Ausgabe 
25.9.1917
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haben gut abgeschnitten. Daran wollen wir jetzt denken. Darum gebe ich garnichtS auf diese Vorhersagen heute. Die Fahnen wehen jenseits von Riga, da ist dem Deutschen Volk doch wieder sein Her; ausgegangen. Wo Soest und Plettenberg, wo Westfalen und Niederdeutsche einst ihre zweite Heimat aufschlugen, das ist heute wie der in deutschen Händen Der SiegeSzug rauschte im Osten dahin über Tarnopol und Czernowitz Gott! Galizien wie viele hatt n sich schon drein gesunden, daß vaS in russischen Händen bliebe. Nun ist eS wieder zerronnen. Und der Engländer konnte in der Türkei nicht weiter und SarrailS nicht in Mazedonien und die Italiener nicht am gsonzo. In grausam gleichmäßigem Takt werden die Schiffe versenkt. DaS Zucückdlängen unserer Front in Frankreich geht so rasch vor sich, daß die Feinde 25 Jahre brauchen, bis fie uns am Rhein haben. Die Verbündeten am Ilonzo haben gestanden, fest und treu. Die Bulgaren hielten aus in der Hitze von 60 Grad und die Türken stehen heute noch so fest zum Bündnis wie vor drei Jahren. DaS sollte keine Zeit sein süc eine neue Kriegsanleihe!

Unsere Anleihen sind eigentlich nichts als öffent sicher Dank. In den Kriegen hielt man früher nicht nur Bußtage, sondern auch Dankbetftunden. Ein solch öffent­liches Dankgebet ist richtig verstanden die Kriegs- anleihe. Denn alles kann man den einzelnen ^opferen doch nicht sagen, was man ihnen schuldet. So trägt man» zusammen und zeichnet. DaS Geld hat auch seine Stimme und Gold klingt. Es kann krächzen wie Raben- schrei in der Hand oeS Geizigen und eS kann singen wie eine Nachtigall in der Hand des VaterlandSfreundeS. Mit unsern Pfennigen danken wir. ES wird uns so leicht gemacht dieses Danken. Darum glaube ich nicht an jene düstere AussichtDiesmal wird eS nichts". Wir danken Herrn Wilson, daß er uns so geschmäht hat. Man zähle die Lchimvswocte in seiner Rede aus und beantworte sie je mit einer Milliarde. DaS ist die

beste Rache deS deutschen Volkes. Solche Milliarden kommen aber nicht zustande ohne Dich Fange Du an und sei dankbar und gib!

Sib dein Seid in den sicheren Seldschrank der vatrrlanürs: Zeichne Kriegsanleihe!

Mus Stadt and Land

* ES wirb darauf htngcwiescn, daß die ZtnS- scheine oller RetchSanleihen, also auch der Kriegs an leihen, vom 21. des dem Fälligkeitstage vorher- gehenden Monate ab nicht nur bei allen P ost an­statt en einschl. der Postagentucen sondern auch von den hessischen Staatskassen in Zahlung genom­men werden. Die Einlösung der Zinssch^ine ist damit den Besitzern der Kriegsanleihe aul crordentlich leicht gemacht. Dies wird hoffentlich recht.vielen u. vor allem auch der Landbevölkerung den Entschluß zum Zeichnen der Kriegüanlcihc erleichtern.

* AuS der hessischen Nationalltberalen Partei Die im Juli 1912 als Unterorganisatton der Nattonallibecalen LandeSpactei im Gcoßh.rzogtum Hessen ins Leb.m ge rufene .Freie Vereinigung h ff'sichec Nationalliberaler" hat sich auf Beschluß ihres Arbeitsausschusses aufgelöst. Damit ist die äußere und innere Geschlossenheit der hrsstschen Landespartei unter dem Vorsitz deS Land- tagSabg. Dr. O s a n n - Darmstadt, wirderhrrgestellt Die Satzungen der Landcspartei sollen einer Neube- arbeitung unterzogen und die Organisation ausgebaut werdrn. Zu Letter der in Darmstadt mit dem 1. Oktober d. I. neu errichteten Geschäftsstelle wurde der bisherige GeschästSsührer derFreien Vereinigung", Generalsekretär Dr. Otto Linse-Mainz, berufen.

* Gtnsärränkrnig des Stückgnlverkehrs. Die deutschen Eisenbahnen stehen, wie die Eisenbahnvcr- lvaitung mttteilt, in den nächsten Monaten vor besonders hljtumn '.luiuobni Neben den militärische« Anfor­derungen müssen die umfangreichen Nahrungsmittel- transportc bewältigt wcrdcn. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Hausbrand beansprucht die Eisenbahnen in b.sonders großem Umfange. Aus diesen Gründen ivird der Etlstück.rut- und Frachtstück tut Verkehr auf solche Güter beschränkt, die für die Kriegswirtschaft und VolkSernähcnng unbedingt befördert werden müssen. Da ferner Lebensmittel, soweit sie nicht in Wagen ladungen besürvert werden, vornehmlich a S Eilftückgut ausgegeben w.rdcn, die in großem Untsange mit Personen zögen bZördctt und während des kurzen Aufenthalts nur unter Schwierigkeiten ausgeladen werden können, so sollen Eilstückgüter nur angenoinmen werden, wenn das Einzelgewicht nicht m hr als 100 Kilogramm bc- trägt. Selbstverständlich werden diese Bestimmungen beseitigt, sobald die Inanspruchnahme der Eisenbahnen dies zuläßt. (Vergl. dazu auch die Bekanntmachung der Könial. Eisenbahndircktion Frankfurt a M. in jRr. 78 der Gießcner Zeitung.)

gut einen deutschen Frieden Die Landwirt- schafskammer für dar Grwßhcrzogtum Hessen nahm in ihrer 15. Hauptversammlung nach einem Vortrag des Vorsitzenden Geh. OrkonomieratS Walter folgende Ent Ichließung an: Die Vertreter der hessischen Landwirt- schast wollen keinen Verzichts- und BankerottSfrieden. sondern einen dentschcn Frieden, den unsere Heere unter Hindenburg mit Gottes Hilfe erkämpfen werden Sir wollen ein Deutschland mit gesicherten wirtschaftlichen Grundlagen und festen Grenzen nach Osten und Westen, ein machtvolles deutsches Reich mit dem Kaiser an der Spitze und unseren Fürsten als Bundesgenossen, welche, wie wir, treu zu Kaiser und Reich stehen

«ene Svl»fmarkrnhettche« zum Prn'e von 3 Mais gibt die Reichrvoflvciwallung au!. Lie cnlha.. ten neben 10 Matten zu 7>, Pfennig und 10 Marken ju 15 P,'g auf vielfachen Wunsch nun auch wieder o Marken zu 5 Pfennig und 5 Marken zu 10 Prcnmg. Die Ausgabe erfolgt nach Aul'bcauch dcS ! tzlgcn Be­standes an Briefmarkenh ftchen.

* Grundbeüsi und Kriegsanleihe Besitzer städtischer oder län'sicher Grundstücke in H "en, die gegenwättig üb.r stüßigc Mittel nicht verfugen, aber bei der Kriegsanleihe Zeichnung nicht Zurückbleiben moch^ zrn. können gegen erftstellige Hypothek ^ac.rh.n ots zu 20000 Mk. von der Hej fischen Landes Hypo- theken ba nk erhalten, ,'oweit die Grundstücke hinren chende Sicherheit bieten und nach den Bestimmungen der Bank beleihungsfähig sind. Unter der gleichen Voraussetzung können auch geeignete erststelltge Hypo theken beliehen werd n. Solche Darlehen sind ln ^she deS Nennwerts der ;u erwerbenden KrttgSanleihe au»- zunehmen und für die erstell 7 Jahre (Mindcjllatsizeit deS 5 igcn Zinsfußes der Kriegsanleihe) mit 4 *° 0 . dann dauernd mit 4', zu verzinsen und mit I /*° 0

Nicht Miit- nicht Opferst«.

nur em

bischen gesunder

Menschenverstand!

0

Oie Zeichnung der Kriegs­anleihe ist jetzt für jeden einzelnen ein Gebot der Gelbsterhaltung! L enn: ein guter Erfolg ist die Brücke zum Frieden ein schlechtes Ergebnis verlängert den Krieg!

Darum zeichne!

,u Nlgkn D«s Darl.hcn kann von der Landttbvvo htt-nl.n.. »ich ».kündigt waben, wähnd » Schuld.

kbrr« 1 1 "fii 11 ^ 1 , un 3 c : : l ' kurzen Slünbtpun pfeift

i l V Oir.blgcii kann solange die KsieaSanlcibe eine Lclztnjung von 5°/« ergibt, utacht der Da-lkber^ Inhaber derKrteasanleihenach Abzug der D I

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1924°oi| f b,t«Wi«* n «^ nl,t ^ I, ' bi,, . 8U " 9,n vom 1.Oktober »elegsanlelhe vom Reich dure° Mdi hl'ün^MM M« 8 n V lW I l 01,0 in ticcm 5oB bi, m.

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6-1 lommrn. Die Hypo.hekerelchtung , nlchNich

Innung brr Brleihuaasunterlagen, kam. vüli ° «Mfl?«- Die Lanbeshypo.hek nlank ft Aufbewahrung und Bec- Ln." ^nlecheftucke ,u übernehmen und die je- wkils läUigen Anleihezinsen auf die racl.h.nS,insen

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(9a jst damit also Gelegenheit geboten, daS lm Grund bcsin fcstaelegte Kapital in den Dienst des Vaterlandes zu stellen. Nähere Auskunft erteilt die LandeShvpo- thck nbank, welche die Zeichnung und die Einzahlung aul die Kriegsanleihe vermittelt.

Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.

Bekanntmachnng.

betr. Verbot des Rauchens in den Lager­räumen für Spinn- und Web st off e.

Um der Gefahr entgegenzutretcn, daß durch unvor- sichtiges Umgehen mit Feuer, insbesondere durch unvor- sichtiges Rauchen in den Lagerräumen für Spinn- und Webstoffe Brände verursacht werden, durch die das wert- volle Webstoffmaterial vernichte! wird, bestimme ich hier­mit im Interesse der öffentlichen Sicherheit für den Be­zirk des stellvertretenden Generalkommandos 18. Acmec- Korps auf Grund des § 9 b des Gesetzes über den Be­lagerungszustand vom 4. Juni 1851 (G. S. S. 451 ff) in Verbindung mit dem Gesetz vom 11. Dezember 1915 (B. G. Bl.S. 813) betreffend Abänderung des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 folgendes:

8 I. Das Rauchen in Tuchfabriken. Lagerhäusern und sonstigen Lagerstätten für Wolle, WoUabsälle und Kunstwolle wird hiermit verboten.

8 2 Weitergehende Verbote in Posizeioerordnungen oder in Arbeitsordnungen werden durch dieses Verbot nicht berührt.

$ 3. Diese Bekanntmachung ist in allen im 8 1 ge­nannten Räutnen in deutlich lesbarer und in die Augen fallender Weise anzuschlagen. Ebenso sind in allen Räu men, für welche dieses Verbot gilt, Schilder mit der Auf- fchriftRauchen bei Strafe verboten" anzubringen. Die Einschläge sind während der ganzen Dauer des Kriegszustandes zu unterhalten und erforderlichenfalls zu cmeuem.

8 4 . Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre, beim Vorliegen mildernder Umstände mit Haft oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark be- straft.

8 r Die Bekannttnachung tritt mit Beginn Ms 20. 9. 1917 in Kraft.

Frankfurt a. M.. 7. 9. 1917.

Der ftellv. Kommandierende General:

«Level

Generalleutnant.

Die Soldankaufstelle

ist bis äut weiteres geöffnet:

vienstag nachmittags von z-s Ubr Samstag vormittags von 1012', Ubr

Der Ehrenausicbim der 6 oldankaur$ftelie:

Dr. Ufinger^

Stonotachygrap hie «VArÄ

lächt erler nbar . VoUatfnd. Lehrmittel I M Mk. per Nachnahme vom Verlag W. Wolf, Torgau, Nonlring 3.

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