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Expeditio«: Südanlage 21.
(Gießener Tageblatt)
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Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klei«.
83.
Telephon Nr. 362.
Dienstag, den 2. Oktober 1917
Telephon dtr. 362.
30. Jahrg.
Hiudenburgs 70. Geburtstag.
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rsicherung
Berlin
clge Prämien.
Waenblisg.
zur rechten Zeit der rechte Mann
Von Oberst Immanuel.
jQeutf, am 2. Oktober 1917, vollendet Generalfeld- irschllll v. Hindenburg das 70. Lebensjahr. Das Nische Bolk grüßt diesen Tag mit dankbarer Freude d wünscht seinem Helden noch eine lange Reihe von ahlm in bisheriger Gesundheit, Frische und Schaffens- durch dieDirÄ" gk, Der Feldmarschall selbst ist auch in bezug auf ... n bevorstehenden Gedenktag seinem Grundsatz treu nnbcrgstraßc tnbem ec Beglückwünschungen und Festlich'
iten mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit und auf :i ' ‘ ' " ' '' ' "
OtWGin ^"meinem"Geburtstag für Verwundete und
ö!!lb!lllk!n7pusönstchc Inanspruchnahme abgelchnt Hab Mit wobvter Ueberzengungskcaft faßte er diesen Wunsch
' ..ii !• r f. v. .... 1 . v« CTO r f 1 f ^ m & w *
btc schönen, tief beherzigenswerten Worte zusammen: Wer an meinem Geburtstag für Verwundete unk, snt-rbllcbene sorgt, in seinem Herzen das Gelubte zum Klieve 0a»>verlichil>chcn Durchhaldn erneuert, und wer Kriegs 3tZU§ a ,,„rleibe zeichnet, macht mir die schönste Geburtstagsill jedem Q>» | b sind wahrhaft erhebende Worte, die im
mpsindkn des deutschen Volkes ihren Nachklang finden «asilwäehtfnb wirken werden.
& aaiW c.. dreifacher Hinsicht hat das deutsche Volk Hinden.
.„,t«be^^ara za danken, nämlich als Feldherrn, als Staats-
..lugeleim a ilun l t[P *ten wir die Taten HindenburgS als Feld.
' t„ müssen wir es unserem Kaiser auf das innig- wP'. 1 I «sie; t« Mofer frfctnprprr oerade den
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77fSnrtlbli'p C banfeK. daß ec in dieser schweren Zeit gerade den Mann an die rechte Stelle berufen hat. Als lC Tßfci &enb ; ( l? t ©neg vor mehr als drei Jahren zum Ausbruch ».l SeeMlMn.lbte General v. Hindenburg seit dem Fruhsahr M w Ruhestand. Die Friedensverhältnisse hatten
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fläft J LZt daß der hochbedeutende und allseits verehrte ^Pfd.-^ß oeom^, _ t y ct „ fir4|tt nitS Som Di PN st
anerkannte Führer aus dem aktiven Dienst ilV^Hnd wie es nun einmal unvermeidlich ist, t #4 e,b ? Kräften Platz machen mußte. In seiner Ju- s "N .te er mit Auszeichnung an den FeldMen 1866 Mfl» .i,r 1 ^ 0 4^70/71 teilgenommen. Dann war er rasch empor- n e durch fleißige Arbeit an fich selbst und in
e« ^°.KM stiesei' dur°) bui;(5I tef alle Stellen des Front- l.ld p°r„ .ß nem -ö«»' Qbec aud , ( seiner Begabung entsprechend, enstk«, m im «teneralitab. Hier wurde
deutsche sollten die wettgedehnten Grenzen verdeutschen Ostmark gegen die nahezu vierfache Ueberlegenheit der Russen verteidigen, die überdies von zwei verschiedenen Seiten, also umfassend, in das Land einbrachen. Trotz günstiger Anfangsgefechte sta-d die deutsche Führung
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Verwendung im Generalstab. Hier wurde
eIld ^ hei:t durch eigenes Studium und durch ernste g-f»erf om^ aa-k-n S-nMe wob, derieniae
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».T"" in das Wesen der Sache, wohl denen ge ^"Ks Generalfeldmacschalls v. Moltke, in dessen ® «Z fflebanfen er wie kein anderer eindrang, um ? in die bewältige Tat zu übertragen. Graf 1 Moltkes unmittelbarer. Nachfolger, ,st ge-
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Persönlichkeit zu bezeichnen, die auf Hinden- ^,?aröbten E.nfluß ausgeübt hat, soweit es galt “ l ' 9 Q b hl E n des neuzeitlichen Vernichtungskrieges zur
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. V e r Kaiser Hindenburg am 22. August 1914 >0 ber in Ostpreußen kämpsenden 8. Armee, S!-» ^7 ihm General Ludendrch,°Is Generalstabschef,
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j $ac die Lage äußerst schwierig. Knapp 150000
vor der Frage, ob sie der feindlichen Ueberzahl aus- weichen, das Land rechts der Weichsel räumen und auf das Westufer dieses Stromes zurückgehen sollte.
Gerade im Augenblick • der höchsten Gefahr trat Hindenburg auf den Plan. Was er beschlossen und getan hat, steht felsenfest vor der Seele des deutschen Volkes. Es erscheint uns heute so einfach, aber bedeutet doch eine geradezu bewundernswerte Tat, die den ge- bocenen Feldherr» bezeugt und in der Geschichte aller Zeiten ihresgleichen sucht Gerade das Einfache ist das Größte, und so entschloß sich Hindenburg, erst das eine, dann das andere russische Heer anzusallen und zu schlagen. Der Sieg aber sollte eine Vernichtung sein, denn se gründlicher die russische Niederlage ausfiel, desto größer wurde die Wirkung in strategischer und moralischer Hinsicht. Der Plan Hindenburgs vereinigte nüchterne Abwägung mit höchster Kühnheit. Er schätzte die Russen als feiner Menschenkenner richtig ein und sah voraus, daß es ihm mit Hilfe deutscher Schnelligkeit und Schlagkraft gelingen müsse, das eine russische Heer zu zermalmen, bevor das andere herangekommen sein konnte. Bei Tarnenberg fand das Werk seine Krönung. Nach viertägiger Schlacht war das doppelt überlegene Russen- Heer im Sumpfgebiet umschlossen und tatsächlich bis zur Vernichtung geschlagen. Eiu ungeheurer Erfolg, der bis auf diese Stunde die deutsche Ueberlegenheit im Osten begründet hat. Von dieser Zeit ab schreibt sich das Bewußtsein des deutschen Volkes her, daß Hindenburg nicht nur sein erster Feldherr, sondern sein Recke und
sein Hort ist. ,
Hindenburgs weitere Taten kennzeichnen sich durch ebenso viel Erfolge und Siege. Zwei Wochen nach der Tanncnbergec Schlacht jagte er das andere Russenheer I aus Ostpreußen und wurde hierdurch der Befreier unserer ^ vielgeprüften Grenzlande. Dann berief ihn der Verlauf
des Kriegs nach der Südwestecke Polens, als eS im Oktober 1914 galt, die in Galizien hartbedrängten öfter- reichifch-ungarifchen Bundesgenossen gegen die russische Uebecmacht zu entlasten. In Sturmesetle zog Hinden- bürg bis an die Weichsel vor Jwangorod. sah sich aber von einer vielfachen russischen Uebermacht bedroht, denn jetzt hatten die Russen endlich ihre Massen zusammen und wollten den geplanten Erobecungszug nach dem Herzen Deutschlands antreten. In dieser gefährlichen Lage zeigte sich Hindenburgs Feldherrngröße von einer anderen Seite, nämlich ln der Selbstbeschränkung und in dem Entschluß zum rechtzeitigen Ausweichen. Ehe es die Russen gewahr wurden, hatte er den strategtschen Rückzug an die schlesische Grenze angetreten und dam t dem Feinde das Gesetz aus der Hand genommen. Me Russen wurden ihres anfänglichen Scheinerfo geS nicht frob: Hindenburg schritt zu neuer Tat und setzte dem schwerfälligen russischen Massenstoß de« lchnellen. um- fassenden Gegenangriff entgegen. Fast auf allen Setten eingekeilt, blieb den Russen kein anderer Ausweg, als daß sie sich bet Lodz und Lowicz durch eckige Flucht dem Schicksal entzogen, das sie bet Tannenberg erreicht hatte. Sie wichen in befestigte Stellungen „Zurück, worauf der Krieg im Osten ebenfalls das Gepräge des StellungskampfeS annahm. Mitten in dieser Lage nutzte Hindenburg blitzschnell die Gelegenheit um den Russen in der Winterschlacht bet Lyck einen Vernichtungs- schlag betzubcingen und sie zum zweiten Male, diesmal endgültig, aus Ostpreußen zu verjagen.
Wie Hindenburg im Bewegungskrieg stegreich ge- wesen war, so führte er auch die Beschwerden des lang- wicrigen StellungskampfeS auf dem östlichen Kriegsschauplatz mit Erfolg durch Bet der Eroberung Polens im Sommer 1915 wirkte er auf dem nördlichen Abschnitt mit, führte seine Heeresgruppe bis vor Minsk, Dünaburg, Riga. Ec ließ die Stellungen n einer so vorzüglichen Weise ausbouen, daß alle Russenangnsse an der deutschen Widerstandskraft, geleitet durch Hinden- burgs Umsicht, unter den schwersten Verlusten zerschellten.
Ende August 1916 berief der Kaiser Hindenburg zum Chef des Generolstabs des Feldheeres. Zu dem gleichen Zeitpunkte gedachten unsere Feinde, den ent- scheidenden Gewaltschlag zu führen. Im Westen stürmten Franzosen und Engländer, im Süden Italiener, im Osten Russen; Rumänien hatte sich unseren Feinden an- geschlossen. In dieser schwierigen Lage ward Htnden- burgs überlegenes Feldherrntum sichtbar. Fest standen die Fronten, aber an einer Stelle schritten die verbündeten Heere zum wuchtigen Gegenstoß, nämlrch gegen Rumänien. Rach wenigen Wochen war dieser Feind niedergeworfen, mehr als die Hälfte seines Landes in einem geradezu glänzenden Feldzug erobert. Hierin lag der Beweis deuflcher Kraft und deutscher Tat in- mitten der Anstrengungen unserer zahlreichen Feinde.
Ter jahrelange Stellungskampf bedurste durchgreifen, der Neugestaltung, um den Ausblick auf eine entscheiden- de Wendung zu eröffnen. Es ist allgemein bekannt, daß Hindenburgs Rat diesen Umschwung herbeigesuhrt hat. Anfang Februar 1917 setzte der une ngeschränkte Unterseebootkrieg ein, um mit der Zeit England, unfern zähesten Gegner, an der Stelle zu treffen, welche die empfindlichste ist. Inzwischen mußte Zeit gewonnen werden. Hindenburg schuf sie dadurch, daß er die deutschen Heere aus dem Nordabschnitt des westlichen Kriegs- schauplatzeS in neue und bessere Stellungen zurucknahm, vor denen bis auf diese Stunde alle Angriffe der Feinde restlos gescheitert sind. Hierdurch gewannen wir freie Hand nach Osten hin, wie cs die sungsten Ereignisse in Galizien und bet Riga bewiesen haben.
Hindenburg ist aber dem deutschen Volke nicht nur der Feldherr, sondern auch der Staatsmann. Ec darf als solcher insofern mit Fug und Recht gelten, als wir >s seinem Rat zu verdanken haben, wenn die Wirt- schüft'che Kraft unstres Vaterlandes sich unter den Bedrängnissen des Krieges riesenhaft entwickeln konnte. Bei allen Maßnahmen der Kriegswirlschaft spuren wir Hindenburgs ordnende Hand. Außerdem gelang cs ihm, den drohenden Zwist der Parteien zu begleichen und die Gesamekraft des Volkes nach dem einen großen Ziele, i ämlich dem siegreichen Kciegsausgang, hiozuwnken. Ihm verdanken wir es, daß der Ausspruch »^orchhalten und siegen" in die Ueberzeugung des deutschen Volkes übergegangen ist.
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