deuteln, kein Mäkeln, kein Nörgeln. Stahlhart und eisern steht die Parole vor uns: „Es muß sein!"
»©* mutz fei«!" Auch für die siebente Kriegsanleihe gilt dieses: „Es muß sein:" in seiner ganzen Bedeutung. Zündend, aufklärend, aufrüttelnd, zur Pflicht


