Ausgabe 
16.6.1917
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(Neueste Nachrichten)

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Furunkel Asthma

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Verlag »erGieftener Zeitung". Gießen.

(Gießevcr Tageblatt)

Knzrigenprris 20 pfg.

Expedition: Südanlage 21.

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Druck der Gießeucr Verlagsdruckerei, Albin Mein.

^^«haltung

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^Erkung nach

Krankheit.

Nr.

Telephon Nr. 362.

Samstag, den 16. Juni 1917.

Telephon Nr. 363.

30 Jahrg.

König Konstantin von Griechenland zur Abdankung gezwungen.

Erfolgreiche Minensprengungen bei Ypern. >

Englische Angriffe bei Armentieres nnd französische Angriffe bei Soi,fons ges^/r ^ert. Großer Fliegerangriff mit gewaltigem Erfolg auf die Festung London.

König Könliantinr Abdankung.

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er in

- ^reuzberg-Apstheke

g- Nr l4k A.

Berlin, 14. Juni. Die griechische Gesandtschaft hielt auf indirektem Wege folgendes Telegramm des '.tnisterprästdenten Zaimis, datiert vom 13. Juni:

Tief gerührt teile ich Ihnen mit, daß König Konstantin, gezwungen durch höchste politische Not. weudigkeit und infolge eine- Schrittes der Dceimächte, Griechenland mit der Königin und dem Kronprinzen 'Georg verläßt. Seine Majestät setzte Prinzen Alexander ot , auf den Thron. Der neue König leistete heute den i\OlWGin Eid aus die Verfassung. Der Schmerz des griechischen Volkes über die Trennung von König Konstantin und ganz vorzügliche Qualität^ Königin Sophie ist unbeschreiblich."

IGer m ^ em Q uantuc Berit, 14. Juni. Der Privatsekcetär des Königs

Bern, 14. <zunl. 2)ec Prioalserceiac oes jruma» P. C. Saalwächt^nffcintin kam am Montag in Lugano an und mietete ^ ma füc btc königliche Familie mit Gefolge.

Weingutsbesitze

Nieder-lögeleim a. 1

Wer verkauft gegen netto KM

Berlin, 14. Juni. Die Absetzung deS Königs nstantin von Griechenland gelang der Entente auf 'und eines regelrechten militärischen Aufmarsches, den pn in den letzten Wochen p unmäßig durchführte. Die inzöstschen Truppen der Saloniki Armee, die nebenbei

SfMowöttnlbUa 4 den Auftrag hatten, die für die Ernährung des dinulWUljulit ^Aschen Volkes unentbehrliche Ernte zu beschlag-

bis zu 1500 w auch in chmen, rückten in Thessalien ein. Die Italiener macschier klein. Mengen, ferner ^ beit Epirus und besetzten Janina. Ein aus

^en Entente-Truppen gemischtes Korps landete bei ... fhea, an der Nordküste des Korinthischen Golfes, be-

JllJjpWällCH jte die Stadt Korinth und trennte damit den Pelo- oon»/i bis 1 cbm Inhalt mnes von dem übrigen Griechenland. Der Oberkom. und 2 Lokomotiven da-äsar der Entente, Jonnart, stand aber vor dem Piräus zu. Angebote erbitten^ 6 einem starken Landungöko ps bereit, die Hauptstadt k-brilderkicWM.s besetzen. Diese militärische Operation erfolgte gegen ° 0$. len Staat, der bisher strikte Neutralität wahrte und

yraw n»» « Jt bew B ensch kannte, sie auch weiterhin zu bewahren.

ist das erste Mal in dem fast dreijährigen Kriege, jj der Entente ein einheitlicher militärischer Aufmarsch lckte. Allerdings erfolgte er gegen eine Armee, der [m vorher die Waffen abgeliftet hatte und gegen ein >lk, das man durch Hunger zermürbte.

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Jlmilicbe deutfcbe Cage$bericbtt.

ivtb Großes Hauptquartier, 13. Juni 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht.

In starke« Feuerwellen bekämpften sich die Artil- ien im Upern-Bogen und südlich der Druden. isilich der Warneton kam mittags ein englischer An- ff in unserem Vernichtungsfeuer nur an wenigen ellen aus de« Gräben: die vorbrechenden Sturm- llen mußten in Unserer zusammengefaßten Jnfanterie- d Artillerie-Abwehr unter Verlusten zurück. Abends itterte dort in gleicher Weise ein erneuter Angriff : Engländer. Westlich der Straße ArraSLens ; morgens heftiges WirkungSfeuec auf unseren Stel- lgen. Starke englische Kräfte, die auf dem Nordufer ! Souchezbachcs angriffcn und in unsere Gräben mgen, murden in kraftvollem Gegenstoß geworfen.

nachfolgenden erbitterten Handgranatenkämpfen sten unsere Stoßtrupen eine dort verbliebene Einbruchs- lle ein.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In einzelnen Abschnitten der Aisnefront, in der ompagne und an der Maas zeitweilig lebhafte Feucr-

igkeit.

Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues.

Auf dem

Oeftlichrn Kriegsschauplatz

und an der.

Mazedonischen Front keine größeren Kampfhandlungen.

Der Erste Generalquarticrmeister: Ludendorff.

Berlin, 13. Juni abends. Von den Fronten sind bisher keine größeren Kampfhandlungen sgemeldet. Die Festung London wurde heute von unseren Fliegern mit Bomben beworfen.

wtb. Großes Hauptquartier, 14. Juni 1817.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Sowohl in Flandern wie im Artois war nur in einzelnen Abschnitten der Artillertekampf lebhafter. Oest. Itch von Upern sprengten wir Minen, die in der eng­lischen Stellung Verheerungen anrichteten. Zu kleinen Vorfeldkämpfen kam es südlich der Douve; die Lage ist unverändert geblieben.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Bei Vauxaillon (nordöstlich von SoiffonS) griffen Franzosen nach mehrstündigem Feuer an; sie wurden zurückgewiescn. Sonst blieb die Axtillertetätigkett meist gering.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nichts Besonderes.

Ein Geschwader unserer Großflugzeuge erreichte ge­stern mittag London, warf über der Festung Bomben ab und beobachtete bet klarer Sicht gute Treffwirkung. Trotz starken Abwehrfeuers und mehrerer Lustkämpfe, bei denen ein englischer Flieger über der Themse abstürzte, kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Die GcfechtSrätigkeit hielt sich in den üblichen Grenzen. Die luffffchen Flieger sind in letzter Zeit wieder tätiger geworden. Sie stießen mehrfach über unsere Linien vor; seit Anfang Juni wuröcn 5 abgeschosfen. Bombenabwurf auf Tukkum wurde gestern durch Luftangriff auf Sthlok vergolten.

Mazedouische Front.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorsf.

Berlin, 14. Juni, abends. Südlich der Scarpe ist vormittags ein östlich Monchy nach Trommelfeuer vorbrechender stacker Angriff der Engländer im Nahkampf abgeschlagen worden. Sonst außer Erkundungsgefechten an keiner der Fronten etwas Wesentliches.

ro iss rsnnen.

Berlin, 14. Juni. In den Speergebieten um England wurden durch die Tätigkeit unserer Untersee. boote 201«0Bc.-R..T. versenkt. Eines unserer Unter sceboote hatte mit einer Segler-U.Bootsfalle bei den Hebriden ein Gefecht, bet welchem das U-Boot mindestens 4 Treffer auf der U-BoctSfalle erzielte.

Der Chef des AdmiralstabS der Marine.

rr ris rsnnen.

Berlin, 14. Juni. 1.) Vor dem Westausgang des englischen Kanals und im Atlandischen sind neuerdings durch unsere Unterseeboote vernichtet worden: der englische bewaffnete DampferClan Murray" mit 6500 T. Weizen. 3 Offiziere deS Dampfers wurden gefangen genommen. Ein größerer bewaffneter Dampfer unbekannten Namens. Durch weitere Versenkungen gingen u. a. verloren: 9000 Fässer Schmieröl, 10000 Sack Wachs für Frankreich und weitere 15000 Tonnen Weizen.

2) Unsere U-Boote im Mittelmeer versenkten neuer- dingS 7 englische Dampfer und 10 italienische Segler mit insgesamt 38870 Tonnen.

Der Chef des AdmiralstabS der Marine.

kttslgreicste vsmdenivütte auf Lsntlsn.

Berlin. 14. Juni. Am 13. Junl, 1 Uhr mittags (deutsche Zeit) wurde die Festung London bei klarstem Wetter von einem geschloffenen Geschwader deutscher Großflugzeuge unter persönlicher Führung des Geschwa- derkommandanten Hauptmann Brandenburg angegriffen. Die Ziele des Angriffs waren die in der Mitte der -e-:dt 3 fli ö * 2 n Docks, Werften und Bahnanlagen so - staatliche Magazine und Speicher, die sich auf bet- . Ufern der Themse entlang ziehen. Zahlieiche Brände brachen aus und fanden in den aufgestapelten Vorräten reiche Nahrung. Das Geschwader hielt sich länger als eine Viertelstunde über den Angriffszielen auf. Trotz englischer Abwehrmaßnahmen kehrten sämtliche Flug- zeuge unversehrt in ihre Heimathäfen zurück. Ein feind- ltches Flugzeug wurde über der Themse im Luftkampf abgeschossen und stürzte - ennend in die Tiefe.

Der Chef der' bcs der Marine.

wtb. Grob e? Hauptquatier 15. Juni 1917.

W » ich er Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern setzte nach verhältnismäßig ruhigem Tage zwischen Ipern und Acmentieres gestern 8.30 Uhr abends starkes Trommelfeuer ein, dem au der ganzen Front englische Angriffe folgten. Sie drückten nach Kämpfen, die an einzelnen Stellen bis zum Morgen andauerr e Sicherungen zurück, die unsere weiter östlich lic de Kampflinie zwischen Hollebeke, Douve- gcund und üdwestlich von Warneton seit dem 10. Mat erfolgreich gegen alle Eckundungsvorstöße der Engländer verschleiert haben. Nördlich des KampfleldeS bis zur Küste nur geringe Artillerietätigkeit. Im Handstreich hoben Stoßtrupps eines niederrheinischen Regiments am User-Kanal einen belgischen Posten von 25 Mann auf. An der Artoisfcont griffen die Engländer mo^ gens nach heftigen Feuerwellen unsere Gräben östlich von Monchy an. Sie brachen an einigen Punkten ein, wurden jedoch durch Gegenstoß der Bereitschaften sofort hinausgeworfen. Ein Grabenstück westlich des BoiS du Sart ist noch in Feindeshand.

Abends stießen mehrere englische Bataillone östlich von Loos vor. Auch hier wurden unsere Stellungen durch kräftigen Gegenangriff gehalten.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz.

Am Chemin-des-Dames lebte in den Abendstunden der Feuerkampf zu beiden Seiten der Straße Laonne- Soissons und am Winterberg auf. Unsere Sturm­trupps brachten von Unternehmungen gegen französische Gräben nordöstlich von Braye, westlich der SuippeS- Niederung und auf dem östlichen Maasufer Gefangene und Beute zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht

Keine größeren Kampfhandlungen.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Lebhafte Feuertätigkeit bet Smorgon, westlich von Luck und an den von Zloezow und Halioz auf Tarno- pol führenden Bahnen.

An der

Mazedonischen Front ist die Lage unverändert.

Der Erste Generalquarticrmeister: Ludendorff.

Berlin, 15. Juni, abends. In Flandern Feuer­tätigkeit wechselnder Stärke. Im Artois sind morgens englische Angriffe bet Lens und Bullccourt gescheitert. Sonst keine besonderen Ereignisse.