Ausgabe 
13.6.1917
Seite
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:et Vfo k^' wurden ln das Boot genommen. Dann schlossen IJfc, I die Engländer ihr ..Rettungswerk" ab. Sie hatten Eine fJ c ? ®ttQ6p^ u Jolc augenfäNtg Befehl, nur sieben Mann als ..Metcrial" ^ uls tz^re. ^ sich zum Verhören' mit heimzubringen. Zwei Unteroffi- Mi b 0 J} et . O ziere, die außenbord am Kutter hingen, wurden auf- EN! ^ der ^'gefordert, sofort loszulassen. Sie klammerten sich weiter fest, und der eine sagte dem englischen

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BootSoffizter. datz er verwundet sei, daß ein Granat- ^ splitter ihm das Bein zerfetzt habe. Als Antwort hielt

ktner der englischen Mattosen ihm eine Pistole gegen fattt vre Brust und schrie ihm zu, er solle sofort loslassen, hi^r belan schert. sonst würde geschossen. Dem zweiten, der sich etärs ^^wordene ^ 6leichfalls festklammerte, schlug ein anderer Mattose

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mit dem Seitengewehr so lange auf die Finger, bis der Mann losließ und in die See zurücksank. Dies

reigt deuVch^D.Cvl

^sm/n^en. J& alles sah und hörte OberbootsmannSmaat Heinrich

- ^unapi .B «eu Schmidt, der mit etwa 20 bis 25 anderen Deutschen

gleichfalls auf das Boot zugeschwommen war, auf etwa drei Meter Entfernung, und er ist dazu bereit,

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deutschen Wt'ia

uhser nicht fm? Cb: auf seinen Eid zu nehmen, daß der vorne normal M aber belastete Kutter achtern noch völlig genügend

freien Raum hatte, um ohne weiteres noch min-

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&u"vP« awi MsereHH bestens 20 Mann aufzunehmen. Da die Seenull", lbr ttn?v^en, und? also spiegelglatt war, der Kutter nur etwa 30 Meter QenLlwE %nen Errei,, von dem Zerstörer entfernt lag und keinerlei Störung ib Ä um datz m durch deutsche Kräfte stattfand, so stand der Rettung ^MUsthren. " von noch mindestens zwanzig Menschenleben kein Hin- nrmß bet ocolnnit dernis entgegen außer dem Willen der Engländer, 7 m aber di° W diese Menschen ertrinken zu lassen."

1 unfete Schees \ w e _-_

bIcfc m Wann Frieden? In 2 Monaten?

Seologli is* dlk Ae -

chkeselr.7

und Norwegen infolae v Heydebrand über vie Kriegsaussichten.

Tei,n^^ ?ugland kaum Der konservative Führer Abg. Dr. v. Heydebrand

llmw o Uesern lvnne hat in seinem Wahltteise Trebnitz eine Rede gehal- N^fel aus ten, in der er u. a. sagte:

Mhqen Ausführung uWir sehen gerade wieder im Westen, wie die .Men. Gleichzeitig \ Engländer, von denen wir glaubten, daß sie ihre

»rttowtaca, '»«wqiWig t ®nflianocr, von venen wix giauuicu, j jic p 0« vH» c n & cm Fehlen letzten Anstrengungen gemacht hätten, mit neuen ftrrcht- ^nowirtlchast bemerkbar, baren Angriffen gegen uns anstürmen. Ich glaube , ? nicht, datz wir beträch allerdings und habe die Empfindung, daß es wirk- - haben, die neben der rei lich die letzte Anstrengung ist, die sie machen und nde. deren Gewinnung wät machen müssen, weil ihr Land ruft:Ihr müßt uns 'igert morden ist, säst ben helfen, sonst kommt der Hunger. Jetzt ist die letzte !fel decken. Außerdem sink Stunde, jetzt bringt uns der U-Boot-Krieg zum Ende!" ung von Schwefel und Schi Als ich vor kurzem Gelegenheit hatte, mit einem lisch erprobt und seit Mo, Admiral zu sprechen, steNte ich ihm die Frage, ob tgel an Schwesel und Schi: es wirklich möglich sein wird, daß der Krieg mit in Deutschland weder füi einem vollen Siege für uns ende, und ob er wirklich ) steigernde Munitionsferti glaube, daß wir mit unserem U-Bootttieg es machen ig von Suyerphosphat werden. Da antwortete er mir:

Im Gegenteil, es werdenWir Holsen, ja, wir sind überzeugt, daß in

wefelsäure an das neutrale längstens zwei Monaten der Zustand der Englän­der so sein wird, datz England am Ende ist." sich also auch aus dieseir Gegenüber allen Zweiflern und Flaumachern kön- unabhängia von der Ei neu wir also sagen, daß die maßgebenden Leute Echt wissen und die Zuversicht haben, daß wir siegen

werden, und daß es nur darauf ankommt, daß auch wir hier durchhalten. Ich gestehe Ihnen, daß ich

00 Wöübfttibfctt* immer geglaubt habe, daß, wenn wir mit

ö* Rußland zu einem Sonderfrieden

sche Seeleute ertriuien las kämen, wir dann leichte Arbeit haben würden, auch fecht vor Ostende am 5. mit den anderen Feinden fertig zu werden. Aber Marine'. ..Wir nahmen ich mutz heute doch gestehen, daß ich nach Lage der utschen Torvedosägers .,C Dinge diese Hoffnung nicht mehr ganz aufrecht zu

1 Berl Lok-Anz." mitgel halten vermag. Ein solcher Friede Rußlands ist doch

»tsmannsmaüt's Heinrich S. nur möglich, wenn er getragen wird von einer star­ken Regierung, die imstande ist, der Lage im Innern

rfictt «entöl Herr zu werden und es verträgt, den Bruch mit

-ci iw fc en Bundesgenossen auf sich zu nehmen. Da müssen verhindert. wir aber sagen, daß die Zustände vor der Hand eine

her den Untergang oes solche Lage nicht erkennen lassen. Was aber England nn rasch wegzusinken. Da I anbelangt, so hat der See Minuten spater wa Engländer eine Bulldoggennatur. .

m-br übrig, nur die über: et Pergegenwärtigen wir uns doch, daß England vor l sL (statten Wasser, uni ^ Jahren mit etwa 120 000 Mann aus dem Kamps- ] JL t r. 51" heran uni j,j q j erschien, während es jetzt eine Armee von etwa C oif ihn hielten die de» 2 Millionen hat. Sie beißen sich fest wie eine Bull- tnLlen 'He Hch W' dogge und können dann nicht los. Aber ich ' ^rcmkonMnden Ma glaube, daß wir den nächsten Kriegswinter doch nicht ^ mlsmehr durchzumachen brauchen, wenn bis dahin der

-7Her Krieg MfU-Bootttieg die Entscheidung gebracht hat."

n, und unö Aar Abg. v. Heydebrandt forderte am Ende seiner

jt. Kamele, ^ EerPf^Rede der Regierung beim Friedensschluß einen

.nationalen Egoismus.

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Sit«'£ SSÄf Allgemeine Krtegsnachrichten.

6CWU \ncn ® elaltfcn ll6K Rußland und die Entente.

^ Die Petersburger sozialistischen Blätter bekämpfen

lisch« s) . aeinetf mit steigender Erregung den Gedanken einer russi-

taitten lußef (ctjeit Offensive und kritisieren mit auffälliger

m Rast" l Heftigkeit die Ansichten der Verbündeten. In dem ne r.wiaften @f cI äl,m .. Blatte Gorkis besteht Rasanow hartnäckig auf der Re- " m Araber on "'vision der Verträge mit den Verbündeten und pro- Tiere ftr £ e bu i n en f testiert gegen jeden Versuch einer Offensive, für Es i"./L Hungersnot in Finnland.

tet aJSftetu tn 7 LöVno t herrsche. In den ganzen Bezirken seren die Ge- brauu^ ^ rreidevorräte aufgebraucht. Die ärmere Bevölkerung Denn f?, oder Ä §iere habe tn mehreren Orten schon damit begonnen, Mehl ? ie ', foqö 1aus Rinde zum Brotbacken zu verwenden.

einzik Die Ernte ist in Finnland sehr spät. Die Lage

milk fed kann danach überaus ernst werden.

en vvv ' mu» Aachen denn u^ten blew

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Ernst'

KriegS-Angst-Phantasien.

Die Zügellosigkeit der amerikanischen Phantasie spielt dem armen Wilson einen bösen Streich. Er muß sich gegenböswillige Gerüchte" wehren, die L seine Rettutenwerbung stören. Unter diesen böswillig

^^ täler und Wersten an

, eine Ä" i'e ln".

der Atlantischen Küste seien

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.ineetÄ H,>ne^ ri bo11 verstümmelter Seeleute. Diesen maß- ' mit l^i- die gl losen Lügen gesellte sich die Erklärung, daß die Be-

C frdt cr ' ^ baö e Ö C s AotMiHörden von Washington sich mit der^Presse zusammen-

dölferung der Vereinigten Staaten, mitzuhelfen bei der Ausrottung des LügenfeldzugeS, der sichtlich ein Ergebnis der Treulosigkeit sei".

Roch ein Regcr-Feind.

Der spanische Botschafter hat dem Auswärtigen Amt mitgeteilt, daß nach einer ihm zugegangenen amtlichen Nachricht die Dominikanische Republik von den Vereinigten Staaten von Amerika veranlaßt worden sei, die diplomatischen Beziehungen zu Deutsch­land abzubrechen.

Das portugiesische Kanonenfutter wehrt sich.

Portugiesische Gefangene vom 34. J.-R., die am 1. Juni bei Richebourg in deutsche Hände fielen, berichten, daß sich bei ihrer Einschiffung unerhörte Vorgänge abgespielt haben. Fast keiner, vom ein­fachen Soldaten bis hinauf zu den Offizieren, ging gern nach Frantteich. Hauptmann Machado Chanto fiel es daher nicht schwer, mit zehn Regimentern eine Revolte zu organisieren. Zur Strafe wurde er nach Angola in eine Art Verbannung geschickt: die zehn Regimenter blieben zwei Monate in Festungs­haft. Als das Regiment eines der Gefangenen ein­geschifft wurde, weigerten sich 25 Offiziere des Regi­ments, mitzugehen. Sie blieben in Lissabon als Ge­fangene zurück.

Wachsende Erbitterung.

In Portugal ist die Erbitterung gegen Eng­land im Wachsen begriffen. Demnächst sollen über 15 000 Portugiesen nach Frantteich gesandt werden. Weiter verlangt England die Aiobilmachung der Leute im Alter von 32 bis 35 Jahrett, was starke Erre­gung hervorruft.

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etan hätten, um dem Volke die Wahrheit vorzuent- alten. Der Marinesettetär Daniels ersuchte die Be-

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Die Entente hofft auf 1918.

1917 ist nichts mehr zu machen. Die russische Revolution hat einen Sttich durch die Rechnung ge­macht. Also will man noch ein Jahr und, wenn nötig, noch mehr zusetzen. Amerika soll helfen, und die russische Wiedergeburt. Wie aus Newyork telegra­phiert wird, sind elf Millionen Mann im Alter zwi­schen 21 und 30 Jahren in die Rettutenrollen des amerikanischen Heeres eingeschrieben worden. Die mi­litärische Wiedergeburt Rußlands fällt in die gleiche Zeit, in der die Entente das Eintreffen dieses ameri­kanischen Millionenheeres auf dem europäischen Kon­tinent mit Bestimmtheit erwartet. Die Washingtoner Regierung hat den Entente-Regierungen die Entsen­dung eines Heeres von 1 Million Mann im Frühjahr 1918 feierlich zugesagt.

Englische Freiheit.

Den englischen radikalen Sozialisten wird die Teilnahme an den Stockholmer Verhandlungen unmög­lich gemacht. Außer Ramsah Macdonald und Jowett, den Vertretern der Unabhängigen Arbeitspartei, befin­den sich unter den Fahrgästen, denen durch die Weigerung der Seeleute die Fahrt unmöglich ge­macht wird, auch das Parlamentsmitglied George Roberts, die Vertreter der offiziellen Arbeits­partei Carter und Robertson und ferner die bekann­ten Anhängerinnen der F r a u e n - Stimmrechtsbewe­gung Frau Pankhurst und Fräulein Kenney.

Bei einer Protestkundgebung auf dem Trafalgar Square gegen die Reise Ramsay Macdonalds nach Petersburg verlas der Vorsitzende unter allgemeiner Begeisterung ein Telegramm von Vertretern des Ma­trosen- und Heizerverbandes, welches besagt: Wir hal­ten Macdonald und Jowett gefangen. Die Mann­schaft weigert sich, mit ihnen zu fahren.

Friedens-Versammlung in Liverpool.

Das Reutersche Bureau meldet aus dem west­englischen Hafen Liverpool, daß dort eine pazifistische Versammlung, die als eine Sympathiekundgebung für die russische Revolution gedacht war, nach heftigen Lärmszenen gesprengt wurde.

Deutsche Kulturträger in Rumänien.

Die rumänische Erdölindustrie ist trotz der rücksichtslosen Zerstörungen, die im vorigen Herbst unter englischer Leitung stattgefunden haben, in planmäßigem, von Deutschen geleitetem Wiederauf­bau begriffen. Der dringende Bedarf der Mittel­mächte an für die Verkehrsmittel wichtigen Oelen ist unbedingt gesichert.

Blitzlichter aus dem russischen Chaos.

: Um die Fahnenflüchtigen, die sich selbst Urlaub gegeben haben, angeblich ca. 2 MiUionen Mann, zur Rückkehr zu bewegen, nachdem Kerenskis scharfe Drohung nichts gefluchtet hat, hat die Regie­rung den Plan gefaßt, alle Deserteure mit dem Ver­lust des Wahlrechts zur Nationalversammlung zu bestrafen und ihren Familien die Unterstützung zu entziehen.

: Kerenski, der sozialistische Kriegsminister, hat mit seiner Aufforderung ans Heer, den Feind zu vertreiben, scharfen Widerspruch der Sozialisten, nicht bloß der ganz radikalen, herausgefordert: der russische Soldat sei kein Kanonenfutter. Kerenskis Stel­lung soU erschüttert sein.

Aus Mer Wett.

** 49 Tote, 109 verletzt. Wie die Gesandtschaft von San Salvador mitteilt, habe das Erdbeben 40 Tote und an 100 Verletzte gefordert. In der Hauptstadt habe es keine Menschenverluste gegeben. Der Sachschaden werde auf mehrere Millwnen PesoS geschätzt. Die ersten Nach­richten waren also erheblich übertrieben.

** Schreckenstat eines Vaters. Ter Landsturmmann Gastwirt Bertling in Gotha, der auf Urlaub in seiner Heimat weilte, hat seine fünf Kinder erschossen, seine Frau und sich durch Schüsse aus einem Revolver schwer verletzt.

** Gefährliche Glockenabnahmc. Bei Herabnahme der Glocken an der Christuskirche in Hasserode riß plötzlich die Kette und eine der Glocken sauste mit mächtigem Getön in die Tiefe und bohrte sich in das Erdreich ein. Am Ge­sims des Turmes wurde nicht unbeträchtlicher Schaden an- gerichtet. Man will diesen nicht ganz ausbessern, sondern erkennbar lassen zur Erinnerung für die künftigen Ge­schlechter an die jetzige schwere Zeit. Von den Glocken des Straßburger Münsters sind drei abgenommen worden, darunter die großeAngelus-Glocke". Fünf Glocken bleiben dem Münster erhalten.

Billiges Brot.

__ Melde dich zur Kundcnlisle.

Ich kenne eine Bäckerei,

Die alles gibt bezugsscheinfrei.

Du brauchst nicht mit geschwollenen Waden Dich krumm zu stehen vor dem Laden,

Brauchst nicht zu schnippeln an den Karten,

Brauchst nicht zu bitten und zu warten.

Denn pünktlich bringt man dir in'S Haus Die Ware:Suchen Sie sich aus!"

Hier derbes Brot und dort recht feines.

Manch großes Stück und auch manch kleines.

Und Hörnchen, Zwieback, Kringeln, Torten Abwechselnd in verschiedenen Sorten.

Was kostet denn die leckre Ware?

Nur eln paar Mark im Vie rteljahre.

Die Nahrung ist geschenkt, gefunden!

Lauf schnett und melde dich als Kunden.

Versteh mich recht, mein lieber Freund,

Nicht Lelbesfutter ist gemeint.

Das mit den Zähnen man zerbeißt;

Ich mein' die Nahrung für den Geist.

Die Leckerbissen für's Gemüt,

Die man aus seiner Z e t t u n g zieht.

Das Neueste aus aller Welt,

Von Kampf und Sieg in Meer und Feld,

Was Tapfle tun und Weise raten,

Von Menschenleid und edlen Taten,

WaS wahr und schön ist, Ernst und Scherz:

Das täglich Brot für Hirn und Herz.

Wird reichlich, prompt und feln serviert,

Wenn ihr nur zeitig abonniert!

Scherz und Ernst.

tk.Robeflierres Testament." Ein russischer Flüchtling, der in die Heimat zurückkehrte, rief aus: ..Wir haben das Testament Nobespierres zu oollstrecken." Nun ist mir ein solches Testament nicht bekannt, und wenn ein solches

vorhanden wäre, so würden die darin mutmaßlich ent­

haltenen Ideen schwerlich auf das heutige Rußland passen. Aber die Bemerkung des Flüchtlings läßt Wilhelm BloS in der sozialistischen WochenschriftTie Glocke" (Berlin SW 68) daran erinnern, wie seinerzeit die erste französische Re­

publik. allerdings erst nach Robelpierres Tode, mit den feindlichen Mächten des ersten großen Koalitionskrieges Frieden geschlossen hat. England hatte damals fast ganz Europa gegen die französische Republik in Waffen gebracht, nachdem 1798 der König Ludwig XV). hingerichtet worden. Nach zwei Jahren mörderischen Krieges, in dem die Republik fast überall siegreich blieb, waren ihre Feinde fast alle

kriegsmüde: nur England, das Im wesentlichen andere für sich kämpfen und bluten ließ, wollte den Krieg bis zur Niederwerfung der Republik fortsetzen. Darauf schloß die Republik mit Preußen und Spanien einen Sonder­frieden. und zwar 1795 zu Basel. England setzte den Krieg fort, aber die große Koalition war gesprengt und die französische Republik hatte den Vorteil davon.

Dieser historische Vorgang läßt sich allerdings mit den heutigen nicht vergleichen; denn im Gegensatz zur französi­schen Revolutionsrepublik ist die russische Revolutionsre­publik eben nicht siegreich. >

tt. Pour le weilte. Ein Feldpostbrief: Im ersten

Januarheft 1917 des Türmers finde ich einen Artikel, ComprimeS Bayer", worin der Gebrauch von flanzö- fischen Benennungen für deutsche Erzeugnisse gemtßbilltgt wird. Wenn ich mich auch den Ausführungen ganz an­schließe. so muß ich leider doch feststellen, daß der höchste deutsche Kriegsorden nach fast dreijähriger Kriegsdauer immer noch den NamenPour le merite" führt. Hat man dafür noch keine deutsche Bezeichnung finden können? So­lange dies nicht der Fatt ist, kann man dem Kaufmann, der seine nach dem Auslands bestimmten Erzeugnisse z. B. flanzösisch benennt, doch wohl kaum einen alleinigen Vor­wurf machen, oder findet man sich einfach damit ab, datz man sagt, die BezeichnungPour le merite" sei noch vor dem Kriege entstanden? Wie wird wohl der Aus­länder hierüber denken? Auch diese gewiß geschichtlich gewordene Bezeichnung könnte man ruhig fallen lassen. Sie war einJmponderabile", ist es vielleicht in att- preußischem Sinne heute noch. Aber wo soviel AU- preußentum (das wichtiger ist) wie vermodernde Rinde von der alten Eiche absaNen soll. was kommt's da noch auf etwas mehr oder wenigerAbfall" an ?

Humoristisches.

Passender Titel. Futurist:Wie sott ich mein neues Gemälde taufen?" Freund:Nenn es Explosion in einer Munitionsfabrik!"

Ter Herr Professor.Ist hier die Altkletderjammcl- stelle?"Jawohl!"Ich möcht' einen Anzug ab- liefern." -Schön, wo ist er?" ~Zch Hab' ihn ob.*