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Telephon 9!r. 362.
Dienstag, den 25. September 1917.
Telephon dir. 362.
30. Jahrg
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Jakobftadt genommen; über 4600 Russen gefangen, 55 Geschütze erobert.
Im Westen vergebliche feindliche Angriffe.
808000 Tonnen im August und 6303000 Tonnen seit 1. Februar versenkt.
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Amtliche cieutscbe Lsgrsdrricbtr.
wtb. Großes H a u p 1 q u a c t i e r, 22. Sept. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Nach heftigen Feuerstößen, denen nur bei St. Julien Ergebnislose Teilangriffe des Feindes folgten, flaute ge- stern vormittag der Feuerkampf an der flandrischen Front ab. — Von mittags an steigerte ec sich an der ^geführt Me und von der User bis zur Deule wieder zu großer
Heftigkeit. 6 Uhr abends setzte von Langemarck bis
taut für y cm- - Hollebeke schlagartig stärkstes Trommelfeuer von ein- a luc oie Militär- ftündiger Dauer ein. Im Anschluß daran ging eng-
'W Stellen. We Infanterie an vielen Stellen der Front wieder
für hio nn.. - 1 . . zuni Angriff über. Wo zwischen den Bahnen Locsinghe MlNtms- ^-Staden und Ipern—Roulers der feindliche Ansturm Ulegsrüstung, Mit n fecc verheerenden Wirkung unserer Artillerie zur Versandes hm** Durchführung kam, wurde er im Nahkampf zucückge zm . tch die chlagen. Weiter südlich bis zum Kanal bei Hollebeke es «Mvezirkesbe- bcach^die Wucht unseres Vernichtungsfeuers den feindlichen Angriffswellen; nur vereinzelt kamen englische Sturmtruppen aus ihren Tcichterftellungen heraus; sie wurden abgewiesen — Heute früh entspannen sich nach neuer Feuersteigecung örtliche Jnfanteriekämpfe, die durchweg für uns günstig verliefen. — Bei den anderen Armeen der Westfront herrschte fast überall geringe Ge- sechtstätigkeit.
Berlin, 21. Siptember. Neue U Bootserfolge im Aecm^lkanal, in der Biscaya und in der Nordsee: 4 Dampfer und 1 Segler mit 18 000 Bruttoregifter- tonnen.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine.
5 fl l besonders driug- GenehmWg der
beschleunigtes Eilgut An den Kämpfen in Flandern hatten die Flieger
wenn die einzelnen hervorragenden Anteil. -- In den beiden letzten Tagen
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Privatgut |iir die erkehrs sind an die Art Main) gebunden, bestehen und werden :bert werden können,
wurden 39 feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballone abgeschossen; drei unserer Flieger sind abgestürzt. Ober- leutn. Schleich errang feinen 21. und 22. Luftsieg, Leut 'lanfc v Bülow schoß seinen 21. Gegner, Leutnant Wüst- tof und Leutnant Adam schossen je zwei feindliche Flte- ,ec ab.
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Mion.
sucht Stelle
Kutscher
Oford.l,. I
restlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
Auf dem Westufer der Düna gelang es den unter [ Befehl des Generalleutnants Grafen v. Schmettow ! (Egon) fechtenden Divisionen, durch wohl vorbereiteten und kraftvoll durchgeführten Angriff die russischen Stellungen nordwestlich von Jakobstadt zu durchbrechen. Ausgezeichnete Artillerie- und Minenwerferwirkung bahnten den Weg für die Infanterie, die von den Fliegern unter Führung des Rittmeisters Prinzen Friedrich Sigismund von Preußen trotz ungünstigster Witterung sehr gut unterstützt wurde. — Im ungestümen Stoß wurde dir Feind gegen den Fluß zurückgeworfen; er gab unter dem Druck unserer Truppen kn .40 Kilometer breiten und etwa 10 Kilomet>r tiefen Brückenkopf auf dem Westufer kx Düna auf und flüchtete eilends aus das östliche Ufer. — Jakobstadt ist in unserer Hand. - Bisher sind mehr als 4000 Russen gefangen, über 0 Geschütze als Beute gemeldet.
Mazedonische Front.
__ Im Berggelände Zwischen Ochridasee und Skum- v, tal griffen starke französische Kräfte an. Deutsche österreichisch-ungarische Truppen warfen in hartem
wbt. GroßesHauptquartier, 23. Sept. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Ein englischer Monitor beschoß mit Fliegec- bcobachtung gestern morgen Ostende. Einige Granaten trafen die Kathedrale, in der Frühmesse gehalten wurde. Sieben Belgier wurden getötet, 24 schwer verwundet. Der Monitor wurde durch Feuer unserer Küstenbatterten vertrieben. — An der flandrischen Landfcont blieb das Artillcriefeucc nach Abschluß der örtlichen Fr.ühkämpfe wechselnd stark. G'gcn Abend verdichtete sich die feind- liche Wirkung wieder no döstlich von Ipern zum Trommel- stucr. Es solgteu starke Teilangriffe der Engländer südöstlich St. Julren. Der Feind wurde zurückgeworfen. Nachts bei nachlassendem Feuer keine Jnfanterietätigkeit. — Eine bei Monchy, südöstlich von Arras, nach heftigem Feuerstoß in unsere Gräben dringende englische Kompagnie wurde im Nahkampf Vertrieben. Bei Bor.feldge- fechten südlich der Straße Eambrai—Bopaume sowie an der Somme und Oise blieben Gefangene in unserer Hand.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Längs der Aisne, am Brimont und in einigen Abschnitten der Champagne kam es zeitweilig zu leb hafterer Kampftätlgkeit der Artillerien. Bei zahlreichen Erkundungsvcrstößcn, btc vielfach unsere Stu-mtrupps bis in die Hinteren Linien der französischen Kampfanlagen führten, konnten Gefangene gemacht werden, ob- wohl der Feind fast überall flüchtete. Unsere Graben- besatzungen wiesen an einigen Stellen französische Aufklärer ab. Bor Verdun schwoll nachmittags das Feuer zu größerer Stärke an.
insgesamt 8500 Tonnen Kohle». Der bewaffnete fron' zösische Dampfer „Admiral Kersatnt" (5570 Br..R >T.1 versuchte erfolglos sich nrt seiner wertvollen Ladung durch hartnäckige Gegenwehr der Versenkung zu entziehen. Ter Dampfer wurde im Feuergefecht, in dem seine Be- satzung schwere Mannschaftsverluste erlitt, ntedergekämpft, der Kapitän gefangen genommen.
Der Chef der Admiralstabs der Marine.
Die Gegner verloren gestern 14 Flugzeuge und einen Fesselballon. Ob ilcutnant Bcrthold errang den 23. Luftsieg. Vizefcldwebel Thom schoß wiederum 2 feindliche Flieger im Lufikampfe ab.
wbt. Großes Hauptquartier, 24. Sept. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
In Flandern erreichte der Artilleriekampf nachmit- tags an der Küste und vom Walde von Houthculst bl» Wesihoek wieder große Stärke. An der Schlachtfront blieb die Kampftättgkett auch nachts und am frühen Morgen gesteigert, ohne daß bisher neue englische An- griffe erfolgten. Gute Wirkung unserer artilleristischen Abwehr ließ sich am Verhalten der von uns beschossenen Battertc» und an der Vernichtung zahlreicher Munt- tionsstapel fcststellen. — Bet Lens und bet St. Quentin, an dessen Kathedrale die Franzosen durch neue Beschießung ihr Zerstöcungswerk fortsetzten, lebte die Feuertätlgkett auf.
Heeresgruppe drulscher Kroupriuz.
An mehreren Abschnitten der Aisnefront und der Champagne schwoll mehrfache» Feuer zu größerer Heftigkeit an. Bet EckundungSgcfechtcn hatte der Gegner Vex. lüfte — Vor Verdun war der Feuerkampf nachmittags und während der Nacht sehr lebhaft. Auch heute morgen herrschte große Gefechtstätigkeit auf dem Ostufer der Maas. ^
14 feindliche Flugzeuge sind abgeschossen worden. Leutnant Wüsthoff errang den 20. Luftsieg. Leutnant Kiffenherth brachte 2 Gegner im Luftkampf zum Absturz.
! WÄsösterrc
$ i den Feind zurück,
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Erste Generalquartiermcistec: Luüendorff.
er Itn, 22. Sept, abends. Der Feuerkampf in '—^dcrn dauert an. — In der Verfolgung der wei- .- 'Hei, Russen wurde vom Liewenhof flußabwärts -,-kall die Düna erreicht.
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^erlin, 22. Sept. Im Monat August sind an ^Idelsschiffsroum insgesamt 808000 Bruttoregifter- Q^jhcu durch kriegerisch" Maßnahmen der Mittelmächte D &nft worden. Seit Beginn des uneingeschränkten ^Hooikciegcs sind somit 6 303 000 BruLto^egillertonuen ! ö für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffscaumes - :michtet worden.
F Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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Oestlicher Kriegsschauplatz:
Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Im Brückenkopf von Jakobstadt wurde in den hastig verlassenen russischen Stellungen umfangreiches Kriegsgerät vorgesunden. Unsere Truppen haben die Duna von Liwenhof bis Stockmannshof überall erreicht. — In Ptnsk entstanden durch russische Beschießung Brände.
Mazedonische Front.
Bet großer Hitze — in der Sonne bis zu 65 Grad — fanden Gefechtshandlungcn nur westlich des Ochrida- See statt. Dort wurde den F anzosen eine Hohe bei Krcova durch deutsche und österreichisch ungarische Truppen im Sturm entrissen.
Der Erste Gencraiquaitiermeister: Ludendorff.
Berlin, 23. Sept. abends. Außer lebhaften Artilleriekampf in Flandern ist bisher nichts Besonderes von den Fronten gemeldet.
53000 Contun vrrsenltt.
Berlin, 23. Sept. IUue U Lootsersolg'. Rund »3 000 Bcutto-registctlonnen — Westlich Gibraltar versenkte eines unserer U Boote in nner Nacht dl-: tief, beladenen englischen Dampfer „Clam Ferguson (4808 Br.-R.'T.i, „BtodMead" (5646 Bc.-R. T.) und „Huns- bridge" (3424 Br -R. T).
Im Mittelmecr wurden zahlreiche feindliche Transporte nach Südfrankceich und Norditalien versenkt, darunter der bewaffnete amerikanische Dampfer Wilmore mit 7000 To. Kohlen, 1000 To. Oel und 12 Lokomotiven, der bewaffnete neue englische Dampfer "^hulmleigh ('4911 Br R.-To.) und der bewaffnete itaitenische Dampfer Ausonia" (1438 Br.-R.-T.), die beiden letztere» mit
Oestlicher Kriegsschauplatz Front des Geueralfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
Unter der am Brückenkopf von Jakobstadt einge- brachten Beute von 55 Geschützen befindet sich eine be. spannte Batterie und 5 schwere Geschütze von 26 bis 28 4tm. Kaliber. I» der Stadt selbst fielen reichliche Bor- räte, auch an Brot und Mehl in unsere Hand. — Nücd- ltch von Baranowitscht und westlich von Luck entfaltete die russische Artillerie lebhafte Tätigkeit.
Heeresgruppe des Generalseldmarschall von Mackensen.
Im Bogen nordwestlich von Forsani und am Sereth vielfach rege Feuertättgkeit und Borfeldgefechte. Bahn- Hof Galatz wurde mit beobachtetem Erfolg beschossen. Mazedonische Front:
Die Lage ist unverändert.
Der Erste Generalquarttermeistei: Ludendorsf.
Berlin, 24. Sept., abends. Lebhafte Gefechts, tätigkeit in Flandern und auf dem Ostufer der Maas — Im Osten nichts von Belang.
Diesmal wird es nichts!"
So kann man öfters hören, wenn man die An- sichten der nächsten Kriegsanleihe bespricht. Nun besänne ich mich auf die Zeit der letzten Anleihe. Wenn einer die Aufgabe bekommen hätte, den ungünstigsten Zeit. Punkt herauszusuchen, dann hätte ec sie damals glanzend gelöst. Eine flaue, matte Stimmung ging durchs Volk, Draußen" passierte nichts. Es drehte sich alles um einen Schützengraben hier oder dort mehr oder weniger. Daheim" kämpfte man mit Friere« und Hungern und wußte nicht recht, wie das weiter gehen soll- Und trotzdem gab das Volk, was es konnte. Man flüsterte ihm ein, daß ein günstiger Abschluß der Anleihe den Krieg verlängere. Man brachte ihm iedeS MißtXauen in die Sicherheit der Anleihe bet. Wer in der Werbe- arbeit drin war, konnte manchmal den Mut verlieren. Und trotzdem gab das Volk, was es konnte. Und wtr


