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deutsche Herrscherhäuser, die aus ihrem Privatbesih der guten Sache große Opfer darbrachten. Die Zeitungen haben damals mitgeteilt, daß, von unserem Kaiserpaar angefangen, Fürsten und Fürstinnen manches kostbare und ihnen lieb gewordene Stück den amtlichen Gold- ankauss st eilen zugeführt haben.
Damit wurde eine Ueberlieferung wieder ausgenommen die an die schwersten Tage des preußisch-deutschen Vaterlandes anknüpft, an die Zeit, da die Niesensaust des Korsen furchtbar über unserer Heimat lag. Wie damals der Aermste und der Niedrigste gab, so gab auch der Reiche und der Höchststehende. Gleich einem Spiegelbild ^ der Zeit wirkt eine bisher unbekannt gebliebene^Kabinetts-
300 Körben mit etwa 200 Zentner. Die Kirschenernte in Unterfranken ist geradezu glänzend ausgefallen, la Sorten stellen sich auf 35-45 Pfg-, von dem unterfränkischen Ueberfluß kommt leider nichts nach auswärts, denn die Schlagbäume der vormärzlichen Zeit sind wieder aufgerichtet und die deutschen „Vaterländer" machen mit einem Eifer, der einer besseren Sache würde wäre, daß von dem Ueberstuß des einen Bundesstaats nichts in die notleidenden Städte des anderen gelangt.
* Lrrdivigshafcn a. Uh. Eine polizeiliche Untersuchung nach unzuverlässiger Weise gehamsterten Lebensmitteln förderte bei dem hiesigen Möbelhändler Noritz Abraham unter anderem 1400 Stück Eier, 55
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‘V. v -x itt 2 9 1 <n>x r , ionc Pfund Butterschmalz, 1 1 / 2 Zentner Weizenmehl und
, ß & zx f &ie ^ontg 5 rie .^ ^ Zentner Jucker zutage. Die Waren wurden für die Stadt
fl Erneuerer Preußens, Freiherrn vom Stein, richtete, beschlagnahmt.^Das Br I i Der König teilt darin mit, daß er „recht gern das goldene i ! Service und die Kronjuwelen zur Disposition stelle", und
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zu 50000
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oachs von über 3000 Zuwachs von 10000 iriegsabgabe beträgt achsts schon 5 v. H.,
10 v. h. unb steigt ur Halste des ganzen Zuwachs haben, aber rt, und zwar über 90 r 1913 hinaus, müssen it 1 v. h. versteuern, ite Vermögen 20000
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mit etwa gezahlter benio Mleckegen zur Summen der Kriegs- rpüalwert der betres-
■ ferner auch nicht jeltüd)e Zuwendungen rmvgen des öchennen- iem verstemt werden nach 8 Z des Kckgs- zuMig ß>id, von der sind, wird einer Prüfung
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äußert sich im einzelnen darüber, wie die Schätze, von J denen er sich mit edler Entschlußkraft trennen wollte, am _ besten transportiert werden könnten. Inmitten des ^W'^französischen Drucks war die Sendung von mancherlei W Gefahren bedroht, und so wird auch der Vorschlag des Freiherrn vom Stein verständlich, die Kleinodien einem Königsberger Kaufmann zu übergeben, der sie „als sein Eigentum" an ein Berliner Haus „ohne Aufsehen" abschicken müsse. Jener Kabinettsorder legte der König ein genaues Verzeichnis bei aus dem wir erfahren, wieviel gefaßte und ungefaßte Edelsteine und aus Gold ge=, schmiedete Schmucksacken aller Art und Form aus dem Besitz der Krone hipgegeben wurden. Aber auch „ein königlicher Szepter mit einigen Brillanten und kouleurten Steinen besetzt" befindet sich darunter, ferner „annoch sechs Kronen, welche Seine Majestät allerhöchst selbst!-^ in Augenschein genommen haben und welche großenteils °- mit roten kouleurten Steinen und Perlen garniert, einige bloß Gold sind". Darunter waren auch die von Warschau herrührende polnische und die von Danzig herrührende sogenannte Elbing er Krone. Wieviel Erinnerungen mußten für den König an diese Insignien geknüpft sein, wieviel altpreußischer Stolz war in ihnen verkörpert! Aber das Land darbte, und der Pietätswert mußte vor dem Gold- und Iuwelenwert zurückstehen.
Das ist ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte einer großen Zeit, und der Sinn, der sich hier ausspricht, hat seine Bedeutung noch für unsere Tage behalten. Viel unfruchtbares Gold, viele Kostbarkeiten liegen in den Truhen unserer Adels- und Bürgerhäuser. Jetzt ist, so verschieden die Umstände sein mögen, wieder eine Zeit da, in der es heißt: das Gold, und zwar das gemünzte Gold, wie das Gold in der Form von Schmucksachen, pas nicht dem allgemeinen Wohl dienstbar gemacht wird, ^dieses Gold hat seinen Beruf verfehlt. Aber es wird ein dienendes Glied, wird ein Mitkämpfer in dem harten Kampf sein, den Deutschland um sein Dasein führt, sobald es dem Reich zur Verfügung gestellt wird als freie Opfergabe gegen Erstattung des Goldfeinwertes.
Wenn das Eisen unsere Wehrkraft ist, soll das Gold unsere wirtschaftliche Nährkraft sein. ^ So möchte man «^^jedem, der es besitzt, zurufen: ein König gab seine Kronen,- gib auch du, was du ha st!
mit, daß es die Namen solcher rücksichtsloser Le- bensmittelhamsterer ebenso rücksichtslos veröffentlichen werde.
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Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.
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Ablieferung verdsrbener Gier strafbar
letzter Zeit ist in steigendem Maße die Beobachtung ge macht worden, daß Geflügelhalter in Erfüllung ihrer Eier-Abgablpflicht verdorbene, oder gelnickte Eier an die Auskäufer abltefern. Ja es ist sogar mehrfach vorgekommen, daß bereits ausgebeütete Eier abzeliefert worden sind. Eine solche Handlungsweise verdient die ent schicdcnste V lurteilung, und cs ist bedauerlich, daß ein Teil der Geflügelhalter ein de<art ger nges Verantwortlichkeitsgefühl besitzt. Zelbstoerständlich w.rden in allen Fahlen, in denen die Abgab.Pflichtigen noch ermittelt werden können, diesen die verdorbene oder geknackten Eier zurückgebcn, bezw. wird ihnen mitgeteilt, daß d e Abgabe dieser Eier nicht in Erfüllung der Abgabepfl cht gibt. Außerdem aber Wied gegen solch.: G^flügelhaltH mit aller Strenge vorgegäng n werden; zum mindesten haben sie eine Strafanzeige wegen Betrugs zu gewärtigen.
Gerichtsfelrvetave als Offiziaiverteidisev. Seit dieser Woche treten am Landgericht in Wiesbaden die Sekretäre als Offizialverteidiger auf Referendare, welche seither die Offizialverteidiger besorgten, sind beim Landgericht nicht vorhanden. Die Heranziehung von Rechtsanwälten würde verursachen und da hat man die Sekretäre als Offizialverteidiger beauftragt. Der erste Sekretär, wel cher in Wiesbaden in dieser Eigenschaft 'auftrat, war Dr Hagenauer. Sein Mandant, welcher eines schweren Dieb stahls bezichtigt war, wurde freigesprochen.
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Mniversttäterr und Kohlerrevfparnis. Einige deutsche Universitäten und beabsichtigen zur Ersparnis von Kohlen- und Beleuchtungsmaterial dadurch beizutragen daß sie die Vorlesungen im Winter früher als sonst, schon Anfang oder Mitte September beginnen lassen; däfür soll der Unterricht von Weihnaä)ten ab für die kältesten Wochen ausgesetzt werden. Eine einheitliche Regelung ist jedoch noch nicht erzielt.
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