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Druck der Oiefteuer VerlagSdruckerei, AlKin Mei».
Nr. 78.
Telephon Nr. 362.
Donnerstag, den 20. September 1917
t e l e p h o n Nr. 362.
30. Jahrg.
Im Westen englische nnd französische Teilangriffe znrückgeschlagen. Russische und rumänische Angriffe im Osten und Südosten ohne Erfolg.
Amtliche ürutscde Cagesbcricbte.
wtb Großes Hauptquartier, 18. Scpt. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
In Flandern wiederholten die Engländer auch gestern ihre starken Feuerstöße gegen einzelne Abschnitte zwischen dem Houthoulster Walde und der Lys Es fanden nur kleine Jnfanteriekämpse statt, bei denen die angreifenden englischen Abteilungen durchweg zurückgc» worfen wurden. Unfete Artillerie Hot die Bekämpfung der feindlichen Batterien mit voller Kraft wieder ausgenommen. — Zwischen La Bassee-Kanal Nnd Letis, sowie von der Somme bis Ün die Oise war die Gö» fechtLtätigkeit lebhaft.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Beiderseits der Straße Laon — SoiffonS und auf dem rechten MaaSufer erreichte die Kampftätigkeit der Artillerien zeitweilig beträchtliche Stärke. An mehreren Stellen entwickelten sich Vorfeldgefcchtc, die für uns günstig verliefen.
Heeresgruppe Herzog Albrecht von Württemberg.
Westlich von Apremout brachten Sturmtrupps von einem Handstreich gegen die französischen Stellung»« eine Anzahl Gefangene zurück.
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Oberleutnant Berthold schoß wieder zwei Gegner im Luftkamps ab.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Im Bogen von Luck, am unteren Zbrucz uub in den Bergen westlich des Beckens von Kezdivasarhelh zeigte sich der Feind rühriger als in der letzter Zeit.
Bei der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschall von Mackensen führten die Rumänen westlich des Sereth nach ausgre btgec Feuer Vorbereitung bei Barnida und Muncelul mehrere Teilangriffe aus die verlustreich scheiterten. An der Rimnicmündung wurden bet einem eigenen Unternehmen Gefangene eingebracht
Mazedonische Front.
Keine größeren Gcfechtshundlungen.
Der Erste Gcnecalquartie mcistec: Luvend orff.
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Berlin, 18. Sept., abends. In Flandern starker Artillcrickamps östlich und südöstlich von Upern. — Bor Derdun nachmittags auflebendc Gefechtstätigkeit östlich der Maas — Vom Osten nichts N<ues.
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19000 tonnen.
Berlin, 18. Scpt. Im Sperrg»btet um England sind durch unsere Unterseeboote IDÖÖO Bruttvregislec- tonnen versenkt worden. Unter den vernichteten Schiffen befand«n sich zwei große bewaffnete englische Dampfer, einer davon anscheinend ein Hilfskreuzer: oder Transporter.
Der Chef des Admiralstabcs der Marine.
wbt. Großes Hauptquartier, 19. Sept. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Ja Flandern war zwischen dem Houthoulster-Wald Und der Lys gestern den ganzen Tag über der Artilleriekampf gesteigert. Das Zerstöcungsfeuer der feindlichen Batterien, denen unsere starke Gegenwirkung sichtlich Abbruch tat, lag wieder in heftigsten Feuerwellen auf unserer Abwehrzone. Abends und heute morgen gab der Feind mehrmals Trommelfeuer ab, ohne daß Jnfantericangriffe folgten. — Bei Lens und St. Quen tin herrschte lebhafte Gefechtstätigkeit.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nordöstlich von Soissons, am Aisnc—Marne-Kanal und westlich der Sulppcs N.ederung bekämpften sich die Artillerien z itweiltg unter starkem Munitionseinsatz. — Auf dem Oftufer der Maas brachen die Franzosen nach kurzer kräftiger Feuervorberettung westl. der Straße Beaumont - Vacherauville in 3 Kilometer Breite zum Angriff vor. — Die erste, in unserem Abwehrfeuer schnell
weichlnde Sturmwelle des Feindes wurde von den tief, gegliedert folgenden Reserven zu rrnnitem Angr-ff vor. gerissen. Auch dieser starke Stoß kam im Feuer- und Nahkamps zum Scheitern. In den zurückflutcndcn Haufen fand unsere Artillerie besonders lohnende Ziele. — Der Tag hat die Franzosen wieder hohe Verluste gekostet, ohne ihnen den geringsten Vorteil zu bringen.
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Gestern sind 16 feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht Worden; Vizefeldwebel Thom schoß 3, Leutnant Thuy 2 Gegner ob.
Die
neue Kriegsanleihe
erfolgreich fein — sonst ermutigen wir England weiterzu- sümpfen! — Sie
kann
erfolgreich sein— denn es ist Geld genug im lande! — Lindste
wird
erfolgreich fein — wenn jeder handelt, als od von chm allein alles abhinge!
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Oestlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
Bei Dünabucg und im Bogen von Luck hat die Feucrtätigkeit der Russen merklich zugenommen. Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Starke Angriffe der Rumänen richteten sich gegen unsere Höhenstellungen südlich des Oitoztales. Der füb- sich von Grocesci anfänglich eingebrochene Feind wurde durch kräftigen Gegenstoß geworfen, im übrigen schon durch Feuer abgewiesen und büßte außer blutigen Verlusten zahlreiche Gefangene ein.
Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen Bei Vacnita und Muncelul wiederholten rumänische
Truppen ihre Angriffe, die ihnen erneut einen Mißco folg brachten.
Mazedonische Front.
Im Becken von Monastir und in der Enge^zwt. schen Prespa- und Ochrida See verstärkte sich die Artil» lerietätigkeit. Oestlich des Doiransces kam es zu Posten, gefechten, in denen die Bulgaren englische gemischte Ab- teilungen vertrieben.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
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Berlin, 19. Scpt. abends. Ter Artilleriekamps in Flandern dauert an. Sonst nichts Wesentliches.
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Neue Ü-Bootserfolge.
Berlin, 19 Sept. Neve UntersecbootSerfolge im Atlantischen Ozean und in der Nordsee. — 1. Vier Dampfer, 1 Segler und 1 Fischerfohrzeug. Darunter der bewaffnete englische Dampfer „Rydon Hall", mit 6400 To. Welzen für England von Montreal nach Falmouth, der nach einem zweistündigen Artilleriegefecht niedergekämpft wurde, 2 tiesbeladene Dampfer, einer davon englischer Nationalität, der andere dem Aussehen nach ber französische Dampfer „Afrique", ferner der französische Dceimastschonec „Sadi Cacnot", mit Salzfischen nach Fc ca mp, sowie das französische Flschersahr- zeug „Credurand" — 2. Eines unserer Unterseeboote hat am 17. September in den Hoofden das französische Flugzeug „D. 40" vernichtet und die 3 Insassen, 2 Offiziere und einen Mechaniker, gefangen genommen Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Aufruf.
Das Ringen um Deutschlands Zukunft, um unseres Volkes Bestand, Freiheit und Aufstieg, muß nach dem Willen verbissener Feinde Iv.itcrgehcn. So lange noch, bis auch Verblendeten Augen endlich offenbar wird, daß allen Anstürmen, Kcicgsbeschwerden und Geldcrforder- nissen unbeugsam stand zu halten das deutsche Volk bereit und fähig ist.
Tie herausfordernden Zweifel in unsere heimische Uucrschutteilichkcit sind es, und sie sind es ganz allein, die de» Krieg verlängern. Jo, mit einem Aufstammen unerbittlicher feindlicher Vcrnichtungswut. mit teurem Blut und Gut, mit einer Gefährdung des opfervoll bisher Erreichten hätten wir cs alle schmerzlich und unersetzbar zu büßen, wenn wir jetzt in der geldwirt- schaftbchcn Kraftanspannung glaubten Nachlassen zu dürfen.
Je widerstandsfähiger aber wir dcS Reiches Geldwesen erhalte», um so stäcktren Widerhall wird dereinst das deutsche Wo t bet den Friedensverhandlungen wecken, urn so rascher werden wir in der Zeit fricd> iichcn Wiederaufbaus den deutschen Geldwert tm Ausland auf seine alte Höhe bringen — zu unser aller Vorteil.
Das Deutsche Reich bietet Gewähr für die Sicherheit Eurer unentziehbarcn Ansprüche mit allen Vermögenswerten, mit dem Einkommen und allen schaffenden Kräften der Gesamtheit seiner Bürger. Und machtvoll wie durch drei lange Jahre hindurch wird auch fernerhin zu Wasser und zu Land die Abwehr und Schwächung der Feinde sein. Hinzutceten muß aber als mckkämpfende Streitmacht das lückenlose Aufgebot aller freien Gelder.
So ergeht in schicksalschwerer Zeit an die sämtlichen Volksgenossen mit großem, kleinem und kleinstem Geldb.sttz ln Stadt und Land der Ruf des schuldlos bedrohten Vaterlandes:
Helft mit Eurem Gclde zu einem neuen stolzen, achtunggebietenden Zetchnungsecfolg, zu einem ehernen Kcaftbewets, der uns dem ehrenvollen Frieden näher- bcingt!
Zeichnet die 7. Kriegsanleihe!
Die Ernte ist der Zins der Zaat —
Der Frieden ist der Zins der Kriegsanleihe.


