Ausgabe 
6.6.1917
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iekeircr Bettung

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Verlag dev«ietzeuer Zeitun", Gießen.

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Druck der Gießencr VerlagSdruckerei, Albin Meiu.

Nr. 47.

T e l e p h r Nr. 302.

Mittwoch, den 6. Juni 1917.

Telephon Nr. 363.

30 Jahrg.

inung

Qualität

Erfolgreicher Stum bei Soissons. Neue Angriffe zwischen Meer «nd Scarpe abgewiefen.

Raibent : 12 7L7 Gefangene und 648 Maschinengewehre.

flmtlicbe deutfcbe Ca^sbcriche.

2iöoo rönnen mUi

Berlin, 1. Juni. Neue U-:oterfolge in der

Neue Atlandtschen Ozeo

21 000 Brutto.

«swmerlles-rzllt

Waid. Kaisers v. Oesterreich,

Königs v. Ungarn.

inkarte.

und Bad. Hergestellt nach armstädter und Dr. Perl, l Kaolin , kein Soda, kein reinigt gut.Fania ist '{aus. Küche, Bad, Büros. isw.

ing M. 4.- .. 10 - i Fabrik Berlin

ik ab Engm-Preiae.

58, Mllastr. 22 . 0 .EUner.

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ibunterlagen ittpapiere ossen Qu»t>We n

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Nordsee und im rcgtstertonnen.

Unter den versenkten Schiffen fanden sich u. a. '2 englische Dampfer, die beide unt^arker Sicherung fuhren, und von denen drr eine Lmg für Rußland an Bord hatte.

Der Chef des Admirabs der Marine.

«

wtb Großes Hauptquartier. Juni 1917. Westlicher Kriegsschuld Heeresgruppe Kroubrinz Riecht.

Wie an den Vortagen, war die npftätigkeit der Artillerie im Wytschaetebogen gesteiMn der ArraS- front war das Feuer, besonders bei 1 und auf dem Nordufer der Scarpe, stark. Bei Erkigungsgefechten machten unsere Stoßtruppen eine All Gefangener, darunter auch Portugiesen.

Heeresgruppe Deutscher §nprinz.

Bet Allimaut, nordöstlich von £on8, führten ein hannoversches und ein westfälischerflment, wirk­sam unterstützt durch Teile einer be'rten Sturm­truppe, Artillerie, Mtnenwerfer und Ft, einen An­griff mit vollem Erfolge durch. In üb.chendem An­sturm wurde die französische Stellung etwa 1000 Meter Ausdehnung genommen und g wiederholte Gegenangriffe gehalten. 3 Offiziere, Mann sind gefangen und zahlreiche Masckinengewtund Minen- wcrfec erbeutet worden. Längs deisne und in der Champagne, auf beiden Suippesu und östlich der Maas war die Feuertätigkeit zeitwrege.

Heeresgruppe Herzog Alcht.

Nichts Neues.

Im Mai sind im Westen 237 Oere, dabei 1 General und 12 500 Mann an Gesänge 3 Geschütze, 211 Maschinen , 437 Schnelladcgewchre 18 Minen­werfer als Beute von unseren Trup) eingebracht worden.

* Auf dem

Oestlichen Kriegsschaup hat sich die Lage nicht verändert.

Mazedonische Front

Auf dem westlichen Wardarufer waibulgarische Bataillone den Feind aus einer Vorpotellung bei Aleak Mah und wehrten mehrere Gegen' ab.

Der Erste Generalquartiermeistec: L!ndorff.

, Berlin, ändert.

2. Juni abends. Die Li ist unver-

tag

etc.

stricke Caucbbootbeute.

Berlin, 2. Juni.

1. Im Atlantischen Ozean und inanal sind durch die Tätigkeit unserer U Boote 30 i Bcuttore- gistertonnen versenkt worden. Unter dechiffen be­fanden sich u. a. 2 englische Dampfer, deLadungen it. a. aus 7 Millionen Kilogramm Oel für englische Kriegsmarine und aus 10 000 Ballen Bwolle für England bestanden, ein großer französis Dampfer mit unbekannter Ladung, sowie ruffischsgler mit 8000 Tonnen Weizen für England.

2. Neue U-Booterfolge im Mitteln Wieder wurde eine größere Anzahl von Dampfund Seg­lern zusammen 53 700 Bcuttoregistertonnersenkt.

Der Chef des Admicalstabes dearine.

Zwei Darrktelegrarnrne des Kes.

Berlin, 2. Juni. Kaiser Wilhelm ste an den Kronprinzen des Deutschen Reiches und »en Kron­prinzen von Bayern folgende Depeschen:

Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Kronzen des Deutschen Reiches.

Auf meiner Frontreise konnte ich nurrdnungen

der. Armeen sprechen, die unter Deiner Führung in den letzten beiden Monaten den großen Durchbcuchsversuch der Franzosen an der Aisne und in der Champagne zum scheitern brachten. Ich beauftrage Dich, allen anderen Führern und Truppen, die in den schweren Wochen ihr ganzes Wollen und Können, ihr Blut und ihr Leben einsetzten, und an deren stahlhartem Willen des Gegners Ansturm zerschellte, meinen und des Va­terlandes Dank zu übermitteln. Die deutsche Heimat ist stolz auf ihre tapferen Söhne und voll Vertrauen, daß neue Kämpfe neue Siege bringen werden. Das walte Gott! gez: Wilhelm.

Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Bayern.

Auf den Schlachtfeldern von Acras haben die un­ter Deiner Führung fechtenden Truppen in den schweren Kämpfen der letzten beiden Monate Englands kcie« gertsche Absichten an dieser Stelle zum Scheitern ge­bracht. Stahlhaxter Wille und feste Siegeszuversicht sprach aus den Augen derer, die ich während meiner Reise sah. Das gleiche Gefühl beseelt die ganze Armee. Mit mir dankt das deutsche Vaterland seinen tapferen Söhnen für. ihre opferfreudige Htndabe an unsere große deutsche Sache. Ueberbrtnge allen Führern und Trup­pen diesen Dank, der gepaart ist mit dem Vertrauen, daß wir mit Gottes Hilfe auch die weiteren Kämpfe siegreich bestehen werden.

gez: Wilhelm.

.

wtb. Großes Hauptquartier, 3. Juni 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht.

Im Wytschaeteabschnttt hat der starke Artillerie­kampf auch gestern angehalten. Zwischen Lens und Quent blieb gleichfalls die Feucrtätigkeit lebhaft. Nachts griffen die Engländer bei Loos, am Souchezbache und nordöstlich von Monchh an. Sie wurden abgewiesen; in einzelnen Grabenstücken südwestlich von Lens wird noch gekämpft. *

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die Gefechtstättgkeit längs der Aisne und in der Champagne war im allgemeinen gering. Erkundungs- Vorstöße unserer Stoßtrupps brachten am Chemin-des Dames, südöstlich von Filain, mehrere Flammenwerfer, an der Aisne 15 Gefangene ein.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf dem rechten Maasufer wurden bei Haudiomont, Combres und St. Miehiel mehrere französische Auf­klärungsabteilungen zurückgeschlagen.

In der Nacht zum 1. Juni bewarfen englische Flieger ein im Etappengebiet befindliches Lager mit Bomben, die von den französischen Gefangenen einen

Mann töteten und 91 verwundeten.

*

Unsere Fluggeschwader haben vor der Arras- und Aisnefront mit erkannter Wirkung Bomben auf Bahn­anlagen, Munitions- und Truppenlager abgeworfen. In Luftkämpfen und durch Abwehrfeuer haben die

Gegner gestern zehn Flugzeuge verloren.

, * .

Auf dem

Oestlichen Kriegsschauplatz ist die Gesamtlage unverändert. In der Moldau find in den beiden letzten Nächten zwischen Susita- und Putnatal rumänische Vorstöße abgewiesen worden.

Mazedonische Front:

Westlich des Wardar sind südlich von Huma und bei Aleak Mah Angriffe mehrere feindlicher Kompagnien vor den bulgarischen Stellungen verlustreich gescheitelt.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorfs.

abends. Im Wytschaetebogen

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Zur U-Boot-Spende.

Die Zeit vom 1. bis 8. Juni gehört unseren U Booten. Sie ist die Dankeswoche zugunsten der U-Boot- Spende, an der sich das ganze deutsche Volk beteiligen wird. Auch unsere Stadt wird sich frohen und freudigen Herzens der Spende zuwendcn kein Kärger darf fehlen. Denn jeder Einzelne weiß, daß unsere U Boote uns oen Sieg verbürgen; für ihre glänzenden Taten sei in dem Erfolg der U-Boot-Spende nur ein Teil unseres unauslöschlichen Dankes dacgebracht. In dieser Woche wird die ganze Welt mit Spannung auf Deutsch­land blicken, eS ist daher Ehrenpflicht jedes Deutschen, »u zeigen, daß ihm kein Dankesopfer zu groß ist für seine U-Boot-Helden. Wir wollen unsere Dankbarkeit durch Taten zeigen, die Beträge sollen reichlich stießen, jetzt ist es keine Zeit zu kargen. Darum fehle kein Bürger unserer Stadt, jeder soll stolz darauf sein, nach seinem Können und Vermögen beizutragen zu dem großen^Werk, das sich als Zeichen der Dankbarkeit in der U-Boot-Spendc verkörpert.

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Berlin, 3. Juni, stärkster Feuerkampf.

1$ ooo tonnen versenkt.

1. An der Westküste Irlands und vor dem West- ausgange des Kanals sind 18000 Bruitocegistertonnen

versenkt worden. Von den vernichteten Dampfern und Seglern konnten die Namen und die Ladungen nichi festgestellt werden, da die Fahrzeuge aus Geleitzügen herausgeschosfen wurde«.

2. Eines unserer Sceflugzeuge belegte am 2. Juni die russische Fliegerstation Lcbara mit gut deckenden Bomben.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

wtb. Großes Hauptquartier, 4. Juni. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht.

Im Wytschaetebogen erreichte der Arttlleciekamps gestern äußerste Heftigkeit; er hielt bis in die Nacht an. Nahe der Küste, am La Basfee-Kanal und bei­derseits der Scarpe nahm nachmittags die Kampftätig­keit zu. Nachts folgten scharfen Feuerwellen Vorstöße der Engländer bei Hulluch, Lens, Monchh und Chertsc. Sie find überall abgewiesen worden. Am Souchezbache vom Vortage verbliebene Engländernester wurden größtenteils gesäubert.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz.

Westprcußische und rheinische Regimenter führten am Winterbcrg bei Craonne eine gewaltige Erkundung durch, bei der nacki erbitterten Nahkämpfen über 150 Franzosen und 15 Maschinengewehre in der Hand der Sturmtruppen blieben. Am Westhange des Berges in unsere Stellungen einbezogene französische Gräben wurden gegen starke Angriffe gehalten. Heute nacht drangen Stoßkompagnien niederichlesischer Regimenter nordwestlich von Braye in die französische Stellung und nahmen mehr als 100 Mann gefangen. Auch hier wurden 15 Maschinengewehre erbeutet. Beide Erkundangsvorstöße brachten wertvolle Feststellungen über den feindlichen Kcäfteeinsatz. - In der Champagne wurde östlich des Pöhlberges ein Angriff mehrerer feindlicher Kompagnien durch Gegenstoß zum scheitern gebracht

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine besonderen Ereignisse.

Oestlicher Kriegsschauplatz-

Keine größeren Kampfhandlungen.

Mazedonische Front.

Vorpostengefechte westlich des Wardar, am Doiran- see und in der Strumaebene verliefen für die bulgari­schen Truppen günstig.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

*

Berlin, 4. Juni, abends. Im Wytschmte-Bogen hat sich nach ruhigem Morgen der Artilleriekampf am Nachmittag wieder zu bedeut, oder Höhe gesteigert. Von ! den anderen Fronten ist bisher nichts Besonderes ge­meldet.