Widerwärtige Henchele'en.
* 2 tc --»as,:»Verhaftung von Deutschen in Amertta.
Wie dem „Journal de Geueve" aus Newyork gemeldet wird, verhaftete die Polizei abermals über hundert L e u L s ch e in Newyork, Newjersey und ^vng-Jsland wegeii angeblicher Ueberschreitung der verbotenen Zolle. Weitere Verhaftungen Deutscher wegen eines angeblichen Zioniplotlö zur Zerstörung der Maschinen in den Rüstungöbetrieben stehen bevor.
Sogar Neutrale werben intcruiert.
Ter „Nieuwe Courant" berichtet: „Von einem Holländer aus Newyork haben wir einen Brief erhalten, in dem mit Entrüstung von der Behandlung erzählt wird, die Holländer, welche in Java geboren sind, aus ihrer Durchreise in Newyork erfahren haben. Laut diesem Brief muß seit dem 1. Mai eine Bestim- nlung gelten, nach der in Indien geborene Holländer nicht in Newyork an Land gehen dürfen, sondern nach Ellis-Jsland gebracht werden. Bon Reisenden der „Nieuw 'Amsterdam", die am Freitag. den 13. Juli, in Newyork eintrafen, wurden vierzig nach Ellis-Jsland geschickt. Dem Verwandten eines dieser Passagiere gelang es, nach Ellis-Jsland zu kommen. Cr schildert uns den Zustand, in den« er seinen Neffen dort antraf, in den schrecklichsten Farben. Cr fand ihn in einem
Gefängnis schlimmster Art.
In einem Saal waren an 500 Männer, Frauen und Kinder zusammengepfercht. Gelegenheit zum Sitzen war nicht vorhanden. Ter Fußboden war unbeschreiblich schmutzig Tie holländischen Reisenden waren hier mit den Äusg. lvßenen aus allen Winkeln Ost- Europas. mit Negern und lästigen Ausländern gefangen gesetzt E: herrschte ein unerträglicher Gestank.
Am Sonntag war der holländische Konsul ans Newyork dort gewesen. Seine Bemühungen zur Befreiung der Holländer waren erfolgreich, denn nach dreitägigem Aufenthalt in dieser 5)blle wurden sie entlassen Tie Art und Weise, mit der dte Holländer von deil amerikanischen Behörden behandelt wurden, läßt sich t.icht beschreiben. Sie wurden ui eurem Schlafsaal gehalten, der von Ungeziefer wimmelte. Sie wurden abends um Uhr nach den Schlafplätzen gejagt, die dreifach übereinander an geordnet waren. Um >.»5- Uhr morgens kam ein Reger mit einem Stock, um Die wie Tiere behandelten Menschen wieder aus ihren Betten zu treiben. Tas Essen das die Reisenden erhielten, war widerwärtig Tie Kabinette waren durch Unsauberkeit unbrauchbar geworden."
Tiefe Zivilisation Wilsonscher Färbung soll jetzt die Welt beglücken!
ANgemeine Kriegsnachrichten.
England als Betrüger.
Viktor Verzei. der bis zur Besetzung Bukarests Generaldirektor der rumänischen Post und früher Oberst in der rumänischen Armee war veröffentlicht in der Zeitung „Lumina Enthüllungen über die in jrüherrn Iah- reit von England an Rumänien gelieferte Artilleriemuni- tion Durch eine Kommission wurde festgesteNr. daß SH Prozent der gelieferten Schrapnells unbrauchbar waren. Die Geschosse krepierten entweder schon im Geschützrohre oder sofort nach Verlassen desselben, wodurch bei dem Uebuuasschießen viele Soldaten getötet wurden. Die Särrapnells waren von oen Armstrongwerken in England turgeslelll. Ein großer Teil war. statt, wie vereinbart. a'.,s Stahl aus Gußeisen bergestellt. Als alle Beweisakten des gioßen Schn'indels dem Kriegsministenum Vorlagen. gäbe eine Bejchn erde, auf die hin England auch nichts von stch hören ließ
Ausgetarilchte Berwundete.
Aus R.'lwegenS \>, «i ,ftaM Kristiania ist ein Trans- rer' vor lb Offizieren uno 91 Mann in die Heimat entlasten : i 1 ictauMufi bisher in Norwegen internierter deutscher Kriegsgefangener nach Deutschland abgereist. Die deutsche Kolonie mit dem Gesandten an der Spitze sowie Vertreter des normegschen Roten Kreuzes und des Sanitätslvesens waren zum Empfang am Bahnhof er- schienen, lvo die deutschen Mannschaften von Damen des norwegischen Roten Kreuzes aufs gastlichste bewirtet wur- den der Prästvent des norwegischen Roten Kreuzes be- rorttr in herzlicher Ansprache den Gedanken des beide betreu n de te Völker verbindenden humanitären Werkes und trug Grüße an das deutsche Rote Kreuz auf Kaiserlicher Gesandter Kontreadmiral von Hintze antwortete.
25 000 Tonnen.
Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 25 000 Br-Reg.- To. versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich ein mittelgroßer Tankdampfer, sowie ver englische Segler „Agrtola". der Kohlen für Frankreich an Bord haue Einer der oersenkien Dampfer hatte Eisen. Pap-.er und Baunrwolle für Frankreich, ein großer vernichteter Segler von über 1300 Tonnen, anscheinend Terpentinöl geladen.
Viktor Emauuel bei Ritita.
Ter König von Italien besuchte während seines dreitägigen Aufenthalts in Frankreich auch dte Familie seines Schwiegervaters, des in Frankreich sest- gehaltenen inontenegrinischen Königs, wo er intim dinierte.
Argentinien: Revolutionäre Streiks.
£ In der großen südamerikanischen Republik Argentinien, dem großen Weizenlande, hat die Kriegshetze der Entente gegen Deutschland dieselben Zustände gezeitigt wie neulich in Spanien. Ter Verband der anarchistischen Syndikate hat den revolutionären Generalstreik in Argentinien erklärt. T:e Verbände der sozialistischen Arbeiter haben es abgelehnt, an der Bewegung teilzunehmen.
Die Unruhen haben in der letzten Zeit kein Ende genommen. Zunächst handelte eS sich um deutschfeindliche Ausschreitungen; danach folgten diese Streik-Unternehmungen, bei denen man nicht weiß, gegen men sie sich richten.
Frankreich: Reform der Zensur.
* Auch die Presse-Zensur soll nach deutschem Muster umgestellt werden: Es werden zwischen der Pa
riser Presse und der französischen Regierung Aenderun- gen getroffen. Offenbar soll die Borzensur aufgehoben werden, und statt dessen wird das KriegS- presseamt den Blättern Mitteilen, welche Einzelheiten veröffentlicht werden dürfen.
England gibt amtlich zu:
Zwei Gruppen von Flugzeugen und andere, die einzeln kreuzren. überflogen zwischen 6.40 und 8 Uhr abends die Küste von Kent und Essex und näherten sich London. Zehn drangen durch die äußeren Verteidigungswerke. Nur 4 oder 5 erreichten London. Bombenabwürfe werden aus Kent, Esser und London gemeldet. Menschenverluste und Sachschäden sind noch nicht gemeldet.
Ein weiterer Bericht besagt: Bei dem gestrigen Luftangriff wurden elf Personen getötet, 62 verwundet. Der Sachschaden ist unbedeutend.
Reue Kämpfe in Mesopotamien.
Tie Türken berichten: Bei Tagesanbruch des 28. Septeniber beschoß der Feind mehrere Stunden lang mit verschiedenen Kalibern die Stellungen, die unsere vordersten Vortruppen bereits geräumt hatten. Anschließend daran versuchte der Gegner mit sechs Bataillonen. einem Kavallerie-Regiment und 12 Geschützen vorzngehen. Tas Gefecht dauert noch an. Während dieser Kämpfe wurden vier seindliche Flieger durch unser Feuer von der Erde aus zum Landen hinter den eigenen Linien gezwungen.
Ter größere Teil des englischen Heeresberichtes vonl 26. September betreffend die Aegyptische Front und Palästina ist reine Erfindung. Tie Gefangenen, ooh denen dieser falsche Bericht spricht, sind in Wirklichkeit Zivilpersonen und Kinder, die in einem Zuge reisten, der durch einen verbrecherischen Anschlag der von den Engländern bestochenen Empörer zum Entgleisen gebracht war.
Flieger-Vergeltung
Während feindliche Bombengeschwader wiederum, wie so oft in letzter Zeit, zahlreiche Opfer aus der belgischen Bevölkerung forderten, und in Gent starken Häuserschaden verursachten, belegten unsere Fluggeschwader feindliche militärische Anlagen mit erkannt guten, Erfolge.
Auch die französische Bevölkerung erlitt wiederum durch feindlichen Bombenabwurf Verluste. In Ortschaften südlich Cambrai und Fresnvy—Le Grand wurden eine große Anzahl Einwohner getötet und verwundet.
Unruhen über Unruhe«.
Aus einer des sozialistischen „Avanti" gehl
hervor, daß die Militärbehörde das Tuctner VolkS- haus besetzt hat, und daß in Turin noch immer der G e n e r a l st r e i k besteht.
Ter „Messaggero" meldet: In verschiedenen süditalienischen Städten ist es zu ernsten Unruhen ge- konunen. Tie Menge plünderte an einigen Orten Lebe n S m i t t e l l äd e n. Zur Unterdrückung der Ausschreitungen, welche sich zu wiederholen drohen, wurden Truppen anfgebotcn und über eine Reihe oon Orten der verschärfte Belagerungszustand verhängt sowie Kriegsgerichte eingesetzt.
Die zeitgemäße Maschine.
„Speise geht vom Fresser aus."
Sie machen nicht das Leben süß,
Tie lärmenden Maschinen.
Loch eine gibt es, die begrüß'
Ich stets mit frohen Mienen.
Zwar fehlt ihr alle äuß're Pracht,
Tas Zierliche und Feine:
Steht hölzern, steif und ungeschlacht.
Wie 'n Grobknecht vor der Scheune.
Und meldet sie sich dann zum Wort, Klingt's wahrlich nicht melodisch:
Sie summt und brummt in einem fort, Als war' sie melancholisch.
Und wie gefräßig ist ihr Mund i Die Garben mit den Aehren Verschwinden all' im großen Schlund, Ter Berge kann verzehren.
Trotz alledem ist sie beliebt,
Wird stets begrüßt mit Freude;
Tenn was der Vielftaß von sich gibt,
Ist goldenes Getreide!
Auf, wandere oon Haus zu Haus,
Laß jeder dick) bediene.
Und brumme laut tagein, tagaus,
Lu liebe Dreschmaschine!
Wir preisen dich und Hindenburg:
Zum Vater paßt die Mutter.
Ter eine drischt die Feinde durch,
Die andre drischt uns Futter.
politische Rundschau»
— Tie Kaiserin traf in Allenstein ein, besuchte den Gottesdienst und das Hauptlazarett und reiste dann weite" nach Königsberg.
— Der bayerische Ministerpräsident Freiherr v. H e r t l i n g , der Vorsitzende des Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, ist in Berlin ein- getrosfen.
— Ter Reichskanzler Dr. Michaelis hat sich zur Feier des Geburtstages des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg ins Große Hauptquartier begeben. Am Mittwoch, den 3. Oktober, wird er wieder in Berlin anwesend sein.
:: Auch vatz Herrenhaus. Wie das „B. T." meldet, dürfte es nunmehr seststehen, daß die Vorlage über die Neuordnung des Preußischen Wahlrechts bestimmt Ende dieses Monats dem Landtage zugehen wird, und zwar gleichzeitig mit der Vorlage über die Neugestaltung des Herrenhauses. Beide Vorlagen sind jetzt so weit fertiggestellt, daß sie vermutlich schon in der nächsten Woche dem Staatsministerium unterbreitet werden können.
:: Tie elsaß-lothringische Frage wird dem Reichstage in der diesjährigen Herbsttagung nicht vorgelegt werden. Von der Besprechung des Reichskanzlers mit den elsaß-lothringischen Abgeordneten und anderen in dieser Frage maßgebenden Stellen wird c» abhängen, ob die elsaß-lothringische Frage überhaupt auch nur im
Ausschuß zur Sprache kommen wird. Die RcichSregle- rung erachtet aus bestimmten Gründen eine Erörterung dieses Gegenstandes nicht für angezeigt.
Aus aller Welt.
* Tos Hazardspikl steht augenblicklich in Berlin in hovei Blüte. Eine Entdeckung aus enispl echender Verhaftung jolgi aus der anderen. Um sich vor ver Entdeckung zu iiu'rn wirtschaften Die Burscben als »fliegende filube*. Am Sonntag hob die Polizei einen solchen Klub auS. W'n »and sie da: Heereslieleranten. Geschäftsleute. deson- veiS auch NatnungsmittelhLndter. Buchmacher und Zuhälter sauren sich zusammen und ließen sich die Nahrungsmittel Wein. Kognak und Schnäpse, was alles der Ilnter- nehni ' Heppe ohne Erlaubnis, aber zu den höchsten Preisen ieildieli . gut schmecken Dabei wurde flott gespielt. Tie Polizei sand gegen 100 Personen versammelt.
* Vom Kriegsgewiun In B:eslau ist das Hotel „Zu den vier Iitneszertt-n* iüi zwei Millionen Mark oon dem Wurftiabrilanten Hildebrand erworben worden.
* Tie Wel! roill betrogen sein 16 000 Mk. erschwin- veil an die lk jährige Arbe.tenn Erna Meynert. die in Berlin wo es am „R. N " slen ist. eine bescheidene Dach- kamuier mit ihrem unehelichen Kinde teilte. DaS Mädchen brachte es fertig. Leute in den Glauben zu versetzen, sie sei die Braut eines Fürsten. Sie behauptete, und sand damit Glauben, der Vater ihres Kindes sei ein Fürst von Hohenjels. ein im Felde stehender Offizier. In der Absicht. sie später zu heiraten, wolle er sic wegen ihrer prächtigen Stimme bei der Oper anbringen, um ihr ein besseres Airsehen zu geben. Allerdings sollte der Bräutigam bei der Verheiratung den Fürstentitel ablegen; dafür erhielt er aber eine Abfindung von monatlich 100 000 Mk. Der junge Fürst, der sich durch die beabsichtigte Heirat mit seiner Familie überworfen hatte, hatte bald diese, bald jene Zahlung zu leisten, und jedesmal kam Erna mit großen Aktenbogen, auj denen unter Aktenzeichen unv Stempeln zu lesen war. was gezahlt werden mußte. Die glückstrahlende Tante eilte treppauf, treppab zu Bekannten. die aus Grund der Aktenbogen das gejorverte Geld, bald 50 bald 70. auch 100 und 1000 Alk., gaben. Eine Ge- müsesrau verkaufte sogar ihr Geschäft und gab den ganzen Erlös her. eine andere Frau schoß nach und nach 6000 Mark zll. Im ganzen waren es schon 16 000 Mk. geworden, als jeyt das Mißtrauen einer Geldgeberin vcnr Roman ein Ende machte. Erna wurde verhaftet. Sie hielt zunächst noch an dem Fürsten fest; dann aber schrumpfte er zu ernem einfachen Offizier und endlich zu einem — Unteroffizier zusammen. Aber auch dieser war nur erfunden; Vater des Kindes ist ein einfacher Landsturmmann, der von dem ganzen Schwindel nichts weiß. Erna hat die Aktenbogen selber geschrieben und mit Buchstaben aus
einem Krnderspielzeug und ausländischen Bneimarken „gestempelt". Wo sie das Geld gelassen hat. ist noch ein Rätsel Die Tante und die meisten Geldgcberlnnen glauben auch heute noch an die glänzende Zukunft.
** Reicher Aalfarrg wird von der unteren EmS und aus anderen Fangbezirten gemeldet. Bei dem jetzigen abnormen Handelspreise (10 Mark das Pfund) kommt der Aal leider nur in Betracht für die wohlhabenden Kreise und für jene, die ungewöhnlich hohen Verdieirst aus der Kriegswirtschaft erzielen.
** Ein Verbot ves rabakrauchcus hat der schlesische Oberpräsident erlassen. Es gilt für alle Jugendlichen dis zum 16. Lebensjahre. Uebertretungen werden mit Geldstrafen bis zu 60 Mark geahndet.
** Ter älteste Fronttcutnaut des deutschen Feldheeres ist jetzt bei den englischen Angriffen in Flandern gefallen: es ist der jrüher in Bad Oeynhausen als Rentner lebende Herr Nikolaus Huchzerrneyer, der bald, nachdem sein Sohn gefallen war. als Kriegsfreiwilliger in-v Heer trat, sämtliche untere Grade durchlief und schließlich zum Ossizier befördert wurde. Als solcher tat ec Dienst in der vordersten Linie. Jetzt ist er. über 60 Jahre alt, gefallen.
** Bo« ver Weinlese. Aus der Vocderpfalz wird berichtet: Seit Menschengedenken wurden noch nie so hohe Preise für Neuen gefordert und bezahlt wie in diesem Herbst. Tie Halb-Neuen, die man in früheren Jahren für 15 und noch kurz vor dem Krieg für: 20 Pfg. trinken konnte, kosten heute rund das Zehnfache! — Weniger Angenehmes wird aus Lothringen gemeldet: Die Weinlese hat die schlimmsten Befürchtungen übertrofsen. In Gemeinden wie Langenheim, Mühlen, Sigach. Lessingen. Torningen u. a. m. haben die Winzer zum größten Teil auf die Ernte überhaupt verzichtet, da sich die Arbeit und Kosten nicht gelohnt hätten.
** Kein Abschnciven Der Zöpfe. Von der Deutschen Frauenhaar-Sammlung in Magdeburg wird geschrieben: Frauenhaar hat sich als wichtiger Kriegsrohstoff- Ersatz zur Herstellung von Treibriemen, Filzplatten und Dichtungsringen, besonders für marinetechnische Zwecke, erwiesen. Urn aber den vielen falschen Gerüchten, daß das Abschneiden der Zöpfe gewünscht werde, entgegenzutreten, sei ausdrücklich festgestellt, daß abgeschnittenes Haar nicht gewünscht wird. Gründliche und gewissenhafte Sammlung des ausgekämmten Haares und der alten Haararbeiten wird vöUig ausreichende Mengen für den Kriegsbedarf ergeben.
** Tie Mäuscsängcr v§»r Mücheln. Tas Rittergut Eptingen ließ auf zwei Feldplänen von 100 Morgen Größe eine wirksame Bekämpfung der Mäuseplage durch Schulkinder aus Mücheln vornehmen. Dabei wurden 35 218 Mäuse getötet. Tie Kinder erhielten als! Lohn 1 Pfg. für das Stück.
** Industriespionage. Wie die Handelskammer in Altenburg bekannt gibt, ist es einer Person gelungen, zur Nachtzeit in der Uniform eines Marine-Ober- ingenieurs, geschmückt mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse, ohne jeden Ausweis in mehrere Fabriken zu gelangen und dort KontroUen des Betriebes vorzunehmen. Der Polizei ist es hinterher gelungen, die Person zu ermitteln. Sie entpuppte sich als ein bereits achtmal vorbestrafter Schlossergeselle.
* In Wittcnheim (Kreis Mülhausen) hat die Ehefrau des Bureauvorstehers Didier in Geistesstörung ihrem Mann durch Beilhiebe den Schädel zertrümmert.
* In die Strohpresse geraten ist in Hainrode bei Nordhausen beim Tampfdrusch die Arbeiterin Friederike Maser. Sie wurde dermaßen zusammengepreßt, daß der Tod sofort eintrat.


