Ausgabe 
6.6.1917
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3
 
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§ä)tet fe n besetzt und ruft laii na'ch der starken .Hcmd. Selbst Capus vomFigaro bekennt daß in Frankreicheiniger Volksgroll" besteh, und der rabiate Kriegshetzer Herde, derselbe, der noävor einem Jahre schrieb, die Trikolore, die französisch Nationalflagge, gehöre auf den Misthaufen, setzt em sozialistischen Poilu den Kopf zurecht, der ihm;eschrieben hatte, man- könnte auch in Frankreich Riolution machen. Tierevolutionären Anwandlungen" welche die fran­zösische Kriegspresse dergestalt entseyn und übrigens nicht zu überschätzen sind, haben in den Streiks der letzten Wochen den latenten Zustan'i verlasen.

Seit ein paar Tagen beginnt der Ausstand sich auf einige Industriezentren der Provinz auszu- dehnen.

Ta§ Gespenst eines

englischen A^-S.-R,

rks-tzrvnt einesArbeiter- und Soldatenrates nach russischem Muster, also eine offizielle Revolutios-Jnstanz, taucht

S ".«leue r» auch in England auf in Verbindungnit dem Namen °le stind- *** radikalen Sozialisten Ramsah McDonald. Dieser e dn« hat nach einem Hetzartikel in derNorningpost" für den 3. Juni eine Versammlung in de mittelenglischen Industriestadt Leeds mit der Absich ein berufen, um nichts Geringeres als ein Gegenstückzu dem russischen Rat der Arbeiter- und Soldütenabgeord- neten in England aufzustellen. DieWorkers League" macht die Regierung ausirücklich auf diese ertoH+rr^ 1 «, VI* Bewegung aufmerksam, wobei sie bmerkt, wenn-die 6cräwS? lt bei Smor. ^gterrrng fortfahre, die Gründe er die Industrie n h vlL( 4 an der bedrohenden Arbeiterunruhen mißzu erstehen, habe sie zu einer M dieFolgen allein zuzuschretbe.

L ber tumänv Man wird diese Anzeichen begimenden Verfalle .... die ftind- bl'l den Gegnern nicht ckerschätze, dürfen; beileibe

n. Strecke von nicht. Aber beachten und beobachin darf und soll undung wieder aufg* man sie doch!

r ebensM°^itteoge Hosfnunge» aus die Ltockhlme» Aonsereuz

I daß die Anna dm? hl Ier holländische Sozialstensührr Vliegen, ein

chrscheinlich au] IL bekannter Franzosenfreund, Äußerte nach der Rülttehr dem neuen Angriff olner Reise aus Frankreich in >er Slmsterdamer dlnlien, n>o sich die Volksversammlung:

»Sw«.* 1? oM , ce <Kn französischer Parteigenosse ,at LU mir gesagt,

c KarfthochMe'm!ib° '"^n nach Stockholm sehen, uid wenn es sein

Kärnthen und an der ich gehen, ade- wen wir zurückkoiw

n Pattouillemnternch mel1 ' werden wir totgescho sen erden. Und wes- >rna müssen die Wun- halb ? Weil di« französischen Nenos n Frankreich kei- zu wenig geheilt sein, nen solchen Frieden bringen können wie ihn die Re- nehmen''feW' Gerung noch heute verspricht. id«er Schicksal b/üben Ter Holländer Vliegen erklärt, i Stockholm wur- Mckerten Frühjahrs- 5 . en sicher praktisch e Vorsch.g gemacht werden,- für den Feind so gün- ^dauerhafter Frieden wurde so au dem Herzen der n taiii« bei biefem Pl fer entstehen. Die Amsterdam. Versammlung

aeihaltet w betrachten f^^dte «in Telegramm an den Präsenten Poincare geslgauer zu vmachien m(t bem Eichen, die Republik uu die Temokrati«

__nicht durch Ausführung des von c Kammer an-

genommenen Beschlusses, die Pässezu verweigern, U Kl beflecken.

rs-SoM/ftm. Wer hat den Krieg gwoüt?

Utibt ijre Een. Ter ftauzösische Ministerpräsident! i b o t hat die.

ser Regierung kämpfen xx Tage auf diese Frage geantwork:Deutsch- l das Vordringen der and! Ter Schuldige ist nicht bei uwsondern dort!"

'N und den Arbeiter- Wahrheit hat die Regierung de-Zaren, als sie m Jahre 1914 den für Rußland w die' gesamte lungcn r« Pa«» Velt so verhängnisvollen Entschluß zr Kriege faßte,

; die Rede. Weiche mr den letzten, entscheidenden Schkt auf einem tg für die Sozialisten --ge getan, den Herr Poincare n schlau berech­nt ftch noch ber äeur- wer List schon lange im voraus gewen hatte, e reaktionären Blätter- Ein neuer Beweis dafür wird derNordd um gewaltsamen Ern- rxig. Ztg." erbracht, und zwar durchvie Veröffent- g einer revolutionären chung eines Berichtes, den im Jahr1913 während Liberte" ist durch ore er Londoner Balkan-Konferenz der rüsche Botschaf- len Sozialistengmppen > r Graf Beneckendorfs an dn Mi nisterä ündung eines stankt. , s a s o n o w gerichtet hat. Es war einem Zeit- tes spielen, besonders mnkt, wo noch nicht feststand, ob es lingen werde,

^ m Frieden zu erhalten.

RnDuSiaS oder G°°» Gras Beneckendorfs schreibt:

" '-S 9#,»® "Wenn uh mir alle Unterredunn mit Cam- f ^Dergegentoärttfle und die Haltun.Herrn Poin- f; Sin m P°u- .ces dazunehme, so kommt mir derGedanke, der lle z ® Wab», s°«lb°h >«r Ueberzeugung gleichkommt, daß v allen Mäch- ' ,-lip äiiig- aade-i i Frankreich die einzige ist, die.um nicht zu -r-y-' S-n. daß sie den Krieg wünst, ihn doch

Bataillon l ^^nv. ) n e großes Bedauern sehen irde. Jeden- 'bacban^ ls hat mir nichts gezeigt, daß Frankrch aktiv dazu

f*«* e rieben: Die tragt, tn dem Sinne eines Komprrisses zu ar- ite wird S RechlSe tien.^ Nun^ -- das ^Kompromiß istwr Frieden;

^Verordnung

rauna durch das Signal von drei englischen Kriegs- lchrffcn, welche vom Meere mit großer Fahrt ein- lrefen, angehalten. Ter Kapitän gibt an. daß sich dies eine halbe Seemeile vor Raina ereignete was der Lotse bestätigte. Nach weiterer Angabe des Kapitäns habe dieser selbst den Dampfer bei dem Kvaßheim- Leuchtturm auf Grund gesetzt, woraus ein Boot von den Kriegsschiffen längsseits kam. Als der Kapitän ftch weigerte, dre Leiter herunterzulassen, schoß der Lfftzrer vom Boote mit einem Revolver ohne zu treffen. Das englische Boot wurde darauf zurllckae- mifen, und die Krie gsschisfe feuerten auf «ine Entfernung von 500 Metern vier Torpedos und angeblich^ auch «iiige Kanonenschüsse gegen die Gamma ab. Ein Torpedo traf, zwei erplo- dierten am Strande, und das vierte erreichte das ä^nd, ohne zu explodieren! es wurde niemand ae- schadigt. Augenzeugen am Lande bestätigten den L^r. fall, der sich nahe am Land ereignete.

Ein norwegisches Bewachungsschiff, das unterwegs von Egersund war, sah um liy 4 Uhr vormittags die Kriegsschiffe vier Seemeilen vom Lande südwärts fah­ren. Sie machten sofort Kehrt und verschwanden schnell. Eine Anzahl Schiffe sind am gleichen Tage i n d e n norwegischen Hoheitsgewässern von eng- l 'lT n / h'^ l r n an gerufen worden. Ter norwe­gische Gesandte tn London ist telegraphisch beauftragt, bei der britischen Regierung anläßlich dieser Vorfälle bestimmten Einspruch zu erheben.

^^^n^betrefsend iseits des Kompromisses liegt "der Krfi"

, vv Verordnung v Mc ux -r -L- -

Mch S, Ä-id«' -

»och die , Und an einer anderen Stelle erlrt Benecken-

Mv-rbb" ° .MnsSln» "T'e Lage, so wie ich sie beobiten konnte, n b-t lnt die zu sein, daß alle MLe auftichtig

neben fln . D jf e t&en; den", n arbeiten, den Frieden zu erhalte Aber von uen ft« »u tauten-, t es Frankreich, das den K eg verhält- >°s °mp bilosophischsten aufnmen würde,

ob »er Tage, d" Frankreich hat sich, um einen bekanna Ausspruch unaäf(fe ® sitete} . |! b i u ^ en ' "wieder aufgerichtet". ( hat, sei es Z .LsttlI« Bl t Recht oder zu Unrecht, vollständiges ertrauen zu ... AUbektev>E Mc. i«m Heere; der alte gärende Groll iswieder auf-

1 bei#»- ®Ä, J* aU $f' körrnte sehr wo annehmen,

> die Umstande heute günstiger sink als sie es einen #2^ ter sein wurden."

ÄM-n^k lSi-tK Und Diese Ausführungen sprechen für sich selbst.

^ Ahuldn r cankreich - um nicht zu sagen, daß den Krieg ^ Mubiger'7^ LUö ascht -- würde ihn jedenfalls ohne Bauern kom- rn ^ 0 faktisch wie x ^hen Das war der Eindruck, d Graf Be° en.^<//e alv Eer- erworff^ schon rm Jahre 1913 von r Haltung

'* tI LJ^ nnC rtJ ec ? J i un ^ au§ den Aeußungen des

bete ^ßeileidu^ rzösischen Botschafters in London gewmen hatte.

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in schwerer englischer »f- .iun o-r,- -u-. Neulralitärbruch.

, tf* dt«/-- »rpedicrung des deutsche» Ta mp fers Gamma"

E , PM sprW -n der norwegischen Küste.

fHaiticr melbet das Telegramm-ureau

e i* mft ^ : u °hn« Ladung fahrende deutsch Dampfer

^ ; itmu , don Emden nach Narvik untwegs, mit

n norn^gsfchen Lotsen an Bord, woe am 2. 10 Uhr vormittags, tn der Nähe n paeder.

Allgemeine Kriegsrachrichten.

Gegeurevolntion?

Wie derPolitiken" aus Petersburg gedrahtet wird, wurde dort eine Verschwörung entdeckt, deren Hauptaufgabe es war, Kerensti zu beseitigen. Tie Untersuchung förderte zahlreiche Beweise für das Be­stehen einer Organisation zutage, die sich zum Ziele gesetzt, eine Gegenrevolution in die Wege zu leiten und mehrere Minister zu ermorden. Eine Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen.

Tie Anarchisten verübten sowohl in Petersburg als auch in Moskau, Odessa, Jenisseisk und selbst im Hauptetappenort Minsk Terrorakte gefährlich­ster Art. In Petersburg gelang es ihnen, sich dreier Ausschußmitglieder des Arbeiter- und Soldatenrates zu bemächtigen, die sie als Geiseln in Automobilen sortfMten und im Smolnh-Kloster, das ihnen gegen­wärtig als neues Hauptquartier dient, versteckten. Auch der republikanische General Potapopow wurde von ihnen gefangengesetzt. Es gelang schließlich einem star­ken Militäraufgebot, die Anarchisten, die ans das Mi­litär feuerten, zur Streckung der Waffen zu bewegen. Große Kundgebungen in Amerika gegen den Krieg.

Eine Londoner Trahtmeldung meldet große Kund­gebungen iw den Vereinigten Staaten, besonders in N e w y o r k, zugunsten der Stockholmer Zusammen­kunft und gegen die von der amerikanischen Re­gierung geplante A u s h e b un jg. Die Teilnehmer ver­langten von der Regierung die Angabe ihrer Kriegs­ziele. In einer anderen Meldung werden diese Kund­gebungen alskrampfhafte Anstrengungen, sich den Bedingungen des Wehrpflichtgesetzes zu entziehen", cha­rakterisiert und versichert, die Regierung gehe streng dagegen vor.

_ _ Kleine Kriegsnachrichten.

Der amerikanische Senat hat das" LebenSmittelgefttz angenommen, das zur Untersuchung und Regelung des Ernährungswesens elf Millionen Dollar au-wirfi.

" Der brasilianische Präsident Braz hat einen Erlaß unterzeichnet, der die Verwendung der in brasilianischen Häfen liegenden deutschen Schiffe verfügt.

Volkswirtschaftliches.

3t Berlin, 4. Juni 1917. Die Berliner Börse zeigte heute eine bei ruhigem Geschäft teilweise etwas mattere Haltung. Die Unternehmungslust ließ zu wünschen übrig, und die Kurse mehrerer Spekulationswerte unterlagen unter Nachwirkung der Besteuerungsgerüchte einigem Drucke.

^ Berlin, 4. Juni 1917. (Warenmarkt.) Im Waren­handel ermittelte nichtamtliche Preise: Serradella 38-46, Saatwicken 4045, Saatlupinen 3540, Saatpeluschken 35, Rahgras 106, Timotee 90, Weißklee 160 bis 170, Rotklee 240410, Heidekraut 1,101,20 per 50 Kilogramm ab Statiom Wiesenheu 1010,50, Timoteeheu 1112, Kleeheu 1313,50, Flegelsttoh 4,755,25, Maschinenstroh 44,25, Preßsttoh 4,75 per 50 Kilogramm frei Haus.

H Gegen die Zusammenlegung der kleinen Backereien nahm ein in Berlin abgehaltener Deutscher Bäcker-Ober- meistertag Stellung. Man beschloß folgende Erklärung:

Die Versammelten erheben entschieden Einspruch gegen eine schemattsterende und zwangsweise Zusammenlegung der Meinbettiebß. Die Untersuchung hat ergeben, datz die tat-

; sachttchc Ersparnis an rUbeitSkräften und Kohlen sehr gering ! m c r c Versammelten weisen dagegen auf die großen Gefahren bin, welche aus dieser Maßnahme nicht nur dem Backercigewerbe, sondern auch dem deutschen Vater­lande entstehen würden. Sie sprechen die dringende Bitte aus, Zusammenlegungen, wenn di.'se durchaus nicht zu vermeiden sind, nur nach Anhörung und im Einverständnis mit den Innungen vorzunehmen."

$ KonzcssionSpflichl für den Großhandel mit Tabak, x l f° neu ' öik bisher mit dem Tabakgcwcrbe überhaupt ürr ^^'""Enhang standen, plötzlich begannen, sich auf diesem Gebiete zu betätigen, und zwar in der Form des Kettenhandels, beabsichtigt die Regierung die Einführrmg einer Konzessionspflichr, wie sie schon für den NahrunaS- mittelhandel. dem ja der Tabakhandel in mancher Be. zrehung tfarr ähnelt, geschahen ist. Allen Eng sshändlcrn, die ^vor dem 1. April 1916 eine andere Beschäftigung hatten, soll der gewerbsmäßige An- und Verkauf von Zigarren, Zigaretten und Tabaken künftig verboten sein.

Aus aller Wett.

hundertjähriger Lo.'h iuger. In Bolchen feierte am 31. Mai der ehemalige Gerber Wrber bei noch guter Gesundhett seinen hundertjährigen Geburtstag. Der rüstige Greis liest noch jeden Abend seine Zeitung ohne Brille.

** Scharfe Gre'nzwacht. Der noch nicht 17 Jahre alte Otto Grimm von Whhlen, der sich mit einem Kameraden in verdächtiger Weise oberhalb Grenzach (Baden) an der Schweizer Grenze Herumtrieb, wurde von einem Wachposten angeschossen und dabei so schwer verletzt, daß er schon nach wenigen Stunden starb.

** Line Schuhauöstelluria veranstalten zur Zeit in Mai l Frouenvereine, um zu zeigon, wie man sich billigst Schuhersatz beschaifen farm. Zu den dort tn Au^ sicht genonnnenen Schuhhilfskursen sind bereits 200 An­meldungen erfolgt.

** ,.3ctzt kömtt i dj erschießen." In der Bürgermeister- ttube zu Lchreihern tm Leitzachtal (Bayern) hantiert.n junge Rurjchen mit Schicßgew?hren. Mit den Worten: Jeüt

könnt i di leicht erschießen" legte der 18jähirge BauerSsohn Melllnaer lm scherz auf den gleichalterigen BllrgermeisterS- ?ernloher an. Im selben Augenblicke entlud sich das Gewehr und die Kugel drang dem Bürgermeisters-

WOrau I ec sofort tot zusammenbrach. Der ^ Tater fluchtete m die nahen Bergwälder.

Tie billige Fleischkarten a's Zahlmittel. In Hmw- burg gestattete das Kri'gsverso gungsamt, datz die Fleisch­zulagemarlen bei einer Reihe von Fischhändlern zum Werte von wvcheiltlich 70 Pfg. in Zahlllng gegeben werden können. * * *

Kleine Neuigkeiten.

' * Die Prämie von .W0 000 Mark der Preußisch-

Suddeutschen Klnfsenlolterie fiel auf die Nummer 160 0 t 0 ; gespiett b m tVUrbe iU ^Eor, das andere in BreSlau

Scherz und Ernst.

tf Ter nng änbigo Gendarm. In einem kleinen Ort« tn der Umgegend H a m b u r g s sah der Gendarm scharf auf me Hamger und verschonte auch nicht seine Bekannten. Drefe faßten das als Schikane auf, und ein Bauer beschloß den Gendarmen anzuführen. Er füllte einen Kasten mit Kuhmist, und darauf legte er fein säuberlich Häcksel. Darm begab e? sich mit seinen Freunden zum Bahnhof. Dort tand der Gendarm, und es entwickelte sich folgendes Ge­spräch:Wat hest du dor in dat Paket?"Kohmist!" Zt', ^ enn Iot mi bat bekieken." Spracht nahm daS Palet und verschwand damit, gefolgt von den Bauern m . der Wachstube. Hier wurde der Kasten geöffnet. Der geschnittene Häcksel ließ den Beamten vermuten, daß da- runter leckere Ware verborgen war. Mit den Worten:

will Dt schon den Kohmist wiesen," hieb er mit der ^ausr durch die Häckseldecke, daß der braungrüne Inhalt weit durchs Zimmer spritzte.Hev ick di nich seggt, dat dor Kohmist in is,' schmunzelte das Bäuerlein und verließ von dem laufen Gelächter seiner draußen stehenden Freunde empfangen, das Wachtlokal.

^ Karl May-Stifiung. ImLeipziger Börsen­blatt für den Deutschen Buchhandel", dem Verbandsorgan der gesamten Buchhändler Deutschlands, Oesterrcich-Ungarn» und der Schweiz, finbert wir einen von dem Nachlaßver­walter des vielumstrittenen Reift schriftstellers Karl May stannnenden Aufsatz, der genauere Mitteilungen über daö Einkommen und Vermögen des verstorbenen Dichters gibt. Wie zu dessen Lebzeiten bekanntlich die unmöglichsten Ge­rüchte über feilte Person und seine Vergangenheit verbreitet wurden, so wurde auch immer wieder das Märchen kol­portiert/ May habe viele Millionen verdient, obwohl er sich vielfach gegen solche Behauptungen wehrte. Für den Fachmann, der in der Lage ist, Bücherpreise und Biicher- Herstellungskosten nachzukalkulieren, mußten solche Mil- lionenmärchen schon immer als ganz unerhörte Uebertrei- bungen gelten, trotz der fabelhaft hohen Auflagen, die Mah's Büchern beschieden waren. Immerhin aber ist es interessant, nunmehr Genaueres über die Einkünfte und das Vermögen dieses Vielgelesenen zu erfahren und der erwähnte Artikel weist an der Hand von sorgfältig zu- samntengetragenen Belegen nach, daß das Gesamteinkommen May's während seines siebzigjährigen Lebens nur 800 000 Mark betrug; seine Hinterlassenschaft aber bezifferte sich nur auf 140 000 Mark, wozu sich dann allerdings noch die Werte feiner bis zum 1. Januar 1943 geschützten Urheberrechte gesellen. Im Anschluß an diese Ausfüh­rungen wird imBörsenblatt" auch Näheres über di« Karl May-Stiftung mitgeteilt. Der Verstorbene hat in seinem Testament bestimmt, daß sein ganzes Vermögen nach dem Ableben seiner Witwe einer mildtätigen Stiftung zu Gunsten unterstützungsbedürftiger. Schriftsteller, Journalisten und Redakteure zufließen solle. Die Witwe hat diese Stiftung aber mit einem Teilbttrag des Ver­mögens schon vor einigen Jahren errichtet, und nachdem das Stiftungsvermögen mittlerweile auf 32 000 Mark an­gewachsen ist, beginnen im Frühjahr 1917 die Spenden, deren Verteilung allein dem Königlich sächsischen Mi­nisterium des Kultus und öffentlichen Unterrichts als Stiftungsvorstand unterliegt. Die Hälfte der StiftungS- zinsen wird vorerst jährlich an unterstützungsbedürftige. Schriftsteller verteilt, während die andere Hälfte dem Kn-, pital zuwächst, an v>elch" letzteres nach dem *

Mah's Witwe