Ausgabe 
2.10.1917
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Endlich ist uns Hindenburg b« große Erzieher, eine schwierige Lage, keine Gefahr vermochten ihn aus ner Ruhe, auS seiner Zuversicht, aus seinem Vertrauen i bringe». So ist er unS da- Vorbild der Selbstbeherr- zung, der Geduld, der Gewißheit, daß unsere Anftrengu». m rmb Opfer den erfolgreichen Frieden bringen müssen, r blieb im Wandel deS Krieges sich selbst getreu und urde auf diese Weise daS hehre Beispiel für die Ge« mthett. Seine Mahnung klingt durch unser Volk in äten und weniger guten Tagen: ^Deutschland ist nüberwindltch, wenn eS einig ist." So kann das deut- -e Volk seinem großen Feldmarschall kein bessere- An- -binde zu seinem Geburt-tag darbringen, als das Ge- bnis, es ihm nachzutun in Seelengröße und Pflicht« eue, in Schlichtheit und Behorruna, im Vertrauen uf den Sieg und auf die Zukunft. Dieje erzieh,rischen tnwirkungen Hindenburg- sichern ib^f)vielleicht den Leichen Anteil am Tante de- deutfWhr> DolkeS wie ine unvergleichlichen Taten als Feldhen',

bindendurg,

der field des deutfcbes Uolkei, hoch über den Parteien.

Nicht verwirrt von der Parteien Haß und Gunst, icht in den Streit und Wirrwarr der Parteien gezogen, ndern hoch über allem als Verkörperung unseres ein« ritltchen nationalen Willen-, so steht der Sieger von annenberg fest verankert im deutschen Volke. Das ist cherltch das Unvergleichlichste, das diesem Manne an« iftrt, daß ec bet allem festen Willen und bet aller arten Einseitigkeit seiner Aufgabe doch nicht von ein« lnen mehr als von den andern begehrt und in An« cuch genommen wird. Er ist der Held des Volkes,

aber niemals der Held einer Partei oder Irgend einer besonderen Richtung gewesen.

* Reben dem militärischen Genie, daS alles überragt, was dieser Weltkrieg gezeitigt hat. schätzen wir da­rein Menschliche in Hindenburg mit besonderem Tank und empfinden gerade darum sein Wirken als eine oe- sondere Gnade deS Schicksal-. An der Front wie in der Heimat bindet Hindenburg alle Widerspruche und Gegem sätze. und die Unterordnung unter seinen Willen ist nicht Gehorsam, sondern Freiwilligkeit, nicht Zwang, sondern Selbständigkeit. Darin liegen die großen Wirkungen seiner Taten und Worte, daß ®U tu fo im Einklang mit unserem eigenen Wollen und Denken empfinden, daß wir sie wie ein vtuck von uns selbst fühlen und zur Tat werden lassen wollen.

Die Tat und die Arbeit sind zugleich die weithin sichtbarste äußerliche Wirkung dieses unvergleichlichen Mannes. In ernster Arbeit hat er ein langes Lebe» gelebt, in schwerster Arbeit diesen Krieg geleitet, und, was wir besonders heute innigft wünschen, in Arbeit und lebendigster Anteilnahme und Führung soll er ihn zu einem siegreichen und ehrenvollen Frieden bringen, unr dann die Segnungen deS Friedens noch lange unter

Mj* ki Frische deS Körpers und deS Geistes genießen

0L r

Wir wissen, er begehrt keinen besonderen Tank von außen, denn die Befriedigung, die ihm seine Arbeit und seist Wirken für deS Volkes Wohl und Zukunft gewährt, ist ihm, wie jedem großen Menschen, Dank und Aner« kennung genug. Der Dank deS Volkes aber, so will uns scheinen, findet darin seinen höchsten Ausdruck, daß wir uns völlig eins mit ihm fühlen, daß sein Wollen unser Wollen und sein Ziel unser Ziel ist. Was kann eS Größeres und Schöneres für einen Menschen geben, als sich so im Einklang und Gletchklang mit Volk und

Land zu fühlen. In den Hütten der Armen wie in den Palästen der Reichen umfängt ihn die gleiche höchste Verehrung, und an der Front wie in der Heimat gibt cs niemand, der unserem Denken und Fühlen höher stände.

Zugleich hot die Einfachheit seine- Wesens und der Ernst seiner Arbeit es dahin gebracht, daß ihn der einfachste Mann genau so selbstverständlich versteht und begreift, wie der, der den ungewöhnlichsten und genial­sten Zügen seiner Strategie folgt. DaS tiefste Innere der deutschen Ration ist in Hindenburg zu einem so achtbaren Ausdruck gekommen, daß wir ihn fast als eine Selbstverständlichkeit und nicht als ein Wunder unter unS betrachten. Deshalb begreift auch das Aus­land nicht die Popularität und den natürlichen Zusammen­hang zwischen diesem Genie und seinem Volke, weil eS den deutschen Geist und den deutsch:» Willen überhaupt nicht begreifen kanrr In Arbeit und Ziel sind wir so. nachdem nach der Schlacht von Tannenberg sein Name Deutschland und die Welt beherrscht, mit im vereint: wir bleiben bis zum letzten Atemzug mit ihm verbunden.

Ter Wille zum Siege aber, der ihn wie uns olle beherrscht, ist gerade durch sein Dasein und durch seine Taten für uns eine Selbstverständlichkeit geworden. Je­des Wort u.jeoe Tat, die von ihm ouSgehen, dienen allein diesem Ziele. Deshalb können wir dem großen Heer­führer und großen Menschen an seinem 70. Geburtstage nicht besser danken und seines Geistes Hauch nicht besser erwidern, als wenn wir unS von neuem das Gelöbnis geben und eS durch die Tat bekräftigen, im Willen zum Stege ihm gleichzublcibcn und alles, was wir tun und denken, in den Dtcnst dieses seines u. unseres Zieles stellen. Wer mit solchen Gelöbnis den Tag deS Helden von Tannenbecg begeht, wird sich seiner würdig erweisen und zugleich dem Vaterland einen großen Dienst leisten.

Im Westen andauernd Artilleriekämpfe. Erfolgreiche Luftangriffe auf London.

Amtliche deutrcbe Cagesbericbte.

22000 rönnen!

Berlin, 28. Sept. Im Sperrgebiet um England urden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum $000 Bruttoregtftertonnen versenkt.

Der Ehef des AdmiralstabcS der Marine.

»

wtb. Großes Hauptquartier, 29 Sept. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der flandrischen Küste und zwischen Hourhoulster tald und LyS wechselte die Kampstättgkett der Artillerie . tbrer Stärke. Heftigem Trommelfeuer in den Abend« unoen östlich von Vpern folgten nur bet Hollebeke igltsche Teilanartffe; sie wurden abgewtesen. Am Kge Vprrn-Paschendaele wurde der Feind aus den richterltnien, die er dort noch hielt, geworfen. Im eberschwcmmungSgebiet der Vier brachten unsere Ec« mbcc von Zusammenstößen mit Belgiern Gefangene »rück.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz.

Nordöstlich von SotssonS und vor Verdun verstälkte ch der Feuerkamps zeitweilig beträchtlich; er blieb an :r Maas auch nachts lebhaft. Mehrere Vorseldgesechte, e unsere Sturmtruppe« in die französischen Stellungen ihrten, hotten vollen Ersolg.

Heeresgruppe Herzog Albercht.

Bet Btsel in Sundgau blieben bet einem französischen orstoß einige Gefangene in unserer Hand.

»

London und mehrere Orte der tngltschen Südküste urden von unseren Fliegern mit Bomben angegriffen.

9

Oestltcher Kriegsschauplatz.

Heerevfrout dev Geueralscldmarschallv Prinzen Leopold von Bayern.

Die meist geringe GesechtStätigkeit steigerte sich nur orübergehend bei Erkundungsunternehmen nördlich der Ulna, westlich von Luck und am Zbrucz.

Heeresgruppe des Geucralsildmarschalls von Mackensen.

Russische Abteilungen, die in Kähnen über den Seccth nd de« St. Georgsarm der Donau gesetzt waren, wurden irch schnellen Gegenstoß verteiebcn.

Mazedonische Front:

Keine größeren ^Gefechtshandlungen.

Der Erste Generalquarttcrmetstec: Ludendors s.

»

Berlin 89. Sept. abends Bisher sind größere ampfhondlungen von keiner Front gemeldet.

«

wbt. Große» Hauptquart ier. 30. Sept. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei ungünstiger Sicht blieb bet allen Armeen die .escchtStättgkett geringer als an den Vortagen In ländern war der Artilleriekampf an der Küste und iendS von der ?)frc bis zum Kanal EomineSUpcrn ark. Vorstoßende englische EckundungSabteilungen wur« .n an mehreren Stellen abgewtesen. Vor Verdun ar, von vorübergehender Feuersteigerung abgesehen, e Kampftättgkett mäßig.

Unsere Flieger griffen erneut die Docks und.Speichel; in London, sowie RamSgate, Sheerneß, Maraate an. Wirkung der Bomben war an Bränden erkennbar Die Flugzeuge find sämtlich unbeschädigt zurückgekchct.

O

Oestlicher Kriegsschauplatz

Keine größeren Gefechtshandlungen.

Mazedonische Front.

Zwischen Ockrtda-See und Eerna war das Feuer lebhafter als sonst.

Der Erste Generalquartiermeister: Lu den d orff.

»

Berlin, 30. Sept., abends. Keine wesentlichen Ereignisse.

Wieder 25000 rönnen.

Berlin, 30. Sept. Auf dem nördlichen Kriegs­schauplatz wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 25 000 Brutto Reg.-To. versenkt.

Ehef des Admiralstabs der Marine

»

wbt. Großes Hauptquartier, 1. Okt. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern war der Artillerickampf an der Küste und im Logen um Apern vom Mittag an stark; er bsieb auch nachts lebhaft.

Englische und französische Flieger haben in letzter Zeit im belgischen Gebiet durch Bombenabwurs erheb­lichen Sachschaden verursacht. Die Angriffe forderten unter der Zivilbevölkerung zahlreiche Opfer.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Längs der AtSne, nordöstlich von RetmS und in der Champagne lebte die Feuertätigkeit auf, teils in Verbindung mit ErkundungSgcsichtcn, die uns Gefangene ctnbrachten. Bor Verdun hielt sich die Kampftättgkeit in mäßigen Grenzen.

9

Unsere Flieger warfen wiederum auf die militärischen Bauten und Speicher im Innern Londons Bomben ab. Zahlreiche Brände kcnnzeichneten diesen Angriff als be­sonders wirksam. Andere Flugzeuge griffen Margate und Dover ersolgretch an. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt zurückgekchct

14 feindliche Flieger sind gestern abgeschossen wo den Leutnant Gontcrmann errang seinen 37. und 38., Ober­leutnant Berthold den 27. Sieg in Lustkampf.

»

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Die Lage ist unverändert Oertliche Infantcriege- sichte riesen an einzelnen Abschnitten vorübergehende Steigerung der Feuers hervor.

Mazedonische Frost

Keine wesentlichen Ereignisse.

Ter Erste Generalquattirrmeister: Ludendorss.

»

Berlin. 1 Lkl, abends. In Flandern und vor Verdun wechselnd starke Feuertättgkett und örtlich für unS günstige Jnsontertekämpse Im Osten nichts Besonderes

Die Zrlchnong der «riegranlcihe ist das öfftnilichr vankgkdrt d«; deutschen Volker.

Die berwcbe Candes-fiypotbekenbank

geivSdrr gegen kostenlose Bestellung oder Verpfändung erster Hypotheken auf beleihungsfähtgen Grundbesitz Oäk« leben, die rnr Leicbnung von Kriegrsnleibe bcfflmmr sind.

bis zum Hüchstbetrag von Mk. 20 000 zu bereits bekannt gegebenen besonders günstigen Bedingungen. Die Dar­lehen sind von der Bank aus unkündbar, vom Schuld« ner aus jederzeit kündbar. Der Dartehnszinssuß ist nied riger als der Kriegsanleihe-Iinssuh. Bei späterer herab« sehung des Kriegsanleihe-Iinsfutzes durch das Reich kann mit dem dann rückzahlbaren Nennbetrag der Kriegsan­leihe das Darlehen völlig getilgt werden.

Nähere Auskunft erteilt die Bank.

Fasttalgersatz

vom KriegsauSfchuh für Lclc und Fette aus Grund von Rundfragen bei Brauereien und prall. angesl. versuchen günstig deguiachtet, liefen alsFaüdicdtc <$.** etnjchl. Stifte, 10 kg Inhalt, für Mk. 14. gegen Nachnahme Julius Franke, München, Blutcnburgstraste 48, II.

Lnchc törofcnbneljmer für

Waschriegel Ia

tonfrei, ganz löslich, und

Waschpasta

hervorragende Qualität

Phil. Pfeiffer, Chemifchc Produkte, München,

HiltcnSbcrgcrstrakc 28.

jtfT Nur 28 Pfennig -MI

kostet das ganze Pfand fertiger Kunsthonig selbst bereitet mil

Reichel« KiinHtlionlfce**enx

schmeckt prachtvoll, ist bekömmlich and leicht vcrQaulich. Alleinige Fabrik:

R. Kelchelt,

Houigpulver- und NtLhrmittelfabrik Inhaber: Sim. Potthaat

In Ossig Nr. 75, Post Merke, ßez. Frsnafurt a. Oder.

Jede Flasche kostet nur 36 Pfg und reicht zur Selb» t hersiel- lang von 6 Pfd. Kunsthonig Jedoch kann auch je ein ein­zelnes Pfund aus ' . Pfd. Zucker und '/» Pfd Wasser ('/ Liter» hergestellt und kann der Rest im Fläschchen aufbewahrt werden, da er nicht verdirbt.

Ausserordentlich gut begutachtet von vereidigten Nahrunpmittel- chcnuk. rn. F> rden mit ä 6 Pfg. zurückg'Uuft.

Zu Honigbrot kaun man den Zucker im Kaffee sparen!

24 Fläschchen franko 8 40 Mk. - Zur Probe 4 Sick IskJusIv Porto 180 Mk.

Für Wirtschaftsart. C^ifcit kurzwarcu. Holzwaren u. dgl. suche ich einen tüchtigen nur branchekundigen

Verkäufer und Lageristen.

Angebote mit Wcdaltdansprüthe und Bild erdeten an

2. Strenger, Berlin,

Reue Friedrichsiraste Hfl.

Fleisch-Ersatz

(V bainpignon

Versand täglich frisch an» der

Reue Lpiralbohrer, Feilen, Metallsägen. Bohrfutter, Langen aller Nrt

kauft jede Menge gegen sofort. Kafle u. erbittet Angebote

H. L. Wicislo,

Berlin Tcmvelhoi. Berlinerstrastc 06.

Strickmaschinen

aller Systeme, m M. 3060 An-

azhlung. KalaLfrei. P. Ktrarh, Kraun«rhwelg.

Deutschen (<dclpil; Hüchterei. Fra»; Jos. Beek. Fulda.