Ausgabe 
29.8.1917
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Druck der (Siebener Verlagsdruckerei, Albin Klei».

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Telephon Nr. 362.

Mittwoch, den 29. August 1917

Telephon Nr. 362.

30. Jahrg.

Die CrttenLe-Lnennve im Westen abgeschlagen.

Größere Kämpfe in Flandern, in der Champagne und östlich der Maas für «ns günstig. Destlich Czernowitz siegreicher Angriff; 1000 Gefangene nnd 6 Geschütze erobert.

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20000 Tonnen

Berlin, 24. Aug. Neue U-Bootserfolge im Sperr­gebiet um England: 20000 Br.-Reg.-To. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete DampferAdalla" (3844 To.), mit Holz für England, ein unbekannter bewaffneter Dampfer mit Kurs aus England, der aus Sicherung herausaeschossen wurde.

Der Chef des Admicalstabes der Marine.

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wbt. Großes Hauptquartier, 25. Aug. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Im- Zusammenhang mit Jnfanteriegefechten ent­wickelten sich bei Ipern in einzelnen Abschnitten wieder n-bhaste Artilleriekämpfe, die auch nachts über anhielten. Ocstlich von St. Julien stieß ein zur Säuberung eines Engländernestes angesttzt-r Vorstoß mit einem feind­lichen Angriff zusammen. Nach Zurückwerfen des Gegners wurde das beabsichtigte Unternehmen von uns erfolg­reich durchgeführt. Beiderseits der Straße Ip:rn- Mcnin versuchten die Engländer erneut in unsere Stel­lung einzudringen. Am Nordwestrand des Herenthage- Waldes drückten sie unsere Linie etwas zurück. Im übrigen wurden sie verlustreich abgcwiescn. An mehreren Stellen scheiterten feindliche Erkundungsvorstöße. Starke . Abteilungen des Gegners, die in den fpäten Abend­stunden gegen unsere Linien bet Lens vorgingen, wurden »ach zähem Nahkampf in ihre Ausgangsstellung zurück­getrieben. Südlich von Verbhuille entrissen wir den Engländern heute früh durch überraschenden Sturm das von ihnen gehaltene Gehöft Gillemont. Nach heftiger Artillerievorbereitung, die in St. Quentin und umltegen- . den Dörfern mehrfach Brände hervorrief, griffen die Franzosen gestern unsere Vertcidigungsabschnitte auf der Südfront der Stadt in einer Breite von etwa 3 Kilo­metern an. In schweren Kämpfen wurde der Feind auf der ganzen Linie geworfen. Unsere dort fechtenden Trup­pen befinden sich in restlosem Besitz ihrer St-llungen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Bei Verdun nahm die Geftchtstätigkeit beiderseits der Maas wied-r zu. Westlich des Flusses stießen die Franzosen morgens und abends gegen unsere Stellungen am Forgcsbach zwischen Malaneourt und Bethinconrt mit stacken Kräften vor. Im wirksamen Feuer unserer Artillerie wurden beide Angriffe unter schweren Ver­lusten abgeschlagen. Ebenso ergebnislos blieb ihr Ver­such. auf dem östlichen Ufer von der Höhe 344 aus nach Norden vorzudringc«.

Oestlichcr Kriegsschauplatz:

Längs der Düna, bei Smoigon, Luck und Tranopol, zwischen dem Pruth und der Moldawa, sowie am Oi- toztal zeitweilig auflebcndes Artilleriefeuer. Vorstöße russischer Jagdkommandos bet Brody scheiterten.

Mazedonische Front:

Nichts besonderes.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorss.

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Berlin, 25. Aug., abends. In Flandern, bei Lens und an dem Ostufec der Maas Artilleriefeuer von wechselnder Stärke. Nördlich von St. Quentin erfolg­reiche Lorfeldkämpfe. Im Osten nichts Neues.

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wtb. Großes Hauptquartier, 26. Aug. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern erreichte der Feuerkampf nur in ein- zelnen Abschnitten größere Stärke. An mehreren Stellen scheiterten englische Erkundungsvorstöße. Im Vorfeld unserer Stellungen westlich von Le Catelet kam es zu lebhafter Kampftätigkeit der Artillerien und Jnfantene- gefechten, um die in unserer Postcnlinie liegende» Ge- Höste. St. Quentin lag wieder unter fcanzöstschem Feuer, das neue Brände hervorrief.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Längs der Aisne lebte mehrfach das Feuer auf. Nach starker Artilleriewirkung südwestlich von Parny in unsere vordersten Gräben etngedrungene feindliche Abteilungen wurden im schnellen Gegcnstcß geworfen. Auf dem Wcstufer der Maas blieb die Gefechtstatig- keit geringer als in den I-tzten Tagen. Dagegen war der Artilleriekampf östlich des Flusses wieder sehr stark. Erneut stießen feindliche Kräfte von der Hohe 344 (öst­lich von Samogneux) nach Norden vor; sie wurden durch Feuer und im Nahkampf abgewiesen. Heute Morgen haben sich bei Beaumont Kämpfe entwrckelt.

Oestlichcr Kriegsschauplatz.

Bei Dünaburg, Baranowttscht, Tarnopol und am Zbrucz sowie an mehreren Abschnitten der Karpathen- front rege Feuertätigkeit und kleine Postengefechte.

Mazedonische Front:

Nördlich von Monastir war eine gewaltsame Er­kundung für uns erfolgreich; nordöstlich des Doiran- Sees wiesen die bulgarischen Sicherungen starke englische Stceifabteilungen zurück.

Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff.

* Berlin, 26. Aug. abends. Bei Beaumont auf dem östlichen Maasufer wurden die angreifenden französischen Kräfte nach kurzem Angriffserfolg durcy Gegenstoß in ihre Ausgangsstellung zuruckgeworfen. Im Westen und Osten keine größeren Kampfhandlungen.

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24500 rönnen

Berlin, 27. Aug. Durch unsere U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 24o00 Brutto rcgistertonnen versenkt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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2i ooo rönnen.

Berlin, 26. Aug. Neue U Bootserfoige auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 31000 Brutto-Register­tonnen Unter den versenkten Schiffen befand sich der cngiische bewaffnete DampferLynorta" (3684 B.-R.-T.) mit Kohlen nach Italien, ferner ein vollbeiadener be­waffneter Frachtdampfcr von 5000 Bc.-R.-T. mit Kurs auf England.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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wbt. Großes Hauptquartier, 27. Aug. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern verstärkte sich der Feuerkampf an der Küste, sowie zwischen User und Lys gegen Abend erheb­lich; er hielt auch nachts an. Heute morgen drangen mehrfach starke englische Erkundungsabtcilungen gegen unsere Linien vor; sie sind durchweg zuiuckgeschlagen worden. Vom La Basfee-Kanal bis Lens ging starke Artilleriewirkung heftigen englischen Vorstoßen voraus

die nordwestlich von Lens kurz vor Dunkelheit einsetzten; sie scheiterten verlustreich. Die Gefechte im Vorfeld unserer Stellungen westlich von Le Catelet dauerten tagsüber mit wechselndem Erfolge an. Bei den Gehöften Mala- koff und Cologne errang der Feind örtliche Vorteile. Versuche, den Gewinn zu erweitern, schlugen verlustreich

^''Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Am Chemin des-Dames und in der westlichen Cham­pagne zeitweilig lebhafte Arttlleri-kämpfe. Südlich von Ailles kamen französische Tetlangnffe in unserem Ab­wehrfeuer nicht bis an unsere Hindernisse heran. Bor Verdun blieb es westlich der Maas im allgemeinen ruhig. Auf dem Ostufer wurde bis in die Nacht hinein er­bittert gekämpft. Die nach Trommelfeuer bet Beaumont, am Fosses- und Chaumewald einsetzenden Angriffe der Franzosen dingten uns anfänglich aus Beaumont und den Waldstücken heraus. Im Gegenstoß wurden Dorf und Wälder zurückgenommen und einige 100 Gefangene einbehalten. Abends brachen französische Kräfte erneut zu Angriffen vor, die zu noch andauernden Kämpfen um Beaumont führten: Zwischen dem Maastal und der Straße BeaumontVacherauvtlle sind alle Angriffe der Franzosen gescheitert. ^

Rittmeister Fr.hr. v. Rtchthofen schoß seinen 59 Geg- ner ab. o

Oestlichcr Kriegsschauplatz Front des Generalfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern.

Nordwestlich von Jakobstadt gaben die Russen einige Stellungen auf dem Südufer der Düna auf; ste wucden von uns besetzt. - Bei Bacanowitscht und südwestlich von Luck lebte im Anschluß an erfolgreiche eigene Ec° kundungsvorstößc das Feuer auf; bei Hnfiatyn erstickte unsere Actilleriewirkung einen russischen Angristsversuch.

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph.

Im Angriff entrissen deutsche Truppen den Ru­mäne» einige Höhenstellungen nordwestlich von Sove,a, heftige Gegenstöße des Feindes brachen verlustreich zu-- sammen. Bei der

Heeresgruppe des Generalseldmarschall von Mackensen und an der

Mazedonischen F.ront keine Ereignisse von Belang.

Der Erste Generalquartiermeister: L udend o rsf

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Berlin, 27. Aug., abends. I« Flandern scheiterte am Morgen ein starker englischer Angriff östlich von Ipern. Nachmittags heftiger Artrllertekampf nordoft ich de: Stadt. Vor Verdun blieb bei den Fruhkampfen Beaumont in unserer Hand. Im Osten brachte ein Angriff uns in den Besitz wichtiger Stellungen östlich von Czernowitz. Bisher sind mehr als 1000 Gefangene und 6 Geschütze als Beut-dgemeldet.

wtb.Großes Hauptquartier, 28. Aug. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht In Flandern brach frühmorgens an der Straße Ipern-Menin ein starker englischer Angriff verlustreich zusammen. - Nachmittags setzte schlagartig stärkstes Trommelfeuer gegen die Kampfzone zwischen Langemarck und der Bahn Roulers-Ipern ein. Unter Verwendung zahlreicher Panzerwagen und tieffitegender Flugzeuge trat bald darauf die englische Infanterie auf dieser Front zum Sturm an. In zäher Verteidigung warfen unsere (Fortsetzung auf der 4. Seite.)

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