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lutton, feinen Krieg gegeben, ohne daß England da- Untergestauden hat. Die Revolution in Rußland wie nid) der Regentemvechsel in Griechenland zeigen freut* ich, daß es auch jetzt von seinen Traditionen und seiner Machtstellung nicht abgehen will. Diese Machtstellung lst duerch eine Reihe von Marinestützpunkten, wie Gibraltar, Malta, Suez und Aden, gesichert worden. Jetzt erfahren wir, daß England die Absicht hat, seine Machtsphäre noch zu vergrößern, und zwar in der Lstscc und unmittelbar vor Schweden. Der norwegischen Leitung „Socialdemokraten" wird nämlich aus Sta- vanger folgendes berichtet: „Ein Mitarbeiter des
„1. Mai" hat ein Gespräch gehabt mit einem Finnländer, der sich bis vor kurzem in dem .Brennpunkt der russischen Revolution aufgehalten hat und der auf Grund seiner Verbindungen und Kenntnisse der vielen verwickelten Verhältnisse wie auch der Vorgeschichte der Revolution als eine interessante Quelle angesehen werden muß, aus welcher Kenntnisse über die jetzigen recht unklaren Verhältnisse in Rußland geschöpft werden können. Die Frage, welche vor allen anderen nach seiner Angabe jetzt die Russen beschäftigt, ist die des Sonderfriedens. „Ich glaube, daß eine Volksabstimmung jetzt in dieser Frage'eine große Majorität für einen augenblicklichen Frieden ausweisen würde. England arbeitet mit allen Kräften, um einen Separatfrieden zu verhindern." Dabei bedient sich England besonders zweier Mittel; das eine ist. daß England die Alandsinseln gekauft oder in Besitz genommen hat, um auf diesen Inseln, die nun stark besetzt sind, ein neues Gibraltar zu schaffen. Ferner hat sich 'England den Besitz von ein paar Häfen an Finnlands Küste gesichert. „Wer Ohren hat zu hören, der höre! Taucht nicht hier wieder der alte Verdacht auf, Daß S«Z’ ’M Teilt,England hinter den Befestigungspläneu aus den Alands- wollte. tratt-N iuseln stecke. England, das uns selbst einmal garantiert uen, ßnoJrmh ..J M- hat. daß Aland nicht befestigt werden solle? Ein schöner Garant! — 1
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Kerenski am Abgrundsrande.
Mit aller Gewalt bemüht sich der neue russische Ministerpräsident, der Lage Herr zu werden und sowohl an der Front wie im Innern die auseinandergehenden Kräfte wieder zusammeuzuführen. Bezeichnend für die Lage sind
zwei Aufrufe.
Der erste ist als Funkspruch nach Reval. Hel- stngfors und anderen Orten gesandt worden und lautet :
»Es ist unwiderleglich festgestellt, daß die Unordnungen in Petersburg mit Beteiligung von Sendboten der deutschen Regierung veranstaltet worden sind (natürlich). Die Unordnungen sind jetzt angesichts der Festnahme ihrer Führer und derjenigen Leute, die sich mit dem Blut ihrer Brüder und mit Verbrechen gegen Vaterland und Revolution besudelt haben, vollständig unterdrückt. Auch unter den Seeleuten, welche ihre Bürger- und Soldatenpflicht gebrochen haben, sind Verhaftungen vorgenommen worden. Ich rufe alle wahren Söhne der Demokratie auf, sich um die Einstweilige Regierung und um die demokratischen Vereinigungen von ganz' Rußland zu scharen, um das Vaterland und die Revolution vor dem Feinde und seinen Verbündeten im Lande zu schützen."
* * *
Diese Kundgebung ist vom 21. Juli. Am' folgenden Tage wählte Kerenski eine schärfere Tonart, um
vie wiederstrebenven Elemente in ver Flotte zur lluterwerfung zu bringen. Er richtete einen Tagesbefehl an die Flotte, aus dem man mancherlei Neues über die revolutionäre Bewegung in den Tagen vom 17.—19. Juli erfährt:
„Seit dem Beginne der Revolution in Kronstadt und auf gewissen Schiffen der Ostseeflotte unter dem Einfluß von deutschen Agenten (natürlich!) und von Provokatoren traten Personen auf. die zur Tat aufforderten, indem sie die Revolution und die Sicherheit des Vaterlandes bedrohten. Während unsere tapfere Armee sich heldenhaft opferte und sich in den blutigen Kampf mit dem Gegner warf, während die treue demokratische Marine ohne Unterlaß und voller Selbstverleugnung ihre schwere Aufgabe erfüllte, sind Kronstadt und mehrere Schisse mit der „Republik", ,.Slava" und „Petropawlowsk" an der Spitze, durch ihr Vorgehen ihren Kameraden in den Rücken gefallen, indem sie einen Beschluß gegen die Offensive Annahmen, zum Ungehorsam gegen die revolutionäre Gewalt, dargestellt durch die Vorläufige Regierung, ausforderten und versuchten, einen Druck auszuüben auf den Willen der demokratischen Organe Rußlands, den Arbeiter- und Soldatenrat und den Bauernrat ganz Rußlands.
Gleichzeitig mit der Offensive unserer Armee brachen in Petersburg Unruhen aus, die die Revolu- ’tion bedrohten und unsere Armee den Gefahren von ! seiten des Feindes preisgab. Als auf einen Befehl der Vorläufigen Regierung die Schiffe der Flotte bestimmt wurden, schnell und entscheidend gegen die Seeleute von Kronstadt vorzugehen, die an'diesen Unruhen in Petersburg teilnahmen, riefen die Feinde des Volkes und der Revolution, indem sie sich des Hauptaus- schusses der Ostseeflotte bedienten, durch lügenhafte Auslegung dieser Maßregeln unter der Mannschaft Unruhen hervor. Diese Verräter hinderten die Entsendung von der Revolution ergebenen Schiffen nach Petersburg, sowie die zur schnellen Unterdrückung der vom Feinde angestifteten Unruhen erforderlichen Maßnahmen und verleiteten die Mannschaften, Willkürakte zu begehen, nämlich den Generalkommissar abzusetzen, die Verhaftung des Adjutanten de^ Marineministers, Kapitän Dudorow, zu beschließen und eine Reihe von Forderungen an den Arbeiter- und Soldatenrat zu richten.
Die verräterische Tätigkeit einer Reihe von Personen zwang die Vorläufige Regierung, die unverzügliche Verhaftung der Anstifter zu befehlen. So ließ die Regierung die Abordnung der Osisceflotte m Petersburg sestnehmen, um eine Untersuchung über chre Tätigkeit vorzunehmen.
In Anbetracht des Gesagten befehle ich:
1. unverzüglich den Hauptausschuß der Ostsee- swtte aufzulösen und einen neuen zu wählen;
2. allen Abteilungen und Schiffen der Ostseeflotte vekanntzugeben, daß ich sie auffordere, sofort aus
ihrer Mitte verdächtige Personen zu entfernen, die zum Ungehorsam gegenüber der Vorläufigen Regierung auffordern und gegen die Offensive hetzen und diese nach Petersburg zur Untersucyung zu bringen:
3. befehle ich den Abteilungen von Kronstadt und den Linienschiffen „Petropawlowsk", „Republik" und „Slawa". deren Namen beschmutzt sind durch gegenrevolutionäre Handlungen, innerhalb von 24 Stunden die Anstifter festznnehmen und sie zur Untersuchung und Aburteilung nach Petersburg zu bringen sowie die Versicherung vollständiger Unterwerfung unter die Vorläufige Negierung abzugeben.
Ich erkläre den Abteilungen von Kronstadt und den Mannschaften dieser Schiffe, daß sie, wenn sie diesen Befehl nicht ausführen, als Feinde des Vaterlandes und der Revolution erklärt und die schärfsten Maßregeln gegen sie ergriffen werden.
Kameraden, infolge von Verrat befindet sich das Vaterland am Rande des Abgrunds. Tödliche Gefahr bedroht die Freiheit und die Errungenschaften der Revolution. Tie deutschen Armeen unternehmen bereits die Offensive auf unsere Front. Jeder Augenblick kann entscheidende Handlungen der gegnerischen Flotte herbeiführen, die aus der augenblicklichen Verwirrung Nutzen ziehen möchte. Scharfe, strenge Maßregeln sind nötig^ um diese Verwirrung endgültig auszurotten. Das Heer hat bereits derartige Maßregeln ergriffen, und die Flotte muß mit ihm gleichen Schritt halten. Im Namen des Vaterlandes, der Revolution und der Freiheit und der heiligen Interessen der ar- beitenden Massen rufe ich euch auf, euch um die Vorläufige Regierung und die Organisationen der gesamten Demokratie zu sck)areu und die furchtbaren Schläge des äußeren Feindes abzuwehren und den Rücken gegen die Treulosigkeiten elender Verräter zu schützen." *
Nnbeschränkte Macht für Kerenski.
Eine Versammlung von Vertretern des Preobra- zensky-Regiments und der Regimenter an der Front faßten eine Entschließung, daß die unmittelbare Not Wendigkeit bestehe, unbeschränkte Machtvollkommenheit in die Hände Kerenskis zu legen.
In einem unverkennbaren Gegensatz zu dem scharfen Ton in Kerenskis Aufruf an die Flotte steht die Tatsache, daß die Abordnung der Ostseeflotte, die in Petersburg verhaftet worden war. auf Ersuchen des Arbeiter- und Soldatenrates wieder frcigelas- s e n worden ist.
In den Petersburger Vorstädten haben die Anhänger Lenins noch die Oberhand. Fortgesetzt treffen neue Truppen in Petersburg ein, um eine neue Revolution unmöglich zu machen.
Drei offizielle Vertreter der Anhänger Lenins in Stockholm veröffentlichten eine scharfe Verwahrung gegen die Drahtmeldung des Petersburger Blattes „Sozialdemokraten", als ob Lenin und seine Freunde „deutsche Agenten wären.
Kerenski im Schützengraben.
Die russischen Zeitungen schildern eingehend, wie Kerenski an der Front die Soldaten zur Offensive gezwungen hat. Bei dem Vorstoß auf Konjuchy weigerte sich die 12. und 13. Division, nach dem gali- zischen Kriegsschauplatz abtransportiert zu werden: die Truppen wurden jedoch gewaltsam dorthin befördert und auf Kerenskis Befehl als vorderste Stnrmkolonne „mit vielen Maschinengewehrkompagnien im Hintertreffen" ins Feuer geschickt. Die alte Brussilowsche Regel, Kolonnen durch eigene Maschinengewehre in den Sturm peitschen zu lassen. Bei dem Angriff auf Buezacz, als die Stürmenden in kompakter Tiefe bis zu 10 Staffeln vom deutschen Gewehr- und Mnschinen- gewehrfeuer niedergemäht wurden und schließlich zu weichen begannen, warf der in der Feuerlinie anwesende Kerenski 12 transbaikalische Kosakensotnien ihnen in den Rücken, die mit Lanzen, Karabinern und Nagaikas die Soldaten immer wieder vorwärts trieben. Offiziere auf verlorenen Posten, die sich mit ihren Abteilungen vor dem mörderischen Feuer zurückzogen, wurden von Kerenski — derlei Fälle sind bei Baryszi Mariampol, Jezupol und anderen Orten vorgekommen — sofort degradiert und als Gemeine in Sturmkolonnen eingereiht, nachdem man ihnen alle Waffen abgenommen hatte. Das sollte als abschreckendes und warnendes Beispiel dienen.
Allerdings schont Kerenski auch sich selbst nicht. Uebereinstimmend wird von allen Seiten gemeldet, daß Kerenski aus der galizischen Front fast Tag und Nacht in der vordersten Feuerlinie sich aufhielt^ bald im äußersten Schützengraben, bald am Scherenfernrohr, jede Soldatengruppe aneifernd, jede Angriffskolonne im Laufmarsch Hunderte Schritte hindurch begleitend, jede vorderste Batterie zu stärkerem Feuern und Aushalten anfachend.
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Die zweite Revolution in Petersburg ist sehr blutig verlaufen. Die Straßenkämpsc forderten 1600 Tote. Die provisorische Regierung war 16 Stunden lang gefangen, bis zur Hilfe geschickte Truppen von der Front sie befreiten. Die meisten anarchistischen Führer sind verhaftet. Der englische Hauptagitator Oberst Knoock wurde von einem Geschoß schwer verletzt. Jetzt verfügt die Regierung über 100 000 ihr treue Soldaten.
AUgerneime Krregsnachrrchren.
Das brennende Tarnovol.
Russische Brandabteilungen haben Millionenwerte vernichtet. Die russische Heeresleitung hat seit dem Voriayr in Tarnopol große Mengen von verschiedenem Kriegsmaterial ausgestapelt und den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Tarnopol zur Versorgung der ganzen ostgaltzisckien Front benutzt. Viele hundert Meter lan^e Brettermagazine wurden dort errichtet und neue Bahnanlagen durchgeführt, da die Russen fest von der Unein- nehmbarkeit der dortigen Stellungen überzeugt waren. Seit Sonnabend brennen nun die russischen Kriegsmagazine von Tarnopol, und Werte von Millionen sollen ein Raub der Flammen werden. Durch unseren konzentrischen Vormarsch sehen sich die Russen gezwungen, die Stadt zu räumen, und eigene Brandabteilungen wurden beauftragt, alle für Kriegszwecke benutzbaren Gegenstände im Tarnopoter Bezirk in Brand zu stecken. Gegen die beabsichtigte Vernichtung, der Heuer in Ost-
galizren guten Getreideernte dürften sich die Bauern «wehren Greller Feuerschein kündigt überaU. den Abzug der Russen an. Der Vormarsch der verbündeten gruppen geht trotz verzweifelter Gegenangriffe der sibi- crscbi'n Formationen flott vorwärts.
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| Türkische Ehrung für Hindcnbnrg und Lndcndorff.
Der Sultan hat dem Generalfeldmarschall von \ Hindenburg den Jftihar Orden mit Brillanten und Schwertern und dem Ersten Genernlguartiermeister General der Infanterie Ludendorff den Osinanieorden erster Klasse mit Stern in Brillanten und mit Schiver ! tern verliehen. Die beiden Auszeichnungen haben in- l sofern eine ganz besondere Bedeutung, als sie in die- ; sil.' Form mit Schwertern zum erstenmal verliehen wvr- [ den sind.
England und die neutralen Hoheitsgewässer.
Einen ganz neuen Rechtsgrundsatz stellt England jetzt aus. Der Marinemitarbeiter des Observer schreibt: ! Die Anerkennung der Hoheitsgewässer sei dadurch bo- , dingt, daß ein Kriegführender nicht auf Kosten des ^ anderen begünstigt werde. Es wäre unerklärlich, wenn i die deutschen Schiffe die Blockade wirkungslos brechen ) dürften, indem sie ungestört durch die holländisck)eu
Hoheitsgewässer fahren dürsten. Die Bedingungen der Neutralität seien nur so lange rechtsgültig, als der Geist der Vteutralität gewahrt bleibe.
Mit anderen Worten: Die Neutralen haben nur Rechte, wenn England deren Vorteil hat.
Entscheidende Pariser Beratungen kündigt für Mittwoch die italienische Presse an. Die neuesten Ereignisse in Rußland und die Rede des de loschen Kanzlers beherrschen die Lage.
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Keine Revolution in Spanien.
Eine über die letzten Vorgänge in Spanien gut Unterrichtete Persönlichkeit teilte zur Lage folgendes
„Es sind Gerüchte im Umlauf, die von einer revolutionären Bewegung in Spanien sprechen und die republikanische Richtung dieser Beivegnng Mars betonen, --.re Quelle, aus der diese Nachrichten stammen, ist durchsichtig genug. In London hat man selbstverständlich ein brennendes Interesse daran, gerade in diesem Augenblick, wo die holländische Frage brennend ist, den Blia nach Spanien abzulenken. Gegenüber den alarmierenden Gerüchten kann ich auf Grund neuester Telegramme versichern, daß ganz Spanien ruhig ist. In Barzelona hatten sich am 19. Juli nachmittags einige Senatoren und Deputierte im Magistratsgebäude versammelt um eine Kundgebung katalonisch-separa- tistischen Inhalts zu erlassen. Da der Gouverneur erklärte, daß die Versammlung rechtswidrig sei, ging sie ruhig auseinander und vereinigte sich wieder im Palais der schönen Künste. Kaum war sie dort zusammengetreten. erschien der Gouverneur und erklärte namens der Regierung, die Versammlung dürfe auch hier nicht weiter tagen, da sie ungesetzlich sei. worauf sie sich zerstreute und dabei die Erklärung ubgab, daß sie nur der Gewalt weiche. Dies ist alles,'was' passiert
Die Unruhen in Valencia hatten mit der kata- lonischen Bewegung nicht das mindeste zu tun. Es 'handelt sich um eine ganz andere Provinz, die so wenig separatistische oder republikanische Gesinnung hegt, daß sie im Gegenteil in ihrer MehrhKt carlistische Abgeordnete ins Parlament entsendet. Die Carlisten aber sind durchweg rechtsstehende Männer. Wenn also in Valencia Unruhen vorgekommen sind, so haben sie nur lokale Bedeutung. Entweder sind es Eisenbahnerstreiks oder Lohnbewegungen, wobei immer zu betonen ijt, daß die englischen Agenten irgendwie be- weijen müssen, daß sie nicht ganz untätig sind. Wenn sie also versuchen, da und dort Putsche zu arrangieren, so sollte man im Auslande solchen lokalen Ereignissen nicht eine Bedeutung beimessen, wie sie 'der Entente erwünscht scheint.
Eine Bewegung großen Stils zugunsten der Republik könnte in Spanien nur von der Armee oder von der Marine oder von der konservativen Partei ausgehen Die Republikaner selbst sind im Lande zu gering an Zahl, als daß sie eine tiefgehende.Bewegung lentfachen könnten, und die Liberaler! sind aespalten. Da nun Armee, Marine und König streng' neutral denken und das gegenwärtige konservative Ministerium unter Führung Datos erst vor wenigen Tagen mit vollem Nachdruck betont hat. daß Spanien von seiner Prikten Neutralität nicht abzuweichen gedenke, so ist nicht der geringste Anlaß vorhanden, den Londoner Nachrichten irgeitt» welchen Glauben beizumejsen."


