Ausgabe 
25.7.1917
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(Neuere Nachrichten)

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«erlog der«ieften e r Zeitung", Gießen.

Telephon Nr. 362.

Expeüitio«: Ziidanlage 21

(Gießencr Tageblatt)

Anzeigenpreis 20 pfg.

die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärLS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grdhe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung». Zieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindlichkeit.

Druck der Gießener Verlagödruckerei, Albin Mein.

Mittwoch, dm 25. Juli 1917.

Telephon 362.

30 Jahrg.

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*Jra. Der Magistrat der mten mitgeteilt, es stehe e Beamten in Sandalen mste erscheinen. Die Be- dcr Lederecharnis eine wenn sie recht zahlreich rspte! vorangingen .

K/eill in @iejjen.

Die ganze

itausstellung 1 t 1917

Kleinkunst aller Schaf- :n. Sonderausstellung it 100 Werken. Beste t täglich von 10 Uhr mittags. Eintritt 1 Mk. den mit Erfrischungs-

semarken an der Kasse.

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rfare zur Anmeldung ihres ien allen Vertranken»

sur Vertagung.

* wollen sich wegen aller

Urschriften mit uns m Ver-

ifs-fesdlschajt M

öt 6 Großes Hauptquartier, 21 . Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern tobte auch gestern dcr Feuerkampf !".nur zeitweilig uachlasftnder Heftigkeit. - Im Artois ftn »Üff « b ? Artillerietatigkeit vormittags zwischen La Bassee-Kanal und Lens, nachmittags auch auf beiden ^carpe. Wie in den Vortagen blieben Vor- ftöße stacker Eckundungsabteilungen gegen mehrere Stel» len unserer Front für den Feind ergebnislos.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

Teil des Chemin des Dames war ^canäöfif^e Angriffe sind bis- erfolgt. Dagegen drangen abends Teile eines westfälischen Regiments in die feindliche Stellung, über- inn^-r^n llle Besatzung und kehrten heute früh mit i»u Franzosen von dem kühnen Handstreich vollzählig wieder in unsere Stellung zurück. Auch bei Fort de la Pompelle südöstlich von Reims und aus beiden Maas- U"" buchten Erkundungen durch frisches Draufgchen eine größere Zahl von Gefangenen ein.

Heeresgruppe Herzog Albcecht.

Keine besonderen Ereignisse.

westlicher Kriegsschauplätze Fronl des Generalfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern.

r. Jüfrl Angriffsbewegung in Oftgalizien hat den beabsichtigten Verlauf genommen. 5^i.-rter den eilig ;u-

Ä en f f te ", JDtl denen nur ein Teil sich bisher zu Nahkampfen stellte, haben unsere Truppen m ungestümem Nachdrängen in 40 Kilometer Breite !?j. e ZloczowTarnopol beiderseits von Jezierna

ber ® einb standhielt, ist er in raschem Unsturm geworfen worden 7 wie in früheren künden brennende Ortschaften und große Zerstörungen ^ Weg den die Russen genommen haben^ - Wetttr" Kampfe werden erwartet. - Nördlich von Brzezanv nahmen österreichisch ungarische Truppen die am 1 . 7 .

am >l«ch hartem Kampf zurück.

Dniestr scheitecten Vorstöße der Russen vor Äh 1 '"' ~ Üblich des Flusses wurde d^r Feind nnv E>et Novlca stürmten deutsche

HS ^^"ichtsch-ungarische Regimenter die russischen . V hartnäckiger Gegenwehr. Vom

r^ üt Ostsee steigerte sich vielfach die Feuer- tatigteit; besondere Stärke erreichte sie zwischen Kcewo und Smorgon und bei DUnaburg.

Heercssront des Generaloberst Erzherzog Joseph.

, n'a 111 nörbHc^en Seit der Waldkarpathen bat das lebhafte Feuer angehalten. y 9

Heeresgruppe des Geiicralfeldmarschalls von Mackensen

tätta»"!,I«''ki«?,^breth»sind die Russen und Rumänen i r. ®tn eigener Vorstoß an dcr Rim-

llf UnbUn8 , 6ca ^ unS 80 Rumänen und mehrere Maschinengewehre ein. An der v

Mazedonischen Front: ist die Lage unverändert.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Großer Sieg im Galizien, russische Front in Galizien weicht zurück.

und deren Tätigkeit daher besonders hecvorgehoben zu werden verdient. °

Seit Beginn des uneingeschränkten U-Bootkriegcs mit dem ^unierfolg sind insgesamt 467LOOO Brutto-

cjfia:* ' nnen unsere Feinde nutzbaren Handels

schiffsraumes versenkt worden.

Das englische UnterseebootC. 34" wurde in der Nordsee von einem unsrer U-Boote, Kapitänleutnant Walther, versenkt. Der einzige Uebeclebende, ein Heizer, wurde als Gefangener eingebcacht.

r Durch eines unserer U-Boote wurden in der Btscava wieder 5 Dampfer und 3 Segler mit 22 500 Br.-R - To. versenkt.

.... Unter den versenkten Schiffen befanden sich die eng- Men bewaffneten DampferAnglo Patagonian", mit 7OOO To. «tuckgut (oaeunter Flugzeuge, Stahl und Butter) von Aimenka nach FrankreichTeolissick", mit 5OOO To, Hafer unb 1500 To. Stahl von Boston und Bordeaux der französische SeglerCambronne", 1863 To., mit Salpeter nach Nantes,Ceres", 296 To., mit Wein und Oelfardinen von Lissabon nach Brest. Die Ladungen der übrigen versenkten Schiffe bestanden aus 5300 To. fnnrP^ To. Mehl von New Dork nach Nantes,

ynnn ?°' « ÜDn dlim A°rk nach Le Havre,

2000 To. Erdnüsse, Palmkerne und Wachs nach Liver-

MarsM^ To. Kohle von Glasgow nach

Der Chef des Admiralstabs der Marine

^ T°vn°p°l. 2L 3Uli ' QÖenb§ - llBfetE Gruppen stehen

467 iooo Connen seit i. februari

Das Zunlergebnlr: 1016000 Connen.

fn englifcDes U-Boot versenkt, neuerdings 22500 Connen vernichtet

s. s ? er i>i n ' 21 - >>uli. Nach endgültiger Feststellung

10160VO°Vrut?"R an Handelsschiffsraum ingesamt T,,smiu 0 ! 0 ®IS ttD Reg.-Tonnen durch Kriegshandiungen der Mittelmachte vernichtet worden. An diesen Erfolgen waren in hervorragender Weise beteiligt die U-Boots- ea^^uleutnants Wünsche, Wilhelms, 5°°^' V- Bothmer, Forstmann, Waßner, Vi beg, K. u. K. -mnnschlffsleutnant Zdenko Hodecek, Oberleutnants z. S. Furbctnger, Boitg (Ernst) Howald. Einen guten Ant l aran haben auch dle Kommandanten unserer Minen U- .besonders schwierigen Verhältnissen und bei stackster serndlicher Gegenwehr zu arbeiten hatten

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l^Ä'wird von ft Nges- tU&fyu ohne -Mt e

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wtb Groß es Hauptquartier,22. Juli 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz,

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht

Die Kampftätigkeit des Feindes war gestern ge ringer als in den Vortagen und nur in einzelnen Ab schnitten her flandrischen Schlachtfront stark Sie hat sich heute allgemein wieder gesteigert. Im Artois » ? lebhaftes Feuer vom La Baffee-Kanal bis süd­lich von Lens an. '

Heeresgruppe Deutscher Kronpriuz.

Am Chemin des Dames hatte» b.t Braye und Cernh Einbrüche in d e französischen Stellungen vollen Ecfolg. Bewahrte westfalische und ofipreußilche Kampftruppen holten dort bei Erkundungen und Verbesserung der eigenen Linie zah reiche Gefangene aus den feindlichen Gräben und wehrten heftige Gegenstöße ab,

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Eckundungsgefechte im Sundgan brachten Gewinn an Gefangenen und Beute.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli

Der am 19. Juli begonnene Gegenangriff in Ost- galtzien hat sich zu etnem großen Ecfolg der deutschen und verbündeten Waffen ausgewachsen. Der Haupt- teil der russischen 11. Armee ist geschlagen. Trotz schlechtester Wegeverhaltnisse dringen unsere braven Truppen uner­müdlich vorwärts. In vielfach erbitterten Kämpfen haben sie die sich von neuem fetzenden russischen Kräfte überall geworfen. Die Gegend westlich von Tarnopol und die Bahn Brzezanh-Tarnopol ist an mehreren erreicht. Bei Brzezanh beginnt nunmehr auch die russische 7. Armee unter dem sich verstärkenden Druck auf ihre Flanke zu weichen. Die Gefangenen und Beutezahl ist groß. In Jeziecna fielen reiche Vorräte an Vetpflegung, Schießbedarf und Kciegsgerät in unsere Hand. Bei der

Heeresgruppe des Generalobersten von Wahcsch

war der Feuerkampf an der Schtaschara und Secwetsch lebhaft. Der Nordflügel ist in den bei der

Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn

beginnenden Kämpfen beteiligt. Zwischen Kcewo und Smorgon griffen die Russen nachtagelangec starker Ar- tillexiewirkung seit gestern abend mit starken Kräften an. Ihr Ansturm brach an der Front deutscher Trappen verlustreich zusammen. Nach unruhiger Rächt find heute morgen dort neue Kämpfe entbrannt. Nordwärts

bis zum Narvezsee sowie zwischen Drhswjatysee und Dünaburg hat die gesteigerte Feuectätigkett angehalten. Mehrfach wurden russische Eckundungsstöße zum Scheitern gebracht.

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Außer lebhaftem Feuer in den Nordkacpathen und erfolgreichen Vorfeldgefechten zwischen Casinu-Susitatal auch bei der

Heeresfrout des Generalfeldmarschalls von Mackensen noch keine größeren Kampjhandlungen.

Mazedonische Front:

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff.

Berlin, 22. Juli, abends. In Flandern Artillerie, kampf. Südlich von Smorgon sind stacke Angriffe der Raffen gescheitert; an begrenzten EtnbiuchSstellcn wird noch gekämpft. Erzwungen durch unseren An- grtffsstoß am Sereih weicht die ganze russische Front von der Zlota Lipa bis hart an den Dnjestr.

25500 Connen.

Berlin, 22. Juli. Durch eines unserer U-Boote wurden im Atlantischen Ozean wiederum 23500 Br.' R.-To. versenkt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich 3 bewaffnete große Dampfer, von denen einer mit Zerstöcersichecung fuhr; 2 Dampfer wurden aus ein und demselben Geleitzug hecausgeschoffen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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wtb. Großes Hauptqu actier, 23. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern ist die Artillerieschlacht wieder zu voller Kraft entbrannt. Sie dauerte die Nacht hindurch an. Unsere für die Führung des Feuerkampfs un­entbehrlichen Fesselballons waren längs der ganzen Front das Ziel erfolglosen feindlichen Fernfeuers; öst­lich von Ipern wurden sie einheitlich auch durch zahl­reiche Fluggeschwadec angegriffen. Unsere Kampf­flieger und Abwehrgeschütze brachten diese Luftangriffe zum Scheitern. Die Fesselballons blieben unversehrt;

8 feindliche Flugzeuge wurden abgeschoffen. Ec- kundungsvocstöße englischer Bataillone scheiteten. Hef­tige nächtliche Angriffe erfolgten zwischen Avion und Mericouxt; Anfangserfolge des Gegners wurden aus- geglichen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Bei guter Sicht lebte durchweg die Feuertätigkeit auf. Am Rocdhang des Winterbergs bei Craonne gelang es in kraftvollem, durch Feuer gut vorbereitetem Angriff, die eigene Stellung in einem Kilometer Breite vorzuverlegen. Brandenburgische und Gardetruppen war­en die Franzosen aus mehreren Gcabenltnien zurück und brachten über 230 Gefangene ein. Am Cornillet- Berge südlich von Ranroy waren Unternehmen Hessen- naffauischer Stoßtrupps erfolgreich.

Eines unserer Fliegergeschwader warf gestern vor­mittag mit beobachtet guter Wirkung Bomben auf Har- wich an der englischen Ostküste. Die Flugzeuge kehrten vollzählig Zurück.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresfrout des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn.

Längs der Düna, insbesondere bei Dünaburg und oeiderseits des Rarocz-Sees nahm die Artillecietätig erheblich zu. Südwestlich von Dünaburg ist ein rus- stscher Vorstoß gescheitert.. Südlich von Smorgon bis einschließlich Kcewo griffen nach den verlustreich geschei­terten Angriffen des Vorabends die Russen am Morgen erneut an. Trommelfeuer ging dem Sturm voraus, dcr zu wechselvollen Kämpfen in unserer vordersten Stellung führte, in die an einzelnen Stellen die Russen eingedcungen waren. Am Abend war die Stellung dank frisch durchgefühcter Gegenstöße bis auf 2 Ein- (Fortsetzung auf der 4. Seite.)